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Diskutiere im Thema Prüfungsversagen, Blackout im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
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ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 19

    Prüfungsversagen, Blackout

    Immer wieder passiert es mir, dass ich in einer Situation, in der Wissen von mir abverlagt wird, versage. Nicht dass ich die Daten und Fakten nicht weiß, sie fallen mir nur in dem Moment, wo ich sie grad dringend benötige, einfach nicht ein. Das gleiche gilt für Namen etc. Sobald die Situation (z. B. Prüfung) vorbei ist, ist schlagartig wieder alles da.

    Das Schlimme ist, dass ich zunehmend unter Druck gerate, wenn ich weiß es kommt wieder zu so einer Situation und dann noch mehr verkrampfe.

    Wie kommt ihr damit klar oder welche Tricks habt ihr, um sich selbst zu helfen? Wie seid ihr in der Schule damit umgegangen?

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Prüfungsversagen, Blackout

    Das mit den Namen geht mir auch oft so. Hab da letztens ein Video gesehen, wie man sich Namen einprägen kann. Ging um Visualisierung von Begriffen, die man mir dem Namen verbinden kann, dann fällt einem der Namen (angeblich) besser ein. Hab das auch schon probiert, aber meistens fehlt mir die Zeit, mir das zu überlegen.

    Früher in der Schule hat es mir geholfen, Spickzettel zu schreiben. Sie gaben mir Sicherheit. Gebraucht hab ich sie dann nie, weil das, was da drauf stand, konnte ich dann sowieso.

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 107

    AW: Prüfungsversagen, Blackout

    Für Prüfungen die wirklich entscheidend und wichtig sind (Berufsabschluss,Zwischenprüf ungen usw) lasse ich mir vom Arzt extra dafür was verschreiben um ruhig zu bleiben.5mg Diazepam am abend vor der Prüfung und 5mg zwei Stunden davor (falls es nicht reicht nochmal 5) damit bin ich bisher gut durch jede wichtige Prüfung gekommen.

    Soll hier keine Aufforderung sein wegen jeder Kleinigkeit Benzos zu nehmen aber bevor ich wegen Angst und Panik und Denkblockade deswegen (und was anderes ist das nicht) noch mal eine prüfung mit 5 und durchgefallen versemmel und in der Nachprüfung mit Diazepam dann eine 1,3 bekomm kommt was her was diese Angst abstellt und trotzdem mein Hirn im Denken nicht einschränkt. Das hat auch mit Doping oder sonst was nichts zu tun weil das ein beruhigendes und angstlösendes Medi ist, das einem auch nicht zu mehr leistung und Wissen verhilft, aber man hat dann eben die gleichen Voraussetzungen in der Prüfung, die amn auch vorher in der Schule und nachher im Beruf hat.

    Mit allem anderen z.B. Entspannungsübungen und was weiss ich bekomm ich die Panik nicht weg und wenn ich dann vor dem Prüfer sitz ist trotzdem alles blockiert.

    Das ist dann eben meine Lösung und die funktioniert bei mir perfekt. Ob zur nachahmung empfohlen sollte aber jeder mal vorher ausprobieren wenn er das vorhat weil bei ADHS Benzos manchmal nicht so wirken wie beabsichtigt und deswegen bei manchen ADHSlern der Schuß auch nach hinten losgehen kann.

    Mehr zu wissen als die meisten anderen um mich herum und trotzdem ständig wegen krankhafter Prüfungsangst die Prüfungen zu verhauen kommt für mich auf jeden Fall nicht mehr in frage weil dann Sachen im zeugnis stehen die nicht die Wirklichkeit sind auf die aber danach jeder Arbeitgeber zuerst schaut und eben ich auch,was meinem eh schon ziemlich kaputten Ego dann auch alles andere als gut tut.




  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Prüfungsversagen, Blackout

    Mir fällt sowas auch schon bei meinem 9-jährigen Sohn auf. Er schreibt in Klassenarbeiten schlechte Zensuren nicht deshalb, weil er das nicht kann, was gefordert wird, sondern weil er blockiert ist.

    Wir üben zu Hause und er kann alles, aber sobald er den Zettel vor sich hat, auf dem die Aufgaben stehen und sieht, was er alles in einer bestimmten Zeit schaffen muß, erinnert er sich nicht an die einfachsten Sachen. Wenn er dann die Arbeit nach Hause bringt, ist er fix und fertig und wenn ich mit ihm die nicht gelösten Aufgaben durchgehe, kann er es dann wieder.
    Das macht ihn unglücklich und mich traurig, weil ich ihm natürlich gern helfen möchte, aber mehr als mit ihm zu üben fällt mir nicht ein. Dabei bräuvhte er keine Angst haben, weil er bisher alles immer verstanden hat und er hat ja auch immer noch etwas länger Zeit wegen dem Nachteilsausgleich und trotzdem passiert im das immer wieder.

    Bei mir war es in der Schulzeit auch so, dass ich über das Schreiben von Spickzetteln die Sicherheit bekam, aber ich kenne das, wenn ich merke, ich werde beobachtet oder geprüft, dann bekomme ich enorme Panik und kann dann viel weniger, als eigentlich. Tricks, was man dagegen tun kann, habe ich leider keine.

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