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Diskutiere im Thema Wieso sind alle so lieb zu mir? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 484

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    Das ist überhaupt nicht Konfus! Pass auf dich auf, ich habe eine Depression entwickelt, weil ich ebenfalls stark und selbstsicher aus dem Elternhaus ausgezogen bin und dann alle meine Schwächen entdeckte und gemerkt habe das ich zB. das selbstständige Lernen nicht auf die Reihe kriege und erst nachdem ich ein Studium geschmissen habe und das zweite anfing ähnlich zu laufen, die Diagnose bekam. Mittlerweile bin ich weitestgehend mit mir selber ins Reine gekommen und kenne mich nun besser und kann mich zum großen Teil als Gesamtpaket akzeptieren, was aber nicht heißt, dass man nicht an sich weiter arbeiten sollte. Das geht aber nur, wenn man weiß was anzugehen ist und die Werkzeuge dafür kennt.

    Mach dir klar was deine Stärken sind, was dich als Person auszeichnet und sei stolz darauf. Niemand ist perfekt in allem und an deinen Schwächen kannst mit Hilfe von zB. deiner Familie arbeiten, aber du bist dir dann deiner Stärken bewusst und weißt dann, dass du mit diesen auch Ihnen helfen kannst :-)

    Jeder der keine Probleme mit sich hat, belügt sich selber. Das können die Normalos deutlich besser, als ADHSler nimmt man seine Schwächen einfach deutlich stärker wahr und zerbricht auch oft allein beim Gedanken, weil diese so intensiv lähmend sein können.
    Geändert von AddOn (27.06.2016 um 21:01 Uhr)

  2. #12
    Gesperrt (Mehrfachaccount)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    Ich hoffe das ist jetzt nicht zu Mitleidig oder so für dich!

    Deine Eltern sind deine Eltern! und meine Mama hat mir immer gesagt die Eltern lieben ihr Kind immer und das was man liebt beschützt man!
    Wenn deine Eltern direkt für dich da sind dann ist das oder sollte das eigentlich nomal sein!
    und ich denke nicht das deine eltern denken du würdest sie ausnutzen.. wenn du das Gefühl hast sie auszunutzen dann versuch doch mal ein paar kleinigkeiten ohne hilfe auf die reihe zu bekommen vlt gehts dir ja dann besser! wenn du es dann nicht schaffst kannst du ja immernoch um hilfe bitten!
    Später kann man viel zurück geben, für die meisten Eltern ist aber das wichtigste und die schönste "entschädigung" wenn sie sehen das ihr Kind was aus dem Leben macht! so ist zumindest meine Mama ich hab keine Kinder kanns also so nicht nachempfinden aber für mich klingts plausibel!

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 535

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    Liebe Thara,

    ich glaube, viele von "uns" haben über das hinaus, was wir als Annahmen über uns und andere gelernt haben (z.B. entweder: "Die anderen sind immer für mich da." oder "Ich muss dafür kämpfen, dass man mich sieht und mir geholfen wird.", oder, oder...), Probleme mit der richtigen Dosierung, sowohl beim Erbitten von Hilfe als auch beim Annehmen. Ähnlich schwankt sicher oft das Empfinden eigener Kraft oder Kompetenz bzw. die Sicherheit darüber.
    Wenn man zugewandte, feinfühlige Menschen (so wie deine Eltern und wer da sonst noch ist) um sich hat, reagieren die wahrscheinlich darauf. Oder aber, das wäre vermutlich die blödere Variante: Sie trauen es einem nicht zu und helfen deshalb.

    Ich kenne von mir starke Schwankungen in diesen Bereichen. Mal fühle ich mich vor Kraft strotzdend, mal (und oft sehr plötzlich) fühle ich mich ausgepowert, kraftlos. Solange der eine Zustand besteht, brauche ich keine Hilfe oder würde sie dankend und selbstsicher ablehnen, wenn der andere eintritt, bräuchte ich oft Sofort-Hilfe (am besten ohne etwas dazu sagen zu müssen... recht anspruchsvoll). Ich versuche seit einiger Zeit, zu einer besseren Ausgewogenheit zu kommen, mit begrenztem Erfolg. Ausgegliechenheit und dergleichen sind wohl eher Fremdwörter in meinem Leben. Zudem wurde mir schon recht oft das Gefühl vermittlelt, zwar einen gescheiten Kopf zu haben, aber praktisch nicht viel drauf (was ja auch nicht ganz falsch ist, da wird halt nur der untere Teil der Schwankung gesehen).

    Das führte dazu, dass ich viele Dinge selbst auf die Reihe kriegen wollte/"musste", mit z.T. zu recht ungwöhnlichen Ergebnisse. Zum Beispiel stand mein dritter Umzug am Studienort an, bei den ersten beiden waren meine Eltern tatkräftig dabei, mit Zeit, Geld, Umzugsauto. Dann gab's oft im Umzugsstress noch diverse gegenseitige Besserwissereien udn ich kam mir bei der ganzen Sache so unselbständig vor. Also habe ich den dritten Umzug so gelöst: Zwei Freundinnen haben für je zwei Stunden mit angepackt, den Rest habe ich dann selbst erledigt, es ging in Etappen mit meinem ganzen Gerümpel mit dem Bus von A nach B, mit jeweils einem Umstieg dazwischen. Denn Geld für ein Umzugsauto hatte ich natürlich nicht. Bei den eher wenigen Sachen, die ich damals hatte, ging es so in einem langen Tag, es war ein irres Geschleppe. Jeweils mehrere Stühle, Kleiderständer, Bettteile etc. im Bus... im Rückblick muss ich schon lachen! Iich wundere mich irgendwie, dass ich zumindest zwei Helfer gefunden habe und die Busfahrer offensichtlich alle kein Problem damit hatten. Aber normal ist das nicht, oder?

    Nur, die wie auch immer gefühlte "normale" Mitte ist, finde ich, wirklich sehr schwer zu treffen. Die richtige Dosierung eben.

    Also, hoffe, ich habe nicht völlig an deinem Thema vorbeigeschreiben. Vielleicht kannst du damit was anfangen.

    Ich bin übrigens mittlerweile (plus 20 Jahre) an einigen Stellen ein bisschen besser geworden im Dosieren (ehrlich gesagt wahrscheinlich vor allem seit medikamentöser Unterstützung) ... und immer wieder verlässt es mich auch vollkommen.
    Geändert von alice_s (27.06.2016 um 23:11 Uhr)

  4. #14
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 256

    AW: Wieso sind alle so lieb zu mir?

    Ich kann dir leider keine Tipps geben, will auch kein Mitleid ausdrücken


    Wieso sind alle so lieb zu mir?
    Ich muss nur ein Wort sagen und meine Familie ist da.


    Schätze mal, weil sie dich lieb haben. Ich bin noch jung, aber ich glaube es ist echt super eine liebende Familie zu haben. Gehöre auch zu den glücklichen.


    Und ich heul hier und denke das habe ich nicht verdient. Ich kann nicht um Hilfe fragen ich bin doch selbst schuld.
    Ich wollte nur sagen, das du nicht alleine bist. Ich schäme mich, wenn ich um Hilfe fragen muss. Gerade bei meinen Eltern. Wenn sie mein Einkauf bezahlen und so weiter. Bin doch ausgezogen, also muss ich das ja irgendwie alleine schaffen. Habe aber nicht mal geschafft das Jugendzimmer bei ihnen auszuräumen...

    Bist du sicher, dass du komplett selber Schuld bist? Oder hast du Probleme mit der Organisation von Terminen ect, was durch ADHS kommt oder verstärkt wird? Dann wäre es nicht komplett deine Schuld.

    Vielleicht war das hilfreich, hoffentlich nicht viel Mitleid im Zweifel ignorier es

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