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Diskutiere im Thema ADHS und Narzissmus im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #21
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 416

    AW: ADHS und Narzissmus

    Ich hab mich auf die kritikfähigkeit bezogen. Das mit schaden zufügen war nur ein Beispiel.

    Wobei es von den Symptomen her doch Ähnlichkeiten gibt.

    Lies mal den Wikipedia Artikel zu narzisstische persönlichkeitsstörung durch, da wird auch der Teil mit Kritik etc näher beschrieben.

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 572

    AW: ADHS und Narzissmus

    Die Grenzen zwischen dem, was man im Alltag unter Psychopathie versteht und einer narzisstischer PS sind fliessend.

    Die narzisstische PS ist kein starres Konstrukt, die Auspraegung unterscheidet sich von Person zu Person.
    Die schlimmen Faelle sind aber von Psychopathie - wie man es in der Alltagssprache versteht - nicht unterscheidbar.
    Insbesondere auch deshalb, weil Narzissten beispielsweise eine niedrige emotionale Empathie aufweisen und eine eher hohe kognitive Empathie (siehe Manipulationsfaehigkeit etc.).
    Analog bei "Psychopathen" (im allgemeinen meint man damit wohl Menschen mit einer "dissozialen Persoenlichkeitsstoerung", Psychopathie an sich ist keine Diagnose, Leute mit dissozialer PS sind jedoch nach aussen hin nicht von dieser Grandiositaet getrieben wie Narzissten, sie fallen eher durch Gewalt etc. auf, waehrend Narzissten sehr auf ein gutes Aussenbild bedacht sind).

    Als eine Person, die mit ansehen durfte, wie eine einzelne Narzisstin eine komplette Familie zerstoert hat, muss ich noch verdeutlichen, dass man die narzisstische PS NIEMALS unterschaetzen darf.
    Bis ich diese Person kennenlernte, war mich nicht bewusst, dass dermassen fiese Menschen ueberhaupt ausserhalb von Serien/Filmen/Romanen existieren.
    Eine gute Freundin von mir ist Psychologin und durfte waehrend eines Praktikums vor allem narzisstische Personen "therapieren". Mit ihr unterhielt ich mich damals auch viel darueber, weil ich irgendwie auch verarbeiten musste, was ich da miterleben "durfte".
    Seitdem sage ich jeder Person, die einen Narzissten im Umfeld hat: nimm deine Beine in die Hand und haue ab!

    Zum Thema Therapie: sicherlich kann man einen Menschen nicht zwingen.
    Aber was hier grob unterschaetzt wird, sind die massiven Auswirkungen eines Narzissten auf sein Umfeld.
    Ein Partner kann sich trennen, ein Bekannter kann den Kontakt abbrechen, aber ein Kind? Was macht ein Kind? Spaetestens da ist man an einem Punkt angelangt, wo es knifflig wird.

    Davon abgesehen ist es gelogen, zu behaupten, Narzissten wuerden keinen Leidensdruck empfinden. Viele sind suechtig (v.a. Alkohol), depressiv etc.
    Nur die Einsicht, dass man "gestoert" ist (ergo "minderwaertig" in deren Weltbild) ist natuerlich kaum vereinbar mit der narzisstischen PS.
    Diese Menschen leiden sogar sehr, aber die Fassade der Grandiositaet ist fuer diese Leute ueberlebenswichtig. Bevor sie diese "einreissen" (was mit einer Krankheitseinsicht der Fall waere), muss wohl ziemlich viel passieren.

    Uebrigens: eine Person mit gesundem Selbstvertrauen wuerde ich niemals "narzisstisch" nennen. Alleine schon, weil die Stoerung so benannt ist, ist der Begriff "Narzissmus" bei mir eindeutig negativ konnotiert.
    Auch wenn es sachlich natuerlich sowas wie einen positiven Narzissmus gibt. Ich finde es aber besser, vor allem wenn man um diagnostizierbare Stoerungen redet, klar zwischen negativem Narzissmus (alles von "narzisstische Persoenlichkeitsszuege" bis hin zur Stoerung) und positivem zu unterscheiden. Letzteres kann man auch einfach "gesundes Selbstwertgefuehl" und "Selbstbewusstsein" nennen. Das vermeidet unnoetige Kommunikationsprobleme ;-)

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.796

    AW: ADHS und Narzissmus

    Tjaja der Narzissmus ...

    Wenn man ihn im eigentlichen Sinne betrachtet, ist das ja an sich nichts Schlimmes ... "Selbstliebe".
    Es spricht ja nichts dagegen, auch ein wenig sich selbst zu lieben, und das ist m.M. nach unabhängig von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.

    Jeder darf und sollte auch ein wenig Narzissmus in sich tragen.
    Wenn diese Persönlichkeitszüge, wie auch die vielen anderen, alle in einem gesunden Gleichgewicht zueinander stehen und der Person die Wahl treffen kann, wann es richtig und angemessen ist, wie zu reagieren, sie also sozusagen einen vollen Werkzeugkasten hat und mit den Werkzeugen auch umgehen kann, dann ist alles gut.

    Bei Narzissten ist das aber leider nicht der Fall.
    Bei ihnen ist der Werkzeugkasten leer und sie kennen nur dieses eine Werkzeug, es besteht nicht nur kein Gleichgewicht im Umgang mit den unterschiedlichen Werkzeugen, sie haben nicht mal die Auswahl.
    Und mit dem Hammer in der Hand, sieht jedes Problem aus, wie ein Nagel.
    Natürlich können Narzissten leiden, ... sie besitzen jedoch keinerlei Mitgefühl, kein Einfühlungsvermögen.
    Sie nehmen nur ihr eigenes Leiden wahr, nicht das von anderen, schon gar nicht von denjenigen, denen sie selbst Schaden zufügen.
    Unter anderem das macht sie so gefährlich für andere.

    In der Literatur findet man vielfach die Ansicht, dass Narzissten ein übersteigertes Ego haben und das ist sicherlich auch richtig, aber eben mehr lehrbuchmäßig als praxisgerecht.
    Und wie hier schon einige Male geschrieben wurde, haben wir es eher mit Menschen zu tun, die ein sehr geringes Selbstwertgefühl hinter einer großen Fassade verstecken.

    Und da kommt man an den Punkt, an dem man erkennt, dass eine narzisstische PS, wie jede Persönlichkeitsstörung, zuallererst mal nichts anderes ist, als eine Schutzfunktion, ... oder wie Martin Winkler in dem anfanges verlinkten Narzissmus-Tread schrieb, eine Überlebensstrategie.

    Warum auch immer, irgendwie ist was schiefgegangen und der Betroffene musste sich irgendwie schützen und hatte nicht oder noch nicht die Wahl für das richtige Werkzeug .... und er griff zum Hammer.
    Darin bestätigt, dass es funktioniert und mangels anderer Werkzeuge, verfestigte sich diese Strategie und der Narzisst wird zum Selbstläufer.

    Das soll auf keinen Fall die Taten eines Narzissten rechtfertigen, aber es kann erklären, wie man dazu wird oder geworden ist und dass diese Menschen nicht per se "böse Menschen" sind, obgleich das zutreffen kann.

    Der Unterschied zwischen einem Narzissten und einem Ar.schloch ist, dass letzterer sich bewusst dazu entscheidet, so zu sein, während ersterer gar nicht die Auswahl hat und gar nicht anders sein kann.

    Das macht es zunächst nicht besser, aber es hilft manchmal jenen, die unter einem Narzissten zu leiden hatten (gehöre auch dazu), damit umzugehen und es zu verstehen und auch nachvollziehen zu können, dass es nicht in der eigenen Person lag, denn jene "Narzisstenopfer" suchen nicht selten die Schuld in sich selbst und das bringt einem das eigene, vom narzissten angeschlagene, Selbstwertgefühl gnadenlos zu Fall.

    Jeder kann und darf und soll auch ein wenig Narzissmus in sich tragen.
    Aber es sollte eben ein Teil in einer Sammlung von Teilen im Werkzeugkasten sein, aus dem man auswählen kann und deren Inhalt man auch sachgereht einsetzen kann.
    Diese Fähigkeit besitzen Menschen mit PS'en nicht.

    Im Grunde kann ich ReRegenbogen und einigen anderen nur zustimmen ...

    Ich selber "spüre" es, wenn ich einen Narzissten vor mir habe, ich kann das im wahrsten Sinne des Wortes körperlich fühlen, es übt eine körperliche Wirkung auf mich aus ... keine angenehme...


    Der Begriff "Psychopath" wurde früher verwendet, um Menschen zu beschreiben, die ohne jedes Einfühlungsvermögen und jegliches Mitgefühl sind, also u.a. auch narzissten und dissoziale Menschen.
    Aufgrund der sehr negativen Konnotation und der nicht sehr präzisen Umschreibung, ließ man in der wissenschaftlichen Fachwelt von diesem Begriff ab und ersetzte ihn durch etwas feiner definierte Beschreibungen verschiedener Persönlichkeitsstörungen.
    Früher galten auch Asperger als Psychopathen, Hans Asperger selbst hatte diesen Begriff der "kindlichen Psychopathen" geprägt.
    Heute beschreibt man damit im Allgemeinen nur noch "Irre" und hat in der Fachwelt davon Abstand genommen, denn das war damit ja nu' auch wieder nicht gemeint.

    Aber wie hier ja auch schon geschrieben wurde ....
    Die Ausprägung und die Mischung machts.

    Eine ungesalzene Suppe ist genauso wenig genießbar, wie eine übersalzene Suppe ... das Maß und die Kombination der richtigen Gewürze machen ein feines Süppchen aus .

    Liebe Grüße
    Fliegerlein
    (der nur so fleißig schreibt , weil er sich davon ablenken muss, dass er gleich zum Zahnarzt muss .... )
    Geändert von Fliegerlein (11.02.2016 um 10:49 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.796

    AW: ADHS und Narzissmus

    Oh, ganz vergessen ... es hieß ja ADHS und Narzissmus ...

    ADHS-Betroffene werden leicht für Narzissten gehalten, weil sich nach außen hin und oberflächlich betrachtet, leicht dieses Bild zeigen kann.
    Besonders (und ich finde es faszinierend, wie sehr das zutrifft) wenn man es mit tiefenpsychologisch fundierten Fachpersonen zu tun hat, bekommt man schnell diese Diagnose verpasst, ebenw eil sie sich mit der ADHS und deren Symptomkomplex nicht gut genug auskennen und das, was sie zunächst sehen, falsch einordnen (irgendwie habe ich das Gefühl, die müssen alels gleich in Störungsbilder einordnen...)
    Bekommen sie dann Gegenwind, weil ADHS'ler ja durchaus nicht alles hinnehmen und dabei auch gerne mal mit ihrer, anderen, Ansicht schnell und unbedacht herausplatzen, was aber syndrombedingt ihrer Impulsivität und mangelnden Selbstkontrolle liegt, dann fühlen die Fachmenschen sich auch noch in ihrer Ansicht bestätigt, statt sich zu überlegen oder zumindest einzuräumen, ob ihr Gegenüber nicht durchaus auch recht haben könnte und man nur ein ähnliches Symptom einer falschen Ursache zuordnet.

    Aber wie auch immer, so muss man auf der anderen Seite auch sehen, dass gerade ADHS-Betroffene ja nun mal Erlebnisse haben und, eben störungsbildbedingt, in Situationen geraten, in denen sonst übliche Mechanismen und Verhaltenstrategien entweder nicht funktionieren, sie sie noch gar nicht kennen oder aber sie nicht anwenden können, weil ihre Exekutiven Funktionen (EF) entwicklungsverzögert sind (man geht davon aus, dass das sog. "Exekutiven Alter", also der Entwicklungsstand der EF etwa 30% dem sonst üblichen Entwicklungsstand hinterherläuft).

    Auf diese Weise können gewiss auch ausgewachsene Pesönlichkeitsstörungen wachsen, als Komorbidität zur ADHS, als Kompensationsstrategie, wenn auch eine sehr dysfunktionale, aber man hat halt keine andere.
    Sei es nun eine zwanghafte PS (sozsuagen der Versuch, sein inneres und äußeres Chaos regelrecht zu "bezwingen" oder narzisstische PS (die ganzen Anfeindungen und Reaktionen von Außen mit einem Schutzwall abzuwehren, um sich selbst zu schützen) usw.

    Aber es ist eben doch anders, wenn eine solche PS auf einem ADHS-Fundament steht, wie es z.B. auch bei Angstörungen der Fall ist.
    Irgendwas stimmt nicht ...
    Oder wie Martin Winkler das so schön in diesem Posting formuliert hat:

    web4health schreibt:
    Fazit : ADHSler sind Universaldilletanten, die leider auch nicht immer eine Persönlichkeitsstörung hinbekommen.

  5. #25
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 75

    AW: ADHS und Narzissmus

    Dann bleibt nur noch die Frage: Ist ein Narzisst ein Narzisst, oder hat er "Flöhe," von einem Narzissten. Das ist wahrscheinlich vor allem bei Kindern von Narzissten der Fall.

    Knifflige Aufgabe und erfordert sicherlich gute Augen und Zeit. Ich denke letzterem kann eher geholfen werden. Sein Hund möchte ich allerdings nicht sein. Zu viel Wut unterm Kragen..


    Universaldilletanten!!! Das find ich furchtbar treffend. Ich vermische auch immer alles, was ich kann, erlebt hab, weiß, mir widerfahren ist.. xD

    Schön, wenn man dann nicht für einen show-off gehalten wird, sondern an jemanden gerät, der checkt, dass man eben so ist und das spannend findet..

    Wer alles ist ist nichts wirklich.. Bei mir merkt man das schon verbal. Mit nem Bayer sprech ich bayerisch. In Berlin fang ich zu berlinern an und wenns es ans diskutieren geht wirds schriftdeutsch. xD etc. ^^

    Da muss ich jetzt wieder an das Süppchen denken.

    Ich finde junggeblieben sein an sich eigentlich ganz gut. Wünscht sich doch angeblich jeder.. andererseits:

    https://www.youtube.com/watch?v=pFFZKG5Yq_w

    Danke für die vielen Anregungen. Ich bin noch lange nicht durch durch den Wald..
    Geändert von Polarfuchs (12.02.2016 um 18:59 Uhr)

  6. #26
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 434

    AW: ADHS und Narzissmus

    Muss man als Narzisst nicht ein uneingeschränkt hohes Selbstwertgefühl haben? Ich glaube das ist der Punkt, der die AD(H)S-Symptomatik vom Narzissmus letztendlich unterscheidet.

  7. #27
    Impulsbombe

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    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 2.902

    AW: ADHS und Narzissmus

    klippklar schreibt:
    Muss man als Narzisst nicht ein uneingeschränkt hohes Selbstwertgefühl haben? Ich glaube das ist der Punkt, der die AD(H)S-Symptomatik vom Narzissmus letztendlich unterscheidet.
    Die zur NPS führende Hauptursache ist, dass der Betroffene vom Kindesalter an bis zur " Unsichtbarkeit" von der Familie und seinem Umfeld ignoriert wird. Sein wahres Ich erfährt dadurch keinerlei Anerkennung, daher hat ein Narzisst quasi weder Selbstwertgefühl noch Selbstbewusstsein.
    Also "erfindet" er sich immer wieder eine neue " aufgeplusterte" Persönlichkeit. Für Dritte sieht es dann
    oberflächlich aus als hätte er ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Jedoch nur solange man nicht daran kratzt.
    Geändert von Sunpirate (26.03.2016 um 09:09 Uhr)

  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.796

    AW: ADHS und Narzissmus

    Sunpirate schreibt:
    Die zur NPS führende Hauptursache ist, dass der Betroffene vom Kindesalter an bis zur " Unsichtbarkeit" von der Familie und seinem Umfeld ignoriert wird. Sein wahres Ich erfährt dadurch keinerlei Anerkennung, daher hat ein Narzisst quasi weder Selbstwertgefühl noch Selbstbewusstsein.
    Also "erfindet" er sich immer wieder eine neue " aufgeplusterte" Persönlichkeit. Für Dritte sieht es dann
    oberflächlich aus als hätte er ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Jedoch nur solange man nicht daran kratzt.
    So schauts aus.
    Menschen mit einer narz. PS bilden nur eine Fassade, um ihr Minderwertigkeitsgefühl, ihr angeschlagenes oder kaum vorhandenes Selbstwertgefühl zu verdecken und sich zu schützen.

  9. #29
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 434

    AW: ADHS und Narzissmus

    Sunpirate schreibt:
    Die zur NPS führende Hauptursache ist, dass der Betroffene vom Kindesalter an bis zur " Unsichtbarkeit" von der Familie und seinem Umfeld ignoriert wird. Sein wahres Ich erfährt dadurch keinerlei Anerkennung, daher hat ein Narzisst quasi weder Selbstwertgefühl noch Selbstbewusstsein.
    Also "erfindet" er sich immer wieder eine neue " aufgeplusterte" Persönlichkeit. Für Dritte sieht es dann
    oberflächlich aus als hätte er ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Jedoch nur solange man nicht daran kratzt.


    Achso, danke für die Aufklärung. Dann wäre es nicht verwunderlich, dass vermutlich mehr AD(H)Sler narzisstische Charakterzüge ausbilden.

  10. #30
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.796

    AW: ADHS und Narzissmus

    Ja und nein .

    Bei ADHS Betroffenen ist es oft genug auch so, dass sie nur nach außen narzisstisch wirken.

    Während einem narzissitschen Menschen zum Beispiel andere ziemlich egal sind und sie recht schnell das Interesse an anderen verlieren und sie dann regelrecht von einem Moment auf den anderen ignorieren, kann das selbe Bild bei einem ADHS-Betroffenen entstehen.
    Aber eben nicht, weil er das Interesse an dem Menschen an sich verliert, sondern weil er einfach abgelenkt wird, seine Aufmerksamkeit nicht lange auf eine Person richten und ihr z.B. zuhören kann etc.

    Nach Außen hin wirkt beides gleich, aber die Hintergründe sind unterschiedlich.

    Es ist nicht immer leicht, das eine vom anderen zu unterscheiden und es kann auch leicht eine Mischung aus beidem sein ...
    Geändert von Fliegerlein (26.03.2016 um 18:09 Uhr)

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