Zeige Ergebnis 1 bis 6 von 6

Diskutiere im Thema Grübeln im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    Grübeln

    Hallo zusammen,
    hat jmd. von Euch Erfahrung mit zwanghaftem Grübeln bzw. Katastrophengedanken? Ich habe diese Symptome schon länger u. kriege es irgendwie nicht in den Griff. Wollte mal Cymbalta oder Zoloft ausprobieren.
    Gruss

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 493

    AW: Grübeln

    Hi Toni
    Ich hatte das mein Leben lang und das hat mich sehr belastet.
    Wurde erst besser als ich mit Concerta angefangen hab.
    Ist zwar schon noch da, aber es frisst mich nicht mehr auf und ich steiger mich da nicht mehr so rein.
    Aber ich versteh dich so gut, ist echt zerstörend ständig diese Gedanken zu haben und Ihnen auch noch hilflos ausgeliefert zu sein

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Grübeln

    Hallo Toni83,
    das habe ich auch ab und zu, das ist bei mir ungefähr so, als ob "es" mich erwischt wenn ich meine Gedanken etwas gehenlasse, schon kommt "es" und alles findet seinen negativen Ausgang. An Gutes denken kann ich dann nicht weil ich meine, das hätte ich nicht verdient.
    Mir hilft dabei oft schreiben am PC, oder ich spiele eine Viertelstunde Gitarre, oder arbeite irgendetwas im Haus, ist immer etwas zu tun, aber meistens nicht lange weils mir dann oft elend wird, aber manchmal wird es doch viel besser und ich kann weiterarbeiten.
    Mit hat der HA Benzos verschrieben, und er meinte das sei NUR die Feuerwehr, nur nehmen wenns brennt. Ist aber gefährlich weil man schnell abhängig werden kann und die Dosis gesteigert werden muss, so nehme ich nur eine Halbe, und ganz selten eine Ganze.
    Probiere einmal in diesem Zustand etwas zu schreiben, z.B. ein Gedicht oder eine Kurzgeschichte, konzentriere dich darauf mit Deinen Gedanken und bekomme das mal hin, mir jedenfalls hilft Schreiben recht gut.

  4. #4
    Karisa

    Gast

    AW: Grübeln

    Ich kenne zwanghaftes Grübeln auch ganz gut - aber nur nachts, wenn ich mal nicht schlafen kann und mir hilft aufstehen, PC einschalten und schreiben.
    Ich nehme also meine Gedanken und die dazu gehörigen Gefühle an und transportiere sie mithilfe der Tastatur nach außen - ich bekämpfe sie nicht mehr, denn Bekämpfen machte bei mir alles nur schlimmer.

    Auch Medikamente nehme ich dagegen nicht mehr. Die halfen zwar beim Einschlafen, aber dann bekam ich Alpträume - nicht wirklich hilfreich...

    Beim Schreiben wird mir meist ganz schnell bewusst, wie unsinnig und unwahr so manche meiner Gedanken sind... Allen Unwahrheiten stelle ich möglichst die Wahrheit gegenüber.
    Die Gefühle dürfen da sein. Beim Schreiben versuche ich Worte dafür zu finden - möglichst ohne Bewertung, denn ich tue ja nichts, ich fühle - und auch wenn das Gefühl Hass ist, darf es mal sein, denn ich schade damit niemandem.

    Oft treffe ich dann irgendwelche Entscheidung(en) und schreibe diese auch auf - mit einem Stift auf einen Zettel und den lege ich auf den Frühstückstisch - um diese am nächsten Morgen beim Frühstück noch mal zu überdenken.

    Danach verschiebe ich das Dokument auf dem PC in einen Ordner - dann ist alles gut aufgeräumt und ich kann schlafen.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Grübeln

    Ja, ich werde mal was versuchen. Es ist echt sehr nervig. Die Ruhe ist weg und man bekommt öfters das Feedback "Du bist ja abwesend" 😡

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Grübeln

    Ich habe generalisierte Angst seitdem ich denken kann. Wie bei Karisa kommt das am stärksten wenn ich einschlafen will - ich wderde müde, mache die Augen zu und dann geht es los. Erst ein kleines Krippeln und dann strömt manisch anmutende Energie an. Dann stehe ich auf, surfe im Internet, lese ein Buch oder so. Das istmeistens ausreichend um rechtzeitig einschlafen zu können. Finde ich keine Möglichkeit mich abzulenken, kam es schon vereinzelt zu Panikattacken.

    Pregabalin hat ein wenig geholfen, allerdings musste ich es bald absetzen weil ich mich damit miserabel fühle. Das selbe gilt für Benzodiazepine, sie machen mich depressiv und sobald ich absetze ist daqs Problem noch verschärft.

    Ich nehme zur Zeit DL-Amphetamin 15-10-0 mg, damit ist es ein wenig besser geworden. Undich kenne das Problem ja auch und weiss einigermaßen wie ich damit umzugehen habe um die Katastrophe zu vermeiden. Ablenkung ist sehr wichtig, ich lese dann gerne philosophische Texte, konstruiere einigen Gedanken dazu und meistens geht es dann.

    Manchmal missbrauche ich dann Haschisch um schlafen zu können, doch auch wenn es nur geringe Dosen sind wird das Problem die nächsten Tage verschärft.

    Bei mir ist es immerhin so, daß ich weniger Ängste habe als körperliche Symptome. Muskelzucken und Krämpfe stelle ich da nur indirekt in Verbindung, in erster Linie ist bei mir ein nervöses Kribbeln das hauptproblem, verbunden mit einer schnell anflutenden Energie, sobald ich schlafen möchte. Erst wenn dieser körperliche Zustand unerträglich wird ziehen meine Gedanken irgendwann zwangsläufig nach, also die mentale Repräsentation der Angst. Ab einem gewissen Punkt körperlicher Angespanntheit kann ich meine Gedanken dann nichtmehr von Angstthemen fernhalten. Dabei ist es völlig ausreichend, wenn ich über die fiktiven Ängste einer fiktiven Person auf einem fiktiven Planeten nachdenke. Solche Spielchen (Märchen ausdenken) mache ich manchmal um einzuschlafen zu können aber bei allzuviel Angst funktioniert das eben nicht, weil auch die fiktiven Ängste die körperlichen Symptome verstärken.

    Tagsüber ist es meistens nur der körperliche Angstaspekt in unterschiedlicher Ausprägung, dieses total aufgekratzt sein, was meine Konzentrationsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigt, noch mehr Chaos / Rauschen im Kopf.

    Allerdings habe ich eine Kompensation entdeckt, die sowohl die Nervosität als auch die körperliche Angste, die bei mir ja voraussetzung zur psychischen Projektion auf Angstthemen ist, auf ein erträgliches Maß bringen oder sogar vollständig unterdrücken kann. Das bedeutet ausgiebiger Ausdauersport. Augiebig im Sinne von 100km Fahrrad fahren, wenn es arg bergig ist hilft natürlich auch weniger. Das funktioniert sehr zuverlässig, nimmt aber auch sehr viel Zeit in Anspruch.

    Meine Frage an Euch wäre, wie Ihr damit umgeht? Ich kann einfach nicht jeden tag so viel fahren, die Gelenke werden mal überlastet und zwingen mich zur Ruhe oeder das Wetter macht mich nicht an oder es ist zeitlich nicht realisierbar.

    Gerade wegen dem Sport, der auch andere Symptome sehr positiv beeinflusst, sehe ich selektive Wiederaufnahmehemmer eher kritisch in meinem Fall.

    Kennt ihr noch andere Hilfsmittel?

    Wirkt die Angst bei euch von oben nach unten, also von den Gedanken auf den Körper, oder umgekehrt, wie nehmt ihr das war?

    Und was ist der Unterschied zwischen nervosität und Angst? Ich kann das kaum trennen, bei meinen introspektiven Möglichkeiten..

    Wenn das Grübeln dann zu stark wird dissoziiere ich auch noch, sodass mir alles sehr fremd erscheint. Tiefgründige philosophische Betrachtungen kölnnen davon profitieren, wenn die Nervosität nicht zu stark ist, wenn doch empfinde ich alles als so schrecklich "Alien", mich selbst inbegriffen
    Geändert von __silence__ (11.03.2016 um 11:23 Uhr)

Ähnliche Themen

  1. Balbina - Über das Grübeln
    Von vakuum im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 15.05.2015, 21:34
Thema: Grübeln im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum