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Diskutiere im Thema Burnout dank ADHS? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 107

    Burnout dank ADHS?

    Hat jemand auch die Erfahrung gemacht dass das Gefühlschaos ständig und dazu die Arbeitssucht die man sich zu gelegt hat um allen zu gefallen und Anerkennung zu bekommen einen immer wieder total erledigen kann?

    Ich habe bis vor einigen Jahren außer Arbeit irgendwie überhaupt nichts mehr vom Leben gehabt. Urlaub war ein Fremdwort und es hat nicht mal freie Tage zwischndurch gegeben und wenn doch, dann wusste ich nicht was ich damit anfangen soll und war gereizt und niedergeschlagen.

    Alle paar Jahre war ich dann immer ausgebrannt und monatelang krank geschrieben bis ich mich wieder aufgerappelt hatte und weiter gebuckelt habe wie ein blöder.

    Das ist doch nicht normal ... oder doch?


    Leandro

  2. #2
    Patty

    Gast

    AW: Burnout dank ADHS?

    Hallo Leandro,

    meine Diagnose vor ein paar Jahren lautete: Überlastungssyndrom

    Komplettzusammenbruch!
    Schwere Athmaanfälle im Wechsel mit Hyperventilation. Durch falsche Behandlung Sauerstofftetanie mit Nahtoderlebnis.

    Hatte monatelang! eine Haushaltshilfe, war in der Lungenklinik und in Kur. Bin dort an Lungenentzündung erkrankt; wieder zu Hause: zwei eitrige Anginen hintereinander (die zweite war bereits dabei die Niere zu schädigen), nicht zu vergessen die Sehnenscheidenentzündungen: rechter Arm mit Gips und linker Arm mit Schiene. Alles innerhalb kurzer Zeit.

    Kein Urlaub mehr seit 18 Jahren, den ganzen Tag vollgepackt mit Aufgaben (nicht immer alle gut ausgeführt; manche gar nicht)

    Übernehme immer gerne noch Zusatzaufgaben!

    Fazit: Ich habe nichts daraus gelernt und bin jederzeit bereit, wieder zusammenzubrechen!

    LG Patty

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Burnout dank ADHS?

    Hallo,

    nach über 20Jahren Widerstand gegen alles was mir das Leben schwer macht, einigen verschiedenen Arbeitsstellen, Abendschule, Umschulung, Weiterbildung und endlich einem guten und sicheren Arbeitsplatz (Angestellter bei einer Stadtverwaltung im bereich EDV) der mir wirklich Freude brachte und ich mich als ein gutes und wichtiges Mitglied dieser Gesellschaft fühlen konnte, brach ich zusammen.

    Doch ich bin ja zäh und nicht unterzukriegen, so dachte ich nach mehr als einem Jahr Zwangspause mit Klinikauffenthalt.
    Ich fing also wieder an zu Arbeiten, erst 4Std., dann 6Std. und dann so richtig. Hatte ja einiges zu beweisen und die Arbeit half auch gegen das mich fast erdrückende Schamgefühl.
    Mir gings ja wieder so gut da konnte ich auch noch einiges in meinem Privatleben ändern. Bis, ja bis ...

    Ich weiß ja noch nicht ob ich ADS habe, ich vermute es ja nur und es wurde auch nie von einem Burnout geredet aber ich bin ja auch kein Manager oder Spitzensportler oder ...

    Was ich aber weiß ist, dass ich leer und völlig ausgebrannt war und irgenwie heute immer noch bin.

    Ich bin jetzt 100% erwerbsgemindert und beziehe Rente.

    LG

    Jayjay

  4. #4
    Patty

    Gast

    AW: Burnout dank ADHS?

    Hallo Jayjay,

    ja, das erdrückende, allzeit vorhandene Schamgefühl! Bekanntes Problem.

    Super finde ich, wie du dich durchgekämpft hast!

    Mach weiter so!!!

    LG Patty

  5. #5
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Burnout dank ADHS?

    Hey Jayjay

    Alles was du hier beschreibst ist mir genauso bekannt, es war bei mir auch so mit ständig wechselnden Arbeitsplätzen und ackern wie ein blöder ich hatte sogar zeitweise drei Job´s bis ich zusammen gebrochen bin und heute bin ich auch ( erstmal für ein Jahr ab dem 01.08.2009 ) in Rente !!!!!!

    Und das mit fast 36 Jahren !!!!!!!!!

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Burnout dank ADHS?

    Hallo pitbul01,

    würde dir gerne Mut machen, weiß aber leider nicht wie.

    Meine Rente ist auch noch auf Zeit. Nach der letzen Prüfung für 2Jahre. Ein Glück, sind ganz schön stressig diese Prüfungen. Zukunftsangst etc.

    Würde gerne arbeiten, auch wegen des Finanziellen. Geht aber leider nicht. Nebenjobs habe ich auch einige probiert, 5 Euro und Stress ohne Ende. Super, genau dass was ich brauche.

    Wenn du es irgendwie schaffen kannst, versuch da raus zukommen (aus der Rente). Es wird sonst immer schwerer.

    Wie gesagt würde dir gerne Mut mache, aber...

    die aller besten Wünsche für dein Zukunft

    Jayjay

    ps

    @Patty

    Ich werde nie aufhören zu kämpfen!!!

    Und, wie kommst du an ein Bild meiner Katze?

    LG

    Jayjay

  7. #7
    Patty

    Gast

    AW: Burnout dank ADHS?

    Hallo Jayjay,

    das ist ganz sicher ein Bild von meinem Kater! Sieht deine Katze wirklich genauso aus?

    @ Karsten: ackern wie blöde kenne ich auch, als ich physisch dazu noch in der Lage war, von morgens bis in die Nacht hinein.

    Seit meinem körperlichen Zusammenbruch (chron. Erkr.) geht das nicht mehr.

    Wirkt wie eine "Maßgrenze", leider komme ich mir vor wie ein Krüppel, da ich nicht mehr schaffe, was ich eigentlich schaffen müßte! (und auch noch von mir erwartet wird)

    LG Patty

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Burnout dank ADHS?

    Patty,

    habe mal schnell ein Album angelegt und ein Bild hoch geladen. Ist aber schon ein par Jahre älter.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Burnout dank ADHS?

    Hallo,

    ich möchte das Thema burn out syndrom mal wieder beleben.
    Ich möchte meine Situation kurz ( oder lang ) schildern.
    Seit ca. 3 Wochen habe ich die Diagnose ADS ( welch Erleichterung ) und nehme
    20 mg MPH.
    Davor war ich 3 Jahre in Therapie,weil sich mein Partner von mir getrennt hatte
    und ich nicht damit klar kam und mir zum größten Teil die Schuld gab, ob es doch
    an meinem Verhalten lag.Ich konnte mich selbst nicht leiden, meine Impulsivität,meine
    Aggressivität hatte alles kaputt gemacht.
    Ich war in einem tiefen Loch und entwickelte eine Form von Depressionen.
    In dieser Zeit war ich sehr oft krank und konnte nicht zur Arbeit gehen, ich habe nur gegrübelt
    und konnte nicht vor die Tür.Mein Körper hat sich die tollsten Krankheiten als Ventil gesucht.
    Ich war fix und alle.
    Jetzt nach der Diagnose ADS denke ich das es vielleicht ein burn out syndrom war.
    So geht es mir im Moment auch wieder, bin diese Woche krankgeschrieben, weil einfach nix geht.Bin total müde und schlafe den ganzen Tag und bin wie ausgelaugt.
    Das komische an der Sache ist, dass ich erst 3 Wochen Urlaub hatte und erst wieder seit einer Woche arbeite.
    Aber mein Urlaub war keine Erholung für mich, ich habe hier und da etwas gemacht und mich ausgepowert, ich konnte mich nicht entspannen.
    Nach einer Woche Arbeit, bei der ich mich extemst konzentrieren muss und viel von mir abverlangt wird hat mein Körper wieder gestreikt.
    Kann das etwas mit ADS zutun haben?? Wie ist das bei euch?

    LG Tritop

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 248

    AW: Burnout dank ADHS?

    Hallo, erstmal liebe Grüsse von meiner Seite.
    Das mit dem "Burn out" war bei mir der Grund überhaupt loszugehen. Ich hätte eigentlich mein Studium zuende bringen sollen( 5 mündliche Prüfungen). Ich hatte aber schon bei dem Versuch, mich für die erste Prüfung vorzubereiten den unausweichlichen Zwang für jede Seite die ich auswendigzulernen hatte mindestens eine Stunde Tiefschlaf zu kalkulieren.
    Das heisst: 12Uhr mittags angefangen zu lernen und 14 Uhr musste ich mich kurz hinlegen( mit bleierener Schwere bis in die Knochen), bin dann immer 17 Uhr wieder aufgewacht und das Spiel von neuem.Das über Monate. Ich habe die Vermutung das ich beim Grundstudium schon ausgebrannt bin ohne das wahrhaben zu wollen.
    Jedenfalls habe ich bei jedem Versuch Leistung zu bringen dieselben Erschöpfungssymptome wie nach 2 Jahren Dauerstress während des Grundstudiums. Dazu kommt extremer Heuschnupfen.
    Es scheint wirklich so zu sein dass ich früher nur wenig Stress vertragen habe und jetzt nicht mal mehr den Gedanken an Stress ertrage.
    Aber Stress ist ja subjektiv und ich hoffe da lässt sich noch was mit Therapie und Wahrnehmungsveränderung bewegen.(VT fängt erst im Nov an)
    .Die Müdigkeit ist jetzt im Herbst besser dafür gibt jetzt plötzlich Magenbeschwerden.
    Bei mir ist das einzige was hilft: jeden Tag schwitzen und sich was schönes gönnen( " Stunden Sport und danach die Belohnung mit einer leckeren Nussecke). Dazu probiere ich dann noch ein bisschen Tiefenentspannung wenn ich dann mal den Moment erwische wo die Konzentrationsfähigkeit mich lässt.
    Als mich meine erste Freundin verlassen hat führte das zu einer schweren Depression mit allen drum und dran:endlos Grübeln, Realitätsverlust. Helfersyndrom,Schuldgefühlen. ...... bin damals nicht zum Arzt und so wurden dass mal eben zweieinhalb Jahre Hölle.

    Heute weiss ich das ich gar nicht an dem Verlust meiner Freundin zerbrochen bin sondern mit ihr ist halt auch das letzte bisschen Struktur in meinem Leben gegangen. Damals war ich noch sehr eingenommen von mir und dachte ich bin der einzige der weiss wo es lang geht. Ich war da noch zu jung( 21 Jahre) um das in eine Reihe zu kriegen. Heute weiss ich das für meine Psyche "Struktur" das heilendste und lieblichste und wichtigste ist was ich mir antun kann.
    Wenn du so schnell wieder erschöpft bist nach dem Urlaub würde ich Dir raten vielleicht doch einen Facharzt aufzusuchen und ihm deinen "Burnoutverdacht" zu schildern. Mit Burnout ist nicht zu spassen.
    Ich vergleiche das immer mit Auto ohne Öl fahren, das kann noch die nächsten 100m zur Werkstatt gutgehen, es kann aber auch sein das der Motor nach 5 m dann doch kaputtgeht. Also lieber Auto aus. zu Fuss zur Werkstatt und Abschleppdienst anrufen. Dafür ist der Abschleppdienst ja da liebe Grüsse und gute Besserung

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