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Diskutiere im Thema ADHS und Schilddrüse im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 139

    ADHS und Schilddrüse

    Bei meinen Recherchen zur ADHS-Problematik stoße ich immer wieder einmal auf den Tipp, dass bei ADHS-Symptomen unbedingt auch die Schilddrüse untersucht werden sollte, weil Schilddrüsenkrankheiten auch ADHS-Symptome auslösen können. Dabei spielen bestimmte Unterwerte eine Rolle, die im Standard-Blutbild wohl gar nicht gemessen werden.

    Kann jemand etwas dazu sagen?

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 534

    AW: ADHS und Schilddrüse

    Stimmt, das ist wichtig.

    Blutbild ist Blutbild, da werden tatsächlich blutbezogene Werte (Menge Erythrozyten, Thrombozyten, Leukozyten etc.) bestimmt. Schilddrüsenwerte wie auch andere im Blut messbare Werte werden durch ein "großes Labor" bestimmt (es werden dir dann mehrere Röhrchen Blut abgezapft). Wenn du sagst, du willst alle schilddrüsen-relevanten Werte bestimmt haben, sollte nichts schiefgehen.

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 304

    AW: ADHS und Schilddrüse

    Ich habe zum Beispiel eine Unterfunktion und es ist bei einer Routineuntersuchung während einer Reha entdeckt worden. Die Symptome sind teilweise ähnlich, z.B. Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, das kann auch bei Depressionen und anderen Störungen ähnlich sein.
    Deswegen sollte die Schilddrüse immer mit untersucht werden, bevor die ADHS-Diagnose gestellt wird.
    Die Unterfunktion wird mit Schilddrüsenhormontabletten ausgeglichen, aber da die Werte auch mal über den Tag schwanken und man kann nun mal nicht alle 5 Minuten messen, können einige Symptome immer mal wieder auftreten. Gerade bei nicht-hyperaktiven Kandidaten ist das dann manchmal schwer zu unterscheiden.
    Das macht die Medikamenteneinstellung dann nochmal ein bisschen schwieriger. Aber es ist im allgemeinen gut behandelbar

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 688

    AW: ADHS und Schilddrüse

    Bei Verdacht auf ADHS (und auch bei Depressionen) ist die Kontrolle der Schilddrüsenfunktionen eigentlich Standart.
    Wenn der Arzt das nicht prüft ist das ein Zeichen das man einen anderen Arzt suchen sollte...

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 78

    AW: ADHS und Schilddrüse

    Bei einer Schilddrüsenunterfuktion können einzelne ähnliche Symptome wie bei ADHS auftreten, weshalb man dies ausschließen sollte. Es kann natürlich auch beides Auftreten.

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 688

    AW: ADHS und Schilddrüse

    Dazu kommt das ADHSler offenbar häufiger Schilddrüsenprobleme haben als die Vergleichsgruppe. Daher macht es Sinn die Schilddrüsenhormone regelmässig zu überprüfen.

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 534

    AW: ADHS und Schilddrüse

    Echt? Das ist interessant. Weißt du wie der Zusammenhang angenommen wird oder hast du eine Quelle?

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 304

    AW: ADHS und Schilddrüse

    alice_s schreibt:
    Echt? Das ist interessant. Weißt du wie der Zusammenhang angenommen wird oder hast du eine Quelle?
    Zum Zusammenhang ADHS (nicht nur) und Schilddrüsenprobleme: Gehört habe ich das auch schon, kann aber keine direkte Quelle dazu finden.
    Im Netz gibt es aber zum Thema Schilddrüse jede Menge zu finden, wie immer auch esoterischer Kram, aber ich denke, irgendwann nach viiiiiiel Lesen merkt man dann schon, was ernstzunehmen ist und was eher nicht. (Naja, so ähnlich wie bei ADHS)

    Mir hat es der behandelnde Arzt gesagt, der bei einer psychosomatischen Reha die Unterfunktion bei mir festgestellt hat.
    Als Erklärung dazu, dass Stress und psychische Belastungen ja generell als Auslöser für körperliche Krankheiten gelten, sie haben SD-Unterfunktionen dort auch oft im Zusammenhang mit Depressionen, wobei da nicht so einfach festzustellen wäre, ob nun Huhn oder Ei zuerst da war. Denn eine SD-Unterfunktion kann zwar medikamentös eingestellt werden, aber in der ganzen Zeit, die man damit schon lebt, bevor sie festgestellt und behandelt wird, lebt man u.U. schon mit einer ziemlichen Belastung, die ihrerseits auch wieder zu einer wirklichen Depression führen kann.
    Wenn man die Veranlagung zu ADHS hat, kann es spätestens in einer schwierigen Lebenssituation zur Überlastung kommen, so dass dann die Wahrscheinlichkeit zu weiteren Erkrankungen steigt.
    Soweit in Kurzfassung die Erklärung des Reha-Arztes damals

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 688

    AW: ADHS und Schilddrüse

    Echt? Das ist interessant. Weißt du wie der Zusammenhang angenommen wird oder hast du eine Quelle?
    Den Hinweis habe ich auf dem Seminar von C. Neuhaus bekommen. Eine besondere Begründung kenne ich nicht.

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 455

    AW: ADHS und Schilddrüse

    september schreibt:
    Zum Zusammenhang ADHS (nicht nur) und Schilddrüsenprobleme: Gehört habe ich das auch schon, kann aber keine direkte Quelle dazu finden.
    Im Netz gibt es aber zum Thema Schilddrüse jede Menge zu finden, wie immer auch esoterischer Kram, aber ich denke, irgendwann nach viiiiiiel Lesen merkt man dann schon, was ernstzunehmen ist und was eher nicht. (Naja, so ähnlich wie bei ADHS)

    Mir hat es der behandelnde Arzt gesagt, der bei einer psychosomatischen Reha die Unterfunktion bei mir festgestellt hat.
    Als Erklärung dazu, dass Stress und psychische Belastungen ja generell als Auslöser für körperliche Krankheiten gelten, sie haben SD-Unterfunktionen dort auch oft im Zusammenhang mit Depressionen, wobei da nicht so einfach festzustellen wäre, ob nun Huhn oder Ei zuerst da war. Denn eine SD-Unterfunktion kann zwar medikamentös eingestellt werden, aber in der ganzen Zeit, die man damit schon lebt, bevor sie festgestellt und behandelt wird, lebt man u.U. schon mit einer ziemlichen Belastung, die ihrerseits auch wieder zu einer wirklichen Depression führen kann.
    Wenn man die Veranlagung zu ADHS hat, kann es spätestens in einer schwierigen Lebenssituation zur Überlastung kommen, so dass dann die Wahrscheinlichkeit zu weiteren Erkrankungen steigt.
    Soweit in Kurzfassung die Erklärung des Reha-Arztes damals
    Meine These (nicht bewiesen, nur durch eigene Erfahrung und Angelesenes aus verschiedenen Quellen:

    In starken Belastungssituationen wird mehr Schilddrüsenhormon gebraucht (z.B. Schwangerschaften, hier ist es erwiesen), was der Körper dann halt produziert. Allerdings kann die Schilddrüse auch überfordert sein (bildet dann Knoten und andere wilde Dinge) oder ihre Arbeit aus Erschöpfung einstellen. ADHSler sind oft chronisch überfordert, schneller erschöpft und erschöpfen somit auch ihre Schilddrüse stärker. Manchmal ist sie von Geburt aus schwächer und falls noch ADHS zusätzlich da sind, verstärken sich beide Symptome gegenseitig.

    Nein, es gibt zu meiner Aussage keine Wikipedia-Quelle und keine mir bekannten Studien .-)

    Bei mir müssen die Schilddrüsenhormone echt gut passen, damit ich mich wohl fühle und das dann noch mit den ADHS-Medikamtenen zu kombinieren ist eine echte Herausforderung, im Moment fühle ich mich super eingestellt. Ach ja: Wenn ich mal höhere Belastung habe, z.B Mehrtageswanderungen, dann brauche ich mehr SD-Hormon, weniger ADHS-Medikament, ich spüre das dann richtig, dass es aus der Bahn läuft, wenn ich nicht reagiere. "Wohlfühlwert" nennt mein Arzt das.

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