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Diskutiere im Thema Probleme mit der Distanzregulierung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    Probleme mit der Distanzregulierung

    Hallo,

    habt ihr auch manchmal Probleme mit der Distanz zu eurer Umwelt?
    Bei mir ist es immer wieder phasenweise so, dass ich es nicht ertrage berührt bzw. "gebraucht" zu werden. In diesen Zeiten ertrage ich es oft nicht einmal, dass mir unsere Katze um die Beine schmust. Ich bin dann mega unruhig und gereizt (den ganzen Tag) und muss mich dann echt zusammenreißen, damit ich der Katze keinen Tritt verpasse.

    Leider geht es mir dann auch mit meinen Kindern so, dass ich zwar genau spüre und weiß was sie brauchen, ich aber nicht in der Lage bin darauf einzugehen. Bsp. der Kleine ist oft seeehr zickig. Wenn ich ihn rechtzeitig erwische, ruhig bleibe und ablenke, gelingt es mir tatsächlich häufig ihn aus seinem Bockanfall rauszuholen bevor es eskaliert.

    Wenn ich aber selber erschöpft und mit mir selbst überfordert bin, knallen meine eigenen Emotionen so hoch, dass ich auf alles was er sagt oder tut anspringe und er sich dann komplett in den Bockanfall reinsteigert und ich auch nur noch tierisch wütend bin. Ist total blöd. Das ist dann als wenn man neben sich steht und sich fragt was hier grad eigentlich abgeht. Mir tut es im selben Moment leid und ich weiß das ich einfach mal kurz aus dem Raum gehen müsste, aber ich kann es einfach nicht.

    Ich hasse es z.B. auch mit der Bahn zu fahren. Ich krieg Zustände, wenn mir die Leute so auf die Pelle rücken... und nach Möglichkeit dann noch nach Knoblauch stinken oder sich die Teenies lauthals über ihre (leider oft sinnentleerten) Wochenendabenteuer austauschen. Das ist mir dann alles zu nah, zu laut etc.... Aber auch das, immer nur phasenweise.

    Mittlerweile habe ich aber festgestellt, dass es ein Alarmsignal meines Körpers ist... Ich muss dann dringend wieder was für mich tun um meine Akkus aufzuladen. Mit den Medis ist es jetzt auch etwas besser geworden. Ich erkenne selber schneller, wenn ich dabei bin mich selber in diese Phase zu manövrieren.

    Kennt ihr das auch?

  2. #2
    soary

    Gast

    AW: Probleme mit der Distanzregulierung

    Hallo loekoe,

    schau mal, hier gibt es schon einiges zu diesem Thema

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...z-anderen.html

    LG soary

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Probleme mit der Distanzregulierung

    Ich kenne das SEHR GUT!

    Ich bin heute in einer fast identischen Situation...

    Welche Medis nimmst Du und seit wann? was bessert(e) sich dadurch und was weniger?
    Ich warte noch sehensüchtig auf meinen Termin und würde mir gerne vorab schon ein realistisch zu erwartendes Bild ausmalen..

    Wünsche Dir alles Gute und VLG

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Probleme mit der Distanzregulierung

    Ich nehme jetzt seit einem Monat Elontril. Gebessert hat es sich dahingehend, dass ich mich selbst bewusster wahrnehme. Dadurch merke ich einfach besser, wann mir etwas zu viel wird.
    Der Nachteil daran ist, dass mir auch immer mehr auffällt wie unglaublich vergesslich ich bin. Das war vorher nicht so der Fall. Ich wusste es zwar, hab es aber selber nicht so deutlich gemerkt.

    Davor habe ich Nortrilen bekommen. Hatte auf einmal super viel Antrieb aber richtig wohlgefühlt hab ich mich nicht. Ich kann´s leider nicht genauer beschreiben. War nur so ein Gefühl.

    Wegen meiner Konzentrationsprobleme müssen wir noch was unternehmen. Das ist überhaupt nicht besser geworden. Leider. Werde demnächst meinen Arzt fragen, ob wir es nicht doch mal mit einer Kombi aus AD´s und MPH probieren wollen.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Probleme mit der Distanzregulierung

    Danke Loekoe

    Ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt, Elontril zu nehmen, habe es dann mir anders überlegt, nach dem ich hier einen Beitrag von Alex darüber gelesen hab..

    Ich empfehle Dir den auch zu lesen und versuchen doch noch MPH verschrieben zu bekommen.

    Wenn die Diagnose bei Dir schon steht, dann ist es DAS Mittel der ersten Wahl. (Zumindest, was meine Recherchen bisher ergeben haben..)

    Und wenn er´s Dir nicht verschreibt, dann wechsle den Arzt!!!

    Ich wünsche Dir eine gute Besserung!

    VLG Bye

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Probleme mit der Distanzregulierung

    Das mag ja stimmen, ABER: im Moment stehen meine starken Stimmungsschwankungen und Depris im Vordergrund. Wenn wir die halbwegs im Griff haben, kann man weiterschauen...

    Ich mag auch nicht soviel auf einmal nehmen. Muss ja auch noch andere Tabletten schlucken. Und ich warte gerne erstmal die Wirkung des einen ab, bevor ich mit dem nächsten weitermache. Auf lange Sicht werde ich so oder so MPH´s brauchen. Das ist auch in Ordnung so und wird von meinem Doc auch verschrieben werden. Momentan sind wir aber eben noch am Ausprobieren.

    Muss dazu sagen, dass ein Kriterium auch der Reboundeffekt bei MPH´s war. Da ich speziell abends fit sein muss (Familie, etc.) wollten wir es erstmal so probieren.

    Mein Fazit: Antidepressiva können durchaus unterstützend sein und mitunter auch schon einmal die Symptome lindern. Ob das ausreicht, lässt sich nur durch Ausprobieren rausfinden. Wenn nicht, muss halt eine Kombi her.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: Probleme mit der Distanzregulierung

    gibts ja nicht..was ich hier alles lese,was auf mich zutrifft...

    ich bin bei freunden defintiv ein knuddler.brauche das.

    aber:bei fremden,besonders im bus,stresst es mich an miesen tagen sehr extrem,wenn mich ein fremder fahrgast nur berührt!oder wenn einer mich aus versehen anhaucht.da krieg ich ekel,panik,dann schüttelts mich,ich könnt innerlich an die decke gehen und fang irgendwie so an zu zucken...hab das bedürfnis,das "wegzuwischen",was er "hinterlassen" hat...

    aso und das gelaber in bus und bahn ertrag ich nicht,habe daher immer meine musik im ohr und zwar so laut,dass nebengeräusche komplett ausgeblendet werden.vergess ich mal meinen mp3-player,wird die fahrt fast horrortrip für mich,weil mich diese vielen verschiedenen gesprächsbruchteile und die vielen stimmen wahnsinnig machen...man kann ja nicht weghören...

    man oh man...was man hier alles über sich rausfindet...

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Probleme mit der Distanzregulierung

    Eine Frage an alle, die S-Bahn fahren..

    Kurz bevor die Türen schießen, gibt´s ein grelles lautes piepen..

    Ich wundere mich jedes mal, wieso ich der einzige bin, der das fast unerträglich laut findet und muss mir oft die Ohren zuhalten..

    Dabei hör ich nicht besonders gut..

    Ich meine jetzt nicht, dass ich es einfach unangenehm finde.. Nein, ich finde es absolut grenzwertig..

    Würde mich interessieren, wem es ähnlich geht.

    Danke & LG

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: Probleme mit der Distanzregulierung

    @persiantiger:

    ich fahr zwar nicht s-bahn(weils hier keine gibt),aber ich hab sowas ähnliches erlebt,woran mich dein post erinnert:

    kennst du die karl-may-festspiele?

    jedenfalls war ich da bei einer probe der show (im rahmen eines praktikums bei einer zeitung).
    und dann kamen da so gefakte schüsse.und alle um mich rum schienen sich gar nicht zu erschrecken(man wusste ja,was kommt,[cowboys gegen indianer halt]ich ja auch).
    aber nur ich bin vor schreck bei jedem einzelnen schuss zusammengezuckt,hochgehüpft,m eine zähne klapperten jedes mal aufeinander wenns knallte,ohne dass ichs verhindern konnte...
    Geändert von Flopsi ( 1.07.2010 um 12:24 Uhr)

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