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Diskutiere im Thema ADS, HB, HS, BPS, PTBS oder bin ich ein Elefant? :schrei: im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 111

    AW: ADS, HB, HS, BPS, PTBS oder bin ich ein Elefant? :schrei:

    Hallo Herbstblatt,
    Du klickst auf meinen Profilnamen., dann öffnet sich ein Menüfenster.
    Lg Druide

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 11

    AW: ADS, HB, HS, BPS, PTBS oder bin ich ein Elefant? :schrei:

    Hm, ich habe gerade gesehen, dass ich noch gar nicht freigeschaltet wurde. Habe dem Admin eine Nachricht geschickt. Sobald ich kann, werde ich schreiben... Deine Email kam vorhin wirklich wie ein "Geschenk des Himmels" zur passenden Minute! :-)

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: ADS, HB, HS, BPS, PTBS oder bin ich ein Elefant? :schrei:

    Meine liebe (ehemalige) Therapeutin und Pionierin hat mir zum Abschied gesagt: "Wir behandeln keine Diagnosen, sondern Menschen."

    Das ist sehr wahr, und ich arbeite sehr daran, das wirklich zu begreifen. Denn ich bin ein ziemlicher "Etikett-Freak", und möchte eben für die intellektuelle Herausforderung ("was ist mit mir los") ein allgemein anerkanntes Etikett haben, wohl auch weil ich mir einbilde, damit zielsicherer im (Fach-) Gespräch zu sein. Aber eigentlich ist das Quatsch, denn es zählt ja nicht, was zu dem Etikett geschrieben wurde, sondern was mir hilft, was mir schadet, und wie ich selbst anderen guttue oder eher bei Ihnen Schaden anrichte, mit meinen Eigenheiten.

    Schubladen sind eine problematische Sache. Wenn man zu lange in der falschen liegt, tun die Knochen weh. Ganz ohne "Probeliegen" geht es aber auch nicht.

    Ein wenig so sehe ich das mit den Diagnosen: Sie sind ein Versuch, die Phänomene und Rätsel meines Lebens und So-Seins unter einen möglichst umfassenden Schirm zu kriegen, das Mosaik möglichst vollständig zu machen, oder was immer für eine Metapher das abbildet. Manchmal geht das in Teilgebieten, mal gibt es Einsichten in neue Zusammenhänge, die aber dafür andere Dinge nicht erklären können.

    So ging mir das mit der Autismus-Hypothese. Ich sehe nach fast 4 Jahren endlich ein, dass für Autismus einige Kern-Beeinträchtigungen einfach nicht vorliegen. Also taugt dieses Etikett nicht. Aber auf der anderen Seite konnte das Asperger-Syndrom sehr viele meiner emotionalen ... Besonderheiten , Be- und Empfindlichkeiten durchaus gut beschreiben, weshalb wir diese Hypothese auch so lange in der Therapie verfolgt haben.

    Nun brauchen diese Einsichten sozusagen ein neues Zuhause, und damit geht die Etikettsuche wieder los. Da steht die Narzissmus-Hypothese im Raum, Hochsensitivität erklärt so manches, ADHS sowieso, bei Persönlichkeitsstörungen gibt es noch andere Treffer, die sehr viele Erscheinungen unter einen Hut bringen würden...

    Tja, aber selbst wenn ich eine "Wunschdiagnose" bekomme: Entscheidend ist, dass sich damit ein wirksamer(!!!) therapeutischer Hebel eröffnet.

    In Bad Kösen habe ich gelernt, dass meine charakteristischen Funktionsstörungen im Bereich autonomer emotionaler Regulation eine gewisse Ähnlichkeit mit Erscheinungen haben, die sonst für das Borderline-Syndrom charakteristisch sind. Drum werden gerade Männer oft fälschlich als Borderliner eingeschätzt, obwohl der Kern ihrer Abstürze ADHS-typische emotionale Überforderungen sind.

    Insofern gilt wohl der alte Satz immer noch: Drei Ärzte, vier Diagnosen?!

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 11

    AW: ADS, HB, HS, BPS, PTBS oder bin ich ein Elefant? :schrei:

    Hallo Grisu,

    vielen Dank für Deine Antwort. Das, was Du schreibst kann ich nachvollziehen und ähnliche Gedanken habe ich mir auch immer wieder gemacht.
    Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich gar nicht an einem "Etikett" interessiert bin. Jeder Mensch ist so komplex, dass ich es auch eigentlich nicht für möglich halte, alles zu einem "Gesamt" zusammen zu fassen. Deshalb auch drei Ärzte, vier Diagnosen;-)

    Genau, da fängt aber mein Problem an. Ich bekomme ständig ein Etikett angeheftet. "Jeder" hat etwas zu mir zu sagen, mich zu bewerten und- für mich das Schlimmste- nicht richtig hin zu sehen bzw. dabei sehr leichtfertig zu sein. So bin ich aufgewachsen.... Mir werden Eigenschaften angedichtet, die ich nicht mal im Traum erfülle... Ob nun positiv oder negativ, sei erstmal egal.

    So eben auch bei Therapeuten. Die Dame, aus meinem obigen Beitrag habe ich mittlerweile "verlassen" und eine Neue gesucht.
    Nun, nach der 3. Sitzung wieder das gleiche Spiel.
    Mir wird z.B. selbstverletzendes Verhalten unterstellt (ich habe mich letzte Woche beim renovieren (unter extremen Zeitdruck) meiner Wohnung am Daumen gestoßen und mir den Nagel eingerissen, dann bin ich beim Laufen auf einem Spielzeug meiner Tochter ausgerutscht und auf den Hintern gefallen).
    Nachdem ich meine Türe und die Zarge frisch lackiert hatte, habe ich mich erstmal lässig an den Rahmen gelehnt, um mein Werk zu bewundern...
    Ja, in diesem Moment denke ich auch "Oh mann, du doofe Nuss!" ...aber am Ende muss ich dann doch ein bisschen schmunzeln. So bin ich halt.
    Wenn ich sage, wie es war und das ich schon von kleinauf eher unkonzentriert und tollpatschig bin, wird mir daraus eine Autoagression gebastelt. Selbstverletzung war noch nie (!) ein Thema für mich. Trotzdem, kann ich sagen was ich will. Die Meinung der Gegenseite bleibt... nunmehr wird mir dann eine Leugnung meiner Krankheit unterstellt :-D

    Ich habe ein paar Schwierigkeiten im Leben, wie sicher viele hier, deshalb möchte ich eine Therapie machen und an mir arbeiten... Aber es ist einfach nur noch nervig, wenn man mir Eigenschaften unterstellt, mir aufgrund dessen eine Diagnose stellt/ ein Etikett gibt und mich dann danach beurteilt oder davon "heilen" will.... Das treibt mich einfach nur noch in den Wahnsinn...


    Liebe Grüße, Herbstblatt

  5. #15
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: ADS, HB, HS, BPS, PTBS oder bin ich ein Elefant? :schrei:

    Sayove schreibt:
    Herbstblatt du hast zwei über mir genau das beschrieben, was auch in meiner Kindheit/Jugend der Fall war. Ich war auch immer ein Außenseiter und nie richtig irgendwo aufgenommen und das setzt sich bis heute noch fort. Der einzige der mich richtig aufnimmt ist mein Partner. In einer Gruppe hab ich keinen Bestand.

    Ich ich glaub nicht dass sie dich absichtlich fehldiagnostiziert. Sie kennt dich wirklich nicht gut genug, schätze ich.

    Grüße
    sayove
    Geht mir genauso

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.838

    AW: ADS, HB, HS, BPS, PTBS oder bin ich ein Elefant? :schrei:

    Oder wenn man in einem aufwendigen Versuch etwas rausfinden möchte, was man auch durch einfaches Fragen erreichen könnte ...

    Ich war auch schon dem Wahnsinn nahe, wie du siehst ...

    Und ehrlich? Ich verstehe das auch nicht!

    Mittlerweile traue ich mich schon nicht mehr auf die Frage auf mein Trinkverhalten zu antworten, weil da manche Menschen draus machen, was sie wollen - ungeachtet dessen, was man wirklich tut ... Ich meine, warum denn das alles überhaupt, warum dann nicht gleich in eine Lostrommel greifen und einen Zettel rausfischen und davon wird man dann "befreit"? So wären auch die Heilungserfolge vermutlich wesentlich höher, wenn denn der Patient nur erst einmal bereit wäre, diese Diagnose auch anzunehmen ...

    Bleibt nur die Frage: Lachen oder Weinen?

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: ADS, HB, HS, BPS, PTBS oder bin ich ein Elefant? :schrei:

    Druide schreibt:
    Sie zeichnet eine große überheblichkeit und Emphatielosigkeit aus. Die meißten Borderliner verhalten sich asozial
    und projezieren jegliche Schuld auf das Gegenüber. Ein Borderliner ist also nie Schuld.

    Ich führte siebeneinhalb Jahre eine Beziehung mit einer Borderlinerin und kann mit Fug und Recht behaupten zu wissen was Borderline ist.
    Ich bin sehr belesen auf diesem Gebiet, bin aber natürlicch kein Psychater. Ich habe jedoch Praxiserfahrung.
    Das ist ja mal sowas von falsch was du da schreibst, nur weil du EINE Borderlinerin kennengelernt hast,
    heißt das noch gar nicht das du auch weißt wie alle anderen ticken. Was du beschreibst sind besondere fälle,
    wie man sie auch der Medienberichterstattung kennt, quasi das Klischee einer Borderline Störung.

    Ich lese auch mal ab und zu ein Buch und genau deshalb würde ich nie sowas von mir geben wie du es tust.

    Aber ich nehme es dir mal nicht so übel, du hast ja AD(H)S!

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