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Diskutiere im Thema Synästhesie: ich höre in Farben u.v.m. im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: Synästhesie: ich höre in Farben u.v.m.

    Also ich finde dieses Thema suuuuuper spannend und ich wüsste dann immer gerne welche Farben oder Töne oder was auch immer gerade in einem aufploppen. Wenn man das so wie oben genannt beeinflussen kann, was man miteinander verbindet, könnte man sich vielleicht Themen den Job betreffen halbwegs positive Verbindungen bzw auch leicht zu merkende Verbindungen schaffen? Wahrscheinlich aber sehr anstrengend und langwierig. Also abnormal finde ich es jedenfalls überhaupt nicht, da mich alle psychischen "Andersartigkeiten" faszinieren. Wichtig ist, wie auch schon erwähnt, mit sich im reinen zu sein und sich zu akzeptieren wie man ist und eben das beste daraus zu machen.

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 226

    AW: Synästhesie: ich höre in Farben u.v.m.

    Vielleicht lege ich zu wenig Fokus auf die Synästhesie, aber im Alltag fällt sie bei mir - glaube ich - wenig ins Gewicht.

    Ich habe mal einen recht guten Vergleich gelesen: Der Autor schrieb, synästhetische Wahrnehmung sei wie eine Fliege auf einer Fensterscheibe.
    Man hat die Möglichkeit, die Fliege auszublenden und nur das zu sehen, was hinter der Scheibe ist - also dieselbe Wahrnehmung wie alle Anderen auch (obwohl die Fliege natürlich immer da und sichtbar ist, aber man kann sie ignorieren).
    Man hat aber auch die Möglichkeit, sich auf die Fliege zu konzentrieren - synästhetische Wahrnehmung.

    Bewusst wird mir "die Fliege" (ist kürzer als das Ausdrucksungeheuer "synästhetische Wahrnehmung") eigentlich hauptsächlich, wenn ich mit kreativen Arbeiten beschäftigt bin.
    Dann wird es in meinem Kopf sehr, sehr bunt und alle möglichen Wahrnehmungen melden sich und wollen registriert und beachtet werden.

    Geht es um Effizienz, um Routine, um Pflichten, dann ignoriere ich sie häufig.
    Sie sind natürlich immer noch da, aber ich registriere dann allenfalls im Vorbeigehen, dass ein Wort, das keinerlei Zusammenhang mit Körperfunktionen hat, nach Erbrochenem stinkt oder dass ein anderes Wort in der Sonne tanzt, aber ich beachte solche Dinge dann nicht, weil ich keine Zeit zum Spielen habe.

    Um noch einmal zu wiederholen, was ich weiter oben geschrieben habe: Ich empfinde diese Wahrnehmung nicht als Belastung, aber auch nicht als überirdisch phantastisch.
    Es macht meine Welt ausgesprochen sinnlich, aber das hat sowohl Vor- als auch Nachteile.

    Vermutlich hilft mir meine Liebe zu Farben und meine Ganzkörperwahrnehmung von Farben auch beim Erinnern, denn mir geht es ähnlich wie der Studentin, die weiter oben beschrieben wurde: Zu Erinnerndes muss farbig sein und am besten auch graphisch auf bestimmte Weise angeordnet.
    Aber ich hatte nie das Gefühl, dass mir meine Art der Wahrnehmung einen besonderen Vorteil verschafft - im empfinde sie eher als sehr schönes und unterhaltsames Spielzeug.

  3. #13
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Synästhesie: ich höre in Farben u.v.m.

    Ich bin auch Synästhetiker auf vielen verschiedenen Ebenen die irgendwie kurios miteinander verknüpft sind. Schwerpunkt sind bei mir Farben die wirklich mit allen Sinnen verknüpft zu sein scheinen. Ich sehe sie eigentlich ständig und überall. Ich höre Farben, sehe überall nur Farben, schmecke Farben und rieche Farben. Mein Leben ist irgendwie ganz schön bunt dadurch und ich habe erst vor kurzem kapiert daß das ja gar nicht jeder hat. Dazu gesellen sich allerlei andere Synästhesieformen die ich erstmal selber kapieren muss. Ich vermute irgendwas mit Propriozeption, spiegeln und Zeit-Raum Gefüge das sich bei mir anders abbildet als bei anderen. Leider kann ich so selten durch die Augen anderer Menschen gucken um das mal abzugleichen. Aber ich forsche weiter

  4. #14
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Synästhesie: ich höre in Farben u.v.m.

    Ich sehe Farben nicht bei Worten oder Schmecke etwas.
    Ich sehe sie Irgendwie bei Menschen.
    Ich erkenne irgendwie Charakter Eigenschaften bzw Vorlieben.
    Der Gemütliche ist bei mir Orange
    Der Romantische eher Lila
    Der Traurige Grau
    Ein Mensch der viel Erlebt und das Kämpfen gelernt hat Gelb
    Jemand der sich selbst Aufgegeben hat Schwarz.

    Deswegen mag ich Berlin nicht ich sehe da viele Schwarze Menschen.

    Bei Manchen kommen mir Komische Bilder in den Kopf

    Wie z.B eine Zeichentrickmaus die ihr Kornspeicher Auffüllt und Essen Bunkert.
    Das bedeutet bei mir jemand geht sehr Sorgsam mit seinem Geld um und hat etwas grösseres Vor.

    Ich deute nicht alle Bilder immer 100% richtig liege aber oft nahe dran.
    Keine Ahnung wieso aber irgendwie gruselig.

  5. #15
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Synästhesie: ich höre in Farben u.v.m.

    Ich sehe Farben nicht bei Worten oder Schmecke etwas.
    Ich sehe sie Irgendwie bei Menschen.
    Ich erkenne irgendwie Charakter Eigenschaften bzw Vorlieben.
    Der Gemütliche ist bei mir Orange
    Der Romantische eher Lila
    Der Traurige Grau
    Ein Mensch der viel Erlebt und das Kämpfen gelernt hat Gelb
    Jemand der sich selbst Aufgegeben hat Schwarz.

    Deswegen mag ich Berlin nicht ich sehe da viele Schwarze Menschen.

    Bei Manchen kommen mir Komische Bilder in den Kopf

    Wie z.B eine Zeichentrickmaus die ihr Kornspeicher Auffüllt und Essen Bunkert.
    Das bedeutet bei mir jemand geht sehr Sorgsam mit seinem Geld um und hat etwas grösseres Vor.

    Ich deute nicht alle Bilder immer 100% richtig liege aber oft nahe dran.
    Keine Ahnung wieso aber irgendwie gruselig.
    Komme gerade von einem anderen thread, in dem ich diese Wahrnehmung auch beschreibe, weiß aber nicht wirklich ob ich mir das nur einrede
    und es vllt an anderen physischen dingen liegt (lichtreflexion o.ä)

    Ich habe bisher nur schwarz, grau, genau wie bei dir und grün wahrgenommen.
    Vllt ist das Grün eine allgemeine Symphatie oder eher Durchgeknalltheit..

    Denn interessanterweise verhalten sich Grüne Menschen oft (nicht immer) wie ADS'ler

    Vllt achte ich auch mal auf andere Farben, bzw andere Charaktereigenschaften. Da könnte ja was dran sein...

    Wie siehst du die Farben denn? Bei mir sind die Farben irgendwie auf der Haut, oder besser: Die Hautfarbe ist anders... Es ist wie ein seidiger Schimmer

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Und in Berlin-Köpenick habe ich auch sehr viele schwarze Menschen gesehen... Synästethisch versteht sich

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Und dieses Kopfkino kenne ich auch. Das hilft mir ungemein beim lernen...

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 48

    AW: Synästhesie: ich höre in Farben u.v.m.

    Synästhesie habe ich auf jeden Fall bei Buchstaben, Zahlen, Wochentage, Monate, Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende.
    Dabei kommen die Farben Rot, Blau, Grün, Gelb, Braun, Grau, Schwarz und Weiß vor. Orange tritt nur beim Monat Oktober und beim US-Staat Oklahoma, andere Farben wie Violett, Rosa, Türkis erscheinen dabei bei den genannten Sachen nicht vor.

    Bei Monaten richtet sich der Farbeindruck oft nach dem Anfangsbuchstaben, aber nicht immer. So ist Januar weiß aufgrund des Schnees, Juni gelb aufgrund der Sonne und Oktober orange aufgrund der Färbung der Blätter, November ist als Trauermonat grau bis schwarz und Dezember noch schwärzer, obwohl die Namen dieser Monate selbst alle rot sind. Ach ja, und September ist eher so grün bis blau, obwohl der Monatsname selbst blau ist. Bei den restlichen Monaten stimmen die Monatsfarben mit den Farben der Monatsnamen überein. Bei Wochentagen sind die Farben gleich der Wochentagsname, also Montag ist grün, da das M grün ist. Aber der Freitag ist eine Ausnahme, er wirkt gelb, vielleicht, weil dieser Tag als letzter Schultag der Woche mir früher besonders sonnig erschien, obwohl F ein roter Buchstabe ist. Außerdem haben die Wochentage Samstag und Sonntag ein helleres Blau als es Wörter mit S normalerweise haben.

    Jahrhunderte haben ebenfalls Farben, so ist das 18. Jahrhundert rot, da die 17 eine rote Zahl ist. Dass 19. Jahrhundert hingegen ist blau, da die 18 blau ist. Früher mochte ich das 18. Jahrhundert daher wesentlich mehr als das 19.

    Interessanterweise habe ich die Farbeindrücke nur beim lateinischen, griechischen und kyrillischen Alphabet. Beim arabischen Alphabet oder bei asiatischen Schriftzeichen sehe ich nur die Farbe, in der der Text gedruckt ist.

    Auch bei Tönen scheine ich Farben zu hören. Ganz linke Klaviertöne erklingen dunkelbraun, sehr helle, rechtsstehende, Töne hingegen weiß, die in der Mitte eher gelb bis hellbraun. Auch viele Musikstücke haben Farben, mit jeweils dominanten Farben. Hier frage ich mich aber, ob ich, wenn ich das Stück eine längere Zeit später höre, noch die selben Farben wahrnehme. Ich müsste das mal überprüfen.

    Ich kann auch irgendwie fühlen, wie es ist, wenn man die eigenen Zähne über eine Tafel zieht oder wie man aufgeschnitten wird etc., aber ob das das ein synästhetisches Empfinden ist, ist mir nicht bekannt.

    Die Zahlen und Jahreszahlen sind in einer Reihe aufgereiht. Interessanterweise verlaufen die vorchristlichen Jahrhundert bei mir von links nach rechts, aber die nachchristlichen Jahrhunderte von rechts nach links, obwohl die Lese- und Schreibrichtung in unserer Kultur von links nach rechts verläuft. Auch die Buchstaben haben ihren festen Platz, und zwar in vier Reihen, wie etwa bei einer Computertastatur, nur eben von A nach Z verlaufend.

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