Umfrageergebnis anzeigen: Bist Du gläubig?

Teilnehmer
387. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ich habe AD(H)S, nehme kein Methylphenidat und bin gläubig.

    46 11,89%
  • Ich habe AD(H)S, nehme kein Methylphenidat und bin nicht gläubig.

    120 31,01%
  • Ich habe AD(H)S, nehme Methylphenidat und bin nicht gläubig.

    117 30,23%
  • Ich habe AD(H)S, nehme Methylphenidat und war schon vor der Einnahme gläubig.

    63 16,28%
  • Ich habe AD(H)S, nehme Methylphenidat und der Glaube hat sich erst danach entwickelt.

    4 1,03%
  • Ich habe kein AD(H)S, was will ich eigentlich hier?

    1 0,26%
  • Bei mir ist das ganz anders, und zwar:

    36 9,30%
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Diskutiere im Thema Religionsimmunität durch AD(H)S? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #81
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Religionsimmunität durch AD(H)S?

    Religion ist etwas für Menschen, die nicht an sich selbst glauben können oder an sich zweifeln.
    Der Glaube an Gott, oder an eine "höhere Instanz" dagegen kann oft Wege ebnen
    und dabei sollte man nie die eigenen Belange außer acht lassen.
    Anstand und Würde, Humanität und Ehrfurcht vor den Menschen und der Natur
    beinhalten eigentlich alles, um mit sich im Reinen zu sein.

    Wenn nur ein Mensch durch den Glauben anderer zu Schaden kommt, dann hat dieser Glaube schon
    für sich den Zweifel in sich geborgen.
    Dann hilft auch dieser verlogene Satz nicht: "Zweifle nicht, mein Sohn..denn..."
    Und im Übrigen;- wo bleiben da eigentlich die Töchter?

    Ich glaube an mich. (..meistens, wenigstens...)

    LG --hirnbeiß--

  2. #82
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 150

    AW: Religionsimmunität durch AD(H)S?

    Hallo hirnbeiß,


    Nachtrag, vornan gestellt: Ich sehe, dass ich mal wieder zu schnell und somit unaufmerksam gelesen habe ;-) Du unterscheidest ja Religion und Glaube an etwas Höheres. Sprichst Du denn aus eigener Erfahrung, was das Wege ebnen angeht?

    Das war meine ursprüngliche Antwort:
    dieses an sich selbst glauben - das ist etwas, was ich nicht verstehe. Was soll das bedeuten? Das ich davon ausgehe, meinen Impulsen trauen zu können zum Beispiel? Die Sehnsucht nach etwas "Höherem" liegt ja zum großen Teil darin begründet, dass man Trost sucht. Wo finde ich Trost, wenn ich das Höchste bin, an das ich glauben kann?

    Ich weiß nicht, wie ein Mensch sich fühlt, der Urvertrauen hat und sehr selbstbewusst ist. Vielleicht fehlt dem tatsächlich nichts. Aber was ist, wenn dieser Mensch krank wird, dem Tode entgegen sieht oder einen geliebten Menschen verliert? Braucht er da nicht auch Trost, den er selbst sich ja nicht geben kann?

    Diese Fragen brauchst Du jetzt natürlich nicht alle zu beantworten ;-) Die stellen sich ja jedem Menschen sowieso, nehme ich an. Ich selbst bin nicht gläubig, aber mir hat immer etwas gefehlt und fehlt weiterhin. Durch die ADS-Diagnose kann ich das jetzt etwas anders einordnen, da ich gelesen habe, dass diese unbegründete (?) Einsamkeit, die ich schon immer empfinde, mal mehr, mal weniger, von dem ADS kommen kann. Dann spielt natürlich auch die eigene Biographie eine Rolle.

    Dennoch hoffe ich, dass ich diese Einsamkeit irgendwann loswerden kann, weshalb ich seit einer Weile durchaus mit "Gott" liebäugele.

    Viele Grüße, Lefty

  3. #83
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Religigionsimmunität durch AD(H)S?

    Hallo Selen,
    ich bin seit jungen Jahren (christlich-evangelisch) gläubig. Ich war/bin es mit und ohne MPH.

    Ehrlich gesagt, ich könnte ohne den Glauben wohl kaum überleben. Ich sähe keinen Sinn darin, warum ich soviel Schweres (ADHS ist nur eines von vielen, schwerwiegenden Problemen) durchmachen musste und muss. Der Glaube gibt mir eine anderes Sichtweise.

    Finde die Umfrage sehr interessant. Wollte schon lange mit gläubigen ADHS-lern in Kontakt kommen und wissen, wie sich das Syndrom auf den Glauben auswirkt.

    Werde später darauf zurückkommen. (Ich muss eilen, da ich morgen meinen tumoroperierten Ehemann aus dem Spital abholen werde. Gleich jetzt rufe ich meine Mutter an, welche an Ostern an einem "hoffnungslosen" Gebärmutter-Krebs erkrant ist........nur ein kleiner Einblick in mein problembelandes Leben.....)

    Mali

  4. #84
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Religionsimmunität durch AD(H)S?

    @ Lefty.
    Da verstehe ich dich gut.
    Wenn man ein geringes Selbstwertgefühl hat, dann ist es schwer an sich selbst zu glauben.
    Eine Gemeinschaft kann sehr nützlich und wohltuend sein.
    Leider ist es so, dass sehr oft in solchen Gemeinschaften die Zielsetzung ist,
    ein Wesen oder eine Gottheit bis zur Selbstaufgabe zu verehren oder zu lieben.
    Und da hakt es meist.
    Meiner Meinung sind wir alle EINS.
    Ein Spektrum des Gemeinsamen.
    So gesehen ist es mein Ziel an mich zu glauben.
    Einfach ein guter Mensch sein, der Gutes tut.
    Da gehört s auch dazu, andersgläubige zu respektieren.
    Das ist zugegebenermaßen schwer, dieses Ziel zu erreichen.
    Aber machbar.

    LG --hirnbeiß--

  5. #85
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 521

    AW: Religionsimmunität durch AD(H)S?

    Ich nehme seit April 2011 2 x täglich 40 mg Strattera und bin in keinster Weise gläubig. Weder an einen Gott noch an Wiedergeburt oder sonst irgendwelchen Hokuspokus.

  6. #86
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Religionsimmunität durch AD(H)S?

    Ich bin Muslim,
    doch eine Sache die mich stört sind die Menschen die sich gegenseitig kritisieren, bekriegen usw.
    Z.b. merke ich immer wieder eine abgestossenheit in meiner muslimischen Gemeinde aufgrund meiner Andersartigkeit ich würde so gerne wieder in der Zeit des Propheten leben und zu seinen Anhängern gehören darauf bestehen auch viele meiner Tagträume

  7. #87
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 150

    AW: Religionsimmunität durch AD(H)S?

    hirnbeiß schreibt:
    Leider ist es so, dass sehr oft in solchen Gemeinschaften die Zielsetzung ist,
    ein Wesen oder eine Gottheit bis zur Selbstaufgabe zu verehren oder zu lieben.
    Und da hakt es meist.
    Meiner Meinung sind wir alle EINS.
    Ein Spektrum des Gemeinsamen.
    Das gibt es auch, aber die meisten christlichen Gemeinden sind doch eher normal, denke ich. Da steht die Gemeinschaft im Vordergrund. Vor allem in evangelischen Gemeinden wird es wohl eher weniger gern gesehen werden, wenn jemand allzu esoterisch auftritt. Eine Gottesverehrung ist bei den Christen kein Selbstzweck. Bei solchen, wo es doch so ist, heißt es auf jeden Fall, Abstand nehmen.

  8. #88
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Religigionsimmunität durch AD(H)S?

    Mali schreibt:
    ich bin seit jungen Jahren (christlich-evangelisch) gläubig. Ich war/bin es mit und ohne MPH.

    Ehrlich gesagt, ich könnte ohne den Glauben wohl kaum überleben. Ich sähe keinen Sinn darin, warum ich soviel Schweres (ADHS ist nur eines von vielen, schwerwiegenden Problemen) durchmachen musste und muss. Der Glaube gibt mir eine anderes Sichtweise.

    Finde die Umfrage sehr interessant.

    Trifft alles genauso auch auf mich zu.

  9. #89
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 67

    AW: Religionsimmunität durch AD(H)S?

    Aus Kirche ausgetretten, bin nicht gut auf Kirche zu sprechen und seit langer zeit sehr an die Nordische Mytologie Interessiert und Naturreligion.

    Gruß Thorenak

  10. #90
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Religionsimmunität durch AD(H)S?

    Hallo,

    also ich habe ein gespaltenes Verhältnis zum Glauben. Ich finde Glauben sehr wichtig, weil es irgendwie einem hilft.. Ich geh in Kirchen, schau sie mir an, zünde auch Kerzen an, wenn wichtige Menschen krank sind oder so.. Ich glaube auch, dass da oben einer ist, der aufpasst und mir gefällt auch der Glaube, dass ich irgendwann mal als Engel auf einer Wolke sitz..

    Aber, ich mag mich dazu nicht binden. Ich bin zwar eingetragen evangelisch, will aber raus. Weil ich nie den Gottesdienst besuche und auch so negative Erfahrungen gemacht habe und nicht Gutes gehört habe.. Ich akzeptiere den Glauben anderer und ich will auch alles wissen, wenn ich mit einem Muslim zusammen bin. Ich habe schon stundenlang mit türkischen Kollegen und Kolleginnen über den Koran gesprochen und das sind Dinge, die mich bereichtert haben. Ich finde diese Religion interessant. Ebenso Hinduismus und Buddhismus.. Ich hatte einen Kunden, der ist zum Buddhismus konvertiert.. Ok, er kam mehrmals am Tag in sich an und teilte dies mit, auch wenn er sich kurz in höhere Spären beamte (ich kenn mich da nicht so gut aus).. aber es ist seins und das ist dann ok.

    Ich finde fanatischen Glauben nicht gut. Egal welche Religion es betrifft. Wenn man nichts mehr außerhalb der Glaubensschrift sieht. Vom Weltlichen sich vollkommen distanziert..

    Die Erfahrungen, die ich gemacht habe, auch als man mich auf meinen Glauben angesprochen hat und mein Verhältnis zur Kirche, Kindstaufe.. waren nicht die Besten. Ich MUSS doch mein Kind taufen. Anders wird es kein guter Mensch, gehört doch dazu.. wird sonst ausgegrenzt.. Da sag ich mir doch aber, wieviel Loyalität bringen denn in diesem Moment Gläubige ihrem Gegenüber auf? Wieso wird ausgegrenzt? Wieso wird eine andere Einstellung nicht akzeptiert? Wieso wird ein Kind nur ein guter Mensch, wenn es getauft wurde? Liegt es nicht an mir und dem Umfeld, wie und was ein Kind wird?

    Das sind so Dinge, die mich vom "richtigen" Glauben abkommen lassen. Ich will nicht nur dann akzeptiert werden, wenn ich mich füge, obwohl mir der Sinn anders steht. Ich will offen sein für andere Glaubensrichtungen und möchte auch mein Kind so erziehen. Dass irgendwann mal die Zeit kommt, wo sie sagt: Mama, ich möchte in die Kirche.. oder Mama, damit hab ich nichts am Hut das weiß ich. Aber weder das eine noch das andere werde ich unterbinden. Sie bekommt Unterstützung in jedem Falle.. aber ihren Weg und ihren Glauben soll sie selbst finden.

    LG Schnubbel.. (die schon wieder philosophiert)

    Ach so, an meiner Glaubenseinstellung hat sich unter MPH nichts geändert..

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