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Diskutiere im Thema ADHS und Schilddrüse im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 769

    AW: ADHS und Schilddrüse

    Ich glaube es gibt da auch nichts konkretes dazu, daher tendiere ich dazu der Aussage von C. Neuhaus zu vertrauen. Es kann ja nicht schaden die Schilddrüsenfunktion regelmässig zu checken und sie hat seit 40 Jahren mit ADHSler zu tun, sprach also aus eigener Erfahrung.

    Dazu kommt das ein anderer Hinweis bei mir passte. (Habe ich hier auch schon mehrfach geschrieben, finde ich aber auch wichtig)
    Sie hat auch geraten Vitamin D, B12 und Folsäure prüfen zu lassen und bei mir waren die 3 Werte im Bereich einer deutlichen Unterversorgung...

    Das hat jetzt nicht alle Probleme gelöst, aber ich habe den Eindruck das ich nicht ganz so tief in die Depri falle, was ja auch schon ein kleiner Fortschritt ist.

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: ADHS und Schilddrüse

    september schreibt:
    Mir hat es der behandelnde Arzt gesagt, der bei einer psychosomatischen Reha die Unterfunktion bei mir festgestellt hat.
    Als Erklärung dazu, dass Stress und psychische Belastungen ja generell als Auslöser für körperliche Krankheiten gelten, sie haben SD-Unterfunktionen dort auch oft im Zusammenhang mit Depressionen, wobei da nicht so einfach festzustellen wäre, ob nun Huhn oder Ei zuerst da war.
    Ich habe beide, Hashimoto (die unbehandelt zu einer SD UG führt) und mit hoher Wahrscheinlichkeit ADHS.

    Es ist leider unter Ärzten offensichtlich wenig bekannt, aber eine SD UF kann tatsächlich eine Depression auslösen, denn T3, das stoffwechselaktive Schilddrüsenhormon, das aus dem Speicherhormon T4 (dazu sind u.a. Selen und Eisen notwendig) benötigt der Körper, um Serotonin im Gehirn herstellen zu können. Dazu gabe es vor 11 Jahren im Net einen wunderbaren Artikel von Prof.Thomas Borr, der leider verschwunden ist. Darin erklärte er u.a., dass das Gehirn viele T3-Rezeptoren besitzen.

    Noch zu lesen ist der Artikel von Dr.Joachim Feldkamp:

    Schilddrüse und Psyche. PD Dr. Joachim Feldkamp für das Forum Schilddrüse e.v. - PDF

    Denn eine SD-Unterfunktion kann zwar medikamentös eingestellt werden, aber in der ganzen Zeit, die man damit schon lebt, bevor sie festgestellt und behandelt wird, lebt man u.U. schon mit einer ziemlichen Belastung, die ihrerseits auch wieder zu einer wirklichen Depression führen kann
    .

    Stimmt. Meine anfängliche Überfunktionssymptome (damit beginnt manchmal Hashimoto: das Immunsystem zerstört auf ein Mal ein Teil der SD, relativ große Mengen an SD Hormone werden damit freigesetzt, die im Blut anfluten) wie starke Reizbarkeit (ich habe nichts mehr ertragen, jeden wegen Kleinigkeiten angeschrien) waren eigentlich der Beginn meiner Ehekrise, weil mein Mann nicht verstanden hat, dass ich körperlich krank war (ich dachte, ich werde verrückt!) und alles persönlich genommen hat. Dazu hatte ich massive Schlafstörungen (konnte höchstens 2 Std/Nacht schlafen).

    Dann kam nach und nach eine zunehmende körperliche und geistige Müdigkeit, dazu Weinanfälle, ich war bis zur Diagnose 1 Jahr später zeitweise so schwach, dass ich nur noch liegend auf dem Boden neben meinem Baby bleiben konnte. Ich bekam mehrmals eine Haushaltshilfe für 3-4 Std/Tag, weil ich nicht länger als 30 Min stehen konnte.

    Leider haben damals weder die Hausärztin noch der Psychiater die Schilddrüsenwerte messen lassen, obwohl eigentlich bekannt ist, dass ein Teil der Frauen Hashimoto während hormonellen Umstellungsphasen wie nach einer Entbindung bekommen und ich in der Familie eine Tante (Schwester meiner Mutter), die ebenfalls nach der Geburt ihrer Tochter an Hashimoto und als Folge an postpartaler Depression erkrankt ist. Leider erfuhr ich das erst nach meiner Diagnose.

    Die Diagnose bekam ich ca 1 Jahr nach Ausbruch der Autoimmunerkrankung, nachdem mir die selbst betroffene Psychologin (die übrigens selbst einen "Knacks" hatte) erzählt hatte, dass eine SD UF nach der Entbindung auftreten kann und oft eine postpartale Depression auslöst. Ich bat daraufhin meine HÄ um die Blutuntersuchung (TSH, fT3, fT4), der TSH lag bei 6, also eindeutig über der Norm. Ihr Mann machte einen US und sah eindeutig die typische Echoarmut. 4 Wochen später bestätigte der Nuklearmediziner die Diagnose Hashimoto (erhöhte TG AKs-die TPO AKs waren dagegen nicht erhöht, wie das bei einem Teil der HT Patienten der Fall ist- und Echoarmut am US), weigerte sich allerdings, Levothyroxin (das T4 Speicherhormon) zu verschreiben, weil mein TSH zu dieser Zeit in der Norm war (TSH bei ca 3). Erst als ich ihm meine Symptome schilderte (allgemeine körperliche und geistige Schwäche, Konzentrationsschwäche, depressive Tiefs) verschrieb er mir 25 µg L-T. Mittlerweile ich nehme ich 125 µg L-T seit mehreren Jahren.

    Hätte damals Psychiater und/oder HÄ TSH, fT3 und fT4 (damals waren es eigentlich die wenig aussagekräftige gebundene T4 und T3) messen lassen, hätte ich die Diagnose Hashi/SD UF mit hoher Wahrscheinlichkeit viel früher bekommen, was mir 1 Jahr unnötiges Leid für mich und meine Familie erspart hätte.

    Aber ich hatte bisher immer wieder den Eindruck, dass der Zusammenhang zwischen SD UF und Depression und Angststörung bei vielen Ärzten nicht bekannt ist. Nach einem Gespräch mit dem Psychiater, der höchstens 30 Min dauerte (oder vielleicht nur 15-20 Min) bekam ich gleich ein AD, ohne Blutuntersuchung, ohne ausführliche Erfragen der verschiedenen Symptome (die "5-Min-Diagnose"). Irgendwann wurde ich von diesem Arzt, der sein Leben lang ja nur psychisch kranken Menschen gesehen hatte, gleich in die "Psychoschublade" gesteckt. Beim nächsten Termin bekam ich übrigens auch nach 5-10 Min die Diagnose Bipolar.

    Meine Symptome in der SD UF waren:
    *enorme körperliche und geistige Schwäche (also Konzentrationsschwäche). Ich war zeitweise körperlich so schwach, dass ich nur noch liegen konnte und kaum sprechen konnte.
    *eiskalte Hände und Füsse, Friere
    *Libidoverlust (komplett)
    *depressive Phasen, geringe emotionale Belastbarkeit
    *Verstopfung
    *Herzstolpern
    *nächtliches Kribbeln und Einschlafen von Händen

    Welche Beschwerden können auftreten?

    • Müdigkeit, allgemeine körperliche Erschöpfung, fehlende Belastbarkeit
    • Konzentrationsschwäche, Gedächtnisschwäche, Wortfindungsstörungen
    • hoher Blutdruck mit Puls unter 70
    • Herzstolpern, Herzrasen
    • Depressive Stimmung, Angst- und Panikattacken, Gereiztheit, selten Suizidgedanken
    • trockene, struppige, stumpfe, und glanzlose Haare
    • Haarausfall
    • teigige trockene Haut, (Myxödem)
    • Verstopfung, Blähungen
    • leichtes Frieren
    • Gewichtszunahme, selten ausgeprägte Gewichtsabnahme
    • Zyklusstörung bei der Frau, unerfüllter Kinderwunsch, Neigung zu Fehlgeburten in der Unterfunktion
    • Abnahme des sexuellen Verlangens
    • nächtliches Kribbeln und Einschlafen von Händen und Unterarmen (Karpaltunnelsyndrom)
    • nachlassendes Hörvermögen
    • apathischer Gesichtsausdruck
    • Wesensveränderungen
    • Ohrgeräusche
    • nächtliches Schwitzen
    • Pigmentflecken im Gesicht, vermehrtes Auftreten von dunklen Flecken am Körper
    • Nackenverspannung, Nackenschmerzen
    • brüchige Fingernägel
    • Lidrandentzündung, Lidödem
    • geschwollene Nasenschleimhaut
    aus https://www.hashimotothyreoiditis.de.../unterfunktion




  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: ADHS und Schilddrüse

    Folge (kann den 1.Beitrag nicht überarbeiten)

    Vor ein paar Jahren hatte ich leider mit der Erhöhung der L-T Dosis über das Ziel hinaus gestoßen und hatte folgende ÜF Symptome (TSH war supprimiert, fT4 und fT3 über Norm):
    *starke permanente Angstgefühle
    *Herzrasen
    *Zittern der Finger (Tremor bei ausgestreckten Händen)
    *Reizbarkeit
    *das Gefühl "verrückt" zu werden

    Nach Aussetzen von L-T ca 3 Wochen lang verschwanden die Symptome und zum Glück ging es mir einer niedrigeren Dosis wieder ganz gut.

    Mittlerweile bin ich aber SICHER, dass meine aktuelle Symptome nicht an der SD liegen, denn zu einer SD UF oder ÜF passen folgende Symptome nicht, sondern eher zu ADS:
    *starke Vergesslichkeit (Kurzeitgedächtnis: ich finde meine Tasche, die ich 1 Min vorher in der Küche abgelegt habe, nicht mehr, ich habe den Termin um 9 Uhr wieder vergessen, obwohl ich um 8 Uhr auf den Küchenkalender geschaut habe
    *Organisations-/Planungsschwierigkeiten, ich stehe vor einem Berg an Sachen und weiß nicht, wie ich das aufräumen soll
    *Zeitmanagement (vergesse Termine, kann die Zeit, die ich für eine Tätigkeit benötige, nicht gut einschätzen, meist plane ich viel zu wenig Zeit, trödle, erledige Wichtiges auf dem letzten Drucker, habe kein Zeitgefühl, fühle mich zeitlos
    *Wegträumen/Gedanken schweifen immer wieder ab, so dass ich wichtige Infos bei Filmen, Radiosendungen, Lesen, Gesprächen nicht mitbekomme
    *starke Ablenkbarkeit, 10 Dinge gleichzeitig machen, Gedanken, die mich immer wieder von meiner Tätigkeit ablenken
    *Unaufmerksamkeit, Dinge nicht sehen, wie z.B. ein hinter meinem Auto parkendes Auto
    *aber starker Hyperfokus (stundenlang!) beim starken Interesse für ein Thema
    *Ungeschicklichkeit, Dinge, die mir ständig von den Händen fallen, Glas kaputt gemacht, weil er gegen die Oberkante des Schranks gestoßen ist
    *innere Unruhe/Anspannung, ich klopfe deswegen immer wieder die Finger auf dem Tisch, reibe die Großzehen der Füße gegeneinander, wippe mit den Füssen, reibe abends im Bett die Füssen gegeneinander.
    *starker Stress bei Einkaufstouren, unvorhersehbaren Ereignissen, Terminen
    *schnell wegen Kleinigkeit auf 180, kann nicht so leicht emotional runter und habe immer wieder dabei mein Verhalten nicht mehr unter Kontrolle
    *Wut und/oder depressive Abstürze (1 Tag) nach Kränkungen/Zurückweisungen
    *starke Begeisterungsfähigkeit für neue Themen
    *aber immer wieder Wechsel der Interessengebiete
    * viele Projekte tagelang, wochenlang, monatelang oder sogar jahrelang aufschieben
    *viele angefangene Projekte nicht zu Ende gebracht
    *große Entscheidungsschwäche: bei starker Impulsivität entscheide ich mich spontan, aus dem Bauch heraus, ohne lange zu überlegen ODER überlege ich stundenlang, manchmal monatelang oder auch jahrelang und kann mich nicht entscheiden
    *starke Impulsivität: zuerst handeln, im Nachhinein sich über die negativen Folgen ärgern- Kontrollimpulsstörung, dadurch bei starken Emotionen wie Wut ausrasten
    *usw.

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: ADHS und Schilddrüse

    Denker23 schreibt:
    Dazu kommt das ein anderer Hinweis bei mir passte. (Habe ich hier auch schon mehrfach geschrieben, finde ich aber auch wichtig)
    Sie hat auch geraten Vitamin D, B12 und Folsäure prüfen zu lassen und bei mir waren die 3 Werte im Bereich einer deutlichen Unterversorgung...
    Erfahrungsgemäß leiden die meisten Hashimoto Patienten (Umfragen aus dem HT Forum von Dr.Brakebusch, wo ich jahrelang Mitglied war) an Vitamin D, Vitamin B12 UND Eisenmangel.

    Eisen hat ebenfalls einen enormen Einfluss auf die Kognition und die Konzentration. Allerdings lernen die Ärzte in der Uni/Fortbildungen, dass erst die Eisenmangelanämie (erniedrigtes Hämoglobin-Spiegel) Symptome verursachen, was unserer Erfahrung nach eindeutig falsch ist. Dazu hat Dr.Beat Schaub aus der Schweiz (Eisenzentren) herausgefunden, dass die Mehrheit seiner Patientinnen an Eisenmangelsymptome wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Schwindel, Haarausfall, usw. bei normalen Ferritinwerten leidet, meist bei Werten unter 50 ng/ml (bei manchen Frauen machen sich aber diese Symptome bereits bei höheren Ferritinwerten bemerkbar. Die meisten Patienten von Dr.Schaub fühlen sich bei 100-150 ng/ml Ferritin wohl, was den meisten Patienten im HT Forum entspricht).

    Ich hatte persönlich bei 24 ng/ml bzw 37 ng/ml bereits Eisenmangelsymptome wie Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Schwindel. Alle Symptome schlagartig ein Tag nach der 3. Eiseninfusion (je 200 mg Eisen als Eisensaccharose, 2 IV pro Woche) verschwunden (nach der 1. IV habe nichts gespürt, nach der 2.IV eine leichte Besserung, nach der 3. war alles weg, von Heute auf Morgen!).

    Was Vitamin D und Vitamin B12 anbelangt, wurde ich damals von den Ärzten nicht ernst genommen (eigentlich ausgelacht), als ich um die Messung bat. Mittlerweile gibt es aber Studien, die unsere langjährige Erfahrung bestätigt haben (Links suche ich noch). Bei Eisen weiß ich nicht mehr. Das zeigt wieder, wie die ärztliche Praxis der Wirklichkeit hinterher hinkt bzw die Forschung der Wirklichkeit.


    Das hat jetzt nicht alle Probleme gelöst, aber ich habe den Eindruck das ich nicht ganz so tief in die Depri falle, was ja auch schon ein kleiner Fortschritt ist.
    Aus der Depri kam ich, als ich mit L-T gut eingestellt war (fT3 und fT4 im oberen Normbereich, leider ist TSH dabei fast immer supprimiert, oder zumindest unter Norm. Steigt TSH bzw befindet er sich in der Norm, dann sinken fT4 und fT3 unterhalb meines Wohlfühlbereichs und die UF Symptome werden immer stärker. Vor ein paar Jahren hatte ich wieder extreme UF Symptome- konnte kaum noch gehen und sprechen!- TSH lag knapp unter Norm, fT4 war im unteren Normbereich, fT3 aber genau an der untere Normgrenze. HÄ empfahl wegen des erniedrigten TSH eine Senkung der L-T Dosis, obwohl das stoffwechselaktive Hormon um ein Haar unter Norm gewesen wäre. Mein Internist verschrieb mir aber Thybon-T3- zusätzlich zu L-T und siehe da, bei 2 x20 mg Thybon (20 mg morgens, 20 mg am Frühnachmittag, da Thybon eine relativ kurze Halbwertzeit hat) verschwanden meine UF Symptome von Heute auf Morgen!!!!!! Ich erhöhte die L-T Dosis um 12,5 µg, behielt die 2 x 20 mg Thybon Einnahme, machte 3 Wochen später einen Auslassversuch mit Thybon und stellte fest: es geht mir super gut!!!!!!!! So viel zum "TSH ist das Maße aller Dinge, ist TSH in der Norm, dann ist der Patient optimal eingestellt!)

    übrigens: Umfrage der HT Forum von Dr.B zeigte, dass über der Hälfte der Umfrageteilnehmer sich NUR beim supprimierten TSH (0,01) wohl fühlt. Dabei liegen die eigentlichen SD Hormone (freies T4 und freies T3) meist in der oberen Hälfte der Norm oder sogar im oberen Drittel. Manche HT Patienten fühlen sich eigentlich beim normalem TSH und niedrigeren T4 und T3 wohl (wie mein Sohn).

    Interessant auch in Bezug auf den Einfluss der SD Hormone (T4 und T3, denn TSH ist ein Hypophysenhormon!) ist eine Umfrage im HT Forum, wonach bei über 90% der HT Patienten eine Depression und/oder Angststörung diagnostiziert wurde, BEVOR die SD UF bzw HT festgestellt wurde. Eine schwer depressive Frau litt sogar 30 Jahre an dieser psychiatrischen Störung, bis HT mit starker UF (ihr TSH lag weit über der Norm, ich glaube über 10) diagnostiziert wurde und das nur dank der Internetrecherchen ihres Mannes. Die verschiedenen AD waren vorher völlig wirkungslos, dank einer guten L-T Einstellung + Behandlung der Nährstoffmängel (VitD, VitB12 und Eisen wie bei den meisten Forummitgliedern) verschwand ihre schwere Depression.
    Geändert von Yasmine ( 7.12.2017 um 11:04 Uhr)

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: ADHS und Schilddrüse

    Studien über Vitamin B12, Eisen und Vitamin D Mangel bei Patienten mit einer Autoimmunerkrankung der SD:

    Hemoglobin, iron, and vitamin B12 deficiencies and high blood homocysteine levels in patients with anti-thyroid autoantibodies.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24630032

    Vitamin B12 deficiency common in primary hypothyroidism.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18655403

    Merke: Eisen im Serum spiegelt nur die Versorgung der letzten Tage mit Eisen wieder, ist daher zur Diagnostik eines Eisenmangels nicht aussagekräftig. Besser geeignet ist Ferritin, das ziemlich zuverlässig die Höhe der Eisenspeicher widerspiegelt. Vitamin B12 ist ebenfalls nicht sehr aussagekräftig, da das gemessene Vitamin eigentlich zu 70-90% an Transportprotein gebunden ist und somit nicht stoffwechselaktiv. Aussagekräftig laut Studien (siehe Artikel von Prof-Hermann im Ärzteblatt, 2008 sind deswegen Holo-Transcobalamin (Holo-TC im Serum) und/oder Methylmalonsäure (im Serum oder Urin). Siehe das Lexikon im HT Forum von Dr.Brakebusch.

    Ich nehme an, die Zahl der Patienten mit einer AI der SD und einem Vitamin B12 bzw Eisenmangel wäre in den Studien viel höher, wenn dieses aussagekräftigeren Kriterien (Ferritin, Holo-TC und/oder MMS) herangezogen worden wären.

    Vitamin D deficiency is related to thyroid antibodies in autoimmune thyroiditis

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26155169


    The association between severity of vitamin D deficiency and Hashimoto's thyroiditis.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23337162

    Vitamin D ist übrigens ein Immunomodulator. Ein Mangel scheint bei genetisch prädisposierten Menschen das Risiko, eine AI zu entwickeln, zu erhöhen (um so verbreiteter der Vitamin D Mangel in einem Land, um so höher ist die Anzahl der Patienten mit Typ 1 Diabetes, MS, usw.) MS ist in Ländern nahe des Äquator selten.

    Ach ja, eine kleine Bemerkung am Rande: laut Prof.Terry Wahls, die ihre MS dank einer Paleoernährung "geheilt" hat, dauert es in der Regel 10 bis 30 Jahre, bis die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung Eingang in die ärztliche Praxis finden. Manchmal dauert es noch länger, bis die Forscher Tatsachen entdeckt.
    Geändert von Yasmine ( 7.12.2017 um 11:26 Uhr)

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