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Diskutiere im Thema help...anyone? (studium...) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Schweiz
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Für alle speziellen Themen rund um ADS / ADHS bei Erwachsenen in der Schweiz
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    help...anyone? (studium...)

    Hallo miteinander,

    Hab grad n riesen langen Text geschickt und dann hat sich der Computer einfach nicht mehr steuern wollen- also nochmals aufstarten und dann alles weg.

    Und jetzt bin ich wütend. Scheisse. (Excuse me my french.)

    also ich brauche Hilfe, und das sollte ich ja nicht schreiben, wenn ich wütend bin, aber wenn ichs heute nicht mache, dann werd ichs wieder gar nicht machen sondern verschieben und irgendwann werd ich an einem Herzkasper, vor lauter schlechtem Gewissen sterben.

    So.
    Bereit?

    Also ich habe seit 3 Jahren die Diagnose, ich habe vor 5 Jahren angefangen Englisch zu studieren und bin dann bei den Prüfungen bei einem Kurs durchgefallen, den ich aufgrund des Assessmentreglements das darauffolgende Jahr wiederholen musste, ohne dass ich mit dem 2. Jahresstoff fortfahren konnte.
    Hat mich ziemlich angekotzt.

    Ich liebe Sprachen, ich liebe alles, das Geräusche macht, und wenn es dann noch das Herz berührt, dann ist es wundervoll. Ich liebe auch alles geschriebene oder Vorgetragene, ich mag Poetry slam, spoken word, ich mag Texte, ich schreibe gerne, doch meine Dozentin damals war überhaupt nicht von meinen Schreibkünsten überzeugt, und hat mir sozusagen während des ganzen ersten Jahres auf meine Hausaufgaben mit roter Tinte ziemlich das selbe immer anders formuliert hingeschrieben.

    Das war hart. "...dieser Schreibstil ist auf diesem Niveau von Uni nicht akzeptabel..." "Dein schreibstil ist sehr schlecht".
    Sie war eine gute Lehrerin, doch ich wusste nicht was ADHS war und konnte mir nicht helfen.

    Naja im Jahr 2 der Uni, habe ich dann zusätzlich zu den wenigen Englischstunden, Chinesisch als zweites Hauptfach gewählt. War cool. Ziemlich aufwendig. Aber halt auch eine Sprache. Ein Semester später, bin ich dann endlich zum Psychiater, habe ne Diagnose bekommen und war total fasziniert von der Diagnose und der Wirkung der MEdis auf meine Leistung.Also Prüfungen dann bestanden im Sommer und auf Empfehlung der Uni (also vom chinesisch aus), dann entschieden nach China zu gehen für ein Jahr.

    China war crazy, hatte keine Zeit und zu wenig AHnung um mich mit meinem ADHS auseinanderzusetzen, aber die MEdis habe ich trotzdem noch genommen.

    Ein Jahr später , konnte ich in beiden Fächern (wieder zurück in der CH) mit dem 2. jahressstoff weiterfahren. Das war hart, es gab im Englisch so schweine viel zu lesen, und ich war noch immer in Therapie und ich dachte ich kriege es hin, bin immer schön in die Stunden und alles (zwar fürs Chinesisch nur anfangs AUfgaben gemacht, aber nie Wörter gelernt) aber einfach zu späte angefangen zu lernen.

    Im Englisch hat mir dann eine Dozentin im 2. Semester das Leben zur Hölle gemacht. Möchte nicht gross darauf eingehen, aber das Outing vom ADHS war n Schuss, der total nach hinten los ging. Sie behandelte mich wie eine geistig Behinderte und dass sie mich nciht mochte, liess sie mich ziemlich gut spüren. Ihr Kurs war dann natürlich zu allem hin noch einer, den ich unbedingt bestehen musste,weil das einer war, den ich im vorherigen Semester nicht bestanden hatte, und wenn ich den ein 2. Mal nicht bestanden hätte, hätte es eine schweizerische Fachsperre gegeben.

    Tough, i know..

    ICh hatte ironischerweise von allen Prüfungen also inklusive CHinesisch, im Sommersemester nur diesen Scheisskurs von der Tante, die mich nicht mochte bestanden. Den Rest nicht.

    Ich fiel nach den Prüfungen in ein Loch. Hatte ziemlich Depressionen, war oft alleine und wusste einfach nicht wie weiter.

    ICh dachte ich hätte die Erleuchtung, als ich mich entschied, das doofe Studium abzubrechen, doch es kam nicht so läss, wie ich dachte.

    Ich liebe Musik und alles was damit zu tun hat, und ich dachte immer, das sollte nur mein Hobby bleiben, doch dann empfand ich es als wahnsinnig klug, das zum Studium zu nehmen. Ich besuchte also einen Kurs der vorbereitend für die Aufnahmeprüfung zur Musikhochschule war, und geriet in eine Klasse voller Lebensmusiker (also solche, die schon äolisch von dorischer Tonleiter im Kindesalter unterscheiden konnten) theoretisch war ich eine Niete, ich hatte wirklcih keinen Schimmer von Theorie, aber ich ging in der MUsik auf.

    Als ich dann wieder nichts für diesen blöden Kurs machte, brach ich die Idee und den Kurs ab.

    Dann habe ich noch die Aufnahmeprüfung an die Heilpädagogische Schule probiert, und da als Antwort erhalten "Sie können einfach nicht auf Ihr Gegenüber eingehen."
    Ziemliche Beleidigung.
    Bin hypersensibel und nehme innert Kürze die Verfassung/Stimmung meines Gegenübers auf, halt so eine Detail-Diva...

    Ich dachte dann so, ja vielen Dank, und was soll ich jetzt machen??! Vielleicht doch noch das Diplom zum Toilettenputzer holen?? (Entschuldigt, überhaupt kein despektierlich-gemeinter Kommentar gegenüber allen Putzkräften, ist mehr ein Witz, den ich immer für mich selber gemacht habe.)

    Ich weiss nicht was ich machen soll, ich habe schon 3 Jahre studiert (also das Jahr CHina schon abgezogen) und habe nicht mal annähernd einen Bachelor, ich weis nicht was ich tun soll. Ich habe mich angmeldet für eine pädagogische Hochschule, aber ich will nicht Lehrer werden. Oder doch?

    ICh bin 25, glaube total nicht mehr an mich, denke alle 2 Wochen wieder an eine neue Idee, was ich machen soll und bin während dieser Zeit total begeistert, und dann kommt schon die nächste Idee.

    Soll ich zurück an die Uni und anstatt Englisch etwas anderes nehmen?

    Das ganze Ding mit ADHS Unterstützung ist eben in der Schweiz überhaupt nicht so ausgereift, und es wird halt noch immer als Gesellschaftskrankheit (zumindest vielerorts) betrachtet und einfach nicht ernstgenommen.

    Ich will mal später anständiges Geld verdienen, und muss unbedingt eine Ausbildung haben, aber ich bin so durcheinander im Kopf, kann beim Reden schöne Bilder malen, bin viel zu emotional, werde oft nicht ernst genommen, fühle mich immer alleine, was soll ich studieren?! Oder einfach was soll ich jetzt als Ausbildung anfangen?

    ICh hatte ein verdammtes Jahr Zeit um zu überlegen, und jeden verdammten Tag, habe ich mir die Frage gestellt, was ich will, doch ich weiss es EIN JAHR SPÄTER noch immer nicht!!!!!!!!
    Ich habe so viele Berufe angeschaut, und jetzt ist natürlich die ANmeldefrist für alles schon abgelaufen,
    -ein Kunststudium würde mir zulange dauern, da muss ich zuerst vorbereitung für Vorkurs und dann Vorkurs und dann Aufnahmeprüfung und dann STudium

    Ich will etwas, das mir gefällt, das mich ausfüllt, wo ich mich ausleben kann, wo ich nicht zu monotones Zeug machen muss, wo ich lachen und tanzen kann, etwas was eidgenössisch anerkannt ist, so dass ich nicht als quacksalber dastehe. ICh will einen anständigen Lohn, ich will keinen Eintrittstest so a la EMS-test (der EintrittsTest für die Mediziner, Ergotherapeuten udn Physiotherapeuten).

    Ich will etwas, wo ich nicht zu viel Zeit verplämperle, ich habe ja schon 5 Jahre "verplämpert". Jaja... nutzvolle Zeit...viel gelernt fürs Leben...VERDAMMT, ICH STEHE NOCH IMMER AM GLEICHEN ORT!!!!!


    -Altenpflegerin will ich nicht werden
    - all dieses Kunsttherapeuten udn Tanztherapeuten -Dings, das ist nicht anerkannt in der Schweiz und wenn das nicht anerkannt ist, kann man nicht über Krankenkasse abrechnen und dann sitz ich im Sand.
    - ich bin absolut nicht mathematisch also kein IT, computer, naturwissenschaftliches Zeugs.


    Ich bin ich. Und ich will etwas finden, wo ich endlich meine Ruhe finde, wo ich mich zurücklehnen kann, wo ich aber auch Gas geben muss, ich es aber sehr gerne mache. Ich bin ich.
    Ich renne in der einen Minute schreiend durch die Wohnung,
    und in der anderen
    sitze ich schweigend mit Block+Bleistift auf dem Fensterrand.

    Ich bin ich.
    Ich habe so viele Gefühle, die ich von meinem kleinen Gehirn gerne über die Verbindung zu meinem Mund allen erzählen will, dass ich manchmal schreien und lachen könnte vor Glück und manchmal das Salz aus den Augen wischen will.

    Ich bin ich.
    Ich habe es satt, mich ständig allen meinen Lieben erklären zu müssen, wie ich funktioniere und weshalb, ich habe es satt, mich selbst nicht lieben zu können, weil es einfach nicht geht.

    Ich bin ich, und ich spüre, dass es etwas in mir gibt, dass nur darauf wartet, ein wenig angestupst zu werden, bis es endlich scheinen kann.

    So liebe Chaoten. Ich bin verzweifelt und finde meinen Text komisch.
    So dass ich schon fast wieder lachen muss.
    Ach, das LEben mit uns ist nicht einfach, wie?

    also habt Dank für eure ratschläge und Antworten.

    Alles gute.

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 180

    AW: help...anyone? (studium...)

    Guten Morgen von hier ...

    uff, viel viel, und durcheinander ... also, was sehe ich da alles lese? Scheint so "Du gegen den Rest der Welt, Kampf und Krampf":

    Ich glaube Du bist ein wenig so in die Richtung
    - Du bist der 20% bis 200% Mensch ... wenn es Dir nicht wichtig erscheint machst du so 20% (fünf Farbstifte fallen auf den Boden, den roten nimmst Du auf, weil der auf dem Boden die hässlichen Flecken gibt )
    200% werden es um "es den anderen zu beweisen, Perfektion zu schaffen", (fünf Farbstifte fallen auf den Boden, du nimmst alle Auf, spitzt jeden einzelnen, machst Test auf unterschiedlichen Oberflächen, vermischt sie und wenn einer nicht ganz das macht, dann wir er durch einen besseren Ersetzt, auch wenn die Farbe noch nie nie gebraucht wurde. Eigentlich hätte aufnehmen und Versorgen gereicht).

    Ich glaube Du bist so ein wenig in die Richtung
    - Alles und alle haben sich gegen mich Verschworen. - Wenn der Computer abstürzt hat es Windows auf dich abgesehen (obwohl man mit Edition im Textprogramm und Sicherung sich viel viel ersparen könnte, aber es sind halt einige Schritte mehr und es ist umständlicher.

    Ich glaube Du bist so in die Richtung:
    Das Leben ist so hart und niemand erkennt wirklich wer ich bin und schätzt mit vollkommen falsch ein
    Dann habe ich noch die Aufnahmeprüfung an die Heilpädagogische Schule probiert, und da als Antwort erhalten "Sie können einfach nicht auf Ihr Gegenüber eingehen."
    Ziemliche Beleidigung.
    Bin hypersensibel und nehme innert Kürze die Verfassung/Stimmung meines Gegenübers auf, halt so eine Detail-Diva...
    Sorry, aber hypersensibel reicht nicht, wenn man es primär auf sich selbst astrahieren kann und dann die Emotionen schön rausnehmen ... Du nimmst es für die Heilpädagogik wohl
    zu "persönlich".

    Mit fällt die Stiftung "Speranza" ein, und dass "Vertrauen" ein grosses Thema für Dich sein muss (Zutrauen, Selbstvertrauen, Misstrauen, Grundvertrauen). Keine Rat-Schläge (wer am Boden liegt, den soll man nicht schlagen) von mir, nur ein paar Gedanken und persönliche Wahrnehmungen.

    Gruss

    Adrian

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1

    AW: help...anyone? (studium...)

    hallo cassius

    ich bin neu hier, weiss aber schon seit einigen jahren, dass ich ads habe. dein posting ist sehr unstrukturiert. aber auch sehr echt. ich finde auch, dass es gut die probleme und widersprüche, aber auch die schönen seiten die adhs mit sich bringt veranschaulicht. nicht dass ich dein posting auf adhs reduzieren will. ich verstehe sehr gut, dass du deine situation als sehr anstrengend erlebst. mir kommt es manchmal auch so vor als wäre die gesellschaft absichtlich adhs-feindlich eingerichtet und kleine probleme werden schnell zu grossen tragödien.

    du wolltest ratschläge? du fragst oft, ob du studieren sollst. ich finde, wenn du die chance hast zu studieren und es dir freude macht, dann solltest du es auch tun. was es jedoch für ein studium braucht ist struktur und einen plan. ich denke aber ein studium mit adhs ist wirklich hart.
    ich schreibe gerne
    versuch struktur in deine texte zu bringen. struktur in texten ist an der uni sehr wichtig.

    meine Dozentin damals war überhaupt nicht von meinen Schreibkünsten überzeugt, und hat mir sozusagen während des ganzen ersten Jahres auf meine Hausaufgaben mit roter Tinte ziemlich das selbe immer anders formuliert hingeschrieben.
    ich denke du könntest gut schreiben, das heisst du schreibst gut, aber wahrscheinlich schreibst du für die uni zu unstrukturiert.

    Dann habe ich noch die Aufnahmeprüfung an die Heilpädagogische Schule probiert, und da als Antwort erhalten "Sie können einfach nicht auf Ihr Gegenüber eingehen."
    Wenn du schon die Chance hast, würde ich Heilpädagogik an der Uni studieren.

    Ich will mal später anständiges Geld verdienen, und muss unbedingt eine Ausbildung haben
    wahrscheinlich hast du zu viele dinge, die du gerne machst. hilft aufschreiben, was du alles willst und nachher strukturieren nichts? dir vorstellen wie es wäre wenn du diese oder jene arbeit hättest? oder mit jemandem besprechen, dem du vertraust?

    so, das waren meine fragen und ratschläge.
    hoffe du hast in der zwischenzeit nicht das interesse verloren, ist ja schon einige zeit her.

    alles gute

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 19

    Cool AW: help...anyone? (studium...)

    Danke für diesen sehr persönlichen Text, ich finde du hast dir mühe gegeben den text zu schreiben und finde es schade das dir bisher so wenig feedback zurück kam.
    also meine liebe, ich persönlich fand deinen text sehr gut, weil er ungefiltert und direkt berichtet. ich lass ihn gerne, vielleicht auch weil ich sehr ähnlich schreibe.
    zu deine problem *dich mal churz in arm nimm* ich kann dir so was von nach empfinden, habe ich doch genau so diese problem mit dem studium und der verlohrenen zeit.

    ...hmm, es ist jetzt gerade schon sehr späht und ich bin mir auch nicht sicher ob du noch mal hier im Forum auftauchst, deshalb halte ich mich jetzt kurz.<br>
    Ich würde mich aber gerne mal länger mit dir austauschen! hast du auch noch ferien/entscheidungszeit" ?<br>

    vielleicht hast du mal lust zusammen ein caffe zu trinken oder telefonieren. würde mich total freuen jemanden kenne zu lernen wie dich. weil nach dem was ich gelesen habe, habe ich echt das gefühl das wir da gewisse paralleln haben.<br>

    kannst dich ja falls du lust hast, melden
    Geändert von MikeAwake (14.09.2011 um 08:15 Uhr)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: help...anyone? (studium...)

    hallo cassiusclay

    also ich finde deinen text überhaupt nicht komisch, und auch nicht zum lachen, eigentlich. du hast mit deinen worten bei mir - wie auch bei MikeAwake - wohl irgend einen nerv berührt, weil es mir so ähnlich geht wie dir (mit 37!!!)... für mich kommt auch die struktur sehr klar rüber ... liegt wohl an meinem eigenen kopfchaos ...


    warum willst du denn unbedingt studieren? das mit dem geld verdienen würde ich an deiner stelle ganz schnell vergessen. wir schweizer sind da ja soooo fixiert ... aber darauf allein kommt es doch nicht an! du darfst nicht vergessen: nach dem krampfigen studium musst du auch im berufsleben noch viele jahre bestehen, und da scheint mir viel wichtiger, dass man irgendwie einigermassen erfüllt ist (finanziell und von der geistigen herausforderung her), von dem was man tut, als dass man kohle scheffelt und am ende kaputt ist! heute studiert sowieso fast jeder, renommée hat man daher auch nicht mehr zu erwarten mit so einem fackel ...

    mit zu viel (ver-)bildung kann man sich die liebsten herzensdinge zerstören lassen (ist meine erfahrung)! wir ticken eben anders, und vielleicht sind deine texte halt einfach zu gut für die normalisierten uni-hirnis? die sind ja so furchtbar strukturiert, ordentlich und unkreativ. die können das ja gar nicht verstehen, und geräusche machen erst recht nicht, sind viel zu organisiert und wissenschaftlich! dichten und singen etc. sind doch dinge, die von innen kommen. die muss man einfach machen ohne zu viel "studieren".

    ich weiss nicht, ob das jetzt so klar rüber kommt, wahrscheinlich nicht ...

    was ich meine ist: vielleicht solltest du deine erwartungen ein wenig herunter schrauben - v.a. was das verbinden von passion und beruf anbelangt. manchmal (sehr oft) ist weniger auch mehr! du bist sicher sehr vielseitig begabt, und kannst dich für manches begeistern, da wird sich doch etwas finden, an der uni oder woanders?

    bitte versteh mich nicht falsch, ich will dir nichts ausreden, und rede sowieso eigentlich nur mit mir selber hier ... aber ich finde, in deinem alter steht dir - im gegensatz zu mir - wirklich noch die ganze welt offen. lass dich nicht vergraulen von den ansprüchen und zeitplänen anderer leute, und stecke dir deine ziele nicht zu hoch! schreib weiter, für dich und deine seele, für menschen, die dich verstehen wollen, und vielleicht mal wieder hier im forum ... und suche nach einem abwechslungsreichen, interessanten und nicht zu stressigen beruf, egal wieviel du verdienst!

    ganz liebe grüsse, und viel kraft bei deiner entscheidungsfindung!

    lineli

    p.s.: bei dem caffe-treffen wäre ich auch gerne dabei

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: help...anyone? (studium...)

    ah ja, noch etwas vergessen: berufsberater mit erfahrung/spezialisierung in sachen ad(h)s scheint es hierzulande einfach nicht zu geben ... vielleicht wäre das etwas für dich? für mich leider zu spät, aber wenn ich an die uni könnte (nicht nur fh) würde ich so etwas machen!

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: help...anyone? (studium...)

    Der Bericht hat mich auch tief berührt. Für mich schreibst du genau so, wie ich es gerne lese - kurzweilig und mit viel Gefühl.

    Ich muss euch sagen, wenn ich vor 30 Jahren schon gewusst hätte, was mit mir los ist und dass ich nicht zu dumm bin, um Matura und Studium zu machen, hätte ich es getan.
    Aber ich bin wie Lineli der Ansicht, dass wir bei uns noch zu wenig Fachleute (ausser Psychiater, und auch da wohl die wenigsten) haben, die ADS-Leuten zur Seite stehen, sei es bei der Berufswahl oder im Alltag! In Basel scheint es nur einen einzigen Coach zu geben.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 1

    AW: help...anyone? (studium...)

    Wau!!!

    krass
    dieser Text hätte ohne weiteres von meinem Mann (ADSler 28j.) sein können.

    Angefangen beim Ärger über den PC-Absturz. (Ging mir jetzt gerade auch so. Pläääää!!!)
    Über die Misserfolge in der Ausbildung, bis hin von nicht wissen/nicht entscheiden können wie es weiter gehen soll
    und zu guter letst die Worte über Dich persöndlich.

    Naja.
    Bis zum Studiumstart hat er (mein Mann) es nicht ganz geschaft.
    Gratuliere dir dafür. Auch weil du erst vor 3 Jahren erfahren hast das du ADSler bist.

    Ich bin noch nicht all zu bewandert in euerer Welt und lehrne noch von Tag zu Tag dazu.
    Habe mein liebster vor knapp 3 Jahren kennen gelernt und ich finde ADS immer Interesanter.

    Du fragst was du nun machen sollst?
    Diese Frage kann dir wol niehmand von uns abnehmen, auch glaube ich nicht das dieses oder jenes geeigneter wäre bei ADS.

    Glaubst du das du es schafst ein weiteres Studium zu starten?
    Du müstest wohl sehr überzeugt davon sein, nach den Misserfolgen die du bereits einstecken mustest.
    Und von der PH bist du auch noch nicht all zu begeistert. Hat sich ja evt. unterdessen geändert?
    Ist wohl auch das was dich 1 Jahr lang studieren lies.

    Ich wünsche dir viel kraft bei allem was du in zukunft anpackst.
    und möchte dir einfach mit geben, dass ich finde es muss doch nicht immer die riesen Ausbildung sein.
    ich persöndlich bin immer mehr davon Überzogen das sich ADSler am besten ausleben können, wenn sie selbständig etwas zu starten versuchen.
    Ob mit oder ohne ausbildung kommt eh nicht so sehr drauf an, den Ihr macht es ja sowiso auf eure eigene Art und ob das nicht besser ist?

    Woran Ich ganz fest glaube ist, das ihr notwendig seit für diese Welt.
    Stell dir doch mal vor es würde euch nicht geben.
    Ich glaube man weis gahr nicht was da alles fehlen würde, von Einstein mal abgesehen.
    Ihr seit doch dass was unsere Gesellschaft ausmacht,
    ihr seit dass was die generationen prägt,
    das was in errinerung bleibt.

    Wünsche dir ganz ganz viel Muht um neues anzupacken und kraft um zu dem zu stehen was du bist, ein unverzichtbares Unikat.

    grüessli
    Schatje



    Entschuldige bitte Mein Chaostext, eindeutig NICHT meine Stärke.
    (vieleicht kleine Entschuldigung bin legastenikerin)

  9. #9
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: help...anyone? (studium...)

    Hallo Cass...
    ich möchte dir raten das Studium Englisch doch noch einmal zu überdenken.
    Wohin hätte es dich denn führen sollen? Vermutlich halt doch zu einer Lehrtätigkeit?

    Was spricht denn genau gegen eine Lehrtätigkeit? Oder möchtest du nur ein bestimmtes Alter Schüler haben? Nur die Grossen?

    Was sollte das Chinesisch? Handel? Uebersetzen? Politik?

    Musik ist hart... Konservatorium.. das ist Technik das A und O. Wer das nicht kann der nimmt die Geige und stellt sich ins Niederdorf.. dort wird gefühlvolle Musik sehr geschätzt ;-)

    Wir harren gespannt deiner Antworten.. überwinde dich

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 21

    AW: help...anyone? (studium...)

    cassiusclay schreibt:

    Ich bin ich.
    Ich habe so viele Gefühle, die ich von meinem kleinen Gehirn gerne über die Verbindung zu meinem Mund allen erzählen will, dass ich manchmal schreien und lachen könnte vor Glück und manchmal das Salz aus den Augen wischen will.

    Ich bin ich.
    Ich habe es satt, mich ständig allen meinen Lieben erklären zu müssen, wie ich funktioniere und weshalb, ich habe es satt, mich selbst nicht lieben zu können, weil es einfach nicht geht.

    Ich bin ich, und ich spüre, dass es etwas in mir gibt, dass nur darauf wartet, ein wenig angestupst zu werden, bis es endlich scheinen kann.

    .

    waaaaaahhh gänsehaut und ein schmunzeln

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