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Diskutiere im Thema Rauchen aufgeben? Nichtraucher? Entwöhnung! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Rauchen aufgeben? Nichtraucher? Entwöhnung!

    Smiley schreibt:
    @ 0815
    Ja vor dem rundfressen und ungenießbar sein habe/hatte ich auch Angst, aber auch dazu bekommen wir Anleitungen wie Ernährung-Tipps, Stress, Verhaltenstherapie. Das hört sich alles gut durchdacht und geplant an.
    Noch Rauche ich, habe aber Hoffnung es zu schaffen ohne rund zu werden und für mich und mein Umfeld geniesbar zu bleiben.

    LG
    Smiley
    ich drück dir die daumen, smiley! (sowie allen anderen auch!!!)

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 100

    AW: Rauchen aufgeben? Nichtraucher? Entwöhnung!

    Smiley schreibt:
    Mir geht es hier um das Thema, das Rauchen aufzugeben. Was sind eure Erfahrungen zu diesem Thema?
    Ich möchte eine Diskussion eröffnen wo es darum geht, wie man es schaffen kann oder warum nicht? Die Probleme auf diesem Weg.
    Vor/Nachteile, Hilfen, Tricks, Tipps, Erfahrungen Positiv/Negativ?
    Ich bin gerade wieder dabei, das Rauchen aufzugeben. Ich habe schon mal vor 10 Jahren aufgehört für mehrere Jahre und mich dann in die Falle des Gelegenheitsrauchens wieder fangen lassen.
    In den letzten 3,5 Jahren hab ich von 1,5 auf mittlerweile fast 3 Packungen täglich gesteigert.

    Ich nehme jetzt seit ein paar Tagen Ritalin und hoffe, dass mir die Medikation es vereinfacht, ohne Zigaretten auszukommen.


    Smiley schreibt:
    Methoden: Seminare, CD's-Bücher, Willenskraft-Kopfsache, Injektionspritzen, Punkt-Schluss oder Reduktionsmethode, Hypnose, Akupunktur, Laserakupunktur, andere?
    Statistisch belegt zumindest teilweise hilfreich. Ich gehe in erster Linie den WIllenskraft-Weg (der ist so oder so unvermeidlich und immer die Grundlage) aber kann mir gut vorstellen, dass andere Dinge gute Hilfe sien können.


    Smiley schreibt:
    Nikotinersatz: Kaugummi, Pflaster, Medikamente, Homöopathieka, Kräutertabak, andere?
    Also von diesen Nikotin-Präparaten halte ich nicht viel, weil die suggerieren, das Hauptproblem beim Nikotinentzug wäre die körperliche Abhängigkeit, was einen dazu verleiten kann, die psychische Abhängigkeit zu unterschätzen.


    Smiley schreibt:
    Ersatzbefriedigung: Sport Hobby, Essen, Süßigkeiten, Kaugummi, andere?
    Ersatzbefriedigungen kann man selbst wählen. Wenn man dafür was wählt, was einem nicht gut tut (übermäßiger Süßigkeitenkonsum, etc), dann ist man schon selbst schuld. Sport ist in jedem Fall gut, denn es hat sich gezeigt, dass körperliche Betätigung die Lust auf Zigaretten dämpft.

    Was mir geholfen hat waren Zigaretten... und zwar solche, die ich nicht angezündet habe. Ich bin noch Monate, nachdem ich aufgehört hatte, mit ner Zigarette im Mund rumgemacht, ich hatte das gewohnte Ding in der Hand, Inhalations-Gefühl in der Lunge, nur halt ohne Rauch.


    Smiley schreibt:
    Entzugserscheinungen: Nervös/Unruhe, Konzentration, Depression, Stresstolleranz/Aggressivität, Gesteigerter Appetit, andere?
    KÖNNEN auftreten, das hängt aber stark von deiner Vorbereitung ab. Wenn man sich einbildet, diese Erscheinungen zu haben, wird man sie auch haben, aber es gibt Wege, sein Hirn vorher so zu schulen, dass wenig bis gar keine störenden Entzugserscheinungen auftreten.


    Smiley schreibt:
    Vorteile: Geruch/Geschmackssinne, Kondition, mehr Geld, Unabhängigkeit,
    Frischluft-Wohnung-Auto-Kleidung, Zähne-Haut, andere?
    - Verringerung des Risikos schwerer Erkrankungen wie Krebs, Embolien, ...
    - Erheblicher Zeitgewinn für Arbeit oder Freizeit, weil die Zigarettenpause wegfällt
    - Vorteile im Sozialbereich weil die Party / das Restaurant nicht zum Rauchen verlassen und das Gespräch unterbrochen werden muss
    - Langfristig Stärkung des Immunsystems
    - ...


    Smiley schreibt:
    Nachteile:
    Sorry, aber mit dem Rauchen aufhören hat keine Nachteile:


    Smiley schreibt:
    Keine Ersatzhandlung, Gewichtzunahme,
    Gewichtzunahme findet statt, wenn man sein Essverhalten ändert. Das ist kein Nachteil des Rauchstopps sondern ein Resultat des falschen Verhaltens beim Entzug.


    Smiley schreibt:
    Langeweile, andere?
    In wie fern ist Langeweile ein Nachteil des Nichtrauchens? Meinst Du, jemand der nie geraucht hat, dem ist langweiliger als nem Raucher? Wenn Du meinst, das das halten und ziehen an einer Zigarette eine kurzweilige Beschäftigung ist, kannst Du das weiter machen, ohne das Ding anzuzünden.
    Wenn Du das Gefühl hast, Dir ist ohne brennende Zigaretten langweilig dann ist das ein Trick deines Hirns, sozusagen eine Entzugserscheinung. Ein Nichtraucher denkt auch nicht, dass ihm langweilig ist, weil er keine Kippe im Mund hat.
    Genau so was sollte einem klar sein, bevor man mit dem Rauchen aufhört. Die Nachteile, die Dinge, die man vermisst, sind reine Einbildungen durch den Teufel der Sucht hervorgerufen.
    Hört man tatsächlich auf zu rauchen, gehts einem langfristig in jeder Hinsicht besser und es hat keinen Nachteil. Vorausgesetzt, man verhält sich richtig und bereitet sich korrekt vor.


    Smiley schreibt:
    Warum Raucht ihr nicht mehr?
    Die schwierigere Frage wäre eher: Warum raucht ihr? Da gibts nämlich keinen plausiblen Grund, der nicht auf die Sucht zurückzuführen wäre. Da nicht mehr rauchen nur Vorteile hat, braucht man nicht fragen, warum man nicht mehr raucht.


    Smiley schreibt:
    Ist Rauchen ein Genuss oder eine Sucht?
    Rauchen ist eine reine Sucht und die Genuss-Aspekte des Rauchens sind eine von der Sucht hervorgerufene Einbildung.


    Smiley schreibt:
    Raucht ihr gerne?
    Nein, mich kotzt es dermaßen an. Hat es schon immer. Im Moment, wo ich nach dem Essen erst Mal eine rauche ist es natürlich trotzdem irgendwie extrem geil und befriedigend aber vom Grundsatz her hasse ich alles an Zigaretten: Geschmack, Geruch, Werbung, wie sie auf meinen Körper Wirken, wie ich andere damit belästige, wie sie meine Zeit stehlen, ...


    Smiley schreibt:
    Ist es für ein ADS'ler schwieriger aufzuhören als Normalo?
    Naja, da Nikotin wohl oft hilfreich ist für die Selbstmedikation gibt es eventuell für ADS-Patienten tatsächlich einen einzigen Vorteil zu rauchen: Regelung des Dopamin-Levels. Wenn es darum geht, sollte man logischerweise aber auf Nikotinpflaster umsteigen. Wenn man die richtige Medikation erhält, sollte dadurch die Selbstmedikation mit Zigaretten auch obsolet werden. Schwerer ist aufzuhören... kann ich nicht sagen, ich kenn nicht beide Seiten. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass es da viel wichtigere Faktoren gibt, wie Vorbereitung, etc.


    Smiley schreibt:
    Wie habt ihr das Ziel erreicht?
    Damals: Regeln, Extensive Autosuggestion, Vor allem aber einfach klare Entscheidung. Wenn man "versucht" mit dem Rauchen aufzuhören, gehts meistens schief. Das kann man nur machen. Ganz einfach: Ab dem geplanten Datum zünd ich mir keine mehr an. Was gibts da zu versuchen? Die Zigarette zündet fängt nicht einfach Feuer und hüpft in den Mund, die zündet man selbst an und das lässt man halt einfach bleiben.
    Rauchen aufhören ist nicht "schwer" sondern anstrengend, weil ständig eine Stimme im Kopf auftaucht, die einem Vorschlägt, doch seine Meinung zu ändern aber wenn man sich fix entschieden hat, keine anzuzünden, dann zwingt einen nichts.
    Man stelle sich vor: Man hat plötzlich eine tödliche Nikotin-Allergie entwickelt und erfährt, dass die nächste Zigarette einen umbringen wird. Ist doch wohl klar, dass jeder von uns dann mit dem Rauchen aufhören "könnte", oder?
    Es geht also ums "wollen" und nicht ums "können" und daher geht es auch ums "machen" und nicht ums "schaffen".


    Smiley schreibt:
    Warum nicht Geschafft, in welcher Situation wieder angefangen?
    Den Fehler gemacht, mir einzubilden, Gelegenheitsrauchen sei möglich. Ist es grundsätzlich auch, hat jahrelang funktioniert. Nur kann einen eine böse Stresssituation dann halt wieder reinreiten, denn jedes Mal, wenn man einen Abend aus "Gelegenheit" raucht, macht man danach wieder nen kleinen Entzug durch und muss stark genug sein und etwas Energie aufwenden. In bestimmten Stresssituationen hat man dann die Ressourcen grad nicht und schwupps ist man wieder Raucher. Ich bin daher mittlerweile der Meinung, dass Gelegenheitsraucher nur dann möglich ist, wenn man sicher sein kann, in keine Situation mit gesteigertem Stress, Druck, Schmerz, Traurigkeit, etc zu kommen und nachdem keiner das für sich ausschließen kann ist der Zustand des "Gelegenheitsrauchers" ein zu hohes Risiko.


    Smiley schreibt:
    Würdet ihr gern aufhören?
    Absolut. Schon immer. Arbeite auch daran.


    Smiley schreibt:
    Wie lange habt ihr es geschafft aufzuhören?
    Ich habe es nicht "geschafft" sondern gemacht und es waren mehrere Jahre. Dann eben wieder Gelegenheitsmäßig angefangen.


    Smiley schreibt:
    Habt ihr in der Schwangerschaft unterbrochen/aufgehört?
    Ich kann leider aus biologischen Gründen nicht Schwanger werden. Würde sonst mit Sicherheit aufhören, bevor ich versuche Schwanger zu werden.
    :-)


    Grüße,


    V

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 540

    AW: Rauchen aufgeben? Nichtraucher? Entwöhnung!

    Hallo Smiely,

    habe da was gefunden, ich hoffe jetzt nur dass ich dieses auch hier verwenden darf. Das Gerät, mit dem die Laser-Akupunktur vorgenommen wird (das Bild habe ich vorsichtshalber mal entfernt), könnt ihr euch wie einen großen Stift vorstellen.

    Bei mir wurde das Ohr und die Nase punktiert, ist schmerzfrei, lediglich ein leichtes "bizzeln" war zu spüren.

    Es hat mich damals 70 Euro gekostet.

    Darauf gekommen bin durch meinen ehemaligen Hausarzt, der Gute war selber schon über 60-jahre, und minimum seit 40-ig Jahren Kettenraucher, selbst in seiner Arztpraxis, vor den Patienten, konnte er das Rauchen nicht lasen. Mit 3 Sitzugen war er rauchfrei und absoluter Fan u.g. Methode.


    [ ................... ]
    Geändert von Alex (22.01.2011 um 20:38 Uhr) Grund: Text und Bild gelöscht (Urheberrecht + fremdverlinkt)

  4. #14
    .

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.018

    Lächeln AW: Rauchen aufgeben? Nichtraucher? Entwöhnung!

    @ chubchub
    Danke das du dich so ausführlich beteiligst! Was heißt das, bin da bei aufzuhören ? Ritalin ja hat mir am Anfang auch geholfen, ich habe deutlich weniger geraucht, das hat sich (leider) irgendwann wieder normalisiert.

    KÖNNEN auftreten, das hängt aber stark von deiner Vorbereitung ab. Wenn man sich einbildet, diese Erscheinungen zu haben, wird man sie auch haben, aber es gibt Wege, sein Hirn vorher so zu schulen, dass wenig bis gar keine störenden Entzugserscheinungen auftreten.
    Was sind die/deine Wege, das Hirn so zu schulen das wenig/keine Entzugserscheinung auftreten??? Psychisch wirkt Nikotin im Dopaminhaushalt beruhigend, das hat aber weniger mit Einbildung zu tun. Die Einbildung hat etwas mit Kontrollüberzeugungen, also wie man es Erlebt zu tun. Physisch verlangt der Körper Nikotin(Sucht)
    Sorry, aber mit dem Rauchen aufhören hat keine Nachteile:
    Die Frage ist Bezogen auf die Entwöhnung!
    Nachteile: Keine Ersatzhandlung, Gewichtzunahme, Langeweile, andere?
    In wie fern ist Langeweile ein Nachteil des Nichtrauchens? Meinst Du, jemand der nie geraucht hat, dem ist langweiliger als nem Raucher? Wenn Du meinst, das das halten und ziehen an einer Zigarette eine kurzweilige Beschäftigung ist, kannst Du das weiter machen, ohne das Ding anzuzünden.
    Wenn Du das Gefühl hast, Dir ist ohne brennende Zigaretten langweilig dann ist das ein Trick deines Hirns, sozusagen eine Entzugserscheinung. Ein Nichtraucher denkt auch nicht, dass ihm langweilig ist, weil er keine Kippe im Mund hat.
    Genau so was sollte einem klar sein, bevor man mit dem Rauchen aufhört. Die Nachteile, die Dinge, die man vermisst, sind reine Einbildungen durch den Teufel der Sucht hervorgerufen.
    Hört man tatsächlich auf zu rauchen, gehts einem langfristig in jeder Hinsicht besser und es hat keinen Nachteil. Vorausgesetzt, man verhält sich richtig und bereitet sich korrekt vor.
    Ich denke einem Nichtraucher würde es bei seinen täglichen Handeln mehr stören(ungewohnt) er hätte gar keine Hand frei. Rauchen betreibt man mehr oder weniger nach einem Ritual, wenn sich das ändert ist es ungewohnt
    zB, (erledigte Arbeit-jetzt eine rauchen!)

    Warum Raucht ihr nicht Mehr? Die Frage ist Bezogen auf die Motivation zB. Gesundheit, Kondition, Finanzen, Selbstbestimmung etc. Es gibt viele Gründe! Die Motivation entscheidet mit über Erfolg/Niederlage.

    Weiter schreibst du: Rauchen ist kein Genuss sondern entstanden aus Sucht.
    ich kann es als Genuss empfinden, zB ein Kaffee/Wein in ruhe mit einer Zigarette. Ich Rauche sie wohl aus Sucht doch ist es etwas anderes wie im Stress zur Beruhigung oder als Depotwirkung vor einem Flug.


    Nein, mich kotzt es dermaßen an. Hat es schon immer. Im Moment, wo ich nach dem Essen erst Mal eine rauche ist es natürlich trotzdem irgendwie extrem geil und befriedigend aber vom Grundsatz her hasse ich alles an Zigaretten: Geschmack, Geruch, Werbung, wie sie auf meinen Körper Wirken, wie ich andere damit belästige, wie sie meine Zeit stehlen
    Hass-Liebe?

    Du schreibst, das du aufhören willst, daran arbeitest und dich korrekt vorbereitest!
    Wie sieht die Vorbereitung und Arbeit aus, was machst du da ?
    Wann willst du aufhören?

    LG smiley

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 100

    AW: Rauchen aufgeben? Nichtraucher? Entwöhnung!

    Hi,


    Smiley schreibt:
    @ chubchub
    Danke das du dich so ausführlich beteiligst! Was heißt das, bin da bei aufzuhören ? Ritalin ja hat mir am Anfang auch geholfen, ich habe deutlich weniger geraucht, das hat sich (leider) irgendwann wieder normalisiert.
    Naja, bevor ich meine Diagnose bekommen hab, gings mir nicht so klasse, außerdem, war ich echt ziemlich selten erfolgreich in Dingen, die mich nicht wirklich in einer Form stimuliert haben. Jetzt denke ich mir, mit den positiven Effekten, die das Ritalin auf mich hat, hab ich sehr viel bessere Voraussetzungen, außerdem bin ich einfach ziemlich froh über die Diagnose, weil ich endlich weiß, wie ich dran arbeiten kann. Sind doch beste Voraussetzungen, jetzt aufzuhören


    Smiley schreibt:
    Was sind die/deine Wege, das Hirn so zu schulen das wenig/keine Entzugserscheinung auftreten???
    Naja, was ich hier halt mache, mir die ganze Zeit bewusst machen, wie schlecht doch Rauchen eigentlich ist, mich darauf konzentrieren wie eklig jede Zigarette schmeckt, wie schwach mein Körper davon wirkt, wie meine Lunge ständig juckt, man findet ständig Unschöne Bilder, die mit dem Rauchen verbunden sind. Schon mal aufgefallen wie extrem wenig ästhetisch ansprechend ein benutzter Aschenbecher aus Naher Sicht ist?
    ... Vor allen Dingen wichtig ist aber in dem Moment, wo man Lust auf eine Zigarette hat, sich ganz klar bewusst zu machen, dass eine Zigarette nichts schönes, erleichterndes, entspannendes und genussvolles ist sondern in jeder Hinsicht das Gegenteil und dass der Wunsch nach ner Zigarette ein reines Produkt deiner Sucht ist.


    Smiley schreibt:
    Psychisch wirkt Nikotin im Dopaminhaushalt beruhigend, das hat aber weniger mit Einbildung zu tun.
    Klar, wie gesagt, kann das bei AD(H)S-Patienten somit die Ausnahme sein, dass Zigaretten eventuell tatsächlich einen Vorteil haben. Ist aber auch Wurscht weil das wiegt die Nachteile nicht auf und Nikotin kann man auch in sehr viel gesünderer Form konsumieren.


    Smiley schreibt:
    Die Einbildung hat etwas mit Kontrollüberzeugungen, also wie man es Erlebt zu tun. Physisch verlangt der Körper Nikotin(Sucht)
    Naja... der körperliche Anteil ist relativ gering und schnell vorbei bei Nikotin. Die problematische Sucht ist die geistige.


    Smiley schreibt:
    Ich denke einem Nichtraucher würde es bei seinen täglichen Handeln mehr stören(ungewohnt) er hätte gar keine Hand frei. Rauchen betreibt man mehr oder weniger nach einem Ritual, wenn sich das ändert ist es ungewohnt
    Genau. Nur vom Ritual her kann man da auch was beliebiges anderes einsetzen, Rituale müssen nicht das in die Lunge ziehen von hochgiftigen, übelriechenden Gasen einschließen.


    Smiley schreibt:
    Warum Raucht ihr nicht Mehr? Die Frage ist Bezogen auf die Motivation zB. Gesundheit, Kondition, Finanzen, Selbstbestimmung etc. Es gibt viele Gründe! Die Motivation entscheidet mit über Erfolg/Niederlage.
    Sehe ich bedingt so. Die Motivation aufzuhören kann ungenügend sein. Denn egal, welche Vorteile man sich verspricht: Sie sind relativ und lassen sich verdrehen:
    - Wenn ich wegen den Kosten zum Rauchen aufhören will und in der Entzugsphase den Lotto Jackpot gewinne, ist meine Motivation dahin und ich fange wahrscheinlich gleich wieder an.
    - Wenn ich wegen Gesundheit und Kondition aufhöre, und plötzlich nen Unfall habe, der mich an den Rollstuhl fesselt, ist mein Grund zum Aufhören dahin.
    - Höre ich wegen meiner Freundin auf, sie verlässt mich... es reicht ja schon ein Streit zum Teil, nach dem mir die Zigarette die Option gibt, ihr eins auszuwischen, sie in Schuldgefühle zu drängen, etc.
    Jeder mögliche Ausweg aus den Argumenten, das Rauchen aufzugeben ist eine Gefahr und sollte vermieden werden. Daher finde ich das Motivationsbasierte Nicht-mehr-Rauchen gefährlich

    Dass es genug gute Gründe gibt, NICHT zu rauchen, ist uns allen Bewusst. Anstatt hier Prioritäten zu finden und Anlässe zu suchen finde ich die Frage viel wichtiger (und viel hilfreicher beim Aufhören):

    WARUM RAUCHT IHR?

    Darauf gibts nämlich keine legitime Antwort, außer der, dass man nun Mal süchtig ist. Damit bleiben einem zwei Optionen: Entweder man raucht bis ans Lebensende weiter oder man hört irgendwann auf. Und da das Rauchen eh keine Vorteile bringt, hört man am besten so bald wie möglich auf. Also sobald man von dieser Tatsache vollständig überzeugt ist, gibt es kein Argument mehr, weiter zu rauchen, außer man möchte für immer weiterrauchen.


    Smiley schreibt:
    Weiter schreibst du: Rauchen ist kein Genuss sondern entstanden aus Sucht.
    ich kann es als Genuss empfinden, zB ein Kaffee/Wein in ruhe mit einer Zigarette.
    Willst Du damit darauf hinaus, dass ein Nichtraucher, der sich in der gleichen entspannten Situation wie Du befindet, mit Wein/Kaffee und dem genau gleichen Setting, dass dieser Nichtraucher ohne Zigarette weniger Genuss empfindet als Du?
    Ich würde eher das Gegenteil vermuten, ihr beide seid in einer entspannten SItuation, genießt den Wein und die Ruhe, nur dass Du im Gegensatz zu dem Nichtraucher durch deine Sucht dazu gezwungen wirst, dir giftige, stinkende Gase reinzuziehen, die deinem Körper langfristig aber auch spürbar direkt schaden. Du bist nur der arme Kerl, der ohne die Zigarette den Wein nicht richtig genießen könnte. Der Nichtraucher hat ein insgesamt besseres Körpergefühl, seine Geschmacks- und Geruchsnerven sind empfindlicher, so dass er von dem Wein mehr schmeckt und nach jedem Schluck Wein kann er tief frische Luft in seine Lungen saugen und den sauberen Sauerstoff im Raum genießen.
    Ich gehe davon aus, dass der Nichtraucher klar mehr Genuss hat als der Raucher. Wenn man die Befriedigung durch die Zigarette als die Bekämpfung der Suchterscheinungen wahrnimmt und sich bewusst ist, dass man durch die Zigarette nur einen Grad an Entspannnung/Zufriedenheit erreicht, den der Nichtraucher schon von Natur aus genießt.


    Smiley schreibt:
    Ich Rauche sie wohl aus Sucht doch ist es etwas anderes wie im Stress zur Beruhigung oder als Depotwirkung vor einem Flug.
    Wieso? Siehe obiges Beispiel und nenn mir eine einzige valide Situation in dem Zigaretten dem Raucher im Vergleich zum Nichtraucher irgendeinen Gewinn an Entspannung, Konzentration, Genuss, etc bringen.


    Smiley schreibt:
    Hass-Liebe?
    Ganz und gar nicht. Purer, abgrundtiefer Hass auf Zigaretten, der seit langer Zeit wächst und gedeiht, den ich unterdrücke, um mir einbilden zu können, das Rauchen zu genießen. Und den ich jetzt hervorhole, gieße und unterstütze auf dass er wachse und gedeihe und mir die verdammten Zigaretten so richtig verleide.


    Smiley schreibt:
    Du schreibst, das du aufhören willst, daran arbeitest und dich korrekt vorbereitest!
    Wie sieht die Vorbereitung und Arbeit aus, was machst du da ?
    Lies einfach, was ich hier schreibe. Ich versuch, den ganzen Tag so zu denken. Ich habe mir Bilder von zerstörten Raucherlungen als Schreibtischhintergründe geladen, ich zwinge mich mehrmals am Tag, meine Meinung über Zigaretten in extremst schlechtestem Licht darauf kundzutun (wie hier) oder im Netz nach Informationen über Todesfälle durch rauchen, Gesundheitsrisiken, etc zu recherchieren.
    Das wichtigste jedoch ist, mir in jedem Moment, in dem ich Lust auf eine Zigarette habe, mir zunächst wieder klar zu machen, dass mir den vermeintlichen "Genuss" nur meine Sucht einredet und dass es keinerlei Vorteile hat, eine Zigarette zu rauchen. Außer der temporären Befriedigung der Sucht. Danach stelle ich mir dann vor, wie eklig eine Zigarette schmeckt, wie meine Lunge wieder das Stechen anfängt, wie ich morgen früh ein bisschen schlechter hochkommen werde wegen dieser einen Zigarette, wie ich Mundgeruch davon bekommen werde und wie sogar meine Finger danach stinken werden. Wenn ich Anregung für die Phantasie brauche, nehm ich schon auch mel ne tiefe Nase aus dem Aschenbecher und guck mir die Stummel an. Wenn man das mal bewusst macht, sieht man, was man sich eigentlich antut.

    Danach kann man sich dann noch vorstellen, wie man jetzt, würde man die Zigarette nicht rauchen, die Lungenfähigkeit, Geruchsvermögen, Kondition, die man im Moment hat, weiterhin genießen kann, bzw wie der Körper sich sogar wacher, fitter, gesünder anfühlt je länger die letzte Zigarette her ist. Bzw wenn man schon Ex-Raucher ist, dann sollte man sich an dieser Stelle darauf konzentrieren, wie viele kleine Dinge sich verbessert haben, seit man aufgehört hat, mal die Lungen richtig voll mit frischer Luft ziehen, mal an den Fingerkuppen schnuppern oder an der frischen Wäsche die nicht schon beim Trocknen den Rauchgeruch aus der Wohnung annimmt, sich bewusst machen, wie lecker das Mittagessen geschmeckt hat oder dass man jetzt aufstehen und ein paar Meter sprinten könnte und danach glücklich aktiviert und nicht erschöpft und kurzatmig wäre.


    Diese Autosuggestion sollte man schon vor dem Aufhören beginnen, sich lange genug vorbereiten, das Rauchen aber nicht einschränken und dann sollte man an einem gewählten, rechtzeitig voraus geplanten Punkt, die letzte Zigarette rauchen und dann keine mehr. Es muss einem halt klar sein, dass man nicht "versuchen" kann, keine zu rauchen. Man macht das einfach. Man darf nur nicht seine Entscheidung ändern. Und da die Sucht als kleines manipulatives Männchen im Kopf sitzt, muss man sich entsprechend vorbereiten, damit das Männchen einem halt nichts einreden kann.


    Wie gesagt, jeder würde sofort aufhören, wenn ihn die nächste Zigarette sicher töten würde. Man muss sich nur die entsprechende Motivation geben, eine feste Entscheidung zu treffen, die kein Sucht-Männchen mehr umdrehen oder auch nur in Frage stellen kann.
    Solange man sich nicht absolut sicher ist, dass man sich "entscheiden" kann, aufzuhören, solange man glaubt, man "versucht" es, macht man sich was vor und sollte lieber noch warten (nach meiner Methode).


    Smiley schreibt:
    Wann willst du aufhören?
    Gestern ;-)


    Grüßchen,



    V

  6. #16
    .

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.018

    Lächeln AW: Rauchen aufgeben? Nichtraucher? Entwöhnung!

    @ Anja Danke,
    für deine Mühe, es ist bestimmt auch sehr interessant für alle die aufhören wollen und sich mit dem Thema beschäftigen. Ich habe mal ein Artikel über Russland gelesen, die sind weit vorne was Akupunktur und Sucht betrifft. Die schaffen es, sogar Opiat- Heroinabhängigen über die Akupunktur ein Ausstieg zu ermöglichen.Vorrausgesetzt der Patient hat den Wunsch. Was ich interessant finde, ist das dir die Nase Akkupunktiert wurde, oder war es neben der Nase? Weist du da auch noch die Punkte? Ich kenne nur je zwei rechts/links neben der Nase oder unter der Nase?

    @ chubchub Danke,
    Ich finde es interessant was du schreibst, also wie du es siehst es kommt sehr überzeugt rüber. Es ist eine Art oder Methode wie ich es noch nicht kannte. So hart gehe ich nicht mit mir ins Gericht, also mit den Bildern hinterm Bildschirm oder ne tiefe Nase aus dem Aschenbecher. Allerdings klage ich mich auch an, was mich aber runterzieht. Bei mir ist die Ironie, seit dem ich weiß das ich aufhören werde, mein Konsum leicht angestiegen ist - Verlustängste? oder mein innerer Schweinehund - nimm was du noch kriegen kannst? Es ist aber egal es ist von höchster Stelle(meines Körpers) abgesegnet, Bei mir ist es so, ich setze keine Willenskraft ein(gegen das Rauchen)also keine Anspannung. Ich male mir schöne Bilder aus, ich denke an die Person, die ich heute sein könnte und denke an die Person, die ich morgen sein werde. Ich entwickle dabei eine gewisse Vorfreude, freier zu leben. Ich habe mich entschieden.
    Naja... der körperliche Anteil ist relativ gering und schnell vorbei bei Nikotin. Die problematische Sucht ist die geistige.
    Psychische Abhängigkeiten ein Bedürfnis bis hin zu einem zwanghaften Drang oder verlangen nach periodischen oder dauerhaften Konsum um ein Lustgefühl zu erlangen und/oder ein Unlust Gefühl zu vermeiden. -"Kontrollfähigkeit".-"Verhalten" -
    Physische Abhängigkeit eine Körperliche Reaktion beim Dauerkonsumenten, die zu einer Körperlichen Toleranz gegenüber der Substanz-Wirkung führt und beim Absetzen der Substanz Entzugssymptome hervorruft. -"Entzugserscheinung". - "Symptome" -
    Willst Du damit darauf hinaus, dass ein Nichtraucher, der sich in der gleichen entspannten Situation wie Du befindet, mit Wein/Kaffee und dem genau gleichen Setting, dass dieser Nichtraucher ohne Zigarette weniger Genuss empfindet als Du?
    Du schreibst in beiden Artikeln immer von einem "Vergleich" zwischen Nichtraucher/Raucher. Ich denke das man es Bezogen auf das Thema nicht vergleichen kann. Das sind zwei paar Schuhe.
    Ein Raucher hat sich Verhaltensweisen angewöhnt, die ein Nichtraucher erst gar nicht kennengelernt hat. Ich kann den Raucher nur mit sich selbst vergleichen, im Bezug auf "Nichtraucher werden" und den Änderungen die damit einher gehen!

    lieben Gruß
    Smiley
    Geändert von Smiley (24.02.2010 um 18:02 Uhr) Grund: Wortwahl

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 540

    AW: Rauchen aufgeben? Nichtraucher? Entwöhnung!

    Hallo Smiley,

    habe leider kein Beitrag dazu bei google gefunden, die Punkte waren seitlich an den Nasenflügeln, also auf der Nase und soweit ich mich erinnere die Nasenspitze.

    Werde weiterhin googeln, wenn ich mehr weiß, melde ich mich wieder.


    LG, Anja

    P.s. Warum ist in den Beiträgen "rauchen" immer rot geschrieben, habe ich irgendetwas verpasst, damit wird doch eher das Rauchen suggeriert, oder?
    Nicht unbedingt förderlich zum aufhören oder irre ich mich da
    Geändert von anja77 (24.02.2010 um 19:44 Uhr) Grund: Ergänzung

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 100

    AW: Rauchen aufgeben? Nichtraucher? Entwöhnung!

    Huhu,


    Smiley schreibt:
    Ich finde es interessant was du schreibst, also wie du es siehst es kommt sehr überzeugt rüber.
    Es ist überzeugt da ich aus Erfahrung weiß, dass es bei mir so funktioniert. Hat es schon oft, in meiner Zeit als "Quartalsraucher" sowieso, vor allem aber auch beim ersten Mal komplett aufhören, danach war ich mehrere Jahre rauchfrei, obwohl ich nur ein Jahr vorgenommen hatte.

    Dies Mal ist ein gewisser Unterschied da, erstens hab ich vorher nie so lange am Stück und so viel geraucht, wie gesagt, die letzten 3,5 Jahre hab ich mich von 1,5 Schachteln auf fast 3 gesteigert und dazu kommt, dass ich mir Anfang des Jahres vorgenommen habe, im Laufe diesen Jahres endgültig und für immer mit Zigaretten aufzuhören. Hab aber eher an Sommer bis Herbst gedacht gehabt, nun kann es sein, dass das deutlich früher kommt und dass ich im Laufe des Jahres dann noch Mal anfange um erneut aufhören zu müssen ist recht unwahrscheinlich.


    Smiley schreibt:
    So hart gehe ich nicht mit mir ins Gericht, also mit den Bildern hinterm Bildschirm oder ne tiefe Nase aus dem Aschenbecher.
    Meine Einstellung ist nicht, dass ich da "mit mir ins Gericht gehe" - im Gegenteil wenn ich mir bewusst mache, wie eklig das eigentlich ist, bin ich froh und bestätigt, dass ich mir das nach dem Aufhören nicht mehr antun muss.


    Smiley schreibt:
    Allerdings klage ich mich auch an, was mich aber runterzieht.
    Ausgehend von meiner Theorie: Versuch Selbst-Vorwürfe zu vermeiden. Die erzeugen nur Stress, den dein Suchthirn als Vorwand nehmen kann, dich zu einer Änderung deiner Entscheidung zu verführen.
    Konzentrier dich besser darauf, wie gut es Dir gehen wird, sobald Du aufgehört hast. Wie frisch Du sein wirst. Wenn Du bereits deine "Letzte" geraucht hast, wirf Dir nicht vor, dass Du dir so lange geschadet hast sondern Lobe dich selber für die Entscheidung jetzt aufzuhören und bemitleide die armen Raucher, die sich noch nicht von Ihren Fesseln befreit haben.


    Smiley schreibt:
    Bei mir ist die Ironie, seit dem ich weiß das ich aufhören werde, mein Konsum leicht angestiegen ist - Verlustängste? oder mein innerer Schweinehund - nimm was du noch kriegen kannst?
    Gut so. Rauch so viel wie Du Lust hast, am besten mehr als Du Lust hast und die letzte Nacht, bevor Du aufhörst, rauch so richtig übelst viel, damit Du am nächsten Tag mit Lungenschmerzen aufwachst und Dir ganz klar bewusst ist, was Du Dir ersparst, indem Du heute und in Zukunft nicht mehr rauchst.


    Smiley schreibt:
    Es ist aber egal es ist von höchster Stelle(meines Körpers) abgesegnet, Bei mir ist es so, ich setze keine Willenskraft ein(gegen das Rauchen)also keine Anspannung. Ich male mir schöne Bilder aus, ich denke an die Person, die ich heute sein könnte und denke an die Person, die ich morgen sein werde. Ich entwickle dabei eine gewisse Vorfreude, freier zu leben. Ich habe mich entschieden.
    Das ist ja prinzipiell mal, was ich auch mache. Bei mir kommt halt die Konzentration auf die negativen Effekte des Rauchens hinzu, damit ich nicht in Verführung komme, mir irgendeinen Gewinn durch Zigaretten einzubilden sondern ganz klar nur Vorteile im Nichtrauchen wahrnehme und für jeden Moment, in dem mir die Sucht sagt "wow, jetzt würd ich aber gern eine rauchen" mir die Vorstellung, tatsächlich eine anzuzünden direktes Unbehagen auslöst.


    Smiley schreibt:
    Psychische Abhängigkeiten ein Bedürfnis bis hin zu einem zwanghaften Drang oder verlangen nach periodischen oder dauerhaften Konsum um ein Lustgefühl zu erlangen und/oder ein Unlust Gefühl zu vermeiden. -"Kontrollfähigkeit".-"Verhalten" -
    Physische Abhängigkeit eine Körperliche Reaktion beim Dauerkonsumenten, die zu einer Körperlichen Toleranz gegenüber der Substanz-Wirkung führt und beim Absetzen der Substanz Entzugssymptome hervorruft. -"Entzugserscheinung". - "Symptome" -
    Naja, das sind Definitionen... Ich war schon nach vielen Dingen süchtig und ausschließlich nach solchen bei der keine oder geringe körperliche Abhängigkeit vorhanden ist (ja, da gehört auch Nikotin dazu, schwere körperliche Abhängigkeit wird von Heroin, Amphetaminen, Kokain, Alkohol erzeugt) und ich weiß, dass jeder Entzug von etwas, von dem man psychisch abhängig war, Entzugssymptome verursacht. Die meisten Entzugssymptome, die bekannt sind beim Nikotinentzug aufzutreten, sind eben auch psychischer Natur, mit vielleicht leichten körperlichen Anteilen. Man kann ja den Entzug auch entkoppeln und in zwei Schritten gehen: Erst aufhören zu rauchen und dann Nikotin absetzen, wenn man meint, dass einem es dann einfacher macht. Ich kann Dir versichern, wenn Du das Rauchen schon mal ein paar Monate hinter Dir hast, ist das Absetzen der Nikotin-Kaugummis vergleichsweise harmlos. Und selbst wenn Du das dann nicht mehr machst, Nikotin-Kaugummis oder -Pflaster sind sehr viel harmloser als Zigaretten, wenn auch nicht gesund.


    Smiley schreibt:
    Du schreibst in beiden Artikeln immer von einem "Vergleich" zwischen Nichtraucher/Raucher. Ich denke das man es Bezogen auf das Thema nicht vergleichen kann. Das sind zwei paar Schuhe.
    Ein Raucher hat sich Verhaltensweisen angewöhnt, die ein Nichtraucher erst gar nicht kennengelernt hat. Ich kann den Raucher nur mit sich selbst vergleichen, im Bezug auf "Nichtraucher werden" und den Änderungen die damit einher gehen!
    Ok, dann musst Du aber immer spezifizieren, ob Du dich auf die Phase des Entzugs beziehst oder auf die Zeit, wenn man den Entzug völlig hinter sich hat.

    Glaubst Du, dass Du 2 Jahre nach dem Du das Rauchen endgültig aufgegeben hast wenn Du ein Glas Wein in Ruhe trinkst, ohne Zigarette, Du es dann weniger oder mehr genießen kannst als wenn Du es heute trinkst, mit Zigarette.
    Ich bin mir sicher, dass ich es mehr genießen kann, ohne Rauchen.
    Zwischendrin, im eigentlichen Entzug, gibt es natürlich eine Unbefriedigung der Sucht, die Dir vorübergehend manche Dinge etwas verleiden kann. Da kann es mal sein, dass das Glas Wein in Ruhe weniger Genussvoll ist als vorher mit Zigarette oder nach dem Entzug ohne Zigarette.
    Aber wie schon beschrieben, habe ich die Erfahrung gemacht, dass man da eine Menge Einfluss drauf hat, wie sehr man darunter leidet. Redet man sich ein, dass man üble Entzugserscheinungen haben wird, wird das wahrscheinlich auch passieren.
    Da kann man viel steuern.

    Nichtsdestotrotz ändert es nichts an der Tatsache, dass "Aufhören" unheimlich anstrengend ist und nicht einfach fröhlich Sonnenschein. Aber man kann sichs durch die Richtige Vorbereitung zum einen deutlich erträglicher gestalten und zum anderen sicherstellen, dass man es durchzieht nämlich von "Ich VERSUCHE aufzuhören, hoffentlich schaffe ichs diesmal" weg kommen und hin zu "Ich habe mich entschieden und WERDE aufhören, ich bin darauf vorbereitet, dass ich unter dem Entzug leiden werde aber da ich weiß, was passieren wird, werde ich nie meine Entscheidung in Frage stellen und kann mich vorbereiten um das Leid zu großen Teilen in Energie umzuwandeln".


    Hast Du schon nen Termin, zu dem Du endgültig aufhören willst?


    Grüße,


    V

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 100

    AW: Rauchen aufgeben? Nichtraucher? Entwöhnung!

    anja77 schreibt:
    P.s. Warum ist in den Beiträgen "rauchen" immer rot geschrieben, habe ich irgendetwas verpasst,
    Kann es sein, dass Du das Thema über die Suchfunktion aufgerufen hast und nach "rauchen" gesucht hast?

    Versuch mal hier: http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...html#post39340

    Immer noch rot?


    anja77 schreibt:
    damit wird doch eher das Rauchen suggeriert, oder?
    Nicht unbedingt förderlich zum aufhören oder irre ich mich da
    Naja, diese Regeln zur Suggestion (keine Verneinungen, etc) werden manchmal auch etwas übertrieben eng genommen.
    Es hat viel damit zu tun, was Du selbst damit verbindest. Ich versuche grade Rauchen mit schlecht, Gestank, unangenehm, sinnlos, eklig zu verbinden und für mich hat ein großes rot geschriebenes Rauchen im Moment eher den Warneffekt also ich hab nicht das Gefühl, dass mir das Rauchen dadurch suggeriert wird.

    Grüße,


    V

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 540

    AW: Rauchen aufgeben? Nichtraucher? Entwöhnung!

    Hallo Chubchub,

    ja, da habe ich mich selber reingelegt, jetzt weiß ich, dass bei der Suchfunktion die Wörter "Rot" geschrieben werden

    LG, Anja

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