Seite 2 von 4 Erste 1234 Letzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 40

Diskutiere im Thema Aufräumen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Aufräumen

    Nö das war gar nicht am Thema vorbei Eigentlich habe ich das Glück, das mir auch schon sehr viele Leute angeboten haben, mir beim Aufräumen zu helfen- einschl. meiner Mutter, die sofort kommen würde, wenn ich es ihr nur "erlauben" würde.
    Was mich im Moment mit am meisten daran hindert, überhaupt erstmal anzufangen ist, dass ich weiß, dass alle Bemühungen nichts nutzen, weil es keine paar Wochen später wieder genauso aussieht wie jetzt -trotz aller guten Vorsätze.
    Und ich denke, dass ich wahrscheinlich wirklich professionelle Hilfe brauche-nicht nur in Form eines "normalen" Therapeuten, sondern wahrscheinlich sogar so eine Art Coach oder Sozialtherapheut.

    Was ich nur furchtbar finde ist, dass sich diese Strukturlosigkeit durch alle möglichen Gebiete verfolgen lässt. Zum Beispiel auch beim Essen. Da bin ich zum Beispiel mein Leben lang schon Süßigkeiten-süchtig.
    Nur was ich sehr interessant finde, ist die Erfahrung, die ich da in der Klinik unter meiner ersten Tablette Medikinet gemacht habe: nämlich dass das, was mich zum Essen treibt, eigentlich auch so eine innere Unruhe ist, also das Bedürfnis ständig was tun zu müssen, und sei es auch nur die Bewegung mit der Hand zum Mund. Und das finde ich irgendwie so pervers, man hat Hummeln im Hintern und letztendlich kommt trotzdem nix konstruktives bei raus.Im Gegenteil-bei der Arbeit schiebe ich dann meine Sachen immer von der einen Seite auf die andere.
    Sind die fehlenden Strukturen bei euch auch in so vielen unterschiedlichen Bereichen zu finden?
    LG Amneris

  2. #12
    soary

    Gast

    AW: Aufräumen

    Hey,

    ja, das mit dem Essen ist wohl bekannt.
    Aber ich muss sagen, seit Behandlung, also seit mir jemand sagt: "Mädel, du gehst jez da lang und nur da lang" hat sich auch die Essproblematik gebessert.

    So "normal" is meine Therapeutin gar net die kümmern sich schon um sämtliche "Defizite". Außerdem hab ich ja noch meine "Bewacher" die dann was sagen, wenn se merken, es läuft aus dem Ruder.

    Aber bis ich denen sagen konnt, was los is, hat natürlich auch gedauert

    Und auch heut is es noch so, dass "sich aufraffen" immernoch das schwerste is.
    Deswegen hab ich ja auch den Putzplan, der is auf meine Arbeitszeiten etc abgestimmt, so, dass es nicht zuviel is. Und siehe da, es klappt auf einmal.... naja, zu 85% zumindest.

    Aber ich erwarte auch nicht, dass sich sowas innerhalb von 3 Monaten zum totalen Gegenteil wandelt.

    Also, Kopf hoch, aller Anfang is schwer, aber ich würd dir trotzdem raten, dir Hilfe in Form einer unabhängigen Person zu holen.
    Deine Mutter/Schwester kannst du als "Bewacher" einspannen.

    LG

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Aufräumen

    Soary, läuft das Ganze denn bei dir mit Medis besser? Und was für eine Art Therapeut hast du: Verhaltenstherapeut oder tiefenpsychologisch?

    LG Amneris

  4. #14
    soary

    Gast

    AW: Aufräumen

    Ne tiefenpsychologischt Therapie hatte ich vor ein paar Jahren wegen ner anderen Sache. Das is nu auch erledigt. Fertig.

    Da das nicht mein Hauptproblem is, hab ich im mom weder ne Verhaltens- noch tiefen- noch sonst eine Psychothera.

    Mein Problem, was ich loshaben will, is in erster Linie meine Impulsivität.
    Grad meinem Sohn gegenüber, weil das is wirklich nicht lustig

    Das is das, was mich am meisten belastet.

    Als nächstes eben Struktur und Ordnung, da fällt die Ordnung in der Wohnung drunter.

    Dann noch so "Kleinigkeiten" wie: "Huch, da kam ne Straßenbahn? Hab ich gar net mitbekommen "
    und kann grad froh sein, net drunterzuliegen, also Achtsamkeit.

    Außerdem wäre dann da noch die innere Ruhe und Getriebenheit.

    Für bzw gegen diese Dinge hab ich ne Ergotherapie verordnet bekommen.

    Was die Unruhe und Getriebenheit angeht, weiß net, ob man das in den Griff bekommt

    Aber die Kombination MPH und Ergo is net so schlecht.

    Welche Rolle spielen Medis im moment?
    Ich find (mein Sohn auch) ich bin mit Medis sowieso schon mal weniger aggressiv, bei Dingen, wo ich ohne nachzudenken losgebrüllt hätte, bin ich erstmal still und denk drüber nach. Zusammen mit dem erlernten in der Ergo.

    Wenn ich unterwegs bin, schaff ich es, mich auf Ampeln und Autos und Bahnen zu konzentrieren und bin net irgendwo im "Weitwegland".

    Die Unruhe is erträglicher, ich kann mal länger als 10 min sitzen bleiben.

    Aufräumen geht auch ohne Medis, mit Plan. Kost aber so viel Kraft, weil ich mich sehr oft selber "zurückholen" muss um erst das eine zu beenden. Fällt leichter mit Medis.

    Allerdings weiß ich nicht, ob ich das allein mit Medis so hinkriegen würde, also ohne begleitende Therapie. Weil das sind so die kleinen oder großen Stubser in die richtige Richtung.

    LG

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Aufräumen

    Na ja, Ergotherapie hatte ich in der Klinik natürlich auch; ich habe dann, um strukturiertes Arbeiten zu erlernen, einen Korb geflochten
    Jetzt bin ich sowas von strukturiert-das hats voll gebracht

    LG

  6. #16
    soary

    Gast

    AW: Aufräumen

    hmm.. naja, n Korb flechten musst ich auch. Damit wollt die mir aber net Struktur beibringen, sondern rausfinden, wie lang ich brauch um an die Decke zu gehn.

    Hat natürlich net so lang gedauert

    Auf dieser und anderen Grundlagen kann man dann natürlich arbeiten.

    Hausaufgaben bekomm ich immer, wo es um Struktur und Organisation geht.

    Ich denk, du kannst dann deine Ergo in der Klinik net mit meiner vergleichen

    Wie auch immer, Hilfe holen solltest du dir in jedem Fall.

    Welche Form für dich die richtige is, kann auch ich dir nicht sagen. Das musst du individuell mit deinem Doc klären.

    Aber ein Gedanke kam mir grad noch, berichtige mich, wenn ich falsch lieg:
    Ich denk, es sollte praktische Hilfe sein, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass bei sowas ne Verhaltens-oder Tiefen- oder weiß ich was für ne Psychotherapie da helfen soll.
    Also das is jez mein Gedanke, ich kanns mir net vorstellen. Kann natürlich sein, dass andere da auch andere Erfahrungen gemacht haben

    LG soary

    (die jez ganz wirklich die Böden wischen geht )

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Aufräumen

    Ich sehe schon, du meinst es ernst und bist offline gegangen Brav von dir
    Also da ich noch nie Therapie hatte, denke ich, dass für den Anfang vielleicht tiefenpsychologisch gar nicht so verkehrt wäre-zumal ja bei mir auch nur die Verdachtsdiagnose gestellt wurde Vielleicht liegt es ja auch doch noch an was ganz anderem. Schließlich habe ich leider auch noch viel aufzuarbeiten. Komme leider auch aus einer Familie mit einem kranken traumatisierten Vater, der uns Kinder nicht nur selten heftigst geschlagen hat. Nur bei meinen älteren Geschwistern hat es gewirkt- die haben brav gelernt und eine akademische Laufbahn eingeschlagen, während ich nur umso mehr rebelliert habe

    Na ja, mal schauen. Nächsten Freitag habe ich mal einen ersten Termin. Nur ich weiß halt im Moment nicht wie ich mit meinen Medis umgehen soll. ich nehme zur zeit außer dem Elontril und Citalopram 2 x 5mg Medikinet und irgendwie spüre ich rein gar nichts- also auch nix schlimmes; halt wirklich nix.

    LG Amneris

  8. #18
    soary

    Gast

    AW: Aufräumen

    Lach, ja, ich habs ernst gemeint. Sonst gibs wieder mecker von allen

    Deswegen meinte ich ja, was für dich die "richtige" Hilfe is, solltest du mit deinem Arzt besprechen. Ich hab den ganzen Psychokram "hinter" mir, kann also jez an die nächste Baustelle.

    Ansonsten, lass dir doch erstmal von deiner Mutter helfen wenn du es mit dir vereinbaren kannst. Das wär evtl auch schon n Anfang.

    LG

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 540

    AW: Aufräumen

    Hallo Soary,

    entschuldige bitte, wenn ich mich jetzt einmische, möchte kurz nachfragen, ob ich das richtig verstanden habe,

    ergotherapie hilft um eine bessere Struktur zu bekommen, d. h. ordentlicher zu werden,
    du hast das verordnet bekommen, vom Hausarzt?, ohne eine begleitende Verhaltenstherapie zu machen? Und das hilft dir wirklich?

    Sie hilft dir um ruhiger zu werden, also besser mit dieser Rastlosigkeit umzugehen?
    Bin auch jemand, der sich aus Nervosität alles rein stopft, nur damit ich was zu tun habe.

    Ich weiß, sind lauter doofe Fragen, habe bis jetzt eigentlich keine Berührungspunkte mit ergo gehabt und bin daher für jede Hilfe dankbar.

    LG, Anja

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Aufräumen

    anja77 schreibt:
    Bin auch jemand, der sich aus Nervosität alles rein stopft, nur damit ich was zu tun habe.
    LG, Anja
    Hallo Anja, meinst du damit Essen?- Es gibt übrigens auch sogenannte Skills, die da auch helfen können. Kennengelernt habe sie durch DBT-Therapie bei Borderlinern, sollen wohl aber auch bei ADHS gut helfen, weil man da ja auch oftmals mit starken inneren Spannungszuständen zu tun hat.

    LG Amneris

Seite 2 von 4 Erste 1234 Letzte

Stichworte

Thema: Aufräumen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum