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Diskutiere im Thema ADS - ADHS und Hypersensibilität in der Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    ADS - ADHS und Hypersensibilität in der Diagnose

    Ihr Lieben,

    es gab zwar schon einen Thread zum Thema, doch so richtig schlau bin ich nicht geworden, ob Hypersensibilität ADS oder ADHS ausschließt oder in der Diagnose zu Schwierigkeiten führt.

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-hochbegabung/23787-adhs-hypersensibilitaet.html


    Mir geht es um folgende Frage:

    1) Wer hat ADS / ADHS Diagnose und ist HSP.

    2) Gab es in der Diagnose Probleme, weil klassische Diagnosekriterien dann nicht erfüllt waren?

    3) Wie wurde die Anfangshürde für Auffälligkeit in der Kindheit überwunden, falls diese z.B. wegen hoher Intelligenz nicht vorlagen?

    Ich frage, da ich jemand kenne, die die Hypersensibilität heute als Erwachsene eigentlich immer in der Konzentration hindert, in Studium und Arbeit immer wieder in Grenzbelastungen und Scheiterenssituationen und in der Folge in Ängste hinsichtlich der eigenen Leistungsfähgigkeit führt. Aus ihrer Sicht wurde das erst im Teenealter auffällig, ist seither jedoch seit 20 Jahren so. Bedingt durch sehr hohe Intelligenz war sie in der Grundschule jedoch nicht Leistungs- oder Verhaltensauffällig. Ihr Verhalten ist eher die hypoaktive Träumerin. In der Familie kommt ADHS vor.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: ADS - ADHS und Hypersensibilität in der Diagnose

    Schade, hatte die Hoffnung, daß es da schon mehr Erfahrung zu gibt.

    Muß ich mich wohl in der englischsprachigen Welt mal umschauen.

    Stieß gerade auf einen sehr interessanten Artikel:

    https://thehighlysensitivefamily.wor...-intelligence/

    aber auch auf diesen

    Wenn Probleme mit Hochbegabung falsch als AD(H)S diagnostiziert werden...

    Ich glaube die Welt ist da noch sehr am erforschen, was das eine und was das andere ist und wann sich beides trifft.

    Doch wer hat da Erfahrung?

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 239

    AW: ADS - ADHS und Hypersensibilität in der Diagnose

    Wapi schreibt:
    Schade, hatte die Hoffnung, daß es da schon mehr Erfahrung zu gibt.

    Muß ich mich wohl in der englischsprachigen Welt mal umschauen.

    Stieß gerade auf einen sehr interessanten Artikel:

    https://thehighlysensitivefamily.wor...-intelligence/

    aber auch auf diesen

    Wenn Probleme mit Hochbegabung falsch als AD(H)S diagnostiziert werden...

    Ich glaube die Welt ist da noch sehr am erforschen, was das eine und was das andere ist und wann sich beides trifft.

    Doch wer hat da Erfahrung?
    Leider kann ich den ersten Link nicht einschätzen, da mein Englisch die reinste Katastrophe ist. Magst du kurz erklären worum es da geht?

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 291

    AW: ADS - ADHS und Hypersensibilität in der Diagnose

    Hi, Wapi

    Also, ich war in der Schule gar nicht auffällig: in der Grundschule glatte einser, später im Gymnasium habe ich immer mit Fächern, die ich nicht mochte (Geschichte und Geographie) übelst gekämpft - Mathe und alles wissenschaftliche hingegen hat mich so sehr interessiert, dass ich ohne zu pauken 2er und 3er gekriegt habe (heute weiß ich, was Hyperfokus ist. Nämlich das, was mir bei den Fächern im Unterricht passierte). Erst an der Uni - also spät in meine Teenie-Jahre - hatte ich massive Probleme: konnte mich nicht integrieren, konnte nicht lernen (hatte es nie gelernt, das Lernen), konnte mich nicht konzentrieren, was ich im Unterricht lernte war nicht mehr genug; und ich wurde immer sensibler.
    Folgte Studiumabbruch und ein Kampf ums Leben seitdem.

    Also ja, man kann ADHS haben und erst viel später die typische Hypersensibilität entwickeln bzw wahrnehmen oder gar endlich in Situationen kommen, wo die vorhandene Hypersensibilität auf einmal auffällt.

    Ich weiß nicht, wie es ist mit Tests und fehlende klassische Diagonosekriterien ist, weil meine Diagonose sehr rasch war und ohne unendliche Tests. Allerdings habe ich schon mitbekommen, dass die Tests nicht für das Kompensieren von Symptomen gedacht sind. Ich hätte zB bei einem Test angegeben, dass ich unpünktlich bin, denn ich komme immer pünktlich zur Arbeit - ich habe halt so eine große Angst vor den Konsequenzen, dass ich extrem oft die Uhr anschaue und immer mein Ablauf bis zum Rausgehen so plane, dass ich gar nicht zu spät kommen kann. Für sonstige Termine mache ich es schon fast unbewusst so, dass ich meine Wegzeit rechne und automatisch eine halbe Urh drauf packe, für den Fall der Fälle (Fall der Fälle ist normalerweise mein verplantes Dasein und langes Suchen von wegen und Umstieg auf andere Öffis, wenn ich in einer neuen Umgebung überfordert bin). Es klingt für ADHS zu pünktlich, um ADHS zu sein, aber wenn ich mir überlege, wieviel ich kompensiere, damit ich nicht unpünktlich bin, ist es dann plötzlich wieder ganz klassisch ADHS

    Vor allem wenn in der Familie dieser Person ADHS vorkommt, sollte sie sich testen lassen.

    UPDATE: wenn du auch gerne im englischen Bereich würde ich dir gerne ein Buch empfehlen, von einem amerikanischen Psychiater, der selbst mit ADHS diagonostiziert wurde, als er schon 60 war. Es hat mir extrem geholfen!

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: ADS - ADHS und Hypersensibilität in der Diagnose

    Rosaleen schreibt:
    UPDATE: wenn du auch gerne im englischen Bereich würde ich dir gerne ein Buch empfehlen, von einem amerikanischen Psychiater, der selbst mit ADHS diagonostiziert wurde, als er schon 60 war. Es hat mir extrem geholfen!
    Empfehle es ruhig. Ob ich grad dazu komme? Stapelt sich alles. Doch ich bin neugierig und andere vielleicht auch.

    Komm deswegen grad auch nicht dazu Kainis Wunsch mit dem deutschen abstract zu machen.

    Allerdings habe ich folgende sehr gute Zusammenfassung von Dr. Helga Simchen gefunden, die ich als Urheberin mal hier benenne und die auch nicht mehr therapeutisch tätig ist. Dort sind einige Verhaltensmerkmale enthalten die aus meiner Sicht nicht nur das Thema Hochbegabung im Sinne von Hochintelligenz beschreiben, sondern auch besonders Verhaltensweisen von Hochsensibilität. Den diese sind im Kindesaltern meist noch zurückhaltend, können gute Leistungen haben, aber exponieren sich nicht so sehr durch ihr Verhalten. Sehr lesenswert.

    Meine Homepage - Hochbegabung und ADS

    Findet sich da jemand wieder?

  6. #6
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 202

    AW: ADS - ADHS und Hypersensibilität in der Diagnose

    Rosaleen schreibt:
    Hi, Wapi

    Also, ich war in der Schule gar nicht auffällig: in der Grundschule glatte einser, später im Gymnasium habe ich immer mit Fächern, die ich nicht mochte (Geschichte und Geographie) übelst gekämpft - Mathe und alles wissenschaftliche hingegen hat mich so sehr interessiert, dass ich ohne zu pauken 2er und 3er gekriegt habe (heute weiß ich, was Hyperfokus ist. Nämlich das, was mir bei den Fächern im Unterricht passierte). Erst an der Uni - also spät in meine Teenie-Jahre - hatte ich massive Probleme: konnte mich nicht integrieren, konnte nicht lernen (hatte es nie gelernt, das Lernen), konnte mich nicht konzentrieren, was ich im Unterricht lernte war nicht mehr genug; und ich wurde immer sensibler.
    Folgte Studiumabbruch und ein Kampf ums Leben seitdem.

    Allerdings habe ich schon mitbekommen, dass die Tests nicht für das Kompensieren von Symptomen gedacht sind. Ich hätte zB bei einem Test angegeben, dass ich unpünktlich bin, denn ich komme immer pünktlich zur Arbeit - ich habe halt so eine große Angst vor den Konsequenzen, dass ich extrem oft die Uhr anschaue und immer mein Ablauf bis zum Rausgehen so plane, dass ich gar nicht zu spät kommen kann. Für sonstige Termine mache ich es schon fast unbewusst so, dass ich meine Wegzeit rechne und automatisch eine halbe Urh drauf packe, für den Fall der Fälle (Fall der Fälle ist normalerweise mein verplantes Dasein und langes Suchen von wegen und Umstieg auf andere Öffis, wenn ich in einer neuen Umgebung überfordert bin). Es klingt für ADHS zu pünktlich, um ADHS zu sein, aber wenn ich mir überlege, wieviel ich kompensiere, damit ich nicht unpünktlich bin, ist es dann plötzlich wieder ganz klassisch ADHS
    haargenau so ist es bei mir auch. grundschule absolut nicht auffällig, einser, nur oft am träumen, generell angst, generell ruhig bei fremden (auch damals in der schule), aber leicht ablenkbar und was du geschrieben hast mit pünktlich und unpünktlich, passt bei mir auch 1:1.

    ebenso das ich nicht lernen kann, außer auswendig und das ich bei manchen fächern ne 1-3 hatte ohne zu lernen und bei anderen fächern bin ich voll abgekackt, obwohl ich versucht habe zu lernen.

    inzwischen 3 adhs tests, 2 davon positiv und jetzt kommt nächste woche test nummer 4. immer wiederkehrende tests seit 2010.

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