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Diskutiere im Thema Sozialphobie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
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ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 38

    Sozialphobie

    hi

    Ich falle mal gleich mit der Tür ins Haus ich komme einfach nicht mit Menschen klar

    Wenn ich mich irgendwo vorstelle oder Neu anfange dauert es eigentlich nicht lange bis ich für seltsam empfunden werde oder ich etwas an leuten finde dass mich stört oder ich etwas rein interpretiere.

    Da reicht schon ein doofes Lächeln oder eine Reaktion die ich nicht erwartet habe und schon ist er bei mir durch und ich überlege wie ich ihn aus spielen kann oder ihn loswerde

    Wem geht es genauso und was macht ihr dagegen.

    Habe nämlich noch nichts dagegen gefunden versuche dann immer aufgeschlossen zu sein aber das hält nicht lange

  2. #2
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Sozialphobie

    Hallo Planloohs,

    versuche doch einfach nicht alles so persönlich zu nehmen. Insbesondere, wenn jemand doof lächelt oder anders reagiert, als du es erwartest. Jeder Mensch ist anders, manche sind nett, manche eben nicht. Versuche deinen Blickwinkel anders auszurichten und nicht gleich jede Kleinigkeit auf dich zu beziehen, denn nicht alles geht gegen dich. Die eigene Wahrnehmung und der Umgang damit spielt dabei eine sehr große Rolle, was vieles erschweren oder erleichtern kann.

    Natürlich ist es immer so eine Sache, wie man sich am Arbeitsplatz verhält. *********** - entschuldige meine Ausdrucksweise - gibt es überall. Aber, wenn du immer alles auf dich beziehst und zu viel hinein interpretierst, insbesondere wenn es negativ ist, machst du dir das Leben um so schwerer und behinderst dich dann selbst.

    Ich weiß ja nicht, wie alt du bist. Es ist auch immer so eine Erfahrungssache.

    Denn, wenn du alles immer auf dich beziehst, stresst du dich damit selbst. Und gestresst ist man als ADHSler ja von Natur aus schon. Und meistens ist es dann gar nicht so, wie du es wahrgenommen hast.

    Kommunikation spielt dabei auch eine große Rolle. Und falls du mehr Interesse an Kommunikation haben solltest, gibt es dazu zahlreiche und hilfreiche Literatur, wie z.B. um ein alten Klassiker zu nennen: "Miteinander reden", von Friedemann Schulz von Thun in drei Bänden. Und viele andere. Auch Achtsamkeit zu erlernen und zu praktizieren ist auch sehr hilfreich.

    Vielleicht hilft der Trick, dass du dir vorstellst, eine Rolle in einem Theaterstück zu spielen. Bist also Schauspieler und beherrscht dein Handwerk. Hast eine bestimmte Rolle, die du nur für ein paar Stunden spielst. Danach, nach der Vorstellung, bist du wieder DU. Ist vielleicht ein blöder Trick, aber leider kann man ja nicht immer so sein wie man wirklich ist. Einem Schauspieler merkt man ja auch nicht an, was er gerade wirklich denkt oder fühlt, wenn er seine Rolle spielt. Insbesondere haben Schauspieler die Fähigkeit zu improvisieren, wenn es gerade nicht so gut läuft oder eine bestimmte Textpassage gerade nicht abrufbar ist. Gerade durch die Rolle, vermittelt er dem Zuschauer ein bestimmtes Bild von sich und seinem Charakter. Und seinen wahren Charakter kennt nur er. Hat doch auch was?

    Und wenn du ständig auf irgendetwas reagierst, so dass andere es mitbekommen, zeigst du ihnen ja, wie angreifbar du bist. Es gibt Menschen, die kommen damit klar oder ignorieren es und es gibt Menschen, die sich daran hochziehen und noch mehr provozieren. Umso weniger du von dir preisgibst, desto weniger bist du angreifbar. Gebe ihnen keine Angriffsfläche. Ich weiß, es ist leichter gesagt, als getan.

    Versuche dich in bestimmten Situationen, irgendwie zu beherrschen/zu beruhigen. Z.B. wenn du dich gerade über etwas oder jemanden ganz doll ärgerst und dein Blut anfängt zu kochen, dann gehst du einfach mal für 5 Minuten auf die Toilette oder raus, atmest tief in den Bauch hinein und sprichst innerlich mit dir selbst:
    ich beruhige mich, ich atme tief in den Bauch und ich lasse es nicht an mich heran. Zählen hilft auch. Dann sagst du dir: was habe ich davon, wenn ich mich jetzt darüber aufrege? Nichts, es kostet mich unheimlich viel Kraft und Energie und ich bin dadurch nur noch mehr ausgepowert. Meine Energie ist mir wichtig und ich lasse solche blöden Sachen nicht an mich ran. Ich bin stark. Und wenn ich jetzt wieder da rein gehe, lege ich mir meinen Tarnumhang um, und alles schlechte prallt daran ab.

    Bestrafe dich nicht selbst mit deinem Ärger, denn dass sind negative Gefühle, die einen noch mehr behindern und kostbare Energie verbrauchen. Sei gut zu dir, indem du dir sagst, ärgere dich nicht, es geht vorbei. Ärger tut mir nicht gut. Sollen die doch denken was sie wollen. Ich bin nicht blöd, ich weiß wer ich bin und was ich kann. Ich bin wertvoll.

    Nimmst du denn Medikamente?

    Hoffe, dass ich dir ein bisschen weiter helfen konnte. Der Tipp mit dem Schauspielern ist nur einer, den du natürlich nicht annehmen musst. Ich weiß, es ist doof, dass man nicht immer so sein kann wie man ist. Insbesondere am Arbeitsplatz, wenn man intoleranten Kollegen zu tun hat.

    LG
    Brünhildchen

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