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Diskutiere im Thema Wortfindungsstörungen, die zunehmen? Hilfe! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 212

    Wortfindungsstörungen, die zunehmen? Hilfe!

    Hallo ihr Lieben,

    wer kennt das nicht, ab und zu fehlt mal ein Wort, das man lange nicht mehr benutzt und an das man sich partout nicht mehr erinnern kann. Auch Nicht-ADHSler haben das ja. Bei mir nimmt es nur immer mehr zu. Ich bin nun 31, und vor ein paar Jahren fing es an, dass ich mal Worte verwechselt habe. Also z.B. Stunden und Wochen, damit tue ich mich immer schwer. Was immer wieder zu Belustigung führt, zum Beispiel wenn ich über die 40-Tage-Woche rede.

    In den letzten Jahren fing es an, dass ich mich auch an einfache Worte aus dem Alltag manchmal nicht erinnern kann. Stattdessen kann ich mich an komplizierte Fremdwörter fast immer erinnern. Die setzen sich so richtig in meinem Gehirn fest (ich liebe Sprache).

    Seit etwa Ende Juli habe ich ab und zu so ganz leichten Schwindel. Und seitdem nehmen die Wortfindungsstörungen auch zu.
    Gestern abend habe ich eine sehr beunruhigende Erfahrung gemacht: Ich war mit zwei Freundinnen beim Abendessen verabredet in einem schönen Restaurant abends draußen auf der Straße. Ganz normale Situation eigentlich. Dennoch habe ich in fast JEDEM Satz einfache Wörter vergessen! Was dann natürlich dazu führte, dass das was ich erzählen wollte, total unterging. Ich habe Angst dass meine Freundinnen mich jetzt für total meschugge halten. Schlimmer noch: Ich habe Angst vor diesen Symptomen! Was ist da los? Ich habe schon die schlimmsten Befürchtungen, MS oder so was. Das könnte ich gar nicht gebrauchen, da ich mit ADS und einer Form von Rheuma schon genug "ausgelastet" (ich will nicht sagen heillos überfordert) bin

    Ps: Ach ja ich hatte letztens schon ein MRT von meinem Kopf machen lassen, wegen einer anderen Sache, Verdacht auf Veränderung am Hörnerven (ich höre leicht schlecht auf einem Ohr), aber mein Kopf war völlig in Ordnung. Das war vor zwei Monaten ungefähr...

  2. #2
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 1.170

    AW: Wortfindungsstörungen, die zunehmen? Hilfe!

    hatte ich in letzter Zeit auch öfters. nenne ich aber meist "reif für Urlaub" oder "überarbeitet" oder "zuviel um die Ohren"

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Wortfindungsstörungen, die zunehmen? Hilfe!

    Moselpirat schreibt:
    hatte ich in letzter Zeit auch öfters. nenne ich aber meist "reif für Urlaub" oder "überarbeitet" oder "zuviel um die Ohren"
    mir lag es auf der Zunge...."reif für den Urlaub"

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 1.193

    AW: Wortfindungsstörungen, die zunehmen? Hilfe!

    Das nervt mich auch immer total....

    gerade wenn man jemand etwas "eloquent" erklären will und einem verdammt nochmal die passenden Wörter hierzu nicht einfallen...
    Obwohl man sie ja eigentlich kennt... erzeugt unglaublich viel "Scham" ... ^^

    Der Druck macht es dann nicht besser ....

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 212

    AW: Wortfindungsstörungen, die zunehmen? Hilfe!

    Danke für eure schnellen Antworten! Echt ihr kennt das auch? Auch mit dem leichten Schwindel??

    Überarbeitung könnte in der Tat auch der Fall bei mir sein. Ich habe mich letztes Jahr selbstständig gemacht, mache den Führerschein nach, und und und... Der August ist zwar etwas ruhiger als der Rest der Monate, aber genau deshalb habe ich ihn auserkoren um mich von 100% Rohkost für einen Monat zu ernähren, um die Schmerzen zu lindern, auch wieder so ein Monsterprojekt. Ich habe mir bewusst dieses Jahr keinen Urlaub gegönnt, um alles schaffen zu können. War wohl nicht die beste Idee Na dann weiß ich ja, was ich machen werde, sobald ich etwas Freiraum habe (hoffentlich im September/Oktober). Hoffentlich ist es nur das.

    @Brainman: Ja das kenne ich nur zu gut. Eloquenz war nie meine größte Stärke, leider. Schriftlich konnte ich mich immer besser ausdrücken. Und gestern hatte ich das Gefühl mein komplettes Sprachsystem versagt. Das ist echt unheimlich. Man hat so viel zu erzählen, und kann es nicht ausdrücken. Schlimm! Das Gefühl, sich seiner Umwelt mitteilen zu können, ist so wichtig für das psychische Wohlbefinden.

  6. #6
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Wortfindungsstörungen, die zunehmen? Hilfe!

    Ich kenne das besonders wenn ich kaum zur Ruhe komme. Je mehr im Alltag los ist, desto schlimmer wird es... Bin ich dazu noch müde bekomme ich teilweise keinen ganzen Satz richtig zusammen wobei das alle von mir gewohnt sind. 5min später werfe ich dann meist das fehlende Wort in den Raum

    Besonders hilfreich ist in solchen Momenten meine Schwester. Die versteht mich immer, egal welchen Quatsch ich rauslasse ^^

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 212

    AW: Wortfindungsstörungen, die zunehmen? Hilfe!

    @Kuguara: Ja zur Ruhe komm ich auch fast nicht, und müde war ich gestern abend auch. Allerdings kannte ich das Phänomen bislang nicht von mir...
    Schön dass du so eine tolle Schwester hast mit der du dich so gut verstehst!

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 403

    AW: Wortfindungsstörungen, die zunehmen? Hilfe!

    Und nicht zu vergessen das Phänomen der "Selbstprophezeihung"...

    Desto mehr man Angst hat, man könnte sich wieder auf Grund von "Wortfindungsstörungen" blamiere, oder man könnte überhaupt wieder diese miesen Wortfindungsstörungen haben, desto mehr wird man auch tatsächlich an Wortfindungsstörungen leiden.

    Ich will damit jetzt nicht sagen, dass da nicht doch etwas anderes dahinter stecken könnte, aber es kann auch gut sein, dass du dir selbst so viel druck machst, dass die Blackouts im Prinzip schon vorprogrammiert sind.

    Und, desto älter man wird, desto mehr leidet auch die Konzentrationsfähigkeit und desto öfter vergisst man mal etwas.

    Wenn man dann alle Faktoren zusammen mixt, gibt das einen tollen "Wortfindungsstörungs-Cocktail"

    was den Schwindel anbelangt. Kann das nicht auch mit dem Gehör zusammen hängen? Gleichgewichtssinn und so weiter...?

    P.S.: wenn mir mal ein wort nicht einfällt, lass ich es weg und sag zur Not: denk dir einfach das fehlende Wort ;D oder "du weißt schon, was ich mein"

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 1.193

    AW: Wortfindungsstörungen, die zunehmen? Hilfe!

    Es gibt nicht nur das "Phänomen" der Selbsterfüllenden Prophezeiung, sondern dies ist wirklich Fakt.

    Dies erzeugt eben eine Blockade in unserem neuronalen Netzen, da man die Gedanken,
    welche meist sowieso divergent ablaufen (bei Betroffenen) somit einschränkt und der übliche gelassene "Flow" fehlt.

    Emotionskontrolle, sowie auch die Metakognition, sind hierbei wichtige Faktoren
    welche in diesem Fall der Blockade, rapide absinken zu scheint (eben da man sich fürchtet das "Falsche" zu sagen),

    wo bin ich gerade gedanklich

  10. #10
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Wortfindungsstörungen, die zunehmen? Hilfe!

    chaprincess schreibt:
    Ich bin nun 31, und vor ein paar Jahren fing es an, dass ich mal Worte verwechselt habe. Also z.B. Stunden und Wochen, damit tue ich mich immer schwer. Was immer wieder zu Belustigung führt, zum Beispiel wenn ich über die 40-Tage-Woche rede.
    Variiert denn die Intensität des Symptoms?

    Ich habe ein ähnlich gelagertes Problem, ich vergesse viele einfache Wörter, teilweise spreche ich dann Sätze gar nicht mehr vollständig. Wenn ich Texte schreibe ist das kein Problem, notfalls google ich nach Wörtern. Aber beim Sprechen … nunja.

    Jedenfalls variiert das bei mir stark. Ich weiß bis heute nicht wieso, manchmal kann ich mich perfekt ausdrücken, dann habe ich wieder Tage dabei bei denen ich einfachste Dinge nicht mehr benennen kann. Ich selbst helfe mir soweit es geht damit aus, indem ich die Sprache wechsle, da mir Wörter bspw. aus dem Englischen schneller einfallen als das deutsche Pendant.

    Kurz gesagt: Schwankt das bei dir ebenso?

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