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Diskutiere im Thema hat noch wer diese symptomatik? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    besenreiterin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 2.591

    AW: hat noch wer diese symptomatik?

    crazyy schreibt:
    hallo hexe

    naja die depri kam ja nicht direkt jetzt wegen meinem verhalten, reflektieren konnte ich es schon immer, obwohl es auch mit reinspielen könnte jetzt.

    sie war einfach da diese miese stimmung, naja jetzt lässt es ja wieder nach aber werde das noch mal abklären wenn es in den nächsten tagen nicht besser wird.
    hoffe nur ich reagier jetzt nicht dauerhaft paradox auf dieses ansich hilfreiche medi.

    wann hat dein sohn das medi abgebrochen und wieso dann später als jugendlicher?
    sorry bin etwas neugierig...

    lg crazyy

    mit 14 jahren ca. der neue arzt meinte man kann ihn nicht zwingen ...
    wenn er nicht will nun er hätte ihm lediglich mit ins gewissen reden müssen das er es weiter machen muss ... nun das ist gelaufen ..m hat viele grüne ..
    ich mag das auch nicht soo alles hier sagen weil es auch seine persönliche sache mit ist ...
    da müsste ich mit ihm sprechen erst finde ich ....er ist inzwischen alt genug
    und das würde dann auch eher in den eltern teil hier gehören denke ich
    also sei nicht böse aber das muss dann soo reichen den bis hierhin ist es in ordnung gewesen ,,,, für ihn

    hexe

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 562

    AW: hat noch wer diese symptomatik?

    hallo hexe

    kein problem ich akzeptiere deine privatsphäre.

    aber auch ihr findet sicher noch eine lösung dafür, auch wenns nicht auf die sekunde geht, du bist sicher eine super mutti für deinen sohn.
    manchmal denk ich mir es wäre vl gut wenn einer meiner eltern auch adhsler wäre oder bisschen was am kopp hätte, dann könnte derjenige vielleicht auch mein verhalten besser nachvollziehen, auch jetzt wo ich kein kind mehr bin.


    @attamajosa

    ne eine uniklinik muss es auch nicht gleich sein, auch bisschen weit weg von mir die nächste.
    psychiatrie gibts in der nähe und einweisung naja wollte ich selber nie weil ich dazwischen immer einsichtig war bisher ,also das gefühl ist halt wie gesteuert zu sein, die gedanken kommen schnell aber gehören nicht so wirklich zu dir aber im moment glaubst du dran, dazwischen wieder einsichtig etc...
    diese phasen sind auch nicht so häufig und vorübergehend.
    unangenehm ists halt schon sehr wenn du wo sitzt und du denkst dir die ganze zeit du könntest laut gedacht und geredet haben oder hast ständig eine total bizarre vorstellung im kopf an die du dann ne halbe stunde lang dran glaubst.
    oder dass jemand deine gedanken liest an den du grade denkst etc...

    meist erledigt sich das auch von selbst wieder wie es gekommen ist, in paar tagen oder auch mal bisserl länger.

    worin ich mich leider sehr gut wiederfinde und was mir auch mehr sorgen bereitet ist diese negativsymptomatik zb bei schizophrenie, kenne selbst einen betroffenen aber ich denk da jetzt lieber nicht so nach drüber.

    diagnostisch konnte man meine restsymptomatik sowieso nie genau einordnen, nur eben das adhs weil die symptome so gut wie alle zutreffen.

    naja es kommt wie es kommt und ich werd mir zukunftstechnisch jetzt auch hilfe suchen, mal schauen wie es dann dauerhaft klappt.

    Lg crazyy
    Geändert von crazyy (16.10.2010 um 22:12 Uhr)

  3. #13


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9.523

    AW: hat noch wer diese symptomatik?

    Hallo Crazyy,

    die Liste, mit der du den Thread angefangen hast, hört sich wie eine Symptomsammlung aus dem ICD-10 oder DSM-IV an. Diese Listen sind ein Wegweiser in der diagnostischen Praxis, aber nur, wenn sie richtig angewendet werden.

    Das bedeutet zuallererst, dass ein Symptom immer im Gesamtzusammenhang gesehen werden muss. Zum Beispiel können plötzliche Stimmungsschwankungen viele Ursachen haben und ein beträchtlicher Anteil davon hat nicht mal primär psychiatrische Ursachen. Zum Beispiel kann auch eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) Stimmungsschwankungen auslösen. Darum muss man immer alle Faktoren berücksichtigen.

    Das zweite Problem ist, dass es in vielen Fällen nicht leicht ist, hier zuverlässige Einschätzungen zu treffen. Das gilt dann um so mehr, wenn es darum geht, sich selber einzuschätzen. Nehmen wir hier mal den Punkt 'sonderbare Interessensgebiete'. Ab wann ist ein Interessensgebiet sonderbar? Genügt schon ein Verstoß gegen das allgemeine Rollenverständnis, etwa wenn ein Junge lieber kocht als Fußball spielt? Bedeutet sonderbar nicht "altersgerecht", also ein zehnjäriger, der Erwachsenenbücher liest? Oder heißt sonderbar 'sozial nicht angemessen'?

    Schon diese zwei Beispiele lassen erahnen, warum diese Skalen allenfalls bedingt zur Selbstdiagnose taugen. Dazu kommt noch, dass die Selbsteinschätzung sehr stark mit der eigenen Stimmung schwanken kann.

    Ich würde behaupten, dass diese Skalen in der Selbstdiagnose mehr Angst und Verunsicherung als Klarheit bringen. Wenn du einen bestimmten Verdacht hast, rede mit deinem Arzt/Therapeuten darüber und sag ihm auch, warum du ihn hegst. Sei ihm aber nicht böse, wenn er dir darlegt, warum dieser Verdacht unbegründet ist.

    viele Grüße

    Clown

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 562

    AW: hat noch wer diese symptomatik?

    hallo tränenclown

    naja wo du von hypoglykämie sprichst, habe ua. ab und an einer hypoglykämie änliche symptome, was aber mehrmals abgeklärt wurde, sowohl über- als auch unterzuckerung..
    die körperlichen zustände werden in der regel mit sehr vielem essen kontinuierlich besser, je nach schweregrad.
    dies geht auch nicht unbedingt mit den von mir aufgelisteten dingen mit ein, welche auch schon vorher bestanden und ist ne andere baustelle.
    organische ursachen dürfte das bei mir also nicht haben, zudem vieles ja schon sehr lange besteht.
    sorry ist jetzt aber bisserl offtopic...

    trotzdem ist es oft wirklich irre, da bin ich im zimmer, grinse als wenn ich geistig behindert wäre vor mich hin, führe komische bewegungen aus (wo mich keiner sieht) und bin wie ein kind.
    die interessen finde ich jetzt nicht so "unnormal" aber bei mir ist es schon so dass sie, obwohl ich mich gerne damit beschäftige, mich derart in die mängel nehmen dass andere dinge schwierig sind zu managen und mit der allgemeinen überforderung im leben.
    zudem findet meine familie es schon länger irgendwie bedenklich und ich kann das auch irgendwie verstehen und trotzdem nicht wirklich viel machen dran.
    es treten auch nicht immer alle dinge gleichzeitig auf, wenn dem so wäre wär ich schon längst mal stationär gelandet obwohl ich schon paarmale davor war an sowas zu denken.

    naja bin da auch nicht böse falls der doc es unbegründet findet falls ich es ansprechen würde, mir gehts ja nicht unbedingt um das kind des namens, ob das ding jetzt adhs,schizophrenie oder zuckerschwankung heißen mag.
    sondern vor allem darum dass es wege für ein dauerhaft gesichertes leben für mich gibt, was sowohl eine sichere stelle als auch existenz betrifft.

    war auch nur neugierig ob es noch anderen leuten so geht mit komorbiditäten.


    lg crazyy
    Geändert von crazyy (16.10.2010 um 23:11 Uhr)

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 56

    AW: hat noch wer diese symptomatik?

    crazyy schreibt:
    hallo hexe

    naja da könntest du schon recht haben, aber ich leide ja selbst oft unter diesen dingen und fühl mich oft und wirke auch wie "behindert", im wahrsten sinne des wortes.

    bin übrigens fast 23 und hinke weit in der entwicklung zurück,teils sogar hinter 16,17 jährigen.

    in der pubertät bin ich wohl immer noch und es zeigt sich auch kein ende....

    vl sollte ich mir das wirklich mal zusammenschreiben und dem doc zeigen.

    auf mph reagiere ich meist mit gesteigerter konzi und motivation,allerdings nur im kleinen lebensbereich,alles was drüber hinausgeht ist immer noch überforderung pur,es fehlt schon der geistige fokus...
    seit zwei, drei tagen auch depressive verstimmung ,teils weinerlichkeit und müdigkeit schon kurz nach der einnahme und zb beim autofahren erscheint mir alles viel "näher" als zuvor (so gegenverkehr und so dinge, trau mir eh nur noch das nötigste fahren)

    aber das gibt sich vielleicht auch wieder.

    Lg crazyy
    Hi crazyy,

    ich kann mich in deiner Liste auch wiederfinden, und auch mit der gefühlten "verspäteten" Entwicklung war das bei mir genauso. Ich hatte immer das Gefühl, dass alle anderen viel Reifer sind als ich, aber irgendwann bin ich zur Einsicht gekommen, dass ich mir das nur einbilde.
    Schließlich erscheint es unter nicht ADHSlern nicht sehr erwachsen zu sein, wenn man nicht still sitzen kann, dazwischen redet, impulsiv ist, plötzlich aufspringt und dummes Zeug anstellt... all das könnte man wohl als "bizarres und kindliches Verhalten" zusammenfassen.
    Aber letzten Endes bedeutet Erwachsen sein mehr als nur "angepasst" zu sein, für mich bedeutet es Verantwortung für etwas übernehmen zu können, für Fehlleistungen gerade zu stehen, gut und schlecht unterscheiden zu können, ... Und ich denke all diese Eigenschaften hast Du sicherlich auch.
    Da ich mir häufig anhören musste/muss das ich mich kindisch verhalte, habe ich aufgehört darüber nachzudenken, ob ich mich jetzt "richtig" verhalte und was andere über mich wohl denken. Ich weiß das ich erwachsen bin, auch wenn ich mich nach außen nicht so verhalte, außerdem macht das Leben so viel mehr Spaß Aber diese Einsicht hatte ich erst mit 24. Vielleicht kommt es Dir also doch nur so vor, dass Du noch in der Pupertät bist, weil es Dir von außen vermittelt wird.

    Was MPH angeht, habe ich ähnliches erlebt, was wohl daher rührt, das MPH dir nicht nur hilft auf dein Studium zu konzentrieren, sondern auf alles. Dazu gehören auch Verstimmungen, was auch im Beipackzettel steht ("kann Depressionen verstärken").
    Mir hilft da ganz gut Autogenestraining, oder einfach mit jemanden reden was einem auf der Seele liegt.

    Fertig mit meinem Roman ... sorry
    Geändert von Invitro (17.10.2010 um 04:52 Uhr)

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 248

    AW: hat noch wer diese symptomatik?

    Hallo Crazzy,

    ich schliesse mich der Meinung von Traeneclown an.
    So spannend die Selbstdiagnose auch ist und vor allem sehr einfach durch das Internet, eine Diagnose erfordert einen wirklich kompetenten und erfahrenen Arzt, der nicht zu faul ist die aktuelle Forschung zu berücksichtigen.
    Für eine gute Diagnose darf man auch mal ein paar hundert Kilometer reisen.
    Hinzu kommt dass auch Fachärzte sich irren und es passiert oft das bei ählichen Symptomen erstmal eine unzutreffende oder nicht komplette Diagnose gestellt wird/werden kann.
    Das ist schon für Fachleute nicht einfach.Der Fachmann kann auch nur ausschliessen aber das mit wesentlich mehr Erfahrung als der Patient.
    Du wirkst ja sehr reflektiert und dennoch..... . es scheint Dich auch zu belasten. Das allein genügt als Grund sich an einen oder mehrere Experten zu wenden.

    Rechtzeitig Hilfe annehmen ist ein intelligentes Verhalten.

    Es ist sicherlich sinnvoll sich einem Fachmann in einer Phase anzuvertrauen, in der es einem noch relativ gutgeht weil man noch Kraft hat und viel besser mitarbeiten kann und auch genauer seine Symptome beschreiben kann.
    Und dann hat man auch noch Kraft bei nichtzufriedeheit mit dem Arzt sich eine andere Koriphäe zu suchen.
    Und das das Kind einen Namen hat ist schon wichtig für die Art der Intervention. Sei es medikamentös oder auch nur therapeutisch.
    Eine Einweisung ist ja für Erwachsene freiwillig solange nicht Fremd oder Selbstgefährdung vorliegt. Gute UniKliniken gibt es in Münster oder die Charite in Berlin. Hier im Forum findet sich sicher auch eine Empfehlung für eine Klinik in Deiner Nähe. So ich hoffe ich habe nicht zu sehr genervt, aber der frühe Wurm entwischt dem Vogel.
    Ich wünsche Dir alles Gute

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 562

    AW: hat noch wer diese symptomatik?

    hallo leute


    naja depri stand bei mir unter sehr selten im beipackzettel wie ich nachgesehen habe, aber einen erwischts ja immer und vl muss ich mir zusätzlich ein niedrig dosiertes ad verschreiben lassen....

    so arg empfinde ich mich selbst jetzt ja auch nicht, hab einen guten gerechtigkeitssinn,kann recht gut von unrecht unterscheiden, gut verzeihen, auch gut zuhören ,reflekteieren etc..
    aber ich muss bei "kleineren dingen" wie wenn zb eine freundin jetzt eine neue frisur hat immer gefühle und interesse vorspielen, weil ich mich bei solchen dingen einfach nicht mitfreuen kann, nur bei größeren sachen von anderen eben.
    das war schon immer so aber naja ich hab gelernt damit zurechtzukommen und es zu "kaschieren".

    das einzige wo ich wirklich aus der norm falle ist eben dass ich oft mit vielen leuten nicht wirklich kommunizieren mag oder kann, zb mit meinen eltern oder anderen wenn die standpunkte zu verschieden sind.
    liegt aber auch dran dass ich ich mich dann nicht so gut artikulieren kann, was mir auch bei behörden oft so geht.
    bei meinen freunden rede ich entweder viel oder normal oder bin öfters auch spracharm, aber es funktioniert auch smalltalk und ich helfe ihnen auch gerne bei problemen.

    der zweite punkt ist eben mein mangelnder bezug zu einer "normalen arbeit oder ausbildung" am freien arbeitsmarkt, es ist so ich will ja gar nicht so sein aber irgendwie klappt das alles nicht.
    es ist so einen art fehlender blick,motivation dafür, angst vor druck,stress etc...
    und dass ich irgendwann fast nur noch für die arbeit leben muss oder gleich wieder gekündigt werde wegen auffassungsgabe oder anderen dingen.
    und dasn ist immer da, nicht nur wenn ich mal eine depri oder ähnliches schieb.

    obwohl ich andererseits was zu tun und struktur haben will, das ist schon widersprüchlich und bisher hat es auch nur in arbeitsmaßnahmen bei mir ganz gut geklappt.

    auch wenns noch so klingen mag, depri bin ich heute nach weglassen von mph nicht mehr, so jetzt auch aber genug gejammert...


    Lg crazyy
    Geändert von crazyy (17.10.2010 um 11:10 Uhr)

  8. #18
    besenreiterin

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    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 2.591

    AW: hat noch wer diese symptomatik?

    hallo ist kein gejammer und wie ich dir schon sagte geh und sprich mit deinem doc ....

    es ist wichtig und gibt dir und das ist das entscheidene sicherheit klarheit .....!!!!

    clown hat es schön formuliert das meinte ich mit der sichtweise von dir und deiner fam.

    .... soo und nun genug von dem muttergequatsche dir einen tollen schönen tag geniese ihn

    hexe

  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 562

    AW: hat noch wer diese symptomatik?

    @hexe

    naja meine befürchtung warum ich über dieses eine mich belastende problem (existenziell) nicht so reden mag ist, als arbeitsfaul oder so abgestempelt zu werden oder dass ich mich da nicht richtig ausdrücken kann dann oder man mir das mit den schwierigkeiten nicht glaubt weil ich ja an sich auch nicht als uninelligent gelte..

    danke dir und wünsche dir auch einen schönen sonntag.

    Lg crazyy

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 248

    AW: hat noch wer diese symptomatik?

    Ich glaube das ist eins der Kernprobleme bei Adhs. Für Aussenstehende ist es schwer zu verstehen dass viele Adhsler eigentlich arbeiten wollen und gleichzeitig nicht können.
    Ich habe mal einen Vortrag gehört wo der Arzt gesagt hat :
    Sie müssen sich das so vorstellen das beim Adhsler "Können" und "Wollen" wohnen in derselben Strasse.
    Ich habe die letzen 30 Jahre zu hören bekommen : Du bist faul! Jeden Job den ich nach 3 Monaten abgebrochen habe weils echt nicht mehr auszuhalten war, wurde mir vorgehalten dass ich wieder Mal die letzte Chance auf ein "vernünftiges" Leben zerstört hätte.
    Das ich die Dinger viel intensiver gehasst habe und wirklich nur dann geschmissen habe als es wirklich "gaaaaarnicht mehr ging" hat keiner gesehen. Eigentlich leisten wir ja mehr mehr als als die anderen normalen.
    Dank meiner "Faulheit" wurde ich aber auch daran gehindert vorzeitig ein stinklangweiliges Leben zu akzeptieren.

    das akzeptieren von Schwierigkeiten bei gleichzeitiger Intelligenz überfordert viele Menschen in Ihrem Weltbild. Ich habe das so gelöst das ich mir auf meiner Diagnose einen Superspezialexpertenstatusstem pel habe geben lassen. Da ich es müde war mich jedesmal verteidigen zu müssen zeige ich nur noch meinen unumstösslichen Befund von Prof.Superspezialexperte und sage dass der viel klüger ist als ich und deshalb recht hat und ich da gar nichts machen kann weil der es besser weiss.
    Ich habe es also von der NASA schriftlich: ich habe Mondangst

    @crazzy - Laß Dir kein schlechtes Gewissen wegen Berufswahlverzögerung machen und sei "anspruchsvoll" an Deine Berufswahl. Wir halten eh nur durch was uns wirklich interessiert
    Ich bin 40 und stecke immer noch in meiner ersten Ausbildung( und ja meine Eltern schimpfen und sagen ich bin faul und wenn man will würde man das auch schneller schaffen und ADHS hin und her wenn man will gehts das sicher auch schneller)

    schönen Sonntag

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