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Diskutiere im Thema ADHS oder Faulheit? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #51
    ellipirelli

    Gast

    AW: ADHS oder Faulheit?

    Interessant, das du a) die Frage nach "was ist normal" stellst, aber b) gleichzeitig ein (blosses)"funktionieren" ohne weiteres Hinterfragen gut/richtig findest..
    Vor allem:
    definiere "bis dahin leben" (m.E.genauso utopisch und aussichtslos, wie die Frage nach "normal")
    Oder: ist für dich "funktionieren" gleichbedeutend mit "leben"?? Dann müssen wir nicht weitersprechen.. Wenn ich eins gelernt habe, dann, das funktionieren nichts gutes, schon gar nicht leben ist....

    Ich hätte mir sehr sehr sehr gern unzählige Kämpfe, Abschiede,Unwegsamkeiten, Konfrontationen,Frustrationen uswusf während dieses "funktionierens" (laut deiner Aussage gleichgesetzt mit "leben"!!!!!) erspart, wenn ich früher gewusst hätte, um was es -bei mir- geht...
    Geändert von ellipirelli (20.03.2016 um 22:33 Uhr)

  2. #52
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: ADHS oder Faulheit?

    Funktionieren für mich - nach Möglichkeit ohne fremde Hilfe klar kommen ,nicht auf irgendwelche Institutionen angewiesen zu sein.
    Ist für mich eine Voraussetzung fürs Leben, nur wenn ich mich unabhängig fühle, kann ich Spass haben, mein Selbstwert aufbauen u.s.w.

    Und sorry, ich habe erst dann die Lebenqualität kennengelernt, als ich einigemassen funktionieren könnte.
    Mir macht Spass, zu kämpfen
    Mir macht Spass, Muskelkater nach getaner Arbeit zu haben
    Mir macht Spass, die Bude anzuqucken und zu sagen: "Das habe ich alleine geschafft"

    Natürlich wenn ich die Diagnose als Kind erhalten hätte, wäre mir eventuell einiges ersparrt geblieben.
    Oder auch nicht, sondern in Gegenteil, ich hätte noch weniger geschafft als ich schaffte, da man mir mit die Diagnose gar nix mehr zugetraut hätte.
    Keine Ahnung, die Zeit kann ich nicht drehen.
    Ich habe aber gelernt, mit vielen Sachen zu leben und bin im Grossen und Ganzen ziehmlich lebenstüchtig, trotz all meine Macken.

    Und Abschiede, die hatte ich genug und werde wohl, leider Gottes, auch noch haben.(meine Eltern sind sehr betagt)
    Und wenn Unvermeidliche mit meinen Eltern irgendewann eintrifft, dann werde ich hochwahrschenlich richtig zusammenbrechen und erstmals ein Fall für die Psychiatrie sein (das weiss ich schon)

    P.S.
    Was mir stört, ist die Neigung jede unschöne Sache in Charakter oder in die Biographie mit ADHS zu entschuldigen.
    Man kann Flöhe und Läuse gleichzeitig haben, genausogut kann man ADHS haben und dazu noch Faul sein.

    Ich habe einige Brüche in meiner Biographie, davon haben einige mit ADHS zutun und die andere eben nicht.. Manchmal habe ich nur einfach eine falsche Entscheidung getroffen, mich in falschen verliebt (ist das eingentlich typisch ADHS oder typisch Frau?), oder schlicht und ergreifend zuviel gefeiert und zu viele Drogen genommen (wie viele andere damals in meiner Umgebung, nur hatte ich den Glück, den Weg zurück zu finden)

  3. #53


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: ADHS oder Faulheit?

    In Deinem Fall lag es sicher am Feiern und den Drogen.
    Für die Meisten hier lag es eben am ADHS.
    Und das ohne alles damit entschuldigen zu wollen.

  4. #54
    ellipirelli

    Gast

    AW: ADHS oder Faulheit?

    ich bin raus.
    Weil: ich entschuldige NIX mit ADHS..
    Bleib dumm und glücklich (s.deine Signatur)

  5. #55
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS oder Faulheit?

    Felis schreibt:
    Was mir stört, ist die Neigung jede unschöne Sache in Charakter oder in die Biographie mit ADHS zu entschuldigen.
    Man kann Flöhe und Läuse gleichzeitig haben, genausogut kann man ADHS haben und dazu noch Faul sein.
    Worauf willst Du eigentlich hinaus??

    Es hat doch niemand bestritten oder behauptet, dass man ADHS haben und faul sein kann und niemand versucht doch, jede unschöne Sache mit ADHS zu entschuldigen ...
    Wie kommst Du denn jetzt darauf??

    Etwas mit ADHS zu erklären und die Zusammenhänge zu verstehen, bedeutet nicht, es damit entschuldigen zu wollen, aber es verbessert das Verständnis und den Umgang damit.

    Du hast doch die Frage gestellt ...
    Um was geht es Dir denn überhaupt in diesem Thread?

    Das ist jetzt etwas verwirrend ....

    Wie auch immer, bin ebenfalls raus ... hier geht mir zu sehr die Logik flöten und das gerät mehr zur Energieverschwendung ...

  6. #56
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: ADHS oder Faulheit?

    Man kann es ruhig schliessen.

    Habe eh einges für sich geklärt, vieles über meine erlernter Hilflosigkeit und meinen Vermeidungsstrategien gelernt und die Wege gefunden, wie ich in Zukunft die Stolpersteine vermeiden könnte.

    Also verbleibe ich, wie meine Signatur sagt: Dumm und glücklich (ist viel besser als intelligent und tieftraurig, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen)
    Geändert von Felis (20.03.2016 um 23:16 Uhr)

  7. #57
    Una


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 278

    AW: ADHS oder Faulheit?

    Felis schreibt:
    Was mir stört, ist die Neigung jede unschöne Sache in Charakter oder in die Biographie mit ADHS zu entschuldigen.
    Man kann Flöhe und Läuse gleichzeitig haben, genausogut kann man ADHS haben und dazu noch Faul sein.
    Ich würde sagen, man kann Flöhe und Läuse haben und obendrein noch faul sein. Soll heißen:

    Einiges, was nach Faulheit aussieht, ist sicher AD(H)S. Anderes sind Vermeidungsstrategien, die irgendwann mal funktioniert haben und deshalb einen festen Platz im Verhaltensrepertoire bekommen haben. Und manches ist ganz normale, menschliche Bequemlichkeit.

    Mein Unterscheidungskriterium wäre, ob das Nichtstun in einer bestimmten Situation selbstschädigend ist oder nicht. Da kann man natürlich unterschiedliche Kriterien ansetzen. Für mich ist es okay, meinen schmuddeligen Küchenschrank noch eine Weile zu ignorieren, obwohl ich genug Zeit hätte, ihn gleich zu putzen - der kann warten, bis ich mal Lust zum Putzen habe.

    Anders sieht es mit Papierkram aus: Ich weiß, dass ich in Schwierigkeiten komme, wenn ich das Zeug nicht rechtzeitig und systematisch erledige. Ich kann so etwas aber nicht gut, versinke dabei jedes Mal in Chaos und Ratlosigkeit - das dürfte der ADS-Floh sein.

    Und weil diese Papierlawine jedes Mal Frust und Stress bedeutet, lasse ich das Zeug liegen, bis es richtig eng wird oder lasse es auch mal zur Katastrophe kommen. Als Folge rutsche ich immer tiefer in den Sumpf, Anspruch und Wirklichkeit klaffen immer weiter auseinander, ich verliere die Perspektive und damit auch das letzte bisschen Antrieb.
    Das sieht wie eine Depression oder vielleicht auch wie eine saftige Persönlichkeitsstörung aus, ist es aber nicht. Vielmehr sind das "Läuse": Symptome, an denen mehrfach mit kurzfristigen Erfolgen herumtherapiert wurde, die aber immer wieder kamen, weil das ADS-Flohnest, in dem die Läuschen so wunderbar gedeihen, nicht entdeckt wurde.

  8. #58
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: ADHS oder Faulheit?

    Una schreibt:
    Ich würde sagen, man kann Flöhe und Läuse haben und obendrein noch faul sein. Soll heißen:

    Einiges, was nach Faulheit aussieht, ist sicher AD(H)S. Anderes sind Vermeidungsstrategien, die irgendwann mal funktioniert haben und deshalb einen festen Platz im Verhaltensrepertoire bekommen haben. Und manches ist ganz normale, menschliche Bequemlichkeit.
    Danke, vielen Dank.
    Du hast es verstanden.
    Genauso sehe ich das auch

    Ich kann keine English-Vokabeln lernen, da ich in die Gedanken sofort abdrifte und von mir hinträume. Egal, wie ich mich unter Druck setze, kann ich es nicht. Das ist ADHS
    Ich kann meine Badizimmer putzen, will aber nicht. Muss ich es aber plötzlich, weil Besuch ansteht, geht es ratz-fatz. Typische Faulheit

    Una schreibt:
    Mein Unterscheidungskriterium wäre, ob das Nichtstun in einer bestimmten Situation selbstschädigend ist oder nicht. Da kann man natürlich unterschiedliche Kriterien ansetzen. Für mich ist es okay, meinen schmuddeligen Küchenschrank noch eine Weile zu ignorieren, obwohl ich genug Zeit hätte, ihn gleich zu putzen - der kann warten, bis ich mal Lust zum Putzen habe. .
    Ich merkte nicht mal, ob das, was ich tuh, selbstschädigend ist.
    Lag wohl tatsächlich an gewissen Lebensumständen, die ich hier nicht breit treten will.
    Erst nachhinein merkte ich, dass eine verwahrloste Wohnung mir schädigt, da ich unbewusst es ständig in Kopf habe.

    Una schreibt:
    Anders sieht es mit Papierkram aus: Ich weiß, dass ich in Schwierigkeiten komme, wenn ich das Zeug nicht rechtzeitig und systematisch erledige. Ich kann so etwas aber nicht gut, versinke dabei jedes Mal in Chaos und Ratlosigkeit - das dürfte der ADS-Floh sein..
    Bei dir - ja.
    Bei mir ist es schwerig zu sagen, da ich alles ordnungsgemäss erledigt habe und nur die Ablage vernachlässigte.
    Warum? Das bleibt mir jetzt noch ein Rätsel, an dem fehlenden Löcher könnte es nicht liegen. Und das ich es kann, habe ich mir auch bewiesen. Auf jeden Fall lege ich jetzt meine Papiere genz ordnungsgemäss ab, die 2-3 Minuten kann ich doch entbehren.

    Una schreibt:
    Und weil diese Papierlawine jedes Mal Frust und Stress bedeutet, lasse ich das Zeug liegen, bis es richtig eng wird oder lasse es auch mal zur Katastrophe kommen. Als Folge rutsche ich immer tiefer in den Sumpf, Anspruch und Wirklichkeit klaffen immer weiter auseinander, ich verliere die Perspektive und damit auch das letzte bisschen Antrieb.
    Das sieht wie eine Depression oder vielleicht auch wie eine saftige Persönlichkeitsstörung aus, ist es aber nicht. Vielmehr sind das "Läuse": Symptome, an denen mehrfach mit kurzfristigen Erfolgen herumtherapiert wurde, die aber immer wieder kamen, weil das ADS-Flohnest, in dem die Läuschen so wunderbar gedeihen, nicht entdeckt wurde.
    Sieht so aus.
    Obwohl einiges auch für eine zusätzliche Depression spricht.

    Und natürlich sollte man in solcher Situation sich auch Hilfe holen, um den Papierkram zu erledigen.
    In solchen Fall - ja
    Geändert von Felis (21.03.2016 um 12:49 Uhr)

  9. #59
    Una


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 278

    AW: ADHS oder Faulheit?

    Ich denke aber, dass ein bisschen Faulheit in unproblematischen Bereichen okay ist. Bei mir ist es der Haushalt, in dem ich risikolos mal Fünfe gerade sein lassen kann. Vielleicht gibt es bei dir auch Bereiche, in denen du mal ein bisschen Bummelei zulassen kannst, ohne gleich an dir selbst herumkritteln zu müssen.

  10. #60
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 908

    AW: ADHS oder Faulheit?

    denke es hat nichts mit faulheit zu tun .. ich habe oft die kraft nicht was zu tun .. muß mir zu hause meine arbeit einteilen sonst geht es nicht ..

    vor meiner diagnose dachte ich was ist los ... jetzt weiß ich es kann es nicht ändern ..

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