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Diskutiere im Thema Was macht ihr gegen Depressionen? (ohne Medis) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #51
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Was macht ihr gegen Depressionen? (ohne Medis)

    Okay, das mit den Extremen kenn ich. Da hast du recht, das funktioniert nicht wirklich. Das ist ja auch eher ein impulsiver Schnellschuss, als eine wirkliche Verhaltensänderung und das überfordert radikal. Damit stehst du aber wahrlich nicht alleine. Ich fürchte, das ist auch relativ typisch bei AD(H)S, zumal Geduld ja auch keine grosse Stärke ist.

    So rum kann ich das mit den Medikament dann auch verstehen. Ein "Zuviel" ist dann natürlich dann auch nicht mehr gut. Auch das sollte in Maßen und nicht in Massen geschehen. Blöde Sache mit der Geduld.

    Aber zu deiner Beruhigung sei gesagt, dass normalerweise ADs erst recht niedrig gegeben und langsam aufdosiert werden, bis man die möglichst ideale Wirkdosis erreicht - zusammen mit dem Arzt. Da ist auch der Raum für "Experimente" (wie er manchmal beim MPH gelassen wird) eher nicht gegeben. Auch die Bandbreite der Möglichkeiten ist so vielfältig, dass man da viele Möglichkeiten zum Ausprobieren hat, sollte eins - aus welchem Grund auch immer - wirklich nicht funktionieren. Zumeist erfolgt da wirklich eine recht enge Zusammenarbeit mit dem Arzt und Terminabstände von rund 4 Wochen sind nicht unüblich. Da ADs ja eingeschlichen werden müssen und so ihre Wirkung erst langsam(er) entfalten reichen diese oft aus. Sollte das aber nicht ausreichen, sind viele Ärzte auch telefonisch oder per E-Mail zu erreichen, so dass man auch zwischendurch mit ihnen in Kontakt treten kann, wenn denn überhaupt Bedarf besteht. - Aber das nur als Info am Rande.

  2. #52
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Was macht ihr gegen Depressionen? (ohne Medis)

    Ich leide seit Jahren an schweren Depressionen und Angstzuständen.
    Habe auch schon sehr viele Medikamente in dem Bereich durch.
    Ich für mich Persönlich will keine Antidepressivas mehr nehmen, muss aber jeder für sich selbst entscheiden.
    Habe mal über eine Ketaminkur nachgedacht es gibt ein Arzt in Köln der macht das, muss man aber selber bezahlen, hatte dann aber zu viel Angst davor.
    Es gibt ein Buch das mir sehr geholfen hat und obwohl mir lesen sehr schwer fällt hab ich mich mit tausend Notizen durch das Buch gearbeitet und versuche das umzusetzten
    Das Buch heisst Feeling Good von dr. Burns

  3. #53
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 809

    AW: Was macht ihr gegen Depressionen? (ohne Medis)

    Danke für Eure offenen Antworten auf diese sehr persönliche Frage - hier im offenen Bereich! Es tut mir gut, so viel Erfahrungen und kluge Dinge zu dem Thema zu lesen!

    Mir hat zum Thema "Depressionen" sehr geholfen, dass ich gelernt habe, wirkliche Depressionen von diesen depressiven Zuständen zu unterscheiden, die zum ADHS gehören. Eine echte Depression dauert lange, hat verschiedene Phasen und definierte Auslöser - biographische oder körperliche. Wenn man da drin sitzt, kommt man wohl am besten und schnellsten mit Medikamenten wieder heraus, und eine Therapie kann vor der nächsten Depression vorbeugen.
    Diese ADHS-depressiven Zustände sind etwas anderes, auch wenn sie sich genauso anfühlen wie eine echte Depression. Sie kommen aber viel plötzlicher, dauern viel kürzer, und oft kann man sich einfach durch Ablenkung wieder herauskatapultieren.
    Mit diesen Zuständen muss man m.E. lernen, umzugehen - zu therapieren ist da nix. - Ich versuche, gut darauf zu schauen, dass ich für mich gut sorge - raus gehen, Bewegung, Musik, tanzen, Sonne, gutes Essen, Abwechslung!!, ein paar Spritzer Abenteuer. Einbrüche sind m.E. oft einfache Erschöpfungszustände. Die kann ich nicht immer vermeiden. Wenn es so etwas ist, dann ist Erholung angesagt. Ich mach die Schotten dicht und warte auf den nächsten Tag.

    Dasselbe gilt für Angstzustände. Mit ADHS ist man emotional feiner und verletzlicher aufgestellt als der Durchschnitt. Kein Wunder, meine ich, dass viele von uns mehr Ängste haben als andere Leute.

    Schlimm wird es, wenn man dann an Ärzte und Therapeuten gerät, die das eine nicht vom anderen unterscheiden können.
    Ich habe jahrelang versucht, meine ADHS-depressiven Phasen wegzutherapieren. Natürlich hat das nicht funktioniert - im Gegenteil: Die Erfolglosigkeit der Mühen hat mich erst recht fertig gemacht und dann in wirkliche Depressionen getrieben.
    Und wenn eine Therapeutin nicht erkennt, dass die Ängste, mit denen man sich herumschlägt, einfach zu der eigenen labilen emotionalen Konstitution gehören, dann steht schnell einmal eine generalisierte Angststörung im Raum, an der dann wieder sinnlos herumtherapiert wird.
    Meine Erfahrung ist, dass man sich mit den Standard-Therapieverfahren in seine Probleme reinreitet, wenn die Probleme ursächlich aus dem ADHS kommen.

    MEDIKINET etc: Deine Sorge mit den Medikamenten kann ich nachvollziehen, für mich war es auch ein Schritt, Psychopharmaka zu nehmen.
    Dazu kurz zweierlei:
    - Methylphenidat ist (in der richtigen Dosierung) nicht persönlichkeitsverändernd! Vielleicht könnte man sagen: Es ist sekundär persönlichkeitsverändernd. Weil es dir neue Möglichkeiten verschafft, wirst du handlungsfähiger und kannst dich dann selber verändern. Du bist derselbe Mensch, aber mit mehr Handlungsspielraum.
    - Es verankert deine Emotionen besser. Kann ich an dieser Stelle nicht bis ins Letzte beschreiben, aber Methylphenidat hat bei mir genau diese depressiven Schübe und die Angstzustände massiv verringert. Was ich gegen meine ADHS-depressiven Phasen mache? Hauptsächlich Medis! Ansonsten: Siehe oben.

  4. #54
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Was macht ihr gegen Depressionen? (ohne Medis)

    wahre worte!@skywalker

  5. #55
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Was macht ihr gegen Depressionen? (ohne Medis)

    Ich hoffe so sehr, daß es bei mir auch so wirkt!
    Seit zwei Tagen hab ich solche depressive Schübe, das ich kurz vorm durchdrehen bin.
    Und ich weiß was ich dagegen tun sollte aber irgendwie kann ich gerade nicht.
    Ich sule mich in meiner Traurigkeit, höre tieftraurige Lieder und heule mir die Augen aus.
    Morgen hab ich einen Termin beim Therapeuten, mal sehen was der meint, vor kurzem wollte er mich einweisen.
    Ich habe aber keine Lust schon wieder stationär, ich war im letzten Jahr und diese Jahr auch schon.
    Werde zu ihm morgen sagen das ich es mit Medikamente versuche! Na da wird er wahrscheinlich zu sich sagen "endlich".

  6. #56
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 809

    AW: Was macht ihr gegen Depressionen? (ohne Medis)

    @ DeathProof: Deine Beschreibung "seit zwei Tagen" zusammen mit der Mehrzahl: "depressive Schübe" klingt genau nach ADHS und nicht nach Depression. Auch deine Traurigkeit - wer eine echte Depression hat, hat keine Tränen mehr. Denn die Krankheit Depression ist nicht Traurigkeit, sondern Passivität, Gefühlsleere, Handlungsunfähigkeit. Da versiegt alles, und zwar für länger.
    Was auch für ADHS spricht ist dein Bericht, dass die Antidepressiva bei dir nicht wirken. - Wie auch, wenn die Ursache eine andere ist!

    Das ist natürlich keine Diagnose. Außerdem kann man leider ADHS haben und gleichzeitig eine echte Depression.

    Ich kann dir nur Mut machen, es mit Methylphenidat zu versuchen. (Nicht als erstes Strattera! Das ist zwar als Antidepressivum entwickelt worden, wirkt aber nicht als solches. Außerdem braucht es u.U. Wochen, bis es anschlägt - oder auch nicht. Und dir geht es JETZT schlecht).

    --- Ich seh grad: Du hast einen Termin beim Therapeuten - kann der Medikamente verschreiben? Hat der Ahnung von ADHS? Sonst brauchst du einen Arzt, der sich auskennt!
    Geändert von Skywalker (24.11.2015 um 18:34 Uhr)

  7. #57
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.984

    AW: Was macht ihr gegen Depressionen? (ohne Medis)

    @Skywalker:
    Das,was Du über Gefühlsleere etc. schreibst,trifft so nur auf eine schwere/schwerste Depression zu. Es gibt auch da natürlich Abstufungen.

    Ansonsten @iceman kann ich mich dem Geschriebenen eigentlich nur anschließen. Das klingt auch für mich doch sehr nach den ADHS-typischen ausgeprägten Schwankungen-evtl. zusätzlich durch erschwerende Umstände verstärkt.

    Ich kann nur empfehlen,darauf den Therapeuten beim Termin ganz gezielt anzusprechen.

    LG v. Luftkopf

  8. #58
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Was macht ihr gegen Depressionen? (ohne Medis)

    DeathProof:

    "Letztes Jahr zur gleichen Zeit" ... Könnte das eine Winterdepression sein? - Nicht, dass ich irgendetwas diagnotizieren möchte, aber wenn es immer wieder zur gleichen Zeit kommt, dann sollte man das auch ansprechen und im Auge behalten.

    So blöd das klingt, aber wenn du dich nur irgendwie aufraffen kannst, versuch mal ins Solarium zu gehen - auf die niedrigste Bank (also nicht wirklich zum Braun werden) für so rund 15 Minuten, wenn es deine Haut zulässt. Die kurze Bestrahlung mit dem Sonnenlicht-Imitat könnte tatsächlich etwas helfen. (Ich sage ausdrücklich könnte!)

    Wenn es dir danach besser geht, dann käme u. U. eine Lichttherapie für dich in Frage (Kann wohl ärztlich auf Kasse verschrieben werden.), auch eine entsprechende Lampe daheim könnte helfen, dazu möglichst viel rausgehen (Ich weiss, wie schaurig sich das gerade anhört.) und Licht an die Haut lassen. Evtl. würde es sich dann auch anbieten mal den Vitamin D-Spiegel testen zu lassen, denn der könnte dann auch im Argen liegen.

    Aber das sind nur Tipps, wenn es wirklich sich auf den Lichtmangel, also auf die Zeit von Herbst und Winter bezieht und im Frühjahr spätestens wieder besser wird. Sollte es sich um eine "echte" Depression handeln, dann sind die Hintergründe andere und sollten dann auch anders behandelt werden.


    Skywalker:

    Deine These kann ich so nicht bestätigen. ADs können auch bei einer depressiven Verstimmung wirken, wie sie z. B. bei AD(H)S zeitweilig auftreten. Allerdings wäre die Psychotherapie evtl. anders aufzubauen.

    Auch kann man unter einer Depression durchaus weinen. Ich denke, es kommt eher darauf an - wie mein Vorredner schon beschrieb - auf welcher Stufe man gerade steht und auch wie man selbst veranlagt ist.

  9. #59
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 809

    AW: Was macht ihr gegen Depressionen? (ohne Medis)

    @ ChaosQueeny und Luftkopf: Ihr habt natürlich recht. Danke für die Korrektur! - Mir brennt dieses Thema Therapie/Therapeuten/Umgang mit Depressionen derzeit sehr unter den Nägeln. Manchmal packt mich so der Zorn, dass ich einige aus der Zunft am liebsten wegen Fahrlässigkeit oder Seelenverletzung (Gegenstück zu Körperverletzung...) zur Rechenschaft ziehen würde. Dadurch hab ich leider den thematischen Anschluß etwas verloren... Sorry.

    Apropos Lichtmangel: Ich hab ne Tageslichtlampe, die wirkt wahre Wunder! Ganz ohne UV-Belastung. Von einer finnischen Firma, da ist der Markt wohl größer - gute Qualität für weniger teuer...

    @DeathProof: Wie wars heute? Magst du berichten?

  10. #60
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Was macht ihr gegen Depressionen? (ohne Medis)

    Hallo,
    bin bei meinem Therapeuten völlig zusammengebrochen!
    Es ist so eine Lawine die gerade auf mich zu rollt und ich habe das Gefühl zu ersticken.
    Und ich weiss, man soll nicht soviel in der Vergangenheit sein aber mein ganzes Leben fällt mir wie Schuppen von den Augen.
    Es ist als hätte ich in einem Traum gelebt, was und wer bin ich überhaupt ist alles was ich bisher bewertet habe falsch oder einfach nur anders.
    Ich bin zu müde um allen zu erklären die mich als faul und chaot oder dummen Menschen abgestempelt haben, das es dafür Gründe gibt und vorallem wer wird da einem glauben.
    Dann kommen gerade noch Beziehungsprobleme dazu und üble Intriegen die mich schlecht machen wo es nur geht, das ich ein Chaot bin und nichts auf die Reihe bekomme.
    Ich will einfach nur noch meine Ruhe, habe schon seit Tagen so gut wie nichts mehr geschlafen, Kopfkino ohne Ende immer kreisende Gedanken.
    Ich fühle mich wie der letzte Dreck, wie ein Mensch der nichts wert ist, wie jemand den niemand mögen kann, ich mag mich ja nicht mal selber.
    Mein Therapeut hat jetzt bei einem befreundeten Psychiater angerufen das ich dort so schnell wie möglich einen Termin bekomme und sie mich medikamentös einstellen.

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