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Diskutiere im Thema Durch medikamentöse Behandlung auch Begleit- und Folgeerkrankungen weg... im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    Lächeln Durch medikamentöse Behandlung auch Begleit- und Folgeerkrankungen weg...

    hallo @ all

    nach meiner ad(h)s - diagnose sagte mein arzt, daß ich zu den vllt. 2 % gehöre,
    die durch die medikamentöse behandlung (mph) mit keinerlei
    begleit- folgeerkrankungen zu "kämpfen" hab'.

    dabei dachte ich immer, ich wär total "kaputt."

    gibt es noch ein paar glückliche hier...?!




  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.171

    AW: Durch medikamentöse Behandlung auch Begleit- und Folgeerkrankungen weg...

    Hallo 0815

    Ja das ist mir auch so gegangen. Meine Depressionen sind durch die Behandlung mit mph auch zurückgegangen.
    Es so, dass sich bei einer unbehandelten ADHS viele Folgeerkrankungen entwickeln können. Die Tatsache, dass man sich ständig als Versager fühlt, nichts auf die Reihe bringt und immer wieder aneckt begünstigen Begleiterkrankungen.

    Da kommt zum Beispiel die Selbstmedikation mit Cannabis oder Nikotin, welche eine ähnliche aber nur kurzfristige Wirkung wie mph haben kann.
    Oder das mangelnde Selbstwertgefühl führt zu Depressionen oder zu Essstörungen.

    Oftmals wird dann versucht diese Begleiterkrankung zu behandeln aber, wenn die ADHS die zu Grunde liegt nicht erkannt wird, kann es passieren, dass die Behandlung nicht anschlägt und nicht selten wird dem Patient dann die Schuld dafür gegeben.

    Aus diesem Grund sind wir ja so darauf angewiesen, eine Fachperson zu finden die bei uns die richtige Diagnose stellt und uns dadurch auch die richtige Behandlung ermöglicht.

    Du hast anscheinden Glück gehabt, eine solche kompetente Fachperoson gefunden zu haben.

    Herzliche Grüsse Pucki

  3. #3


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: Durch medikamentöse Behandlung auch Begleit- und Folgeerkrankungen weg...

    @ 0815:

    Hmm,

    darf man fragen, wie lange du bis jetzt deine Medikation erhältst?

    Was oft beim Beginn oder kurz nach Beginn einer Medikation v.a. mit Methylphenidat und Amphetaminsulfat, aber gelegentlich auch bei bestimmten Antidepressiva wie Elontril auftritt, ist etwas, das man noch am ehesten als "Anfangseuphorie" beschreiben kann.

    Kommt vor allem dann vor, wenn die Dosierung zu schnell gesteigert wird und kann einem für einige Wochen oder gar Monate positive bis euphorische Erlebnisse bis hin zum Gefühl einer "Heilung" vermitteln.

    Sollte das bei dir der Fall sein, dann solltest du in eigenem Interesse versuchen, den Flug nicht allzu hoch werden zu lassen, denn je höher der Flug, desto ..... (leider)

    Hatten wir hier im Forum schon oft genug, daher an dieser Stelle mein vorsorglicher, dezenter Hinweis.


    Liebe Grüße,
    Alex

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 247

    AW: Durch medikamentöse Behandlung auch Begleit- und Folgeerkrankungen weg...

    jep...war bei mir auch so und bei sehr vielen unsrer patienten!
    erst die freude über die tolle wirkung von mph und alle probleme schienen gelöst..

    und dann kommt der alltag, die dinge werde wieeder anstrengender trotz medikation,..
    die vergangenheit will aufgearbeitet werden..
    eigene physische und psychische grnzen müssen neu ausgelotet und akzeptiert werden.

    ich hab am anfang auch gedacht alles ist gut.
    hatte schon vor mph essstörungen gehabt, hab mit mph depressionen und ängste entwickelt.

    trotz verhaltenstherapie und einer erstaunlich positiven entwicklung hab ich das nicht ganz in denn griff bekommen.

    derzeit werde ich jetzt auf antidepressiva eingestellt, um da mehr stabilität rein zu bekommen.

    ich erhoffe mir so ein bisschen ruhe und dass mein selbstwert sich endlich etwas stabilisiert.

    ich halte die aussage deines arztes für gewagt.

    vielleicht meinte er, weil du bislang keinerlei komorbiditäten hast (?ist dem so?) kannst du davon ausgehen, dass du keine mehr entwickeln wirst, wenn du jetzt bei der medikation bleibst.

    aber auch das halte ich für eine gewagte aussage.
    was mit sicherheit stimmt ist, dass du das risiko komorbiditäten zu entwickeln deutlich niedriger ist, als ohne medis.

    trotzdem will ich dir deine freude jetzt nicht nehmen!!
    ich drücke dir die daumen, dass er recht hat!
    und eine positive grundannahme kann ja nicht schaden!!

    lustig finde ich, dass du sich für kaputt gehalten hast und er sagt dir du bist einer von 2% ohne komorbiditäten..
    ich hatte mich für ganz gesund gehalten und hab erst hinterher begriffen was alle sim argen liegt.. :-)

    viel erfolg bei deiner behandlung!!!!

    justus

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Durch medikamentöse Behandlung auch Begleit- und Folgeerkrankungen weg...

    hallo justus,
    danke für diesen wertvollen beitrag!
    http://www.jux.de/FCKeditor/editor/i...ey/msn/s83.gif
    JustUs schreibt:
    jep...war bei mir auch so und bei sehr vielen unsrer patienten!
    erst die freude über die tolle wirkung von mph und alle probleme schienen gelöst..
    ich wußte schon von vorneherein, daß das mph die probleme nicht "wegzaubert", sondern daß es "nur" hilft, diese besser bewältigen zu können. an sich arbeiten muß man schon selber...!
    und dann kommt der alltag, die dinge werde wieeder anstrengender trotz medikation,.. die vergangenheit will aufgearbeitet werden..
    stimmt! wer noch zu viel "ballast" aus der vergangenheit aufzuarbeiten hat, kann sich auch nicht darauf konzentrieren, die gegenwart neu zu gestalten um sich auf eine positive zukunft freuen zu können...

    und da liegt der knackpunkt bei mir! ich habe schon lange vor meiner diagnose meine vergangenheit "aufgearbeitet!" doch egal, was ich auch unternommen habe (und das war viel) - ich konnte den "teufelskreis" nicht durchbrechen... und das hat mich nach 37 jahren an einen punkt gebracht, daß ich fast aufgeben wollte (das meinte ich mit "kaputt").
    doch seit ich nun die große frage nach dem "warum" für mich beantwortet habe und mit hilfe des mph in der lage bin, den teufelskreis zu durchbrechen, belasten mich die begleiterkrankungen (großteils psychosomatischer natur) nicht mehr so stark bis gar nicht...

    ich halte die aussage deines arztes für gewagt.
    vielleicht meinte er, weil du bislang keinerlei komorbiditäten hast (?ist dem so?) kannst du davon ausgehen, dass du keine mehr entwickeln wirst, wenn du jetzt bei der medikation bleibst.
    ich glaube, daß ich keine entwickeln werde, solange ich selbstbewußt und mutig entscheidungen treffe und sie auch durchziehe...! ich erkenne meine grenzen der belastbarkeit nun wesentlich früher und und ringe mich eher dazu durch, diese nicht zu überschreiten / überschreiten zu lassen. ich passe mich ein stück weit dieser gesellschaft an und werde / bin eben nun "etwas" egoistischer. das schmeckt mir zwar auch nicht immer, doch ich habe nicht vor, vor "die hunde zu gehen!"
    aber auch das halte ich für eine gewagte aussage.
    was mit sicherheit stimmt ist, dass du das risiko komorbiditäten zu entwickeln deutlich niedriger ist, als ohne medis.
    ja, das ist wohl bei jedem individuell - je nach selbstbewußtsein und "kampfgeist."

    lustig finde ich, dass du sich für kaputt gehalten hast und er sagt dir du bist einer von 2% ohne komorbiditäten..
    ich hatte mich für ganz gesund gehalten und hab erst hinterher begriffen was alle sim argen liegt.. :-)*siehe weiter oben

    viel erfolg bei deiner behandlung!!!!

    justus
    ich wünsche dir auch viel erfolg und einen positiven blick richtung zukunft...!

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 247

    AW: Durch medikamentöse Behandlung auch Begleit- und Folgeerkrankungen weg...

    danke!

    mit deinen ergänzenden erklärungen verstehe ich das gannze schon besser!

    glückwunsch zu der bereits geleisteten arbeit!

    bei mir kam das alles erst nach den mph!

    erst bei dem arzt der die diagnose gestellt hat habe ich mich damals langsam geöffnet.

    er ist ein toller arzt, der sich locker über ne halbe stunde zeit genommen hat jeden monat.

    und irgendwann hab ich dann gemeint, dass das vielleicht sein zeitkontingent sprengt und ich vielleicht lieber zu nem psychotherapeuten gehen sollte.

    ja mein weg ist noch ein stück, aber einiges hab ich auch schon geschafft.

    liebe grüße justus

  7. #7
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    Forum-Beiträge: 210

    AW: Durch medikamentöse Behandlung auch Begleit- und Folgeerkrankungen weg...

    JustUs schreibt:
    danke!
    erst bei dem arzt der die diagnose gestellt hat habe ich mich damals langsam geöffnet.

    er ist ein toller arzt, der sich locker über ne halbe stunde zeit genommen hat jeden monat.

    *und irgendwann hab ich dann gemeint, dass das vielleicht sein zeitkontingent sprengt und ich vielleicht lieber zu nem psychotherapeuten gehen sollte.
    *und genau da müßtest du "egoistischer" sein und dir das holen, was dir gut tut! mehr als irgendwann einmal nein sagen, kann er auch nicht. aber solange er dir die halbe stunde gibt - nimm es dir!!!

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 247

    AW: Durch medikamentöse Behandlung auch Begleit- und Folgeerkrankungen weg...

    hab die vt mitlerweilen schon gemacht 2, 5 jahre lang.

    jetzt ist wieder der doc dran und ich bekomm erst mal antidepressiva und dann mal sehen.

    so in einem jahr werd ich sehen was übrig ist und da dran noch mal mit hilfe eines therapeuten arbeiten.

    ja egoistisch sein ist in der hinsicht ned so meine stärke..

    justus

  9. #9
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    Forum-Beiträge: 254

    AW: Durch medikamentöse Behandlung auch Begleit- und Folgeerkrankungen weg...

    stimmt! wer noch zu viel "ballast" aus der vergangenheit aufzuarbeiten hat, kann sich auch nicht darauf konzentrieren, die gegenwart neu zu gestalten um sich auf eine positive zukunft freuen zu können...

    und da liegt der knackpunkt bei mir! ich habe schon lange vor meiner diagnose meine vergangenheit "aufgearbeitet!" doch egal, was ich auch unternommen habe (und das war viel) - ich konnte den "teufelskreis" nicht durchbrechen... und das hat mich nach 37 jahren an einen punkt gebracht, daß ich fast aufgeben wollte (das meinte ich mit "kaputt").
    doch seit ich nun die große frage nach dem "warum" für mich beantwortet habe und mit hilfe des mph in der lage bin, den teufelskreis zu durchbrechen, belasten mich die begleiterkrankungen (großteils psychosomatischer natur) nicht mehr so stark bis gar nicht...
    0815, genau so gehts mir auch!

    diese zeilen könnnten fast original von mir sein, jedes wort.
    ich finde deine worte und entwicklung jedenfalls sehr mut machend!

    darf ich fragen, wie lange du schon diagnostiziert bist, und wie lange du schon mph einnimmst?
    Geändert von nachteule (28.02.2010 um 02:14 Uhr)

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 210

    AW: Durch medikamentöse Behandlung auch Begleit- und Folgeerkrankungen weg...

    hallo nachteule,

    anfang 2009 kam die diagnose und dann fing es im märz glaub ich mit der medikation an.

    nun bin ich dabei, mein leben neu um zu strukturieren, damit ich endlich mal wirklich vorran komme... leider muß ich dafür auch teilweise unschöne, knallharte entscheidungen treffen - und das ganze auch noch ohne therapie oder coaching (gibt es in meinem landkreis einfach nicht, bzw. coaching kann ich mir nicht leisten).

    das dauert zwar dann alles etwas länger, weil ich mir meine energien wohlweißlich einteilen muß, aber es wird...! das mph und das wissen um ad(h)s lassen mich nicht aufgeben. doch wie heißt es so trefflich?!

    jeder ist seines glückes eigener schmied!
    in diesem sinne...

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