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Diskutiere im Thema Endogene Depression?? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
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ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    Endogene Depression??

    Hallo,

    wie im Vorstellungsfred schon geschrieben, war ich habe ich heute meinem Hausarzt meine Probleme/ Beeinträchtigungen (leider und peinlicher Weise unter Tränen...) geschildert. Solche Situationen sind mir immer sehr unangenehm und es hat mich auch sehr viel überwindung gekostet.
    lieber wäre ich zu einem psychologen gegangen, aber die wartezeiten sind mir einfach zu utopisch lang..

    Überraschender Weise hat der arzt mir auch zugehört, mich ein paar sachen gefragt und meinte ganz klar, dass ich an einer Endogenen Depression leiden würde.
    Dabei fühle ich mich ja nur im Moment ein bisschen depressiv, weil die arbeit mich im moment echt fertig macht und bin sonst eigendlich immer sehr energiegeladen, ideenreich und positiv.

    Als ich das Thema ADS angesprochen habe hat er da gar nichts zu gesagt und meinte ich müsse in die Radiologie in einen Kernspin (weil er komische Veränderungen in meinem Gehirn ausschließen will) und zu einem Neurologen. Danach soll ich wiederkommen und er möchte mich mit Johanniskraut behandeln.
    Johanniskraut habe ich (wie schon so ziemlich viele andere Pflanzen ausprobiert) - das hilft leider auch hochdosiert nicht.
    Aber das habe ich ihm natürlich nicht gesagt, weil ich viel zu aufgewühlt war.

    Dann meinte er, ich müsse diese Depression als Krankheit wie eine Grippe ansehen und würde da nichts zu können und solle mich nicht selbst verletzten, etc..
    Ich glaube, er hat mich gar nicht richtig verstanden.
    Wieso sollte ich mich selbst verletzen?

    Meine eigentlichich Frage ist jetzt, soll ich zum Kernspin und Neurologen, obwohl ich echt nicht denke dass das was bringt...?
    Oder soll ich einfach für Montag einen Termin bei einem anderen Allgemeinmediziner machen und hoffen, dass der mich besser versteht, bzw. Ahnung von dem Gebiet hat?


    (Vor MRT habe ich echt Angst, da ich einmal nach einem schlimmen verkehrsunfall in so einer Rohre war. Kann mich nur darann erinnern, dass ich da drinn totale Platzangst hatte, obwohl ich eigentlich keine Platzangst habe... Und die Piercings müssten auch alle raus. Aua. )

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 271

    AW: Endogene Depression??

    Hallo Nyktalgia,

    nach allem, was ich von dir - auch in deinem Vorstellungsthread - gelesen habe, wähne ich dich mit deinem ADHS-Eigenverdacht auf einer heißen Spur.


    Gegen die Diagnose deines Hausarztes spricht dagegen einiges:

    1. Er hat offenbar keine Kenntnisse bzgl. ADHS, was ja nicht schlimm ist, da er eben "nur Hausarzt" ist. Allerdings kann er deshalb natürlich nicht wissen, dass

    2. das Phänomen Depression im Zusammenhang mit ADHS anders bewertet wird. Du schreibst ja selbst, du fühlst dich in deinen depressiven Phasen von der Arbeit überlastet, bist aber in anderen Situationen gut drauf und voller Energie. Das hat mit einer echten Depression nichts tun, ist aber ein Phänomen, dass im Zusammenhang mit ADHS immer wieder beschrieben wird. Einfach mal googeln.

    3. Selbst wenn du eine Depression hättest - Lässt man da als ersten Schritt das Gehirn untersuchen? Wohl kaum, und schon gar nicht bei einer endogenen Depression, die laut Definition gar keine organischen Ursachen hat.

    Tipp: Lass das mit der Kernspin lieber und lass dir stattdessen eine Überweisung für einen Arzt geben, der etwas von ADHS versteht - egal ob Neurologe oder Psychiater. Vielleicht geht es mit einer Überweisung ja schneller mit einem Termin (ohne Gewähr)?

    Zu einem weiteren Allgemeinmediziner zu gehen halte ich für Zeitverschwendung. Klar, du kannst Glück haben, dass er etwas von dem Gebiet versteht, aber das wäre schon ein sehr großer Zufall.

    Beste Grüße und alles Gute!

    Addy

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Endogene Depression??

    Hi Addy,

    Danke, schön das nicht nur ich das so sehe!

    Er hat mir außer der Überweisung zur Radiologie-Hirnuntersuchung eine Überweisung zu einem Neurologen/Psychater, kurativ mit Weiterbehandlung gegeben.
    Aber da steht halt "Verdachtsdiagnose: Endogene Depression" drauf.
    Ich hoffe sehr, dass der Neurologe/Psychater sich von dieser Verdachtsdiagnose nicht blenden lässt und vielleicht etwas mehr Ahnung hat.

    MRT lasse ich dann erst mal, vielleicht hält der Neurologe das ja auch für unsinnig.

    Vielleicht würde mich ja auch ein Termin beim Psychologen weiterbringen, aber da schrecken mich die über 6-monatigen Warte-Listen doch wirklich sehr ab. Und dann hat der auch keine Ahnung. Und ich bin doch so ungeduldig...

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 271

    AW: Endogene Depression??

    Den Termin beim Psychologen kannst du ja trotzdem machen. Aber nur dann, wenn er zumindest mit der Thematik was anfangen kann bzw. der Thematik auch offen gegenübersteht.

    Sollte auf jeden Fall Verhaltenstherapie sein, keine Tiefenpsychologie.

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Endogene Depression??

    Und woran erkennt man, dass es keine Tiefenpsychologie ist?

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 271

    AW: Endogene Depression??

    Naja, das sollten die Psychologen selbst schon wissen. Frag ihn

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.653

    AW: Endogene Depression??

    Du solltest auch besser nicht zu irgendeinem Psychiater gehen, sondern zu einem der sich mit ADHS auskennt. Adressen erhältst du bei einer örtlichen Selbsthilfegruppe. Das ist auch eine längere Anfahrt oder längere Wartezeit wert.

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Endogene Depression??

    Ich werde auf jeden Fall einen Termin bei einem spezialisierten Arzt machen, den Termin bei dem Psychologen lasse ich trotzdem bestehen - kann ja nicht schaden. Selbst wenn er eine Fehldiagnose treffen sollte, kann er mich ja im Grunde zu nichts zwingen.
    Längere Anfahrt würde ich ja in Kauf nehmen, aber doch keine Wartezeiten von 6, zum teil 12 Monaten!
    Da wird man ja depressiv...

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.653

    AW: Endogene Depression??

    Von mir aus kriegst du sofort einen Termin bei deinem Wunscharzt. Aber wie lang deren Wartezeit in der Realität ist, kann ich leider nicht beeinflussen.

    Und wenn man einen falschen Arzt aufsucht, der einem den ADHS-Verdacht ausreden will, dann dauert es oft viel länger als 6 bis 12 Monate bis man sich nochmal aufrafft.

  10. #10
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Endogene Depression??

    Danke! Ist tatsächlich ziemlich wahrscheinlich, dass man es dann lässt. Also suche ich weiter nach einem kompetenten Facharzt... Von den beiden Uni-Kliniken habe ich übrigends automatische Antworten bekommen - da kann ich mich erst im Dezember noch mal melden. Aber als kompetent fallen die ja vermutlich eh raus?
    Wenn jemand einen Tipp im groben Umkreis von Köln und Bochum hat - Nur her damit!

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