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Diskutiere im Thema sich ungerecht behandelt fühlen und zum Opfer machen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 62

    sich ungerecht behandelt fühlen und zum Opfer machen

    hallo hr Lieben!
    evtl. wurde dies Problem hier schonmal agesprochen, aber dennoch ist es mir wichtig, eure Meinung zu dem Thema zu hören..

    wenn ich mich, z.B. in einer Beziehung ungerecht behandelt fühle (und tatsächlich werde), dann bin ich nie böse, ich erkläre, warum das nicht so nett ist, und stecke ohne Ende ein..aber irgendwann kann ich nicht mehr und es macht sich in der Partnerschaft bemerkbar..
    aber anstatt meinen Stolz zu nehmen, laber und laber und laber ich.. (bis es keiner mehr hören kann)..
    also, ein wenig durcheinander der Beitrag..
    aber eigentlich interessiert es mich, wie ihr mit Eigenverantwortung, Stolz und Ungerecht bahnadelt werden, umgeht..
    vorallem:
    wie komme ich aus dem Ich-Opfer-Gedankenkarussell heraus? (Beispiel: ich habe die beziehung beendet, bin traurig und fühl mich ungerecht behandelt, weil er total passiv alles zustimmte..)

    liebe grüße

  2. #2
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 902

    AW: sich ungerecht behandelt fühlen und zum Opfer machen

    naja bin da eher die stille Maus ..bin oft selbst sauer auf mich weil ich meinen Mund nicht aufgekriegt hab. Aber dann wenn i sehr verletzt wurde dann mach ich die Person in Gedanken dermaßen fertig und schrei sie zusammen..aber wie gesagt in Gedanken ...obwohl ich meiner Schwiegermutter zu gern mal meine Meinung sagen würde.....
    mit Deiner letzten Frage bin ich grad überfordert..sorry!

  3. #3
    berndkl

    Gast

    AW: sich ungerecht behandelt fühlen und zum Opfer machen

    Oh Herr - je mehr ich mich hier durchklicke umso mehr kriege ich den Eindruck - ey das geht mir doch auch alles so ....

    "wie komme ich aus dem Ich-Opfer-Gedankenkarussell heraus?"
    Das ist zB eines meiner Hauptprobleme - allerdings bin ich der Partner und SIE hat diagnostizierte ADS ...

    ich fühle mich ständig als alleinig verantwortlich ... nicht weil ich das will, sondern weil eben alles auf mich abgewälzt wird - bzw sich sonst nicht gekümmert wird - und manchmal ist es eben wichtig das man etwas erledigt ...

    auch bin ich scheinbar der einzige der sie wirklich ernstnimmt, nicht einfach dichtmacht - kann ich leider nicht - wenn sie "austickt"

    Ich versuche zu verstehen was mit ihr los ist, woher ihre Ängste, ihr Misstrauen und ihre Hilflosigkeit kommen um ihr helfen zu können, dass sie wieder selbstbewusst und selbstbestimmt leben kann ...

    Nun und wenn wir dann endlich glücklich zusammen leben könnten wäre das auch schön ...
    ist mir aber inzwischen auch unheimlich - es ist eben sehr schwierig - viel passiert und so ...
    Ich kann ihr inzwischen kaum noch vertrauen - kann nicht nachvollziehen das man lügt und Prioritäten hat die am Leben vorbei gehen ... und nix dafür kann ...

    Gruss Bernd

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 62

    AW: sich ungerecht behandelt fühlen und zum Opfer machen

    @Dipsi:
    danke dir..in MEINE Gedanken sollte auch keiner schauen..die sind teilweise so böse..

    @Bernd:
    irgendwie bin ich sehr glücklich, dass du ähnliche Gefühle kennst.. wobei es vielleicht auch eher so ist, dass ich, troz meines ADHS die Partnerin bin.. also, wenn ich das auf euch übertrage... mein ADHS ist schon länger diagnostiziert und mein Leben hat gute Strukturen bekommen. ADS-Probleme sind bei mir, dass ich zu sehr meine Grenzen übertreten lasse... ER jedoch hat TRäumchen-ADS, aber ohne Diagnose (sorry, sorry, aber ich bi mir sicher) und hält sich jedoch für unfehlbar..
    es ist mir durch deinen Beitrag erst bewusst egworden, wie viel ich getragen habe.. also, wie normal ich es schon fand, dass er gelogen hat und Ausreden gesucht hat.. und das, wa du über die Prioritäten schreibst, kommt mir allzu gut bekannt vor..

    ich sag dir erstmal danke

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 195

    AW: sich ungerecht behandelt fühlen und zum Opfer machen

    die probleme kenn ich zu gut......

    ich bin was die Problem Bewältigung betrifft ein zweigeteiltes Schwert...... oft explodiere ich, aber oft fresse ich auch und verlange nach mehr..... dann gibt man sich mühe, ist für andere da....aber es gelangt in den falschen hals........ und siehe da..... man ist der depp.....

    Ich rede sehr viel mit meinem zukünftigen, und das ist auch wichtig und vor allem auch gut so.
    Ich denke mla man sollte seinen ärger kund tun, sonst könnte es irgendwann eine riiiiiesen explosion geben, die für alle beteiligten nicht gut wäre.

    lg goofy

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 22

    AW: sich ungerecht behandelt fühlen und zum Opfer machen

    Hallo Flitzer,

    auf die Gefahr hin, das ich hier völlig am Thema vorbeischramme, hier mal ein kurzer Gedankensprung von mir:

    Opfer bin ich in dem Moment, wo ich nicht Selbstbestimmt, handle. Wenn ich keine Grenzen setze, nicht einfordere, sondern 100 Umwege gehe um eine bestimmte Erwartung an meinen Gegenüber von diesem erfüllt zu bekommen.

    Wenn ich Dich richtig verstehe, (Ich kenne Deine Thematik nicht im einzelen) hast Du keine Grenzen gesetzt, er hat sie immer wieder übertreten, Du warst verletzt, hast zwar immer wieder geredet und um akzeptanz gebeten, hast es aber trotzdem weiter zugelassen. In diesem Fall seine Interessen und Bedürfnisse vor Deine gestellt, in der Hoffnung, er würde dann genauso handeln? Hat er nicht, nun hast Du Schluss gemacht, in der Hoffnung, bei Ihm würde dann ein Umdenken stattfinden und er würde Dir dann deine Erwartung (in welcher Form auch immer, und sei es nur die Einsicht und eine Entschuldigung) erfüllen.

    Du hast aber nicht Schluss gemacht um eine Grenze zu ziehen, deinen Standtpunkt klarzumachen und diesen für Dich zu vertreten/verteidigen, komme was wolle.

    Ich denke das ist der kleine feine Unterschied. Opfer bin ich, wenn ich nicht für mich agiere, sondern anderen den Vortritt lasse und mich dann wundere, warum nicht mehr für mich dabei herausspringt, bzw. ich sogar noch dafür einstecken muss.

    Wie Du da heraus kommst? Der erste Gedanke sollte immer Dir und Deinen Bedürftnissen gelten. Will ich das? Gefällt mir das? Oder tut es das nicht? Wenn nicht bedarft es keine großen Erklärungen. Ein Nein ist Dein Gutes Recht, muss akzeptiert und berücksichtigt werden, ohne jegliche Rechtfertigung.
    Niemand kann so gut für Dich sorgen, wie Du für Dich selbst.
    Im Gegenzug kann man auch viel besser und mit Freude geben, wenn man es denn will...

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 62

    AW: sich ungerecht behandelt fühlen und zum Opfer machen

    hallo Tik--tak..

    dein beitrag trifft meine Gefühls-Gedankenwelt schon sehr..
    du schrammst null an dem Thema vorbei..
    danke dir dafür..brauchte nur die letzten Tage ein ganz bißchen Abstand davon..
    es ist schon so, dass ich dir in allen Punkten beistimmen kann.. nur genau das ist min problem.. es im Kopf theoretisch wissen und nicht ausleben könne..
    ich hatte gestern meinen Coach-Termin, so dass ich meien Gedanken wieder gut geordnet habe..
    das ist sehr schwierig, wenn man so alte Muster versucht zu durchbrechen..ich bin davon richtig erschöpft... Jahrelang wurde ich darauf getrimmt, es allen recht zu machen, sich nur richtig anzustrengen, dann würde es auch klappen..
    das andere Problem von mir ist, dass ich mich selber immer für total bekloppt halte..aber gestern ist mir wieder bewusst geworden, dass ich mir selber im Weg stehe.. dass ich eigentlich schon ganz viel erreicht habe in der Abgrenzungsproblematik..

    so..liebe grüße

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