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Diskutiere im Thema Depersonalisierung/Derealisation im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #101
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Depersonalisierung/Derealisation

    hallo jazz,
    im gesamtem ist es bei mir besser geworden!

    Erscheint mir auch logisch: durch mph rattern die reize nicht so auf mich ein. also habe ich weniger stress.

    Es war am anfang ungewohnt für mich "so wenig" reize im verhältnis zu vorher zu haben.

    ich hoffe, dir helfen meine erfahrungen.

    lg lottihu

  2. #102
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 78

    AW: Depersonalisierung/Derealisation

    Ich bin vor über zwei Jahren in Therapie gegangen weil ich das Gefühl hatte, der Haushalt gleicht einer Mount Everest Besteigung, dass ich nie genug Zeit für alles habe, mich für dämlich halte, weil ich mich manchmal nicht richtig ausdrücken kann, nichts auf dauer durchziehen kann, und manchmal das Gefühl habe, ich wäre nicht ich selbst, wegen Agressionsausbrüche und Depressiven Phasen. Es wurde Borderline Diagnostiziert und ich hab gaaaanz genau erklärt bekommen was Depersonalisierung und Derealisation ist. Mein ADHS wurde damals nicht erkannt.
    Jetzt wo ich weiß was ADHS ist, wie es sich auswirkt und so weiter, merke ich erst, wie leicht man Borderline mit ADHS verwechseln kann... Dass ich depressive Phasen habe ist klar, und mich dabei "nicht echt" fühle, ist auch nachvollziehbar. Jedoch helfen mir die Übungen, die ich im Rahmen der Borderline Diagnose gelernt habe, nur bedingt...

    Medikamente bekomme ich nicht, da es mein Arzt nicht für nötig hält mich zu diagnostizieren, vor allem, da ich Medikamente eh ablehnen würde. Mir kommts vor als mache er sich dann damit also nicht die Mühe es mir schwarz auf weiß zu geben...

  3. #103
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Depersonalisierung/Derealisation

    Hallo Chica,

    wie gut kann ich Deine Ängste verstehen...

    Manchmal dachte ich schon, ich würde verrückt...

    Ich betrachte es heute als Signal meiner Angsterkrankung, die als Komorbität zu meinem ADHS gehört.

    Meiner Wahrnehmung erlaube ich dann sozusagen zu flüchten, Kontrolle aufzugeben und auch Geschehenzulassen.

    Mit dieser Herangehensweise sind diese Phänomene bei mir seltener geworden.

    Ich war jedoch lange ebenfalls total beunruhigt.

    Liebe Grüße

    chris

  4. #104
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Depersonalisierung/Derealisation

    Ich kenne das Problem der Derealisation auch, kann es aber im Moment noch ganz schwer greifen oder beschreiben. Mein gesamtes Leben hat sich im laufe der letzten 15 Monate total geändert. Wohnung, Freunde, Partnerschaft usw. Ich habe nun aber immer wieder so phasen, wo sich alles so unreal anfühlt. Als ob es wie ein schlechter Film ist oder ein Traum aus dem man jeden Moment aufwachen müsste. Scheinbar komme ich mit diesen grossen Veränderungen nicht zurecht und irgendwie weigern sich meine Gefühle und Gedanken wohl noch immer zu realisieren das es nun ist wie es ist. Mehr kann ich dazu leider noch nicht Beitragen, denn das ist alles auch noch ganz neu und schwer für mich...

  5. #105
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Depersonalisierung/Derealisation

    Hallo, ich kenne das auch. Fing an, als ich (vor der Diagnose) vor Jahren auf der Autobahn fuhr und dachte: ich kann mich nicht mehr konzentrieren, ich baue gleich einen Unfall. Daraufhin Panik und Vermeidung. Dann gab es Momente, in denen ich diese veränderte Wahrnehmung in Situationen hatte, vo viele Menschen anwesend waren. Und letztlich in Gruppen, in denen ich stillsitzen muss und nicht flüchten könnte (mich ausgeliefert gefühlt hatte)

    Ich habe mich lange gefragt, was das denn ist. Und klar ist natürlich auch, dass "wir" uns damit intensiv beschäftigen, schon alleine, weil diese ständigen Grübelein und Gedankenstricke nicht mehr davon ablassen können. Dass daraus eine Angststörung resultieren bzw. verstärkt werden kann, ist meines Erachtens nahezu unvermeidlich.

    Ich habe lange darüber gegrübelt, was das denn sein kann. Und wenn ADHS und komorbide Angststörungen einhergehen, vielleicht noch eine Depression dazukommen, dann ist das kognitive Chaos perfekt.

    Bis ich nach (wie es viele hier ja kennen) endlich gestellter Diagnose bei einer Psychiaterin gelandet bin, die ich zwar menschlich nicht wirklich passend fand, aber fachlich doch sehr versiert war. Diese meinte: Was sie haben, ist ein Grübelzwang! Und das würde tatsächlich passen! Unter Amph. sehe ich erstmals klarer, flüssiger, schärfer, so wie ich das unter MPH nicht hinbekommen habe. Während der Wirkzeit "sieht" alles normaler aus. Lässt die Wirkung nach, stellt sich die Unkonzentriertheit, die Fokusschwäche und die (ich nenne sie mal in meiner Auffasung) Bildkonstanz wieder ein und das nehme ich war. Das "sieht dann natürlich verändert" aus.

    Für mich könnte das passen; auch ich habe halt Ängste, die jedoch unter der Wirkung des Amphetaminsulfates (auch alleine) nicht präsent sind was ich für mich folgend interpretiere:


    Irgendwann, wenn die Kognition im Erwachsenenalter und das ständige Grübeln mit ängstlicher und/oder depressiver Komponente sich entwickelt, kann daraus z.b. durch gesteigerte Selbstbeobachtung (Abgleich mit der Umwelt, da ja irgendetwas offensichtlich nicht stimmt) dazu führen, dass mann die kognitiven Defizite "sieht" und das als veränderte Umwelt wahrnimmt.

    Ich habe meiner Partnerin nach der (sehr entlastenden) Wirkung von Amphe folgendes Bild im Kopf: Wenn es wirkt, so fühlt sich das, als hätte man in einem Computer die alte Grafikkarte ausgetauscht, auf dem ein Spiel nur ruckelhaft lief. Und prompt läuft es flüssig, wirkt farbintensiver und schärfer. Den gleich Effekt hatte ich, als ich zum ersten Mal eine Brille aufhatte, die meine (geringe) Einschränkung der Sehkraft ausglich. Endlich verstand ich die Schilderungen von Betroffenen, die von einer "Brille" sprachen und konnte auch diesen "On/Off" - Effekt verstehen, den ich so unter MPH nicht hatte, weil es mich erstens zu nervös machte, die Ängste nicht ganz beseitigen konnte und der Rebound mich zunehmend ängstlich und irritierter machte. Ein anderes Bild ist wie das korrekte Einstellen eines Fernsehprogramms, das vorher durch "Störungen" mit Schnee unklar war.

    Eine Idee noch am Rande: Ich habe letztens auf einer Internsetseite eines amerikanischen Psychiaters die These gelesen, dass Panikattacken bei ADHS'lern sich seiner Erfahrung nach deutlich von den einer reinen Panikattacke unterscheiden. Er berichtet davon, dass ADHS'ler eher eine Art kognitive Kaskade mit der Tendenz zu Katastrophisierung erleben und dadurch dann das Gefühl von Kontrollverlust oder verrückt zu werden erleben. "Normale Panikattacken" gehen seiner Meinung nach mit einer Vielzahl von körperlichen Symptomen einher. Ich erkannte mich da wieder.

    Jetzt nehmen wir mal, die Symptome aus dem ersten Abschnitt, werden von Menschen bei vier unterschiedlichen Psychiatern geschildert. Vorher hat man natürlich das Internet gewälzt, verschiedene Berichte und Krankheitsbilder studiert. Da ist es ja (unbewusst oder bewusst) nahezu unvermeidbar, dass man Begrifflichkeiten benutzt, die man vorher gelesen hat. Ergebnis: 1. Borderline (undefinierte Ängste, evtl. ängstliche Symptomniveau, Angst vor Vernichtung, etc.), 2. Zwangsgedanken, 3. Soziale Phobie, 4. Panikstörung

    Aber da die Diagnosen sowieso alle nur Kategorien und dimensionale Störungen sind, finde ich, ist die Abgrenzung zwischen Angsttörung, Zwangsstörung, Borderline Störungen, PTBS und ADHS eher schwierig und künstlich. Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch hat ein individuelles Symptomkomplex.

    Je nach Ausbildung und Überzeugung des (dann zwangsläufig besuchten) Psychotherapeuten wird man gerade, wenn man dies sowieso alles nicht einordnern kann und bei komorbiden Ängsten und die zwangsläufig daraus resultierenden depressiven Phasen verbunden mit ständigen sich gegenseitig verstärkenden Gedankenkreisen Unsicherheiten mit mehr oder weniger ausgeprägten Frustrationen konfontriert. Natürlich sind da aufgrund häufig mangelndem schlechten Erinnerungsvermögen, Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung der eigenen Gefühlen oder vielleicht objektiv erscheinenden inadäquaten Affekten sofort etliche Diagnosen aus dem Kreis der Persönlichkeitsstörungen parat. Es verwundert nicht, dass fehlende Behandlungserfolge mit der relativen Chronifizierung und schlechter Prognose dieser Erkrankungen erklärt werden.


    Soviel von meiner ausschweifenden Sicht dazu. Wird Zeit für meine Saft :-)

    Gruß

  6. #106
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Depersonalisierung/Derealisation

    Hallo,

    ja diese Gefühle kenne ich sehr gut. Es ist allerdings schon länger her, dass ich Gefühle der Derealisation gelitten habe, aber vergesssen kann man solche Erfahrungen nicht, glaube ich.

    Das Ganze trat auch bei zum Teil mit Panikattacken auf. Und diese Gefühle gehören zum Schlimmsten, was man so erleben kann, glaube ich. Ein Gefühl, als würde man aus der Realität heraus fallen, so habe ich es immer beschrieben.

    Ich bin dann wegen der Panikattacken zum Psychiater und nehme seitdem Noveril gegen Depressionen und generalisierte Angststörung ein. Ich schwöre auf dieses Medikament. Es ist zwar veraltet, aber bei mir wirkt es super, und zwar ohne jegliche Nebenwirkungen.

    LG

    Daeva

  7. #107
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Depersonalisierung/Derealisation

    Kronos schreibt:
    Gegen die Depressione helfen die SSRI herzlich wenig, aber die PAs sind auf einem erträglichen Maß. Sobald ich das Zoloft absetze oder mir der Dosis runtergehe fangen die aber wieder an. Ich nehm das Zeug jetzt seit 5 Jahren fast durchgänig. Werd demnächst aber mal wieder runtergehn um zu sehen was passiert...
    Sag mal, wie kannste denn schreiben, dass SSRI`s bei Depressionen wenig helfen?!? Es gibt durchaus genügend Beispiele, wo diese sehr segensreiche Wirkungen zeigen. Die Wirkung von Medikamenten ist nun mal höchst individuell und lässt sich nicht vereinheitlichen.

  8. #108
    VierSterneMurch

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.541

    AW: Depersonalisierung/Derealisation

    wie ich das schreiben kann - auf der Tastatur - mir den Fingerchen...

    Die Wirkung von Medikamenten ist nun mal höchst individuell - hab ich irgendwas anderes behauptet?

  9. #109
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 252
    Hallo,

    Derealisation/Depersonalisation wird ja oft mit Panikattacken in Verbindung gebracht. Kann es nicht aber sein, dass der gleiche Mechanismus auch durch innere Anspannung oder dauernde Reizüberflutung von aussen( z. B. in Menschenmengen...) ausgelöst wird und dadurch dann irgendwann chronifiziert ist?

    VG Jazz

  10. #110
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Depersonalisierung/Derealisation

    Kronos schreibt:
    wie ich das schreiben kann - auf der Tastatur - mir den Fingerchen...

    Die Wirkung von Medikamenten ist nun mal höchst individuell - hab ich irgendwas anderes behauptet?
    "Gegen die Depressione helfen die SSRI herzlich wenig", so Deine Worte. Man sollte sich schon bewusst machen, dass es hier Leute in akuten Krisenphasen gibt, die unsere Einträge lesen und dementsprechend sensibel reagieren können bzw. beeinflussbar sind. Schreibst Du also, dass SSRI`s gegen Depressionen nicht helfen, ist das nicht nur falsch, sondern auch relativ verantwortungslos.

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Thema: Depersonalisierung/Derealisation im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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