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Diskutiere im Thema Job und Beruf mit ADHS in der Schweiz im Forum ADS ADHS Erwachsene: Schweiz
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  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Job und Beruf mit ADHS in der Schweiz

    Ich arbeite ja bei einer (grösseren) Bank und teilweise habe ich das Gefühl, dass bei den Banken ein gutes "Biotop" für ADHSler und sonstige "speziellen" Leute ist. Natürlich nicht in Abteilungen mit Kundenkontakt, aber im Backoffice... Ich hatte z.B. mal einen Vorgesetzten, der den ganzen Tag kein Wort gesporchen hat - ausser guten Morgen, guten Apettit und schönen Abend. Und wir sind den ganzen Tag zu zweit in einem Büro gesessen (ist zwar kein ADHS, aber doch schon speziell).
    Auch die Mails sind teilweise sehr gewöhnungsbedürftig: Wir hatten mal einen Professor, der hauptberuflich ebenfalls in einer grossen Bank gearbeitet hat. Ein Mitstudent hat im eine längere Mail geschrieben und darin gefragt, wo man sich bewerben könne. Antwort(sic!, das ist wirklich die ganze Mail): www.bankxyz.com

    Über Investmentbanker und Börsenmakler muss ich mich ja nicht weiter auslassen...

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Job und Beruf mit ADHS in der Schweiz

    und wie nennt man deinen beruf? also was hast du dafür gelernt?

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Job und Beruf mit ADHS in der Schweiz

    Sandra schreibt:
    und wie nennt man deinen beruf? also was hast du dafür gelernt?
    (Ich hoffe, ich fühle mich zurecht angesprochen

    Die kurze Version der Geschichte ist: Ich habe einen Masterabschluss (MSc Volkswirtschaft Schwerpunkt Finanzmarkttheorie) gemacht, dann als Praktikant im Risk-Control (ausgerechnet) angefangen. Das Praktikum war zuerst auf 3 Monate angesetzt, wurde dann auf 6 Monate verlängert und danach wurde mir eine Festanstellung angeboten.
    Ich habe auch immer bei den Gesprächen mit dem HR Leuten gesagt, dass ich bleiben will - und die sind natürlich auch "faul" und besetzen Stellen zuerst mit dem Leuten, die sie schon haben, anstatt nochmals dutzende Kandiaten über Inserate zu suchen, Lebensläufe zu lesen und Interviews zu machen .

    Ich arbeite jetzt im Bereich Compliance/Legal/Risk für Anlagefonds, d.h. Leute wie ich überwachen die Einhaltung von gesetzlichen/vertraglichen/interenen Anlagerichtlinien, stellen sicher, dass die Buchhaltung sowie die Preise korrekt sind und überwachen die Risiken.

    Neben dem Tagesgeschäft (also den Kontrollen selber) programmiere ich die Kontrollen und bastle Speziallösungen für andere Abteilungen, um denen die Arbeit zu erleichtern und Fehler zu vermeiden (manuelle Dinge automatisieren, um Eingabefehler zu verhindern).

    Das Tagesgeschäft ist natürlich relative monoton, aber wenns mal irgendwo einen Fehler gibt, dann fängt das Suchen an woran es liegt - das ist meistens sehr interessant.

    Ansonsten bin ich ziemlich frei in meiner Zeiteinteilung, wenn ich finde, etwas könnte verbessert werden, mache ich mich einfach daran. D.h. ich habe meisten 2-3 kleine Projekte am laufen, wo ich mich austoben kann.

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Job und Beruf mit ADHS in der Schweiz

    Hallo

    Ich hatte bei jeder Stelle Probleme mit der Pünktlichkeit. Anfangs meist nicht erst wenn der Job alltäglich für mich wird, oder der Druck zu gross oder zu gering ist.

    Ein Wunder wenigstens die Lehre als Automechaniker hab ich mit Ach und Krach bestanden.

    Mein Manko, ich arbeite nie länger als ein bis zwei Jahre an einem Ort. Irgendwann wirds mir einfach zuviel.

    gruss Morrigu

  5. #35
    delusion

    Gast

    AW: Job und Beruf mit ADHS in der Schweiz

    und da sind sie wieder - meine zwei probleme, job weg und was nu...
    jetzt habe ich es geschafft, war ein jahr temporär an ein und der selben stelle und das auch noch in meinem erlernten beruf. das thema festanstellung kam auf den tisch und ich hatte die pistole auf der brust. vertrag unterschreiben, erhelblich weniger verdienen und auch noch fünf jahre fest binden für eine ausbildung, die ich nicht zertifiziert bekomm oder eben neue stelle suchen.
    ich habe recht impulsiv entschieden und letzteres gewählt. jetzt geh ich also noch drei wochen glasfaser spleissen...
    aber eben, wie weiter...
    ich bin gelernter (durch die ausbildung gemogelter) telematiker, habe als stromer und telematiker gearbeitet, gefordert fühlte ich mich dabei allerdings eher selten. spass bei der arbeit gibts nur durch gute kollegen aber nicht wegen der arbeit.
    nebenher hab ich ne firma gegründet, aber irgendwie hab ich das gefühl, tret ich da auch auf der stelle, um vorwärts zu kommen muss ich zeit investieren, was aber wegen beruf und familie nur begrenzt möglich ist... (eine chaotenfamilie, papa adhs, mama ads in abklärung, sohn 9 ads, sohn 5 adhs aber das ist ne andere geschichte) jetzt ist in drei wochen der job weg, aber eben damit auch das einkommen, was bringt mir die zeit ohne das nötige geld. also muss die selbstständigkeit weiter kleine brötchen backen und ein neuer job muss her, einer der spass macht, einer der mich fordert.
    also was kann ich, was macht spass

    ich fahre gern (hyperfokussiere auf fahren), darf alles bis 7.5t bewegen aber ne berufliche erfüllung seh ich da nicht,
    computer/elektronik/mobilfunk das is meine macke... (hab selbst mein motorrad vollgestopft, bluetooth empfänger, verstärker, lautsprecher, led zeug und glump) aber wie komm ich da hin..?
    was sagte der talentcheck bei jobs.ch???
    event-manager - oh jeah... dazu sollte ich aber die schulbank drücken, wenns geht nebenberuflich. und eben ne stelle finden. aber wer schaut sich meine fähigkeiten an
    gemeindeschreiber - ich und bürokratie, ähm ja
    betriebsökonom - das wär auch noch was, damit könnte ich mich identifizieren aber ohne kaufmännische ausbildung als quereinsteiger wird das nich einfach
    mit tieren könnt ich auch noch, oder eben tiere mit mir
    was steht da noch... brand manager, produktmanager... geschäftsführer...
    der weg ist das ziel, aber wo verdammt ist der weg

    auf die schnelle werd ich aber wohl wieder einen job als stromer oder telematiker annehmen und es sch...t mich jetzt schon an

    seit meiner ausbildung habe ich es nicht geschafft beruflich so fuss zu fassen, dass ich sagen kann, der job passt, ich erfüll ihn, er erfüllt mich...
    jetzt, da ich weiss, ich hab adhs, (diagnostiziert anfang 2012) will ich versuchen komplett neu anzufangen, quasi beruflich einen neu-einstieg angehen und mit focalin meine persönlichkeit umkrempeln, verstehen und damit umgehen lernen (ich hoff, ich erwarte nicht zu viel) und meine defizite als stärken nutzen

    warum schreibe ich das hier alles... bevor ich mich hier rangesetzt habe, bin ich durch die wohnung gerannt und hab gegrübelt und gegrübelt und mich gedanklich im kreis bewegt... im moment jagt ein problem das nächste und beschert dabei ordentlich kopfsalat. ein bis zwei mussten jetzt einfach mal raus... vielleicht erkennt sich ja auch jemand in der geschichte wieder oder hat gar ne passende idee für mich


    gruss delusion

    ui is das viel zu lesen... *auf die schulter klopf - jetzt muss das da oben nur noch einen sinn ergeben
    Geändert von delusion ( 9.03.2012 um 14:27 Uhr)

  6. #36
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Job und Beruf mit ADHS in der Schweiz

    Hoi delusion

    ich kann dich recht gut verstehen! Schlimmer für dich ist dass du mit dem einkommen - so nehm ich mal an- hauptverantwortlich bist für deine Familie!

    dies ist bei mir weniger der Fall- frage mich aber, was passieren würde, wenn mein Mann arbeitsmässig ausfallen würde? Ich selbst bin eine ADS, aber leider auch erst anfang dieses Jahres diagnostiziert!

    die sollten bei der Berufsberatung mal eine Abteilung für unsereiner anbieten! das ist vielleicht ne Marktlücke: ADS/ ADHS Jobbörse.

    Ich arbeite mom. am kiosk und die valora ist mein Arbeitgeber ( wir brauchen mein einkommen, um die miete bezahlen zu können)
    die valora ist für meinereiner eine denkbar schöechte lösung, oder ich bräuchte da drin ein anders jobbild. Ja, es gäbe vieles das ich als gelernte Verkäuferin tun könnte, aber heute sind Weiterbildungen wichtig und sprachen lernen, aber da fehlt auch uns das geld!

    Mein Mann interessiert sich auch sehr für alles technische, elektronische und kennt sich auch sehr gut aus! er hat auch oft geliebäugelt mit einer Umschulung als Supporter, aber das ist finanziell einfach nicht drin. wenn unsere 3 Kinder flügge sind, können wir wieder darüber nachdenken.

    Hast du mal ADS im JOB von Lynn Weiss gelesen? Ich finde es hilfreich um zu erkennen, was unsereins im job benötigt. sie redet auch davon, nischen zu finden.
    Ich selber halte selten länger als 6 monate durch, vorallem wenn es so fordernd ist wie am kiosk, so komplex und intolerant. Obwohl ich eine sehr nette Chefin habe!..und ein nettes team.

    Mein Arbeitsplatz muss mich fordern aber nich überfordern, ich brauche strukturen , aber kein Gefängnis! Und so weiter...
    Mach dir doch mal eine Liste, was dir alles Spass macht - aber sei dir bewusst, dass arbeiten nicht jeden Tag Spass machen kann/ muss- es muss nur im Ganzen einen sinn ergeben, von dem du überzeugt bist!
    Schreib aber auch in eine Spalte, was du auf keinen Fall tun willst.
    Ich wünsch dir, dass du deine Berufung, deinen Traumjob findest und wenn du alt bist, zufrieden auf dein leben zurückbliken kannst!
    Frohe Ostern
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    dulcin

  7. #37
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.435

    AW: Job und Beruf mit ADHS in der Schweiz

    Hallo alle,

    Bei ging es so: in der schule, schaffe ich es gut, zwar unten meine intelligenz, aber hatte gute noten trotzdem. Ich hatte auch freude am lernen, auch wenn ich oft abwesend war mit die gedanken.

    So lerne ich med laborantin und ab da ging es ziemlich besch... Ich war immer mit irgendetwas überfordert. Es gab immer etwas dass nicht stimmt... Zu viel flüchtigkeitsfehler (in diese beruf darf man nicht), zu langsam und dazu bin ich auch reizbar und verbreite sehr rasch eine miese stimmung wenn es hektisch wird.

    Mehr als 2 jahren an eine dauerstelle halte ich nicht durch und oft war ich gemobbt bevor ich mal gekündigt war, weil ich eben immer wieder mist gebaut hatte und schwierig im umgang war.

    Temporärstellen ging es besser, aber nie konnte ich eine arbeitgeber doch überzeugen mich zu behalten.

    Der RAV kenne ich sehr gut, war immer wieder dort... Beschäftigungsprogrammen hatte ich auch gemacht. Meinstens ging es gut,da keine leistungsdruck gab.

    Ich versuche in andere bereich (mehrere anläufen über jahren verteilt in sozialbereich) und auch dort hat es irgendwie immer irgendwo geklemmt. Einmal weil ich doch mit der papier kram schnell überfordert war oder... Naja, in eine praktikumbericht wo viel in detail geschrieben war, hatte ich danach gemerkt dass es sehr vieles "typisch"ADS ist was sie mich vorgeworfen hatten oder auch mal geschätze hatten. Mit der zeit werde ich nicht jünger, mit 30 j bin ich ausgelaugt, alles zerrt mich kräften und jetzt bin ich zu 40% arbeitsunfähig. Bei manche themen um die arbeit kann ich emotional immer noch heftig reagieren. Es wird mich schlecht wenn es zeitdruck gibt, ich vertrage da sehr wenig! Auch wenn ich fehler mache, zieht es mich sehr runter...

    Mit der zeit geht es mich immer mehr der lust zu arbeiten (vor allem wenn es so gehen muss). Ich beziehe mal sozialdienst (jetzt seit jahren) und der IV fandt doch dass ich keine problem habe, sogar keine ADS und weiter zu 100% in meine erlernte beruf arbeiten kann. Pech für mich, es war nach die 5. revision. Vielleicht wenn ich mich mit medis vollstopfe, aber ich will es nicht. Ich will leben als mensch, nicht einfach funktionnieren wie eine maschine.

    Diagnose habe ich seit 4 jahren, und beruflich geht auch seit dem etwas besser. Für die erste mal kann ich eine dauerstelle länger als 2 jahren behalten! Ich habe eben 2 stellen wo ich an jeden 3 stunde pro woche putze. Sonst noch in eine sozialintegrationprogramm wo ich mich wohl fühle und gerne weiter bleiben möchte. Es ist eine bereich der mich interessiert (ich wollte es auch so) und das team ist super.

    Ich kann mit der zeit mich damit abfinden und vor allem kann ich hier langsam meine alte verletzungen heilen und doch einige träumen auftauchen lassen. Aber ich bleibe sehr vorsichtig, ich bin eine gebrannte kind. Eine freundin hatte es schön gesagt "bei dich ist arbeit eine pfui-thema". Sonst ist auch bei mich "freie wirtschaft=pfui"

    lg

  8. #38
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Job und Beruf mit ADHS in der Schweiz

    Hy

    Also bei mir ging die schule so najaaaaa. Die ersten 3 Jahre waren super dann in der Mittelstufe hatte ich einen so pingeligen lehrer, dass mir die freude am lernen verging... also wurde ich faul... in der sekundarschule dan (das hab ich grade mal so hingekriegt) war meine motivation besser aber in geometrie war ich ne null wenns ums konstruieren ging. noch schlimmer wars beim vokabeln lernen (französisch ging gar nicht)
    Die berufsschule (ich habe detailhandelsangestellte musikalien gelernt) war gut in einigen fächern war ich sogar klassenbeste, was mich stolz machte. Die praxis sah etwas anders aus im Geschäft hattei ch probleme mit meinem Lehrmeister. Ich habe die arbeit nicht "gesehen" und vieles "vergessen" typisch halt. Nach der Lehre wars schwer ne stelle zu finden zumal es auf meiner gelernten Branche kaum stellen gab. nach 6 monaten konnte ich dann in nem Büro als allrounderin anfange das ging ganz gut. Irgendwann ging denen die arbeit für mich aus also haben sie mir gekündigt. kurz darauf hab ich bei tchibo angefangen. allerdings ist da jeder schritt im umgang mit kunden vorgeschrieben vom begrüssungssatz bis zur verabschiedung. Das ging klar in die hose.

    nebenher habe ich die BMS gemacht, dort machte mir hauptsächlich französisch mühe da ich kaum vokabeln auswendig lernen kann. nach der BMS habe ich bei einer Computerfirma im Reklamationsservice gearbeitet. Das ging ziemlich gut und ich hatte eher wenig probleme. Nach 1.5 Jahren hatte ich es satt von kunden angeschnautzt zu werden und wechselte wieder zum lehrbetrieb aber in ne andere abteilung. dort habe ich satte 3 jahre gearbeitet. es hat mir auch spass gemacht. mir wurde aus wirtschaftlichen gründen gekündigt und ich merkte selber dass ich halt die arbeiten auf die lange bank schob und vieles halt nicht gesehen hab. so war ich nach 7 jahren mal wieder arbeitslos für zwei monate. Mitte april diesn jahres habe ich in nem versandhandel für tonträger gearbeitet. das hat mir grossen spass gemacht aber es wird da ein grosses tempo erwartet und fehler sind kaum erlaubt und ich mit meinen flüchtigkeitsfehlern.... naja keine gute sache... heute wurde mir gekündigt nächsten freitag ist mein letzter tag....

    ich habe es langsam einfach satt dass mir meine teilleistungsschwäche immer wieder berufliche schwierigkeiten macht. Deshalb habe ich heute einen termin bei meiner äärztin gemacht um die alten massnahmen von früher wieder aufzunehmen... mal sehen ich hoffe es bringt was.

  9. #39
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Job und Beruf mit ADHS in der Schweiz

    Auch Ich halte es nicht lange an einem Ort aus...

    Die Schule war der Horror für mich. Manchmal wollte ich dem Lehrer zuhören,
    jedoch war nach ca. 5 Minuten die Aufmerksamkeit dahin. Ich sah Ihn hampeln und sein Mund bewegte sich,
    aber ich bekam nichts mehr mit. Deshalb blieb mir meist nicht mehr übrig als das ganze zuhause nochmal durchzugehen.

    Mein Lehre machte ich als Kaufmännischer Angestellter, meine Chefin trieb mich mit Ihrer Art beinahe in den Wahnsinn
    und ich fand Trost im Alkohol. Aufgrund meines obengenannten Defizits und Desinteresse ist es ein Wunder dass ich
    meine Lehre durchzog und sogar bestand!

    Danach bin ich sofort in ein Pub gewechselt, wobei ich mein eigener bester Gast war...
    Meinem Chef hat dies komischerweise nicht so ganz gepasst, weshalb ich mich gezwungen sah, meine Fühler nach etwas neuem auszustrecken.
    Gesagt, getan. Beim Snowboarden ergatterte ich mir einen Job als Buffetier in den Bergen.
    Leider meinte es auch hier der Alk-Gott nicht so gut mit mir und lies mich oft verschlafen und mich meine Arbeit mässig machen.

    Gut - weiter ins Militär. Das war der Horror. Ich - mit meinem Autoritätsproblem und meiner Sozialphobie. Gar nicht gut.
    Ausserdem war es schwierig nur noch Di-Do-Sa-Son zu trinken.

    Nach dem Militär war ich völlig ausgelaugt. Ich wollte nur noch schlafen und war lange Zeit unfähig mir eine Arbeit zu suchen.
    Habe mich dann schliesslich aufgerafft und angefangen zu suchen.

    Dann gings los:
    - Aussendienstmitarbeiter (1 Monat)
    - Büro (3 Monate)
    - Fabrikarbeiter (1 Monat)
    - Küche und Service (2 Monate)
    - Marktverkäufer (4 Monate)
    - Aufbauteam (2 Monate)

    irgendwann kam der Gedanke nach Familie, was mich wieder zurück ins Büro führte.
    Jedoch kam alles anders und ich trennte mich mit meiner damaligen Freundin.
    Schon seit längerem drohte mich das Büro wieder zu erdrücken und ich kündigte.
    Im Oktober fange ich ein Praktikum an - psychisch kranke Betreuen.

    Sorry für den langen Text, aber ich bin neu hier also seid nett zu mir...

  10. #40
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Job und Beruf mit ADHS in der Schweiz

    Konnte nach meiner Ausbildung nie länger als 2 Jahre bleiben!!.

    Habe LKW- Mechaniker gelernt und war das Depp sein schon seit der Schule gewohnt. Konnte nie still sitzen, nie zuhören, redete immer dazwischen, hatte konzentrationsprobleme, Mühe mit auswendig lernen etz. Wurde immer von allen seiten korrigiert und hatte überhaupt kein Selbstvertrauen mehr. Suchte mir Vorbilder und probierte diese im Verhalten nachzuahmen.

    Die Lehre nur durch zusätzlichen Ansporn geschafft( Betriebsleiter sagte zu mir " Du wirst eh nicht bestehen". In der RS dann war ich der Clown. Im überspielen war ich schon geübt. Da ich überhaupt keinen Orientierungssinn habe, folgten peinliche Situation mit scharfen Arrest. Dann folgte über Jahre der soziale Rückzug, mein bester Freund bin ich selber, und ich unterhalte mich ständig mit ihm. Dann machte ich eine IV-Umschulung zum Technischen Kaufmann und dann ging es erst richtig los! In den kaufmännischen jobs war ich hoffnungslos überfordert. Zu viel Ablenkung, Administration und monotone Abläufe. Nach 1 Jahr hatte ich ein Burn out, depression und bis heute psychosomatische Syndrome. Nach zwei Jahren im Einkauf hatte ich Panikattaken.

    Finde heute nur noch kaufmännische Stellen und bin schon zum zweiten Mal in der Probezeit rausgeflogen. Das Rav kennt mich schon lange, habe über die Jahre sämtliche Kurse durch gemacht.

    Ich bin froh dies alles einmal unter euch mitteilen zu können.

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