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Diskutiere im Thema ADHS / Angstörung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 199

    AW: ADHS / Angstörung

    west00 schreibt:
    Hi...oh man prima. .also das sich jemand meldet der exakt das gleiche hat..angst.adhs und PTBS..das ähnelt sehr. Würde mich gerne etwas genauer ausstauschen.nur kenn ich mit dem forum hier nicht so gut aus und will eigentlich nicht meine "krankenakte" öffentlich machen...wie könnte man das privater gestalten. ? Würd mich sehr freuen. Gruß
    ja würde mich auch gerne austauschen

    wenn du dich vorstellst, kannst du private nachrichten schreiben. oder du hast ICQ?
    meine ICQ nummer steht im profil
    Geändert von Neji ( 4.07.2016 um 13:10 Uhr)

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 279

    AW: ADHS / Angstörung

    Vielleicht findest Du auch Ansprechpartner in der Selbsthilfegruppe "Erwachsene mit AD(H)S in Stuttgart".
    Diese trifft sich jeden 2. Donnerstag im Monat in Untertürkheim um 18:30. Also diesen Do. wieder.

    LG und willkommen.


  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 61

    AW: ADHS / Angstörung

    Hallo ,ja was mach ich dann ,hinsetzten ,Blutdruck checken (OK nur Puls 90 bis 112) ,Telefon.(Gespräch tut mir als gut),Gedanken herholen ,naja die finden mich sowieso .... Danke für die Infos (Neuhaus praxis) ,ist ja ziemlich drastisch mit den Wartezeiten ....Mein Alltag ,ich versuchs zu strukturieren ,so guts geht ,Abends fühl ich mich besser aber meist. wenn ich viel erledigt habe grüsse

  4. #14
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: ADHS / Angstörung

    Ich habe ebenfalls eine Angst- und Panikstörung, Agoraphobie, depressive Episoden....

    Heute weiß ich, dass das eine Komorbidität vom AD(H)S sein könnte. Ok, bei mir können auch andere Dinge dazu geführt haben, aber AD(H)S schließe ich als zusätzliche Ursache nicht mehr aus.

    Aufgetreten sind die ersten Panikattacken vor 16 Jahren. Ich habe damals eine Verhaltenstherapie gemacht, die mir schon viel gebracht hat. Zumindest konnte ich das Haus wieder verlassen und so alltägliche Dinge wie Einkaufen etc.. gingen wieder. Dennoch hat mich die Angst über die Jahre immer begleitet, mal mehr, mal weniger schlimm und je nachdem wie stressig mein Leben aktuell gerade war. Ich habe viele Dinge vermieden und auch heute, wo es mir zum Glück endlich seeehr viel besser geht, gibt es noch Dinge, die mich aus der Ruhe bringen und die ich auch vermeide, oder nicht gern tue. Aber es sind weniger Dinge / Situationen geworden und es schränkt mich im normalen Alltag nicht mehr so ein. Aber z. B. Kinobesuche, oder ein Rockkonzert... da hätte ich nach wie vor Probleme. In den Urlaub fliegen.. naja.. auch nicht sooo gern.. Lange Strecken auf der Autobahn.. Och nööööö.... lieber nicht. Aber grundsätzlich geht es mir viel, viel besser.

    Geholfen hat am Ende eine Therapie bei einer Heilpraktikerin, die ich vor der Therapie schon von Entspannungskursen kannte und zu der ich immer einen guten Draht hatte. Sie arbeitet mit Hypnose und NLP. Die Therapien davor haben mir auch was gebracht, aber den Durchbruch brachte eben die Jetzige, die ich aktuell nur noch wahrnehme, um stabil zu bleiben.
    Bei mir kam noch ein hormonelles Problem dazu, welches ich durch absetzen der Pille beseitigen konnte. Das hat bei mir nochmal das letzte Quäntchen gebracht und es hat sich seitdem vieles sehr positiv verändert. Z. B. fahre ich inzwischen wieder selbst Autobahn, was zuvor über Jahre undenkbar war. Aber gut, ein hormonelles Problem in Form einer Unverträglichkeit der Pille schließe ich bei dir jetzt mal aus

    Was hat mir sonst geholfen? Also.. der Körper verbraucht in Stresssituationen viel Magnesium. Und Angst ist Stress. Die regelmässige Einnahme von Magnesium habe ich für mich persönlich schon als hilfreich empfunden, es machte mich etwas ruhiger. Basische Ernährung war auch eine gute Sache, ganz allgemein ist eine Übersäuerung des Körpers ja eh nicht gut und so ist eine überwiegend basische Ernährung eh nicht verkehrt. Jedenfalls war das bei mir so.

    Wenn mich die Panik überkam, musste ich etwas mit den Händen tun, mich beschäftigen. Zu versuchen, an etwas Schönes zu denken, hat nie geklappt. Das Gehirn kam vom Hölzchen auf's Stöckchen und drehte sich im Gedankenkarussell im Kreis, keine Chance zur Ruhe zu kommen. Auch Fernsehen brachte mich nicht weiter.
    Wenn es mich zu Hause überkam, habe ich also irgendwann angefangen, Bilder zu malen. Ich hatte Leinwände da und Acrylfarben. Schön sind die Bilder nicht, aber sie haben mich abgelenkt und ich bin über's Malen wieder ruhiger geworden. Phasenweise habe ich so sehr viele "Kunstwerke" fabriziert... Oft auch einfach nur sehr abstrakt mit vielen bunten Farben, hauptsache ich hatte was zu tun mit den Händen.
    Unterwegs hatte ich immer eine Flasche Wasser dabei. Kühles Wasser trinken lenkt auch ein wenig ab und irgendwie ist die Flasche für mich so eine Art "Anker" gewesen, an der ich mich festhalten konnte.
    Ich hab dann auch alles in die Hände genommen,w as ich kriegen konnte. Im Restaurant habe ich z. B. Servietten gefaltet, oder unterwegs Blumen gepflückt auf der Wiese oder was auch immer...
    Hauptsache ich saß nicht still und ließ meinen Gedanken freien Lauf, denn die Gedanken sind etwas, die man in der Panik nur schlecht steuern kann und die sich sehr schnell verselbständigen und dann die Panik immer größer werden lassen.

    Entspannungstechniken waren für mich auch immer hilfreich. Wenn ich in Panik war, half es mir nicht. Aber es half mir, gar nicht erst so schnell in Panik zu geraten, weil ich grundsätzlich durch diese Techniken ruhiger wurde / werde. Bei mir waren Reiki, Meditation und Autogenes Training die Hilfsmittel meiner Wahl. Und Sport! Wobei ich da jetzt nicht von Ausdauersport spreche, in meinem Fall war / ist es das Reiten. Ich habe ein eigenes Pferd und das ist für mich die schönste und beste Therapie! Wenn ich beim Pferd bin, komme ich runter und kann einen Moment vergessen. Nach dem Stall geht es mir immer etwas besser, egal wie schlimm der Tag war.
    Ich denke also, man benötigt auf alle Fälle irgendetwas, was einen wirklich glücklich und zufrieden macht. Für den einen ist das Kampfsport, für den nächsten das Fotografieren und für mich eben mein Pferd. Jeder nach seiner Fasson. Aber da sollte man sich auf alle Fälle etwas suchen, um den immensen Stress irgendwie kompensieren zu können.
    Geändert von Vennezia ( 5.07.2016 um 13:57 Uhr)

  5. #15
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: ADHS / Angstörung

    Ja so ist bei mir auch.mein gott die Flasche ist auch mein Anker! !!hab immer eine mit stillen Wasser dabei. Mir geht eigentlich auch am besten wenn ich meinen Lieblingsbeschäftigungen (Garten,Motorrad. ..)nach gehen..
    Es sind immer so PPhasen. Mal geht es besser mal schlechter .Ja Kino und einkaufen das sind auch meine top Favoriten die ich absolut nicht gern mach.beim einkaufen bin ich immer froh wenn ich auch etwas in der Hand habe woran ich die überschüssige Energie abbauen kann.und am frohsten wenn ich wieder raus bin aus dem laden.
    Das mit dem Magnesium klingt sehr interessant. Das muss ich mal probieren. Nach der Angst habe ich auch immer das Gefühl ich müsste jetzt echt alle Speicher wieder füllen! Verhaltenstherapie habe ich auch gemacht. Hat auch etwas gebracht. .ich habe auch wie du am Anfang das Haus gar nicht mehr verlassen. Das war ne echt schreckliche Zeit. ..zum Glück kann ich heute etwas drüber lachen..ich bin damals auch von 200 auf 0 runter. ..
    Hast dus /ihr schon mal mit Tabletten versucht?also kein ritalin sondern gegen die angst. ..ich nicht ..ich hab da ne extrem große Abneigung dagegen
    .aber wie in dem anderen Beitrag geschrieben wurde..würde mich es echt interessieren ob die angst auch besser wird mit der einnahme von ritalin

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Die Gedanken finden mich sowieso :-))
    Des ist richtig gut

  6. #16
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: ADHS / Angstörung

    Es ist auch super wichtig, dass man solche Lieblingsbeschäftigungen hat, wie bei die eben der Garten, das Motorrad und bei mir das Pferd, Garten etc.. Da kann man zur Ruhe kommen, Energie tanken und sich auch irgendwie ein Stück auspowern. Wenn ich irgendwo bin, wo viele Menschen sind und mich überkommen blöde Gedanken (mir wird bei Angst oft übel, dann habe ich Angst mich vor allen Leuten übergeben zu müssen, was aber noch nie passiert ist), dann überlege ich mir, wie ich mich wohl fühlen würde, säße ich jetzt zu Hause auf der Couch, oder wenn ich jetzt auf meinem Pferd sitzen und ein bisschen durch die Gegend zockeln würde. Meist stelle ich dann fest, dass es mir dann gut gehen würde und ich weiß, es ist rein die Psyche, die dieses Unwohlsein hervorruft. Das hilft mir ein wenig, wieder runter zu kommen. Ich versuche dann ganz intensiv an dieses Gefühl zu denken, was mir das Reiten z. B. vermitteln würde und dann geht es meist schon besser. Eine Zeit lang hatte ich ein Armband um, welches aus dem Schweif meines Pferdes geflochten war. Das hat mich immer an dieses Gefühl erinnert und war sehr hilfreich. Vielleicht findest du ja auch etwas ... Einen Schlüsselanhänger mit einem kleinen Motorrad oder sowas ;-) Das kann man anfassen, anschauen und positive Gefühle damit verknüpfen.

    Von 200 auf null bin ich damals auch runter, als es bei mir anfing und so schlimm war. Die 200 waren glaube ich auch der Auslöser, das hält ja kein Mensch auf Dauer durch. Aber mir persönlich fehlte einfach das Wissen und der Instinkt, mal ruhiger zu machen als ich immer erschöpfter wurde. Spätestens als ich auf der Arbeit Mittags am Klo fast ständig eingeschlafen bin vor Erschöpfung, hätten die Alarmglocken klingeln müssen. Aber mit knapp 20 Jahren denkt man ja, es kann einen nichts umhauen und man schafft alles! Pustekuchen!

    Medikamente habe ich so gut wie keine versucht. Eine Zeit lang mal Opipramol, ein Angstlöser. Aber da ich gegen Medikamente auch eine Abneigung habe, bzw. vor bestimmten Dingen auch echte Panik, möchte ich nichts nehmen. Alles was mich irgendwie sediert, oder ruhiger machen soll, schlägt mir oft auf den Kreislauf. Das wiederum ist ein Gefühl, vor dem ich Angst habe und was bei mir Panik auslöst. So können bestimmte Medis bei mir Panikattacken auslösen, obwohl sie eigentlich dagegen wirken sollen. Ich hab ein Problem mit Kontrollverlust. Ich mag mich nicht gedämpft und sediert fühlen. Deshalb trinke ich z. B. auch so gut wie keinen Alkohol. Ich müsste mich schon richtig abschießen, dass ich gar nichts mehr mitkriege.. Aber wer will das schon! Ich nicht!
    Wenn ich "nur" angetrunken, oder auch gut angetrunken bin, dann funktioniert mein Körper nicht mehr so wie ich möchte, der Geist ist aber noch voll da. Ein Zustand, den ich gar nicht ertragen kann.

    Ich habe einmal Medikinet genommen und hab's leider gar nicht vertragen. Die Dosis war für die Ersteinnahme auch viel zu hoch, wie ich im Nachhinein weiß. Letztendlich habe ich jetzt aber Angst es zu nehmen und fürchte, die Einnahme würde in einer Panikattacke enden... Daher wäre das nicht das Mittel meiner Wahl. Aber da ist ja jeder unterschiedlich und ich wünschte, ich hätte diese Ängste nicht und könnte es einfach versuchen. Ich kann mir schon vorstellen, dass Ritalin auch langfristig einen positiven Einfluss auf die Ängste hat. Wenn man besser strukturiert ist, minimiert das den Stress und wenn der Stresspegel fällt, ist man auch weniger anfällig für Überreaktionen wie eben Ängste und Panik. Klingt für mich jedenfalls logisch.

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 61

    AW: ADHS / Angstörung

    Jaaaa,sind alles ein haufen Skills ,die sehr guttun .Hilft mir im moment leider nicht so,denn wenn der Zustand kommt muss ich mich erstmal hinsetzen ,werd glaub auch alt ,bin 3 Jahre fast tägl.20 km radgefahren (allerdings ohne MPH,wusste noch nichts von meinem Glück)tja am Dienstag geht meine Verhalt.therapie weiter ,mal sch auen ob ich zu Wort komm ...... aber Rockkonzerte ünbedingt besuchen (habs selber last jear probiert und hab dadurch Johnny Rotten sehen können) ,denn an die Ramones 1992 kann ich mich nur schwach erinnern,ejal machts gut .....

  8. #18
    Neues vorgestelltes Mitglied

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    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 199

    AW: ADHS / Angstörung

    Vennezia schreibt:
    Wenn man besser strukturiert ist, minimiert das den Stress und wenn der Stresspegel fällt, ist man auch weniger anfällig für Überreaktionen wie eben Ängste und Panik. Klingt für mich jedenfalls logisch.
    ich wars ich hatte geschrieben das ich seit ritalin definitiv fühlbar weniger angst habe und es hat mich echt erstaunt. sonst hätte ich mir auch kein bike geholt. das ist aus der ritalinwirkung entstanden. hatte aufeinmal wieder lust ohne angst, reizfilterung und konzentration mit ritalin sind besser und ich habe das dann genutzt. ich fahre jetzt auch so 4-5 tage in der woche bike. da kann ich mich auspowern und mit ritalin bin ich in der lage dazu. früher bin ich immer mit benzos bike gefahren in der stadt. die haben mich auch abgeschottet

    als ich früher noch in nem dorf gewohnt habe, ging das biken besser, weil eben dorf. die vorherige stadt in der ich wohnte war auch nicht riesig, aber da hatte ich schon häufiger probleme.
    ich überlege die ganze zeit seitdem ich weiß das ritalin/mph bei mir so wirkt wie es soll, dass vllt meine ängste gar keine sind, sondern stress durch diverse reize und reizüberflutung. also quasi vermeidung weil ich angst vor der reizflut habe? kann sich sowas nach jahren der nicht-behandlung des ADHS, entwickeln?

    Aber z. B. Kinobesuche, oder ein Rockkonzert... da hätte ich nach wie vor Probleme. In den Urlaub fliegen.. naja.. auch nicht sooo gern.. Lange Strecken auf der Autobahn.. Och nööööö.... lieber nicht.
    1:1 das sind auch meine probleme und es sind alles dinge die gleichzeitig für mich stress bedeuten, weil dort viele menschen und viele autos sind. zusätzlich braucht man zum autobahnfahren einiges an konzentration. ich aufjedenfall.

  9. #19
    Ist öfter hier

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    Forum-Beiträge: 141

    AW: ADHS / Angstörung

    tja am Dienstag geht meine Verhalt.therapie weiter ,mal sch auen ob ich zu Wort komm ......
    Karokopf - ich kenne das von allen meinen Therapien so, dass der Patient da eindeutig mehr redet als der Therapeut Hast du das anders erlebt???

    Klar, in der Verhaltenstherapie hat mir die Therapeutin viel erklärt. Aber ich musste/sollte/konnte eben auch viel erzählen.

    kann sich sowas nach jahren der nicht-behandlung des ADHS, entwickeln?
    Du ganz im Ernst.. darüber denke ich in der letzten Zeit auch oft nach. Also, ich halte das sogar für sehr wahrscheinlich, ganz persönlich. Denn meiner Meinung nach haben die Ängste zumindest bei mir ihren Ursprung in zuviel Stress, seelischer Überforderung und Reizüberflutung. Naja gut, von der Tatsache, dass ich die Panikattacken meiner Mutter schon als Fötus im Mutterleib miterlebt habe, mal ganz abgesehen.
    AD(H)S ist Stress für den Körper. Diese ständige Reizüberflutung, das Hirn, das einfach nicht den Schnabel halten möchte, der Druck sich auszupowern, aber nicht zu können (weil man entweder den A.... nicht hochkriegt, oder weil man wie ich bei zu großer Anstrengung hyperventiliert - oder schon ein paar mal danach Kreislaufprobleme hatte und deswegen jetzt Angst vor Anstrengung), das täglich schlechte Gewissen, weil man wieder mal X Dinge nicht erledigt hat etc.. etc.. etc... All das ist Stress! Und ich weiß von mir sehr gut, dass meine Ängste sich minimieren, wenn ich wenig Stress habe. Habe ich wieder mehr Stress, werde ich auch wieder nervöser, unruhiger, bis hin zu erneuten Panikattacken. In meiner tiefenpsychologischen Therapie war das übrigens auch so..
    Das war Stress pur für meine Psyche und die Psychologin ging aber leider auf die Ängste nie wirklich ein. Das ging soweit, dass ich die Termine bei ihr nur unter größtem Widerwillen wahrnehmen konnte und wenn ich bei ihr war, brauchte ich immer eine Weile bis ich mcih entspannen konnte. Ich konnte mich oftmals gar nicht erst hinsetzen, weil mein Herz so raste und ich diesen altbekannten Fluchtimpuls in mir hatte, dass ich nur noch da raus und weg will.
    Die Therapie hat mir einerseits viel gebracht, leider hab ich danach nochmal gut ein Jahr gebraucht, die Panik wieder in den Griff zu kriegen. Das hätte man besser / anders lösen können / müssen.

    1:1 das sind auch meine probleme und es sind alles dinge die gleichzeitig für mich stress bedeuten, weil dort viele menschen und viele autos sind. zusätzlich braucht man zum autobahnfahren einiges an konzentration. ich aufjedenfall.
    Viele Menschen sind für mich auch immer ein Problem - da ist mein Stresspegel immer sofort höher als normal. Ich hab immer den Fluchtweg im Auge

    Autofahren in der Großstadt ist für mich Anstrengung pur. Das erfordert bei mir auch eine Menge Konzentration und da ich es selbst nicht mag wenn jemand vor mir herkriecht, weil er den Weg nicht kennt und was sucht, setze ich mich dann auch noch unter Druck, möglichst kein Verkehrshindernis zu sein.
    Autobahn fahre ich inzwischen wieder selbst. Ich hatte eine Zeit lang panische Angst vor allem, was von rechts kommt. Somit waren Auffahrten an denen ich vorbei musste, oder auch das Überholen von LKW immer eine Tortour, bzw. irgendwann nicht mehr möglich. Das hat sich inzwischen aber zum Glück gelegt. Aber länger wie 1 - 2 Stunden selbst fahren ist für mich auch nur an guten Tagen drin. Mitfahren ist bis heute ein Problem, auch wenn es schon viel besser geworden ist.

  10. #20
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 199

    AW: ADHS / Angstörung

    @vennezia

    ja eben, es ist stress pur. ich kenne es auch so und daher denke ich echt darüber nach, dass die angst vllt gar nicht die angst vor xy ist, sondern eine vermeidung von xy. ebenso geht es mir bzgl. fluchtmöglichkeiten wie dir. in der klinik in gruppentherapien habe ich auch immer an der tür gesessen und so, das hinter mir niemand langgehen kann. ist auf der straße aber auch so. ich kann es überhaupt gar nicht haben, wenn hinter mir jemand geht. das geht soweit, dass ich stehen bleibe, anfange zu laufen oder die straßenseite wechsel.

    ich bin, wenn ich (einigermaßen) ausgeschlafen habe, generell und immer unruhig und nervös. meine fingerhaut ist nie heile und das schon seit dem kindergarten nicht mehr. teilweise sogar blutig gekaut mein stresspegel ist immer verdammt hoch und das seit geburt, ebenso wie mien immunsystem ziemlich geschwächt ist, ich dauernd krank war und bin, usw.

    ich habe kein auto, aber das mit der autobahn ist haargenauso wie bei dir. LKW's überholen ist ein verdammtes problem und beim fahren bin ich selbst immer ziemlich schnell, weil ich es hasse zu kriechen und es auch hasse wenn es andere tun. ich bin im auto auch nur am meckern, bzw. war, weil mich andere verkehrsteilnehmer immer aufregten. zusätzlich ist es mir immer zuviel, aber das ist bei mir mit fast allem so. mich überfordert alles ziemlich schnell und es artet dann immer in stress aus.

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