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Diskutiere im Thema Wieso sind alle so lieb zu mir? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    Wieso sind alle so lieb zu mir?

    Wieso sind alle so lieb zu mir?
    Ich muss nur ein Wort sagen und meine Familie ist da.
    Ich bekomme in meiner Uni nur mitgefuehl und Hilfeangebote.
    Und ich heul hier und denke das habe ich nicht verdient. Ich kann nicht um Hilfe fragen ich bin doch selbst schuld.
    Irgendwie weiss ich das das Bloedsinn ist, das jeder Hilfe verdient.
    Aber warum ist das fuer mich so einfach?
    Ich will keinen keinem in meiner Familie nerven ihm oder ihr zur Last fallen. Ich bin doch selbst schuld an meiner Lage.
    Und ich weiss auch was nach diesem Beitrag kommen wird nette Beitraege von netten Menschen die aufbauende Sachen sagen.
    Und ich sitze hier und habe angst davor, weil ich das nicht verdient habe weil ich selbst schuld bin.

    Mein Vater kommt in 2-3 h vorbei {nachdem ich gestern nacht eine Hilfeemail in meiner Familie rumgeschickt habe }
    und ich denke nur scheisse dann sieht er wie scheisse es mir geht und wie kaputt ich bin.

    Und ich jammer hier rum wo es hier genug giebt die nicht dieses Luxusproblem haben.
    Nur einen Laut von sich zu geben und schon kommt jemand vorbei. buuhuu wie schlimm

    Bitte schreibt keine oh mein gott du arme Beitraege Bitte nicht

    Ich weiss garnicht was ich mit diesem beitrag will, es musste irgendwie mal raus.

  2. #2
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.983

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    Och,das muss sich komisch anfühlen!
    Das Problem kenne ich selbst "Gott sei Dank" kaum bis gar nicht.

    Abgesehen von einigen Leuten hier,kriege ich hauptsächlich zu hören,ich soll mich nicht anstellen,ich manipuliere und will kränker dastehen,als ich bin und selbst auf ausdrückliche Hilfegesuche wird von Ärzten gern mal gar nicht reagiert. Schmerzen? Tja. Was soll ich da machen?

    Du siehst,kein Streichelbeitrag. Ein Gegenbeispiel.

  3. #3
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    ist das schon immer so gewesen ?

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    @Luftkopf
    Das schlimmste fuer mich ist grade dass ich darueber jammer wo andere sonst niemanden haben.

    @Moselpirat
    Was genau meinst du?
    Meine Familie war schon immer bedingungslos fuer mich da.
    Und irgendwie habe ich dann gelernt nicht nach hilfe zu fragen weil (hauptsaechlich mein Vater) mir nichts abschlagen kann.
    Wirklich aufgefallen ist mir das als ich mal mit ihm und ner Freundin einkaufen war (Supermarkt) Wir waren 13.
    Sie hat relativ schnell bemerkt das sie nach beliebigen sussigkeiten und bloedsinn fragen konnte und es war ok das zu kaufen.
    Nun hatten wir aber nie Geld ueber und ich wusste ziemlich genau das wir uns vieles nicht leisten konnten.

    So habe ich also gelernt mir selbst alles zu verbieten.
    Ich habe sogar gezoegert meinen Vater um Geld fuer Buecher fuer den Unterricht zu fragen oder um mir neue Klamotten zu kaufen wenn es nicht umbedingt sein musste.
    Ich habe das Gefuehl das ich auf die Zeit und das Geld und die Kraft meiner Familie achten muss, damit diese nicht alles fuer mich nutzen und nichts mehr fuer sich ueberhaben.

    Und dazu kommt dann mein Gefuehl das ich versagt habe.
    Das der Rest der Menschen ihr Leben doch auch auf die reihe bekommt

  5. #5
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    also auf liebe und selbstlose Menschen Rücksicht zu nehmen, ist völlig normal, finde ich. Klar habe ich im Urlaub auch auf das 2. Glas Getränk verzichtet und ich überlege mir 2 Mal, bevor ich um Hilfe bitte, habe vielleicht sogar ein kleines Problem, um hilfe zu bitten...


    aber ich fühle mich dabei nicht so mies wie du.

    daher meinte meine Frage: seit wann fühlst du dich deswegen so mies ?
    Geändert von Moselpirat (25.06.2016 um 14:35 Uhr)

  6. #6
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    Liebe Thara,

    wenn man mit ADHS-Genen behaftet ist, kann es sein, dass man sich etwas langsamer entwickelt, aber stetig und länger
    als "Normalos". Ich fühle mich z. B. mit gut 60 Jahren noch sehr frisch.

    Als ich sehr jung war, habe ich mir auch ein sehr strenges "Regime" zu eigen gemacht.
    Erst später habe ich gelernt mich wirklich zu schätzen und lockerer zu sein.

    Ich bin mir sicher, wenn an Dich ein Hilferuf deiner Familie gehen, wirst du auch auf der Matte stehen, oder?

    Und wenn du einmal mit dem Studium fertig bist und hoffentlich eine gut bezahlte Stelle hast, dann kannst du
    auch was zurück geben.

    Einen schönen Nachmittag dir mit deinem Vater!

    P.S. Mein Mann und ich sind immer für unsere Kinder da, und es ist schon zu merken, da sie jetzt
    über 30 sind (und das Schlimmste wahrscheinlich hinter sich haben), dass sie auch für uns durchs Feuer gehen würden.

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 238

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    Hallo Thara

    Erstens: Ja, du hast großes Glück mit deiner Familie und natürlich hast du es verdient, solches Glück zu haben, so wie jeder andere Mensch auch!

    Lösungssuche: Nun überlege, wie kannst du dieses Glück nutzen, um es in Bahnen zu lenken, mit denen du dich wohl fühlst?

    Vorschlag: Als erstes machst du dir in einer problematischen Situation Gedanken darüber, wie du dir selbst helfen kannst. Findest Lösungen, dann setze sie um, wenn nicht, dann wende dich an jene, die dir helfen können.
    So würden es viele Mensch auch tun, weil wir sozial sind. Genau desgalb sind wir Menschen so erfolgreich geworden, wir sind füreinander da.
    Nun macht es aber tatsächlich nur die wenigsten glücklich, immer nur Hilfe zu bekommen, also was tun sie? Sie bieten andere ihre Hilfe an.

    Sammel in schlechten Zeiten Kraft, indem du dich auf die Hilfe anderer stützt und nutze in guten Zeiten diese Kraft, um selbst anderen zu helfen. Hilf aber nur auf Arten die dir liegen und sage nicht zu jedem ja, der dich bittet. Wege ab, ob du tatsächlich helfen kannst, ohne dass du daran zerbrichst. Manche Menschen können einfach nicht nein sagen, gewöhne dir das nicht an, das ist gefährlich für dein Wohlbefinden. Halte dich in der Waage zwischen Hilfe leisten und Hilfe annehmen.

    Falls du das Gefühl hast, niemand braucht dich, so suche dir ein Ehrenamt. Viele soziale Einrichtungen brauchen freiwillige Helfer. Wenn du zu viel für die Uni und dein Privatleben zu tun hast, um im Ehrenamt zu helfen, so bist du einfach im Moment nicht Kraftvoll genug, um dich regelmäßig um andere zu kümmern. Das ist vollkommen ok! Wie gesagt, finde deine Waage zwischen helfen und Hilfe bekommen und du wirst dich nicht mehr schlecht deswegen fühlen. So funktioniert die Menschheit

    Ich bin übrigens jemand, der gerne mehr geben würde, aber derzeit einfach nicht kann. Ich kriegs einfach nicht hin. Auch ich will oft gar nicht, dass man mir hilft, habe früher öfter Hilfe angeboten als freiwillig angenommen. Jetzt bin ich schon ziemlich lange einfach nur hilflos und ja, das ist manchmal ziemlich scheiße, aber nur indem ich die Hilfe annehme, kann ich mich selbst aufbauen. Ich brauche Geld vom Amt, ich brauche eine Therapie und das wird noch eine Weile so bleiben, da ich meine, 35 Jahre lang erlernten und vollkommen verkorksten Eigenschaften nicht innerhalb eines Jahres umtrainieren kann.
    Das ist jetzt nun mal so und ich bin sehr froh, dass es das Sozialsystem gibt. Müsste ich arbeiten, um zu überleben, würde ich nie klar kommen, ich könnte es einfach nicht lernen.

    Du bist ein Teil von einem Großen ganzen und das Große funktioniert nur, wenn alle Teile sich gegenseitig halt geben.

    Heutzutage geht es sehr vielen Menschen so, dass sie keine Hilfe annehmen können. Oft aus Stolz. Das sehe ich schon ganz deutlich in dem Haus, in dem ich wohne. Hier wohnen viele Alte und nur zwei von insgesamt 12 Familien (davon mindestens die Hälfte im Rentenalter) lassen sich von mir beim Tragen der Taschen helfen. Auch meine junge Nachbarin mochte sich nicht von mir helfen lassen, als ich ohr anbot, ihr Reisegepäck mit nach unten zu bringen. 6 Stockwerke ohne Fahrstuhl und ich hatte ni hts eigenes zu tragen.
    Das sind für viele unbedeutende Kleinigkeiten, durch die sie sich aber schon unselbstständig und wertlos fühlen, aber genau da geht doch das Miteinander los. Ich kann in der Gesellschaft derzeit nichts beitragen, meine Nachbarn würden mich glücklich machen, wenn sie mich mit diesen Kleinigkeiten helfen lassen würden. Ich würde mich ein wenig wertvoller fühlen und aus dieser geleisteten Hilfe auch für mich Kraft tanken.

    Und so wie es in diesem kleinen Maßstab schon in unserem Haus ist, so ist ganz Deutschland. Wir sind zwar ein Sozialstaat, aber wir haben verlernt, die Waage zwischen geben und nehmen zu halten.

    Sei dir gewiss, dass es deinen Papa glücklich macht, wenn du seine Hilfe annimmst und aus ihr Kraft schöpfst!

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    Ich weiss nicht so genau.
    Es ist auf jeden fall schlimmer geworden als ich weiter weg gezogen bin. Ich wohne seid ca 5 Jahren 2 Autostunden entfernt.

    Ich glaub ich kann das nicht so genau sagen weil es mir noch nie so schlecht ging.
    Und je kleiner die Bitte desto einfacher ist es sie auszusprechen.
    Aber jetzt involviert die kleinste Bitte 4h Auto oder 5h Bahnfahrt.

    Vll 1-2 Jahre?
    Ich bin so schlecht darin Errinnerungen zeitlich einzuordnen fuer mich ist alles in der vergangenheit "letztes Jahr" passiert. und ich kann nur ueber Sachen bei denen ich genau weiss in welchem Jahr sie waren einordnen ob es davor oder danach war. und oft auch das nicht.
    Mein Gedaechniss ist ein Sieb

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 484

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    Ich weiß gut wie du dich fühlst. Mir geht es ähnlich und ich reagiere teilweise echt aggressiv ablehnend, wenn mir ungefragt Hilfe angeboten wird. Ich schätze das kommt durch Schuldgefühle, weil ich in der Pubertät und etwas darüber hinnaus egoistisch und selbstsüchtig alles an mich gerissen habe.
    Mittlerweile legt sich das nach und nach, weil ich auch durch mein Können und Wissen meiner Familie immer mehr zurück geben kann, sei es meiner Familie tausende von Euros zu ersparen, weil ich mich um alle Autos kümmere, warte und repariere. Oder auch bei Computer Problemen und Fragen.
    Das ist meine Art Danke zu sagen. Du findest sicher deine Eigene Art dich zu bedanken und es muss NICHTS mit Geld zu tun haben, ich kann eben nur so. Meine Eltern strahlen viel mehr, wenn ich Sie umarme statt über das gesparte Geld

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    Vielen Dank fuer die tollen Antworten.

    Ich glaub bei mir ist es auch weil ich recht Perfektionistisch sein kann, bzw, schwer Schwaeche zeigen kann.
    Ich habe es irgendwie tief drin das ich stark sein muss.

    Und Ja ich waer auch sofort da wenn jemand aus meiner Familie hilfe braucht.

    Ich fuehle mich momentan so Schwach und Aufgebraucht.
    Und habe das Gefuehl das ich immer zu wenig schaffe.
    Und das zu zugeben ist ein Horror.

    Das sind Schuldgefuele weil ich doch mehr schaffen muesste, und Angst als Schwach angesehen zu werden.
    Ihr habt mir geholfen das zu realisieren.

    Stark, Selbststaendig und Sicher sind Worte mit denen ich mich immer identifiziert habe, und momentan kann ich das nicht.

    Zum Wochenende falls es euch interessiert.
    Mein Vater war da, und wir haben geredet, und ich konnte wieder nicht zeigen wie scheisse es mir geht.
    Er hat mich dann Abends mit nach HH genommen weil mein Bruder am SO zu seinem Geb-tag was gemacht hat.
    (hatte ich voll vergessen\ verplant)
    SO war schoen und ich habe mal wieder gesehen wie toll meine Familie ist und das alle fuer mich da sind.

    Ich meine ich habe genug Gruende momentan ueberfordert und erschoepft zu sein, ich fuele mich trotzdem irgendwie als ob ich uebertreibe und nur Gruende vorschiebe.
    Warum kann ich das nicht ausdruecken wenn ich mit jemandem von Angesicht zu Angesicht rede dann ist immer Friede, Freude, Eierkuchen.

    Oh man ist das Konfus was ich hier schreibe, und ganz schoen negativ.
    Da muss ich noch dazu sagen dass ich Sonntag wirklich Spass und tolle Gespraeche hatte.

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