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Diskutiere im Thema ADS/ADHS Dissoziation im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    ADS/ADHS Dissoziation

    Hi,

    Ich bin neu hier und wollte mal was über Sachen die mich so beschäftigen schreiben.

    Ich weis das man im Netz viel Literatur bezüglich diesem Thema findet. Es wird auch viel erklärt und so habe ich auch viel von Psychologen schon erklärt bekommen.

    Aber diese fachspezifischen Erklärungen beschreiben in kleinster weise wie man es selbst empfindet.

    Bei mir mittlerweile ü30 wurde ADHS diagnostiziert mit teils mehr mal weniger starken dissoziativen Identitätsstörungen. Wobei ich es immer schwierig bei dem Thema finde, wenn man von diagnostizieren spricht von Personen die es nicht selbst erleben und von jemand der es erlebt, aber nicht anders kennt.

    Ich weis nicht wie andere es empfinden?

    Wenn man einerseits Grübelt und sich mehr und mehr nach innen kehrt und somit sich von der Umgebung entfernt und man alle anderen Handlungen dissoziiert, bzw bis hin zu das man sich im Spiegel ansieht und man kein ICH Gefühl empfindet egal wie lange man sich anstart.

    Manchmal es aber passiert das man mit einem Ruck da herausgerissen wird und es sich so anfühlt, besser kann ich es leider nicht beschreiben. als wenn die Ohren zu waren und auf einmal mit einem knacken wieder offen sind und man wieder richtig hört. Nur halt mit Gefühlen, bzw mit der Umwelt.

    Dissozisation kennt ja jeder kommt bei jedem vor, nur ich habe das Gefühl ständig darin zu leben, kann es auch nicht mehr abstellen. Mir wurde es erst so richtig vor ein paar Jahren bewusst, ich sang meinen Sohn in den Schlaf, dann verloren sich meine Gedanken und ich hörte auf einmal eine Stimme, bis ich merkte, dass es meine war die weiter gesungen hatte und mein Sohn längst schlief. Halt bei so vielen Erlebnissen, bei Unterhaltungen, arbeiten etc. ist wie wenn man beim Autofahren merkt hoppla wie kam ich hier den schon hin, weil man in Gedanken versunken war, nur bei fast jeder Tätigkeit, was mich sehr traurig macht, weil so auch viele schöne Dinge einfach wie unter einer Glocke wahrgenommen werden...

    Naja könnte noch viele Beispiele bringen, aber was meint Ihr dazu, bzw. kennt das wer. Sry das der Text so analytisch klingt, aber schleppe ihn schon seit Ewigkeiten mit mir im Kopf herum und musste ihm jetzt einfach mal niederschreiben.

  2. #2
    masterofdesaster

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 2.134

    AW: ADS/ADHS Dissoziation

    ich weiß nicht, ob du als nichtvorgestelltes Mitglied da lesen kannst--- sehr interessant, musst aber Geduld und Zeit mitbringen:


    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...soziation.html

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: ADS/ADHS Dissoziation

    Hi,

    Werde mich natürlich noch vorstellen, nur irgendwie kam mir der Beitrag dazwischen und als Vorstellung wäre dieser zu lang gewesen.

    Wirklich sehr interessanter Beitrag und wirklich gut zu sehen, wie dieser aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird.

    Es wird beschrieben, woher das kommt und klingt auch logisch und sowas in der Art was mir auch bekannt, aber die Schwierigkeit ist wie man da herauskommt. Klar Therapien sind ein Ansatz, aber diese Zielen ja meist darauf ab seinen Versrand zu überlisten um sich wieder zu fokussieren.

    Aber was wenn der Zustand nicht zeitweise Auftritt, sondern 99% des Alltags vorhanden ist und egal wie man sich anstrengt, man es nicht Schaft längere Zeit da herauszukommen. Beispiel ist beim lesen, wenn man sich auf den Text konzentrieren will, aber am ende man sich den praktisch selbst im Kopf vorliest, dabei nebenher noch über etwas nachdenkt und man aber egal wie oft man es versucht, nie länger als ein paar Sekunden wieder zurückfällt.

    Wenn man es selbst weis, aber nichts ändern kann...

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 2.556

    Beitrag AW: ADS/ADHS Dissoziation

    Es gibt zwei Aspekte der Dissoziation, die beim ADHSler wesentlich sind.

    1. Einmal die Dissoziation, die im ADHS selbst begründet ist - und zwar in seiner motorischen Seite verankert ist (the motor side of the brain). Hierbei handelt es sich streng genommen NICHT um eine klassische Dissoziation. Es ist das, was dem ADHSler als - nicht steuerbares - Abdriften (wo-anders-sein) bekannt ist. Oder auch - meist positiv konotiert - im so genannten "Hyperfokus" (eigentlich = inability to interrupt (or inability to inhibit)) bekannt ist.

    2. Die echte, klassische Dissoziation. Diese entsteht, vereinfacht gesprochen darin, dass der ADHSler sich als Kind als unzulänglich erlebt und nun zu einem Rollenspieler wird. Die Dissoziation entwickelt sich also im Laufe der Jahre aus dem Gefühl: wenn ich so bin, wie ich bin, funktioniere ich nicht, wenn ich nicht funktioniere, verliere ich die Liebe der Eltern, später der Lehrer, Vorgesetzten, Lebenspartner usw. Das Eigene wird als etwas Fremdes erlebt - und abgespalten. Die Dissoziation besteht nun - etwas philosophisch gesprochen - im wiederholten Auftauchen des Eigenen als etwas Fremdem. Dieses Erlebnis nennt man auch Derealisation oder Depersonalisation.

    Von den Psychiatern wird dieses Störungsbild meist als Angststörung oder Anpassungsstörung fehldiagnosdiziert, in besonders ausgeprägten Fällen - so wie bei mir - kann es auch zur Fehldiagnose Schizophrenie kommen.
    Geändert von Eiselein (31.03.2016 um 15:09 Uhr)

  5. #5
    masterofdesaster

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 2.134

    AW: ADS/ADHS Dissoziation

    ach- DAS könnte also hinter meiner sogenannten/diagnostizierten Anpassungsstörung stecken??
    Ich habe meine derartigen "Zustände" mehrfach als Depersonalisierungsempfinden beschrieben--- aber das wurde (für meinen Geschmack) bisher von sämtlichen Ärzten viel zuwenig beachtet, bzw gänzlich ignoriert...

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.796

    AW: ADS/ADHS Dissoziation

    Eiselein schreibt:
    Es gibt zwei Aspekte der Dissoziation, die beim ADHSler wesentlich sind.
    Ich würde auch noch einen dritten Aspekt hinzufügen wollen:

    Das "Abschalten" aufgrund der völligen Reizüberflutung/ des Overloads im Gehirn.

    Manchmal wird es um einen herum und in einem drin einfach so viel, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem irgendwas abgeschaltet werden muss, im Zweifelsfall das Bewusstsein.
    Ist einfach eine Art Schutzmechanismus.

    Das ist jetzt nicht unbedingt die wissenschaftliche Form der Schilderung, aber ich denke, man kann nachvollziehen, was ich meine.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: ADS/ADHS Dissoziation

    Aber es ist in diesem Fall, zumindest bei mir so kein abschalten. Der Verstand rattert unaufhörlich weiter, nur halt innerhalb des Körpers und damit das für die Unwelt wohl etwas doof aussehen würde, bekommt der Körper etwas zu tun...

    Es ist ein unbeschreibliches Gefühl( aber im negativen Sinne) wenn man an einem Ort ist aber garnicht das Gefühl hat dort zu sein:/ vll am besten zu beschreiben wenn man als Beifahrer in Auto sitzt ein Buch liest und von der Ungebung nicht viel mitbekommt und selbst das sehen sekundär wird. Wenn man sich aber versucht zu konzentrieren es sonderbar ist zu versuchen zu realisieren das man wirklich physisch anwesend ist.

    Meist blende ich das aus und ergebe mich einfach in der Situation, wie sollte man auch sonst den Alltag bewältigen und arbeiten, aber es ist wie eiselein beschreibt eine Art Rolle die man spielt und man irgendwie in seinem Kopf sitzt und beobachtet. Aber ich habe das Gefühl das man erst dann anfängt zu leiden, wenn man bewusst darauf eingeht, bzw wenn man es nicht verdrängt.

    So wie als würde man kein Problem damit haben schwarz-weiß zu sehen, bis man auf einmal Farbe sieht...

    Das schlimme ist nur daran, dass man es nicht abstellen kann bzw es ununterbrochen da ist und man praktisch 2 leben führt eines im Kopf und eines außerhalb, weis nicht ob es das am besten beschreibt...

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.796

    AW: ADS/ADHS Dissoziation

    Uschumbel schreibt:
    Aber es ist in diesem Fall, zumindest bei mir so kein abschalten. Der Verstand rattert unaufhörlich weiter, nur halt innerhalb des Körpers
    Richtig.
    Es ist nur eine "Teilabschaltung" ... aber irgendwas muss runtergefahren werden.

  9. #9
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 225

    AW: ADS/ADHS Dissoziation


  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 428

    AW: ADS/ADHS Dissoziation

    Eigentlich hatte ich das hier nur im Sucht-Bereich gepostet, aber es passt auch hier meint Eiselein:

    Und zwar habe ich gemerkt, dass ich frueher (ohne MPH) den intensiven Geschmack des Rotweins genau wie das Zappeln vom Knie als "Realitaetsanker", als externen Reiz benutzt habe, um mich aus Dissoziationen heraus zu holen.

    Bin ich mal "weg" in der Disso ist ja trotzdem der automatische Trinkreflex da, ich nehme den intensiven Geschmack im Mund wahr und komme zurueck in den Moment.
    Deswegen auch immer gaaanz geschmacksintensive Weine wie Primitivo.

    In den letzten Monaten ohne Rotwein, gab es dann abends nur Tee.
    Aber gerade dann, wenn die Wirkung vom MPH nachlaesst, war ich oft endlos "weg" im Kopf.

    Inzwischen hab ich den Tee mit Schwarzem Johannisbeersaft ersetzt.
    Nur der ist sauer genug, um mich "zurueckzuholen".

    Interessant, was?

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