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Diskutiere im Thema Therapiemöglichkeiten im Forum ADS ADHS Erwachsene: Schweiz
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Für alle speziellen Themen rund um ADS / ADHS bei Erwachsenen in der Schweiz
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 19

    Therapiemöglichkeiten

    Hallöchens

    Ich bin seit ca. 5 Monaten "in Behandlung" sofern das man das als solches Bezeichnen darf..

    Mein Psychiater hat mir nach der Ersten Sitzung bereits Focalin verschriben, und gesagt
    Coaching wäre eine Therapieform welche er gut finden würde, nur bezahle dass die Kasse nicht und dass die ADS-Therapie die es gäbe hier in der Schweiz, nichts bringen würde..

    Seither treffe ich Ihn gut 1x pro Monat um ein neues Rezept zu holen.. Spreche kurz mit Ihm.. aber merke.. dass es mich nicht wirklich weiter bringt..
    Ausserdem soll es auch gar nicht erlaubt sein nur Medis zu nehmen (laut meiner Hausärztin)

    Mich würden eure Erfahrungen interessieren..

    Ist es normal nur Medikamente zu nehmen?
    Welche Therapieformen gibt es?


    Danke schon jezt für eure Antworten.

  2. #2
    Procrastiqueen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.336

    AW: Therapiemöglichkeiten

    Hey Tagträumerin,
    ich hatte gerade erst ein erstes Therapiegespräch und wir haben folgende Idee: die Therapie in der Form eines Coachings zu machen. Oder wenigstens so ähnlich wie es geht. dann zahlt es die Krankenkasse und mir bringt es was (hoffe ich mal). Vielleicht geht das bei dir auch? Dann vielleicht nicht bei dem Psychiater sonder bei einem anderen Therapeuten...

    LG
    Moku

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Therapiemöglichkeiten

    Hallo

    Davon, wie das in der Schweiz aussieht, hab ich leider gar keine Ahnung (sorry, dass ich mich quasi in dieses Forum hier "eingeschlichen habe", aber ich wollte mal sehen, wie das so bei euch aussieht....)

    Also hier in Bayern, zumindest in Regensburg, gibt es wohl definitiv keinen Verhaltenstherapeuten / Psychiater, der sich auf AD(H)S bei Erwachsenen spezialisiert hat; tatsächlich nur für Kinder / Jugendliche

    Dafür gibt es gleich DREI Anlaufstellen für (rein) medikamentöse Therapien. Mir absolut unverständlich...
    Meiner Meinung nach müsste das auch verboten sein...

    Allerdings gibt es (etwas außerhalb) einen Coach für AD(H)S, die auch sehr interessante Aktivitäten anbietet. Nur zahlt die wiederum leider nicht die Krankenkasse

  4. #4
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Therapiemöglichkeiten

    Hallo tagträumerin,

    So wie ich weiss, bezahlen KK eine psychotherapie in eine begrenzte rahmen (muss du dich erkundigen, wenn du einige zusatzversicherung hat, hast du mehr recht) und auf überweisung (dein arzt muss eine schreiben dich geben für KK) übernehmen sie mehr. Am bestens frag dein arzt (psychiater wissen dort oft gut bescheid).

    Ich habe letztes wieder erfahren wie "grosszügig" meine KK ist, da sie auf eine rechnung ein teil einfach nicht bezahlt, weil ich für psychotherapie nur 1500.-/jahr zu gut habe (mit hononartarifen die sie haben, macht etwa 1 sitzung/monat=zu wenig!). Naja, ich muss es wirklich die sache klären, weil ich möchte eigentlich eine intensive therapie haben. Meine psychotherapeutin ist sehr nett und hilft mich schon, aber wir sehen uns zu wenig...

    Sonst günstige variant wäre gegenseitiges coaching mit eine andere ADSler deine gegend... Auch auf foren tuen sich betroffenen einandere ermutigen und unterstützen. Mich hat es gut geholfen. So wie ich gelesen habe, kann auch eine liebevolle, verständnisvolle person deine umfeld auch dich coachen.

    Auch gesprächsgruppe sind hilfreich, aber ersetzten kein coaching.

    Oder, wenn du etwas nimmst dass du bezahlen muss, überlegt dich zuerst gut ob es in dein budjet reinpasst. Manchmal macht es schon auch sinn!

    lg

  5. #5


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.171

    AW: Therapiemöglichkeiten

    Salü zäme

    Ehrlich gesagt finde ich es auch sehr grenzwertig einfach nur das Medikament abzugeben ohne weitere Begleitung.

    Es stimmt jedoch, dass Coaching durch ADHS-Coaches, welche keine medizinische Grundausbildung haben und nicht bei
    einem Arzt angestellt sind, von der KK nicht übernommen werden. Die Stundenansätze liegen im Bereich von Fr. 80,- (Sozialtarif) bis Fr. 150.

    Allerdings stellen immer mehr Psychiater für das Coaching Psychologen* an, die deligiert arbeiten und so von der KK übernommen werden.

    Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine multmodale Therapie am meisten bringt. Dazu gehören neben der allfälligen Medikamentösen Therapie auch eine Verhaltenstherapie oder Coaching und evtl eine Gesprächstherapie.

    @ Tagträumerin: wenn du die Adresse einer Fachperson benötigst, dass rufe doch bei adhs20+ an. Leider gibt es aber noch nicht in allen Regionen der Schweiz Fachpersonen die sich mit ADHS auskennen. oft muss man in die nächste grössere Stadt fahren.

    Liebi Grüess
    Pucki


    *für die Leser und Leserinnen aus Deutschland: In der Schweiz werden die Abklärungen in erste Linie von Psychiatern vor genommen. Und auch nur sie dürfen Medikamente verordnern.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Therapiemöglichkeiten

    Hallo Tagträumerin, Ich arbeite seit 20 Jahren auf der Versicherung. Die Grundversicherung (KVG) übernimmt gemäss Gesetz beinahe alles, wenn man den richtigen Weg einschlägt. Eine Zusatzversicherung (VVG) brauchst du bei ADHS nicht! Dein Arzt (FMH ) muss dich an einen Therapeuten mit den Berufsbezeichnungen (SPV & FSP) weiterleiten. Nur Medikamente zu verschreiben ist blödsinnig! Eine Struktur im Tagesablauf kann dir nur ein erfahrener Therapeut vermitteln. Ein guter Therapeut ist für mich einer, der selber Probleme hatte. Nur durch Eigenerfahrung kann man die Emotionen des andern verstehen! Interessant ist auch, dass bei Menschen die Symptome von ADHS zeigen, ein Mangel von Magnesium herrscht. Gruss IQ140

  7. #7


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.171

    AW: Therapiemöglichkeiten

    @IQ140

    Leider halten sich die Versicherungen dann wohl nicht alle an die Gesetze.
    Denn in der Regel werden auch Therapeuten mit der Ausbildung FSP & SPV werden nur von der Grundversicherung übernommen,
    wenn sie delegiert arbeiten.
    Ansonsten meistens nur via Zusatzversicherung mit durchschnittlich 50%Selbstbehalt.

    Diese Infomationen habe von den Therapeuten selber erhalten und meine Erfahrung bestätigt das immer wieder.

    Dazu kommt noch dass die Therapeuten mit jeder KK einzeln einen Vertrag machen müssen und es Krankenkassen gibt, welche die Hürden so hoch setzen, dass der Aufwand sich für die Therapeuten nicht lohnt.

    Aber vielleicht kannst du uns hier eine paar Wege verraten, wie man vorgehen sollte.
    Das wäre sehr hilfreich.

    Ein guter Therapeut ist für mich einer, der selber Probleme hatte. Nur durch Eigenerfahrung kann man die Emotionen des andern verstehen!
    Das kann ich nur bestätigen.

    Liebe Grüsse
    Pucki
    Geändert von Pucki (29.10.2012 um 10:18 Uhr) Grund: Ergänzung

  8. #8


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9.521

    AW: Therapiemöglichkeiten

    Hallo IQ140,

    in deinem obigen Beitrag schreibst du

    IQ140 schreibt:
    Interessant ist auch, dass bei Menschen die Symptome von ADHS zeigen, ein Mangel von Magnesium herrscht.
    Da ich neugierig bin, würde es mich interessieren, ob es dazu irgendwelche Studien oder ähnliches gibt. Mich würde vor allem interessieren, ob es dabei um Kinder oder Erwachse geht und wie die Probanden für die Studie ausgewählt wurden. Nicht alle Menschen, die ADHS-Symptome zeigen haben ADHS. Immerhin überschneiden sich die Symptome von Magnesiummangel und ADHS. Ein Magnesiummangel lässt sich durch Laboruntersuchungen überprüfen.

    Darum die Frage, ob in diesem Fall die Probanden allein anhand der Symptome zusammengestellt wurden, oder ob bei jedem bereits eine detaillierte Differentialdiagnose inklusive Ausschluss internistischer Erkrankungen erfolgt war.

    Viele Grüße

    Clown

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Therapiemöglichkeiten

    Hallo Clown

    Das Thema Magnesium beantworte ich dir aus eigener Erfahrung. Bei meiner Diagnose war ich erstmals Versicherungstechnisch interessiert. Bei uns in der Schweiz wird ADHS bei der Versicherung nur akzeptiert, wenn dieses Verhalten auch als Kleinkind vorhanden war.

    Ich habe mich bei meinem damaligen Hausarzt informiert, der mich vor 40 Jahren behandelte. Mein damaliger Arzt sagte, dass damals ADHS kein Thema war. Ich seie jedoch immer sehr aufgedreht gewesen. Er hätte mich auch als sehr intelligent eingestuft.

    Da ist mir in den Sinn gekommen, dass ich damals immer Magnesium nehmen musste. Zwangsläufig ging dieser Arzt einmal auch in Pension und mein neuer hatte sämtliche Diagnosen des Vorgängers ignoriert!

    Nachdem ich verzweifelt nach 15 Jahren mich wieder an den pensionierten Hausarzt wendete, hatte er mir einen anderen Arztwechsel empfohlen. Seit dem Arztwechsel habe ich die Diagnose ADHS.

    Ich hänge aber immer noch in der Luft. Bei ADHS sprechen ca. 20 % auf keine Medikamente an. Bisher brachten die Medis kein Erfolg! Ich habe einen extrem starken Willen und darum habe ich schon einige Experimente hinter mir.

    Das Gift habe ich aus meinem Umfeld verband. Ich teste zurzeit Taurin, Omega-3- Fettsäuren und eben Magnesium.

    Gruss
    IQ140

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Therapiemöglichkeiten

    Der richtige Weg geht über eine Psychosomatische Klinik. Je nach Verfassung Ambulant oder Stationär. Die Klinik muss auf der Spital- Liste des Wohnkantons stehen.

    Die Überweisung veranlasst der FMH- Arzt. Zuerst aber ein Gesuch bei der Krankenkasse veranlassen. Ich konnte dir bisher nicht antworten, da ich selber keine Kraft mehr habe! Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte. LG

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