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Diskutiere im Thema Falsche Einschätzungen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    Falsche Einschätzungen

    Trotz:

    Soziale Phobie

    Depressionen

    Ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung

    Anpassungsstörung


    Und wohl ADHS

    .....................habe ich etwas vergessen .............


    schätzt mich die "normale" Umgebung immer wieder falsch ein. Viele können es nicht glauben, dass ich an eine SP leide oder an Depressionen usw.

    Sicherlich liegt es daran, dass ich mich unter Menschen oft anders verhalte als ich wirklich bin, soweit es "freiwillig" ist und nichts außergewöhnliches passiert. Ich wirke sehr offen und sehr selbstbewusst, soweit es im oberflächlichen Bereich ist...........aber bei engeren Kontakten komme ich kaum mit Menschen zurecht und werde extrem unsicher. Daher versuche ich auch nie einen engen Kontakt zu knüpfen und "albere" lieber herum (wohl als Selbstschutz). Ich bin extrem auf mich bezogen - dennoch keineswegs egoistisch - und versuche alles mit mir selbst auszumachen. Lebe oft wie in einen Kokon.

    Diese falsche Vorstellung hat zwar den "Vorteil", dass sich einige Menschen gerne mit mir abgeben möchten, da ich wohl auf ihnen sympatisch wirke (von der Art und Weise), aber nach kurzer Zeit es nicht funktioniert sobald es "in den normalen Alltag geht", wo auch engere Gespräche geführt werden oder man soziale Dinge unternimmt wie weggehen oder anderes (was ich zwar gerne mal tue, aber auch als sehr anstrengen empfinde und wieder froh bin zuhause zu sein).

    Wenn ich in die Gesellschaft gehe, dann ist es jedes mal wie ein Kampf der nie enden will. Ich "muss" mich in der Öffentlichkeit immer verstellen um diesen Kampf überhaupt zu "überleben". Diese "Umstellung" verursacht aber wiederum ein total falsches Bild von mein "wirkliches" ICH...

    ....geht es euch auch so

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 102

    AW: Falsche Einschätzungen

    hi;-)

    ja der text könnte von mir sein, die diagnosen auch;-)).. wie gehst du damit um, um leichter durch s leben zu kommen? manchmal denk ich, es muss wohl so sein, aber irgendwie
    ist das alles doch sehr anstrengend und nervenzehrend.

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Falsche Einschätzungen

    Ehrlich gesagt kann ich es Dir nicht einmal genaus sagen wie ich es geschafft habe, dass ich scheinbar mit meinen Leben besser zurecht komme, als andere die ein "normales" Leben führen.

    Wenn ich ehrlich bin, dann würde ich behaupten, dass es nicht wirklich ein Leben war, sondern ein Schemenhaftes Dasein. Schon als Kind / Jugendlicher habe ich mich der Außenwelt verschlossen, da sie mir immer zu "feindlich und zu fremd" war. Das Gefühl der Fremde begleitete mich ein lebenlang und wird sich wohl auch nicht mehr ändern.

    Mein einziger Schutz war es, dass ich einfach schon in jungen Jahren total "abgeschaltet / zu" gemacht habe und die Außenwelt nur schemenhaft wahrgenommen habe. Dieser Schutz wurde für mich zu einer Gabe, ohne die ich es vielleicht nie ertragen hätte.

    Sicherlich ist dadurch kein "Bilderbuch-Leben" entstanden............. aber damit habe ich mich mittlerweile abgefunden, da ich einfach nichts mehr erwarte. Dennoch würde ich sagen, dass ich kein sonderlich negativ denkender Mensch bin und mittlerweile vielleich sogar glücklicher bin als viele andere. Ich habe immer darauf geachtet, dass ich mich nie "gehen lasse" und mein Leben soweit es geht im Griff habe (mit der Arbeitswelt hat es aber leider nie wirklich geklappt).

    Es war bzw. es ist sicherlich kein tolles Leben, aber was bleibt es mir anderes übrig als versuchen einigermassen durchzukommen?

    Ich war lange so naiv zu glauben, dass man eines Tages geholfen wird und es Menschen gibt die einen verstehen oder versuchen einen zu helfen (Ärzte usw.). Mittlerweile ist es mir egal und möchte nur noch in Ruhe gelassen werden.
    Geändert von spacetime (17.05.2016 um 14:38 Uhr)

  4. #4
    Karisa

    Gast

    AW: Falsche Einschätzungen

    Hallo spacetime,
    Du schreibst, Du verstellst Dich. Die Einschätzung anderer ist wohl entsprechend, aber wie kommst Du zu den Informationen der "normalen" Welt, speziell zu der Information, dass man Dich falsch einschätzt?

    Wofür ist die Einschätzung anderer wichtig?

    Wäre es in Ordnung für Dich, hier (öffentlich) ein konkretes Beispiel zu nennen, zum besseren Verständnis?

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Falsche Einschätzungen

    Ich verstelle mich sicherlich nicht bewusst, sondern es kommt aus den inneren und dient wohl eher den Selbstschutz.

    Beispiel: Ich leide eigentlich an einer relativ schweren sozialer Phobie, dennoch gehe ich öfter auf Menschen zu und wirke sehr offen (zum Beispiel wenn ich eine Maßnahme übers Arbeitsamt mache und mit Menschen zusammen sein muss).

    Ich mag es eigentlich gar nicht, wenn einer auf mich zu kommt und mit mir reden möchte, da es mich verunsichert. Deswegen springe ich die ganze Zeit "hin und her" und "nerve" die Leute bis sie genug von mir haben und mich in Frieden lassen.

    Dieses Verhalten dient als reinen Selbstschutz (sagte mir auch einmal eine Psychaterin, und sehe ich auch so), dass ich mit meiner scheinbarer Offenheit mir ein "freies Feld" verschaffe.

    Ehrlich gesagt ist es nicht einfach das richtig zu erklären, da es mich selbst manchmal verwirrt.

    Ansonsten bin ich ein ganz lieber und viele finden dieses Verhalten "lustig" .......einige aber auch nervig.

    Ich würde mich schon für nicht Gesellschaftsfähig halten, wenn ich länger mit Menschen zusammen sein muss.

    Komme aber dennoch "in meine Welt (Leben) relativ gut zurecht"

    Die Einschätzung anderer ist mir relativ egal. Kann manchmal aber "nervig" werden, wenn sie sich enger mit mir befassen wollen (evtl. Freundschaftlich) und sie bemerken, dass ich anders bin als erwartet (was sie vielleicht nicht einmal als negativ sehen) - dennoch für mich um so anstrengender wird. Ich komme mit engen Bindungen gar nicht zurecht (bei meinen besten Freund hat es aber ganz gut geklappt, da er ähnlich wie ich war).
    Geändert von spacetime (17.05.2016 um 21:18 Uhr)

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