Umfrageergebnis anzeigen: Würdest du AD(H)S aus dir verbannen?

Teilnehmer
182. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja.

    66 36,26%
  • Nein.

    68 37,36%
  • Es schwankt zuviel, um das festzulegen.

    48 26,37%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Segen oder Fluch? Würdest du ADS / ADHS in dir vernichten, wenn du könntest? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du AD(H)S in dir vernichten, wenn du könntest?

    Es gibt kein richtiges Leben im falschen...
    ein Lied von:
    Rainald Grebe

    ..wer sich das anhören will.
    Dann entscheiden, was besser ist

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du AD(H)S in dir vernichten, wenn du könntest?

    also - ordentlicher , antriebsstärker, weniger Schlaf benötigend... und vor allem: BELASTBARER.... weniger übersensibel... naja- ehrlich - was spricht dagegen? Ich suche immer noch das Besondere an der ADS. Weil - sensibel, einfühlsam, wahrheitsliebend mit großem Gerechtigkeistsinn - das kann Frau doch auch ohne ADS sein, oder?
    Und - leider - ich bin nicht mit besonderen Talenten gesegnet... seufz... also: ich würds abwählen, wenn ich könnte
    Nicht falsch verstehen - ich bin nicht unglücklich oder leidend oder so. Aber ich denke - ohne ADS wärs einfacher....

  3. #13
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du AD(H)S in dir vernichten, wenn du könntest?

    Sandra schreibt:
    Wir sind nicht ADHS. Wir sind nur Wir und haben ADHS. Es ist ein Teil von uns, aber bestimmt uns nicht.
    [...] Dennoch würde ich mich nicht durch ADHS definieren. [...]. Was nicht heißt das sie nicht auch kämpfen müssen, genau wie wir.

    Die Frage sollte so gestellt werden:
    Wenn ihr für euer nächtes Leben (nehmen wir mal an sowas gäbe es..) entscheiden könntet ob ihr mit oder ohne ADHS geboren werden wollt (natürlich ohne jegliche Erinnerungen) wir würdet ihr entscheiden?

    Wollt ihr mal ein normales Leben genießen?
    Oder wollt ihr lieber wieder der Freak sein?

    lg Sandra
    Hallo Sandra,

    weder habe ich in den Raum gestellt, dass ADHS uns als Mensch definiert, auch nicht, dass es uns bestimmt (wobei es das in einem gewissen Maße tut, aber das hat nichts mit dieser Umfrage zu tun), und noch weniger habe ich behauptet, dass nicht-ADHSler nicht kämpfen müssen.

    und die Frage ist genau so, wie sie ist, richtig gestellt.
    Ich will einfach nur wissen, ob du das, was du subjektiv als ADHS definierst, behalten willst oder nicht,
    das impliziert, dass mich interessiert, wie du es definierst.

    Die Ja-Sager wohl offensichtlich mehr als Fluch.
    Ich sehe es als ein Segen,
    ich zb bin davon überzeugt, dass ich ohne das -was immer es genau ist im Hirn- nicht die wäre, die ich bin,
    deshalb sehe ich mich nicht als Symptom.

    kann man verstehen was ich meine?
    ich bin gerne extrem, und so geniesse ich mein Leben normaler, wenn ich ein Freak bin.

    Du bist hier die mit den Definitionen, ich sehe ADHS als eine meiner vielen netten Eigenschaften.
    Peace

  4. #14
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du AD(H)S in dir vernichten, wenn du könntest?

    ChaosQueenie schreibt:
    Ich suche immer noch das Besondere an der ADS. Weil - sensibel, einfühlsam, wahrheitsliebend mit großem Gerechtigkeistsinn - das kann Frau doch auch ohne ADS sein, oder?
    Und - leider - ich bin nicht mit besonderen Talenten gesegne- ich bin nicht unglücklich oder leidend oder so. Aber ich denke - ohne ADS wärs einfacher....
    "sensibel, einfühlsam, wahrheitsliebend mit großem Gerechtigkeistsinn" - so zu sein ist sowas wie ein Talent. Emphatie ist ein Talent. Ich erschrecke mich oft vor der Taktlosigkeit der Menschen, wenn es um Gefühlsverständis geht.
    Die wenigsten schaffen es überhaupt, ihr aktuelles Befinden in Worte zu fassen. Du ja offensichtlich schon.
    Vielleicht bist du ja deshalb nicht unglücklich,
    versuch mal die Perspektive zu ändern und nicht nach was Besonderem suchen, das andere nicht haben,
    sondern auf das "mehr" achten.
    Sensibler, empathischer und gerechter zu sein als andere hat was.
    Finde ich.
    Aber ist alles sehr subjektiv, fand deinen Post nur süß und wollte meinen Senf dazu geben

  5. #15
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du AD(H)S in dir vernichten, wenn du könntest?

    Hi,

    also ich würde es der Fee schon mal anvertrauen, nur um einen Vergleich zu haben. Ich weiß ja gar nicht wie sich der "normale" Mensch so fühlt. Aber eines weiß ich auch: Sollte die Fee nicht nach 3 Tagen mit meinem ADHS pünklich wieder vor der tür stehen: Na, die könnte was erleben!

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du AD(H)S in dir vernichten, wenn du könntest?

    Also ich finde ADS /ADHS weder als Segen ,noch als Fluch.Ich bezeichne es auch nicht als Störung oder als Problem.
    Es gibt soooo viele Menschen ,die sind davon betroffen,führen ein glückliches,zufriedenes Leben und es wird nie diagnostiziert.
    Auf der anderen Seite gibt es Menschen,die einfach Pech auf dem Weg ihrer Entwicklung hatten. z.B überstrenge Eltern, Kinder von Alkoholikern, oder sonstige negatieven Entwicklungseinflüsse.
    Da ist es scheiß egal ob man ADS/ADHS hat oder nicht.
    Ich vergleiche das ADS / ADHS immer mit einem guten Mutterboden-darauf wächst fast alles.
    Es kann der beste Salat drauf wachsen oder das schlimmste Unkraut.

    Für mich war die Zeit ohne Diagnose mit ADS ein Fluch-mit der Diagnose (das Wissen darum) ist aus dem Fluch ein Seegen geworden.
    Ich würde es daher nicht wieder eintauschen,denn ohne dies,währe ich jetzt nicht da woch ich jetzt bin.

    LG Irrlicht

  7. #17
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du AD(H)S in dir vernichten, wenn du könntest?

    Wenn ich könnte, würde ich mein ADHS abstellen, auch mit der Gefahr, meine kreativen und übermütig strahlenden Seiten einzubüßen, wobei das noch die Frage ist, ob das so wäre. Ich finde es einfach zu anstrengend, seit Jahrzehnten in dem Teufelskreis zu stecken, innerlich getrieben zu sein, auch mit Medis, ruhebedürftig zu sein und trotzdem durch Ruhe in ein Loch zu fallen, weil dann zuwenig Reize da sind.

    Mir kommt das so vor, wie lebenslang immer wieder vom Schlafen abgehalten zu werden.

    LG Maggy

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du AD(H)S in dir vernichten, wenn du könntest?

    Es klingt ungewöhnlich, aber ich habe wegen, nicht trotz ADS sehr viel erreicht. Ich habe mehrere Sprachen gelernt, u.a. für deutschsprachige Menschen eher schwierige wie Japanisch und Chinesisch (inklusive Schrift, also mehrere 1000 Schriftzeichen). Dann spiele ich ganz passabel Klavier (ungefähr auf Mozart-/Beethoven-Sonaten-Niveau), habe außerdem ganz unterschiedliche Fächer studiert (inklusive Abschluss im technisch/kreativen Bereich, sowie eine fachfremde Promotion im naturwissenschaftlich/sozialwissenschaftlichen Bereich). Jetzt arbeite ich als Business Consultant und analysiere Geschäftsprozesse, obwohl ich nie BWL studiert habe. Außerdem habe ich schon als Tänzer, Java-Programmierer, als Trainer und Ernährungsberater gearbeitet.

    Dies war nur durch ADS möglich! Der Drang, ständig etwas neues anzufangen, die Notwendigkeit, alles im Leben parallel und selbstständig zu machen, außerdem seine Lebensstrategien zu optimieren hat es bewirkt. Ohne ADS hätte ich wahrscheinlich einen geraden Lebensweg gehabt, mich auf EIN Fach und EINE Tätigkeit spezialisiert, niemals extensive Erfahrung in anderen Kulturen gesammelt (habe eine Zeit lang in Asien gelebt) und und und..

    Ich möchte damit alle Leute aufmuntern, die hauptsächlich von den negativen Seiten unserer Macke betroffen sind. Es ist wichtig, dass man herausfindet, wie man ein gutes Leben führen kann, denn die "normalen" Menschen zeigen uns nur, wie man es nicht führen sollte (sie haben andere Voraussetzungen). Wenn man die Besonderheiten von ADS gezielt nutzt, kann man genauso viel oder noch mehr erreichen wie diese Menschen.

    Liebe Grüße,

    Scarlatti

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du AD(H)S in dir vernichten, wenn du könntest?

    Hallo Scarlatti

    Super mal was so psitives zu hören.

    Du hast im Grunde genommen auch recht. Nur würde mich jetzt brennend interessieren nicht was du kannst, sondern wie du gelernt hast.

    Ich habe auch mal angefangen chinesisch zu lernen, auch japanisch aber nicht lang genug dran geblieben.
    So ging es mir mit ganz vielen Dingen. So nach dem Motto ich kann alles ein wenig aber nichts so richtig gut.

    Fünf Jahre Cello gelernt, kann etwas Klavier, Gitarre, E-Bass, Flöte.

    Kann sehr gut neben englisch auch französisch, gut ungarisch, bischen türkisch, arabisch und italienisch.

    Habe eine zweite Ausbildung zur Mediendesignerin, habe an einer Grafiker Stelle gearbeitet. War ganz passabel, war aber mit Familie nicht vereinbar.

    Aber auf jedenfall habe ich nicht nur viel Erfahrungen gesammelt sondern hatte auch mächtig viel Spaß.

    lg
    Lillemoor

  10. #20
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Segen oder Fluch? Würdest du AD(H)S in dir vernichten, wenn du könntest?

    Hallo Scarlatti, das, was du berichtest, sind typische Lebensläufe von Hochbegabten, die nicht durch zu starkes ADS dran gehindert werden, das alles zu entfalten. Also, andersrum wird ein Schuh draus. Ich weiß das so genau, weil ich viele Hochbegabte kenne. Der Großteil von ihnen hat ja gar keine großen psychischen Probleme und die meisten leben ein sehr interessantes Leben.

    Die meisten Hochbegabten gehen nicht nur einen Weg. Sie haben durch ihre breit gefächerte Intelligenz und schnelle Leistungsfähigkeit mindestens noch neben ihrem Job ein bis viele Hobbies, ebenfalls auf Eliteniveau.
    Mein hochbegabter Schwiegervater hat sich auf seinem ersten Flug nach Russland das Grundprinzip der kyrrilischen Schrift und der russischen Sprach draufgeschafft und danach Leute durch Moskau geführt. Er hat einen Hauptberuf gehabt , in dem er brilliant war, aber ist durch Länder, Sprachen, Hobbies und was nicht alles.

    Hochbegabte, die nicht dran gehindert werden durch ihre Begleit-Besonderheiten (wie ADS, was aber seltsamerweise bei ihnen nicht so genannt werde darf), sind Passanten durch die Galaxien, kreativ und vielseitig wie ihre Begabungen halt.

    Es gibt allerdings auch ADHSler ohne Krankheitswert, aber nicht viele.

    Vorsicht mit der Verklärung einer Krankheit. ADHS hat nun wirklich auch positive Seiten. Aber in Selbsthilfeforen passiert schnell sowas wie: "Wir gegen den Rest der Welt", was ja auch gut ist, solange man nicht auch Dinge verklärt, die einfach problematisch bleiben. Ich habe das mal in einem Depressionen-Selbsthilfeforum erlebt. Depressionen haben nun wirklich keine Vorteile. Aber dort bestätigte man sich darin gegenseitig, diejenigen zu seinen mit dem eigentlichen tiefen Weltverstehen durch Weltschmerz oder so. Irgendwie drehten sich dann alle zusammen immer tiefer in das depressive Grübeln und damit das depressive Muster hinein.

    Wenn ich z.B. denken würde, ohne äußerst strenge Struktur in meiner Kindheit, die mir auch Schäden mitgab, hätte ich heute viel weniger Probleme, dann denke ich nur an die Kinderladen-Bewegung der 68er, wo die Kinder hinterher schon fragten: "Müssen wir heute wieder tun, was wir wollen?" und sich hinterher in den Psychiaterpraxen wegen massiver psychischer Folgen wiedertrafen. Für ADHSler Gift. Ohne ADHS-Behandlung gibt es kein ideales Leben für ADHSler, jedenfalls nicht für die stärker Betroffenen. Die ganze Welt voller ADHSler? Ein Alptraum! (Sodom und Gomorrha)

    LG Maggy
    Geändert von Maggy (13.04.2011 um 07:37 Uhr)

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