Umfrageergebnis anzeigen: Würdest du AD(H)S aus dir verbannen?

Teilnehmer
182. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja.

    66 36,26%
  • Nein.

    68 37,36%
  • Es schwankt zuviel, um das festzulegen.

    48 26,37%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Segen oder Fluch? Würdest du ADS / ADHS in dir vernichten, wenn du könntest? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 393

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du ADS / ADHS in dir vernichten, wenn du könntest?

    Für mich kann ich folgenden Aussagen treffen:

    Von der 1. bis zur 4. Klasse war es sehr sehr schwer mit ADS. (also verbannen)

    Danach war es in der Schule ganz toll mit ADS (mit etwas „H“).
    Ich hatte mich inzwischen an alles gewöhnt, hatte unbewusst meine Strategien entwickelt und die Schule und vor allem die Pausen haben richtig Spaß gemacht. (also her - mit noch mehr!!!)

    Naja, die Lehre war dann soweit o.k. (also weder noch).

    Und die Zeit danach, bis dann der Einstieg ins Erwerbsleben mit den vielen Umwälzungen überstanden war, war sehr sehr anstrengend und hat sehr viel Kraft gekostet. (also ADS so weit wie möglich weg!!!)

    Und jetzt bzw. seit einigen Jahren: ADS herzlich willkommen!!! Es ist gut damit zu leben, wenn auch manches mehr Kraft kostet. Aber die guten Seiten möchte ich nicht vermissen! Ich bin ich, ich fühle mich wohl und hoffe mal, das es so bleibt!

    Viele Grüße
    Elektron

  2. #42
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du ADS / ADHS in dir vernichten, wenn du könntest?

    Guten Morgen Snagila,

    ich gehe einfach mal da von aus daß ohnehin unsinnige Beiträge gelöscht werden (mach ich in meinen Foren zumindest so), in so fern ist mein Satz "Beiträge bomben" eher ironisch gemeint. Ich denke mal daß die Qualität der Beiträge auch entscheidend sein dürfte. Aber ich schweife ab;

    ich möchte hier auf die positiven Dinge von uns eingehen, da viele von uns mit ihrem Schicksal bzw. ihrer Diagnose groß hadern (ging mir ja anfangs auch nicht anders):

    gerade in Deinem letzten Satz fällt mir eine Eigenschaft von uns auf - der Sinn für "bösen" Humor und auch über sich selbst lachen zu können. Ich möchte nicht wissen wie viele Komiker ADHS haben....sie lassen es halt nicht unbedingt testen. Wir sollten ja nicht außer Acht lassen, daß die Diagnostizierung ADHS eher der neueren Zeit entspringt, und man es ursprünglich als Kinder und Jugend "Krankheit" angesehen hat. Heute weiß man ADHS hat man sein Leben lang, und es ist nicht heilbar (wo zu auch...kann ganz gut damit leben). Aber gut, es gab ja auch Zeiten wo Homosexuelle als krank und gestört galten (nein, ich bin nicht "andersrum"). Und keine Gottheit oder sonstwas hat das aus uns gemacht was wir sind, nein - es gibt ein Gesetz welches niemand brechen kann: das Naturgesetz.....und jetzt mal die Frage: käme die Gesellschaft ohne uns zurecht? Ich glaube nicht, denn ohne Spontanität, Kreativität, Impulsivität usw. würde unsere Gesellschaft absolut verblöden.

    Nachsatz: @Alex, mir ist Dein Beitrag erst jetzt gewahr geworden - warum auch immer. Ich vermute mal Du meinst mein altes autismus-adhs.de Forum, welches nur mit unsäglichen Blödsinn zugemüllt wurde? Das habe ich bereits aufgegeben und die Domain gekündigt. Trotzalledem finde ich die Idee nicht schlecht, Themenbereiche erst ab einer gewissen Beitragsanzahl zu zulassen.

    Viele Grüße

    Lumpi
    Geändert von Lumpi (19.04.2011 um 07:35 Uhr) Grund: Nachsatz

  3. #43
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du ADS / ADHS in dir vernichten, wenn du könntest?

    Hallo zusammen,
    also ich habe erst seit 2 Jahren die Diagnose ADHS.
    Ich bin ehrlich.Ich kann sehr gut darauf verzichten.Für mich ist eigentlich jeder Tag ein Kampf. Denn ob mit oder ohne MPH, ich rede zuviel und ich kann kaum jemanden ausreden lassen. Meine "Alzheimer" trage ich auch schon seit sovielen Jahren mit mir herum, dass es eigentlich nicht mehr zum Lachen ist. Ich versuche vieles mit Humor zu nehmen und kann auch über mich selbst lachen, trotzdem glaube ich, dass das Leben mit mir sehr anstrengend ist.
    Von der Hyperaktiviät will ich schon gar nicht sprechen, ohne Medis nicht zu ertragen. Ich Fühl mich wie eine Hochseefregatte.
    Und nun zu meiner Aufmerksamkeit und Konzentration. Ohne MPH ging hier überhaupt nichts. Viele Jahre habe ich mich als Versager gefühlt, weil ich einfach nichts mehr auf die Reihe bekommen habe. Selbst heut passiert es mir immer noch, dass ich zu forsch auftrete, oder in ein Fettnäpfchen, weil mein Mund mal wieder schneller war als mein Kopf. So etwas braucht man im Arbeistleben nicht und auch nicht privat. Das macht einsam.
    Meine Kontaktfreudigkeit und mein Humor hätte ich bestimmt auch ohne ADHS. Nur eben etwas ruhiger.
    Ganz zu schweigen von unserem Familienleben. Unser Jüngster hat ADHS noch sehr viel schlimmer als ich. Es dreht sich doch den ganzen Tag nur um uns. Von einem "normalen Familienleben" kann man sich doch verabschieden. Es ist alles sehr anstrengend.
    Und ich habe auch keine Lust mehr, mich für andere zu verbiegen. Das habe ich lange genug gemacht.
    Soweit also meine Meinung dazu. Lieber weg damit und ein ganz normaler Spießer sein, aber eben auch ein ganz normales Alltagsleben. Dafür aber auch mehr Lebensqualität und finanzielle Sicherheit. Sprich, hab schon genug Anderes. Dann könnte ich im Monat mindestens 60,- sparen.

    Liebe Grüße Kathrin

  4. #44
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du ADS / ADHS in dir vernichten, wenn du könntest?

    Hallo Stefka, das sehe ich genauso wie du und ich könnte sogar 150 Euro im Monat sparen, weil ich MPH nicht vertrage und Strattera nehme.

    Ich verstehe aber auch gar nicht, wie man meinen kann, dass es besser ist eine Krankheit zu haben als sie nicht zu haben.

    LG Maggy

  5. #45
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du ADS / ADHS in dir vernichten, wenn du könntest?

    Bitte! ADHS ist keine Krankheit sondern eine andere Wahrnehmung!

    Viele Grüße

    Lumpi

  6. #46
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du ADS / ADHS in dir vernichten, wenn du könntest?

    Lumpi schreibt:

    ADHS ist keine Krankheit sondern eine andere Wahrnehmung!
    Ich empfinde mein ADS auch als andere Wahrnehmung mit zusätzlichen Gaben und nicht (oder extrem selten) als Krankheit. Gelegentlich habe ich auch Nachteile dadurch.
    Das hängt aber sehr von meiner Lebenssituation ab.
    Jeder ist vom AD(H)S anders betroffen.

    Deshalb finde ich folgenden Satz absolut treffend:

    "Ob ADS als Krankheit, Störung oder als Gabe angesehen werden muss, hängt hauptsächlich von den individuellen Defiziten, der sozialen Situation und der Intensität des Leidensdruckes ab."

    Er ist aus Wikipedia:
    Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du ADS / ADHS in dir vernichten, wenn du könntest?

    Maggy schreibt:
    Ich verstehe aber auch gar nicht, wie man meinen kann, dass es besser ist eine Krankheit zu haben als sie nicht zu haben.
    Das mag daran liegen, dass im ADHS - im Gegensatz zu einer echten Krankheit wie Masern, Krebs oder Neurodermitis - gute Seiten besitzt. Unser Pech ist eher, dass die moderne Lebensweise im Konflikt mit den Nachteilen steht - auch das im Unterschied zu einer Krankheit.

    Lieben Gruß,
    Scarlatti

  8. #48
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du ADS / ADHS in dir vernichten, wenn du könntest?

    Stefka schreibt:
    Und ich habe auch keine Lust mehr, mich für andere zu verbiegen. Das habe ich lange genug gemacht.
    Soweit also meine Meinung dazu. Lieber weg damit und ein ganz normaler Spießer sein, aber eben auch ein ganz normales Alltagsleben. Dafür aber auch mehr Lebensqualität und finanzielle Sicherheit. Sprich, hab schon genug Anderes.
    So habe ich auch mal gedacht - wollte mal Ruhe in mein Leben bringen, so ganz solide mit Familie leben....geht aber nicht. Klar, Familienleben ist anstrengend, vor allem wenn der Lebenspartner nichts von ADHS weiß, oder nicht damit umgehen kann. Aber ganz ehrlich, wenn ich so Menschen in der Nachbarschaft beobachte, denke ich oft "gut daß mir dieses monotone Trutschbesen da sein erspart bleibt". Diese entsetzliche Monotonie, jeden Tag das selbe, jeden Tag gleicher Tagesablauf....ja , wo zu lebt man denn eigentlich? Im übrigem....ich weiß nicht ob Du Deinen Humor ohne ADHS hättest? Das ist mitunter eine Begleiterscheinung - ich für meinen Teil empfinde viele Normalos als doch recht humorlos - schwarze Scherze von mir werden oft als "geschmacklos" und "widerwärtig" abgetan. Auch mein Humorverständnis wird nicht unbedingt geteilt, ich höre mir zum Beispiel Fredl Fesels Taxilied an , krieg vor Lachen kaum noch Luft und werde verständnislos angeschaut, was denn daran so lustig sei.

    Viele Grüße

    Lumpi

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du ADS / ADHS in dir vernichten, wenn du könntest?

    Lumpi, da sprichst du ein Thema an, was mir auch schon seit Jahren im Kopf herumgeistert. Gemessen am eigenen Leben empfinde ich die Lebensweise des sozialen Umfelds, die gleichzeitig die vorherrschende ist, als unerträglich monoton. Insbesondere muss ich mich altersbedingt ständig mit der Frage auseinandersetzen, ob die Gründung einer Familie überhaupt möglich ist, denn dies setzt ein halbwegs stabiles Lebensumfeld voraus. Im Moment halte ich es für nicht verantwortlich gegenüber meinem ungezeugten und ungeborenen Kind.

    Um die Eingangsfrage aufzugreifen (Segen oder Fluch), Segen an dieser Stelle ist sicherlich, dass das Leben mit ADHS vergleichsweise abwechselungsreich ist, Fluch jedoch, dass man nicht in der Lage ist bestimmte Dinge zu tun, die Einförmigkeit erfordern (z.B. Familie gründen).

  10. #50
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du ADS / ADHS in dir vernichten, wenn du könntest?

    Naaja Scarlatti, die Kinder kommen damit schon klar. Mit der sozialen Absicherung...hmmm, das ist halt so ein Thema....man hat sicherlich das Recht auf staatliche Unterstützung - gesetzt den Fall man bringt die Geduld auf verwirrende Anträge auszufüllen. Aber schau mal, ich hab auch Kinder, von dem der ältere auch noch hyperaktiver Autist ist...naja, wenigstens was los in der Bude

    Ich für meinen Teil bin zu dem Schluß gekommen daß ich irgendwie nicht mit "Normalos" mehr tauschen möchte - Einseitigkeit und Monotonie täten mich umbringen

    Viele Grüße

    Lumpi

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