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Diskutiere im Thema Die elendige Hypoaktivität im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Die elendige Hypoaktivität

    Ob jetzt die Hypoaktivität ein Teil des ADHS ist (wie nach Simchen), ein Symptom was sich aus der Reizüberflutung ergibt oder ADS Depressionen auslöst, die wiederum in Hypoaktivität sich zeigt ist ja erst zweitrangig. Fakt ist es besteht das ganze Leben und zeigt sich unabhängig von guter oder schlechter Stimmung.
    Deswegen denke ich nicht, dass nur an einer Depression liegen kann und eher ein ADS-Symptom ist, egal woraus es sich begründet.


    Mal paar Links noch zur Hypoaktivität und ADS:
    http://www.adhs-deutschland.de/Home/...ktivitaet.aspx

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...ive-typ-3.html

    http://www.das-charlie.de/ADHS/ADHS_...lle_Leiden.pdf

    http://www.das-charlie.de/ADHS/Das_Traeumerchen.pdf

    http://www.adhs-koenigsbrunn.seko-ba...2_48Seiten.pdf
    Geändert von Guerillero (23.12.2014 um 16:57 Uhr)

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Die elendige Hypoaktivität

    Es ist in dem Sinne nicht zweitrangig, weil die Medis darauf abgestimmt werden müssen. Und da sich bei dir trotz ADHS-Mediaktion in den Bereichen nichts ändert, wäre es eine Überlegung wert, ob es da eine unerkannte Komorbidität gibt....

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Die elendige Hypoaktivität

    Schließe mich Guerillero an. Im wesentlichen gilt die Depression bei ADHS als eine reaktive Depression.

    Gerade bei den Hypoaktiven tritt sie häufig auf, weil die Tagträumereien zu erheblichen Beeinträchtigungen führen. Das ständige Kopfkino bzw. die innerliche Hyperaktivität führt schnell zum Burn-Out, der ja im wesentlichen auch eine Depression im Sinne von Niedergedrücktheit darstellt.

    Aussage meines ADHS-Shrinks: Diese Menschen geraten über kurz oder lang in einen Burn-Out, der auch bedingt ist durch die Unfähigkeit zur Entspannung. Klar, wenn ich niemals erholsam schlafe, mir nachts noch die Zähne abschleife usw. dann komme ich nicht mehr runter!

    Tatsächlich kann allerdings auch eine Depression neben dem ADHS bestehen, wobei sich da natürlich die Frage stellt, was zuerst da war. Auch die ausgeprägten saisonalen Stimmungsschwankungen können sich zusätzlich auf die gesamte Problematik auswirken.

    Für die Behandlung ist eher entscheidend, welche Probleme im Vordergrund stehen und wie sich diese am besten behandeln lassen. Die Diagnosen werden in erster Linie für die Abrechungen gebraucht.

    Mir hat mein Shrink bei der Einstellung mit Medikinet z.B. gesagt, dass ich unbedingt das AD zusätzlich nehmen solle, um überhaupt mit allem fertig zu werden, was mir jetzt so bewusst wird. Allerdings stellte sich dann heraus, dass ich mit Depressionen nicht so gravierende Probleme habe. Bei mir stehen eher Symptome im Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung im Vordergrund. Leider leide ich in bestimmten Abständen auch unter regelrechten Erschöpfungszuständen, die sich auch unter MPH nicht gebessert haben.

    In den Griff bekomme ich die nur, wenn ich ein halbwegs regelmäßiges Leben führe - dann kann ich auch über zwei verpennte Tage mal lachen - es passiert keine Katastrophe deshalb.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Die elendige Hypoaktivität

    creatrice schreibt:
    Es ist in dem Sinne nicht zweitrangig, weil die Medis darauf abgestimmt werden müssen. Und da sich bei dir trotz ADHS-Mediaktion in den Bereichen nichts ändert, wäre es eine Überlegung wert, ob es da eine unerkannte Komorbidität gibt....
    Keine Angst die Überlegungen wurden zu Genüge getätigt und mit dem Doc auch in jeglicher Hinsicht besprochen....
    Zudem nehme ich ja das Elontril, welches ein antriebssteigerndes Antidepressivum ist. Mit zweitrangig meine ich ja, dass das Problem chronisch besteht und sich somit in jeglicher Hinsicht zeigt. Ob man dies nun einer der beiden Krankheiten zuordnen will oder nicht ist dann eine Frage auf zweiter Stufe.

    Ich denke, dass die Kernprobleme des ADHS, welche oft fälschlich auf die Hyperaktivität verlagert werden, nämlich die Unaufmerksamkeit, Mangel an Selbstregulierung usw. zu beiden Arten führen können. Sei es, dass man dem durch Hyperaktivität antwortet oder durch Hypoaktivität, d.h. auf die Reize nicht mehr eingeht und ständig seine Ruhe braucht und alleine sein will. Manche entladen dann das Problem bzw. zeigen es nach außen, andere ertragen es innerlich und brauchen lange Phasen mit Reizen sich auseinanderzusetzen und ''abzubauen''.
    Keins von beiden wird wohl besser oder schlechter sein. Eher wird die kindliche Hyperaktivität auch später zur Hypoaktivität bei Erwachsenen, weil auch diese dann den Weg des inneren Verarbeitens wählen und nicht mehr sozial missbilligt nach Außen tragen.
    Diejenigen, die es weiterhin tun werden weggesperrt bei vorliegender Delinquenz, was nicht allzuselten ist oder herabgewürdigt. Dies führt zwingend wiederum dazu, dass der Hyperaktive versuchen muss sich zu bändigen. Dann kann man sich aber die Qualen vorstellen den inneren Mustang zu bändigen und sich sozial konform zu verhalten.

    So oder so kommt man dann wieder zu diesem Punkt des inneren Leidens und manche (so denke ich), reagieren dann mit Hypoaktivität um nicht ihr Pferd noch weiter zu triezen auszubrechen. Deswegen erscheint es nur all zu bestätigend, dass auch die hypoaktiven Kinder in der Pubertät einen Umschwung durchleben und ihre Symptome überspielen bzw. auslassen, ist es doch eine Zeit der Rebellion auch für andere Jugendliche.

    Die Hypoaktivität dann nicht zur ADS zu zählen, sondern als Depression abzuurteilen, führt dann eben zu vielen Fehldiagnosen. So kann dieses hinter den Erwartungen zurück bleiben natürlich zu Depressionen führen, sie sind dann m.M.n. nur ein Symptom des Hauptproblems und verschlimmern die Situation des Hypoaktiven, da nun zur ganzen Problematik noch die Niedergeschlagenheit etc. kommen. Dann wird es umso schwerer sich in den Allerwertesten zu treten und gegen seine Hypoaktivität und hieraus entstandenen Denkmuster, Ängste, Bequemlichkeiten usw. zur Wehr zu setzen.
    Aber auch wenn die Depression geht, wird die Hypoaktivität bleiben, denn sie war ja nicht depressionsabhängig, sondern ein ADS bedingter Umstand.

    Zudem war ich in jeder Lebenslage seit Kindestagen hypoaktiv und bin es immer noch.... bin ich schon mein ganzes Leben depressiv?
    Ich denk wohl eher nicht. Die depressiven Zeiten bzw. auch wetterbedingten Verschlimmerungen kann ich dagegen ganz klar benennen.
    Wie Waldsteine sagt, war die Depression meist nicht Aktion, sondern Reaktion auf die mangelnde Aktivität und das wenige Erleben bzw. können und das nicht seine Ziele / Träume erreichen können, mangels Antriebs und Aufmerksamkeit an etwas festzuhalten.
    Geändert von Guerillero (23.12.2014 um 18:27 Uhr)

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Die elendige Hypoaktivität

    Guerillero schreibt:
    Keine Angst die Überlegungen wurden zu Genüge getätigt und mit dem Doc auch in jeglicher Hinsicht besprochen....
    Zudem nehme ich ja das Elontril, welches ein antriebssteigerndes Antidepressivum ist. Mit zweitrangig meine ich ja, dass das Problem chronisch besteht und sich somit in jeglicher Hinsicht zeigt. Ob man dies nun einer der beiden Krankheiten zuordnen will oder nicht ist dann eine Frage auf zweiter Stufe.

    Ich denke, dass die Kernprobleme des ADHS, welche oft fälschlich auf die Hyperaktivität verlagert werden, nämlich die Unaufmerksamkeit, Mangel an Selbstregulierung usw. zu beiden Arten führen können. Sei es, dass man dem durch Hyperaktivität antwortet oder durch Hypoaktivität, d.h. auf die Reize nicht mehr eingeht und ständig seine Ruhe braucht und alleine sein will. Manche entladen dann das Problem bzw. zeigen es nach außen, andere ertragen es innerlich und brauchen lange Phasen mit Reizen sich auseinanderzusetzen und ''abzubauen''.
    Keins von beiden wird wohl besser oder schlechter sein. Eher wird die kindliche Hyperaktivität auch später zur Hypoaktivität bei Erwachsenen, weil auch diese dann den Weg des inneren Verarbeitens wählen und nicht mehr sozial missbilligt nach Außen tragen.

    So oder so kommt man dann wieder zu diesem Punkt des inneren Leidens und manche (so denke ich), reagieren dann mit Hypoaktivität um nicht ihr Pferd noch weiter zu triezen auszubrechen.

    Die Hypoaktivität dann nicht zur ADS zu zählen, sondern als Depression abzuurteilen, führt dann eben zu vielen Fehldiagnosen.
    Aber auch wenn die Depression geht, wird die Hypoaktivität bleiben, denn sie war ja nicht depressionsabhängig, sondern ein ADS bedingter Umstand.
    Ein sehr guter Beitrag, der sich mit meinen Erfahrungen und Erkenntnissen nach der eigenen Literaturrecherche deckt. Das zentrale Symptom liegt in der Unfähigkeit, die Aufmerksamkeit über eine längere Zeit aufrecht zu erhalten. Daraus ergeben sich eine Reihe von Problemen, die langfristig und abhängig von den intellektuellen Fähigkeiten zu Leiden schaffenden Verhaltensproblemen führen.

    Daraus erwachsen dann auch die bekannten Komorbiditäten wie depressive Verstimmungen, Angststörungen sowie eine zunehmende Resignation, die mit der Dauer der Störung zu einem eher quantitativen Problem wird.

    Ich vergleiche es gern mit den Bildern von Krampfanfällen. Die Nervenaktivität ist im Krampfanfall keineswegs vermindert, es handelt sich um ein Zuviel an Aktivität. Gleichwohl zeigt sich äußerlich eine Starre bzw. Unfähigkeit zur Handlung. Ein anderer Vergleich wäre das Kammerflimmern des Herzens. Eigentlich ist das Herz viel zu aktiv. Es zeigt sich aber das Bild eines Herzens ohne Funktion - die logische Konsequenz daraus ist, dass das Herz wieder in einen lebenserhaltenden Rhythmus gebracht werden muss.

    Die Hypoaktivität ist nur ein äußerlicher Eindruck, da gegen das Gewitter im Kopf nur das Abschalten hilft.

    Die Fülle der Fehldiagnosen - insbesondere die Diagnose Depression - führt dann oft zu den langen und zermürbenden Leidenswegen. Meine Erfahrungen damit haben sich fest in mein Gehirn eingebrannt. Die Medikamente führten zu einer Antriebssteigerung, die mir mehr geschadet als geholfen hat. Der "Mustang" rannte ständig gegen das Gatter ohne die notwendige Kraft zum Sprung zu haben - mich hat eine antidepressive Behandlung vor rd. 25 Jahren fast in den Selbstmord getrieben. Vor meinem inneren Auge lag die gesamte Struktur, das Wie in jeder Beziehung und ich konnte es überhaupt nicht umsetzen. Die Behandlung führte nur zu einer Symptomverstärkung, keineswegs aber zu einer Verbesserung.

    In Folge der Antriebssteigerung war ich zwar recht fleißig, dafür ist die Anzahl meiner Fehler geradezu in den Himmel geschossen und ich drehte mich wie ein Hamster in seinem Rad ohne auch nur ein bisschen Land zu sehen! Klar, die Antriebssteigerung führte eben nicht zu einer besseren Strukturierung, ich war lediglich mit mehr Kraft und Entschlossenheit ausgestattet. Diese Zeit erinnere ich heute noch als ein Leben im Vorhof der Hölle.

    Mein ADHS-Shrink hat mir auch erklärt, dass ich zwar etwas stärker von saisonalen Stimmungsschwankungen betroffen bin, diese aber im wesentlichen durch die Aufmerksamkeitsstörung zum Problem wird. Zumal ich genau weiß und es auch wahrnehme, was mir dagegen helfen kann. Manchmal mangelt es nur durch mein allgemeines Chaos an der Umsetzung, was aber nicht mit einer Depression verwechselt werden kann. Mein Kopf ist nicht leer - er ist zu voll!

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Die elendige Hypoaktivität

    Wow, faszinierend, wie sehr ich mich in diesem Thema wiedererkannt habe.

    Seit dem 15. November nehme ich jetzt Medikinet Adult, mittlerweile 30 mg morgens und mittags.

    Eine Verbesserung meiner Probleme sehe ich noch nicht, vielleicht dauert das noch eine Weile.

    Äußerlich bin ich zwar auch ein bisschen wippelig und zappelig, aber nicht so extrem, wie bei Hyperaktiven, die ich kennengelernt habe.
    Dafür ist im Kopf immer was los.
    Selbst im Urlaub schaffe ich es nicht, den runter zu fahren.

    Ich habe, wie Waldsteinie schrieb, sehr mit depressiven Stimmungen, mit in meiner Kindheit unbekannten Ängsten (Höhe, Enge, Spinnen, fliegen) und zunehmender Resignation ("ich bekomme doch eh nichts hin") zu kämpfen.

    Langsam aber sicher wird es immer schlimmer und belastet mich auch ziemlich.

    Wie seid ihr denn damit umgegangen? Was habt ihr unternommen?

    Ich möchte nicht wirklich mehr Medis nehmen müssen, als unbedingt nötig.

    Gruß
    LastBoyscout

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Die elendige Hypoaktivität

    Vorneweg: ich bin fast zwanzig Jahre älter als Du und wurde erst sehr sehr spät diagnostiziert.

    Hab trotz meiner Hypoaktivität ne ganze Menge gestemmt, Ausbildung gemacht und abgeschlossen, Studium auch abgeschlossen.

    Zuerst solltest Du mit dem Shrink reden und zwar unbedingt. Ich bekomme zusätzlich zum MPH noch Sertralin, da bin ich mit der Dosis auch recht hoch gegangen - wie mit dem Arzt abgesprochen.

    Hat man Dir eine Psychotherapie angeboten? Eine Psychotherapie kann Dich enorm in dem ganzen Aufarbeitungsprozess unterstützen, manchmal auch viele praktische Hilfen bieten.

    Das Medikament soll ja bei Kindern oft regelrechte Wunder bewirken, bei Erwachsenen bin ich mir da nicht so sicher! Da kann eine Psychotherapie doch mehr helfen und durch die Katharsis begleiten!

    Nicht zu vergessen ist Sport! Er hilft in jeder Hinsicht - einfach mal ordentlich auspowern. Das gilt für ADHSler ganz besonders.

    Da ich momentan wieder mal im Winterblues hänge und dadurch auch reichlich erschöpft bin - was übrigens meiner Organisationsfähigkeit eher förderlich ist - mache ich täglich ne Radtour von 1,5 bis 2 Stunden. Dabei achte ich vor allem auf die Zeit, es kann auch mal passieren, dass ich die Zeit einfach durch Umwege auf den alltäglichen Wegen hinkriege.

    Nun noch was zum Lachen - oder auch nicht - ich habe seit kurzem eine Tageslichtlampe. Die sorgt vor allem morgens dafür, dass ich in die Gänge komme, was mir den Alltag schon sehr erleichtert. Es gibt dazu auch einen Thread - Suchfunktion: Winterblues!

    Die Therapien, Medikamente und Psychotherapie, verändern Deine Vergangenheit nicht. Beides hilft aber, die Perspektiven zu verändern, die Vergangenheit loszulassen und damit auch die Zukunft zu verändern.
    Geändert von Waldsteinie (24.12.2014 um 12:27 Uhr)

  8. #18
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Die elendige Hypoaktivität

    Da kann ich mich einige anders anschliessen, dass einige Kommorbiditäten Hypoaktivität auch verstärken können.

    Aber wieso man so ist, muss es im Lauf der Zeit jeden selber herausfinden... Nicht alles ist rein auf ADS zum zuschieben, da es bei uns wie bei nicht-Betroffenen, einiges dazu kommen kann.

    Ich war auch immer ehe der Hypoaktiven Typus, aber nicht so in Reinform... Ich habe gehört dass Hypies oder Hypo in Reinform ehe selten ist. Ich habe auch meine Zeiten, wo ich Hummel im Hinten habe und es ist ehe wenn es mich gut geht.

    Geht es mich nicht gut, bin ich träg...

    Dazu, durch meine Reizoffenheit, brauche ich viel Ruhe und bin auch in einiges langsam... Es wird sich gründsächlich nicht ändern, ausser dass innere Eindrücken, dazu gehört auch alte Seelemüll dazu kommt...

    Durch Vit D-mangel war ich früher auch noch energieloser... So nur als beispiel was alles dazukommt...

    Nun, ich sehe durch mein Leben dass ich zwar immer mehr Ruhe gebraucht hatte als andere Menschen, aber ich hatte auch verschiedene Phasen und es gab auch einiges dass mich noch energielos gemacht hatte... Aber so was gibt es nicht nur bei ADS.

    Seit Jahren, und schon vor der Diagnose, hatte ich immer danach gesucht was mich gut tut und wie ich mich von unötige Belastungen befreien kann... Einiges habe ich gefunden, aber es geht ehe über Jahren... Ich kann noch einiges endecken.

    Nun, noch als letzte Erlebnisse: Ich hatte im Job eine heftige krise gehabt und es hat mich ziemlich belastet, da ich für was nebenbei zu wenig energie hatte, obwohl ich Teilzeit gearbeitet hatte. Nun, seit ich diese Job los bin und die belastung die da gibt, habe ich mehr Energie. Es überzeugt mich noch mehr mein Umfeld richtig zu sortieren und zu überprüfen. es gibt wirklich Menschen und soziale Situationen die mich rasch sehr müde machen und anderen die mich kaum müde machen.

    Nun, wie ich mache mit eine hypoaktivität: Ich akkzeptiere sie, als Teil von mich, da es auch aus mein Reizoffenheit kommt, aber schaue auch gut zu mich, auf was mich gut tut, damit ich die Energie die ich habe, nicht in unötigen Belastungen investiere...

    Es kann eine längere Weg sein und obwohl Medis und Therapie da vielleicht helfen, gibt es keine Wunder im kurze Zeit. Es geht mehr drum dich kennenzulernen, einiges zu probieren und suchen was dich gut tut und was nicht...

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Die elendige Hypoaktivität

    Ich wollte dazu noch anmerken, dass es diverse Ansätze und Theorien hierfür gibt...
    Manche lagern das Problem komplett aus bzw. benennen es als eigene Krankheit plus ADHS oder auch zB das Sluggish Cognitive Tempo :
    Sluggish cognitive tempo - Wikipedia

    Diese SCT, ob man es jetzt als Krankheit oder eher als Symptom der ADS beschreibt, scheint genau diese Hypoaktivitätssymptome, die von Dr. Simchen benannt wurden zu beinhalten.
    Nicht nur die Lethargie, Scham, Introvertiertheit sondern auch Aufmerkamkeitsprobleme etc., die jedoch anders begründet sind als bei der ADS.
    Wobei ja auch hier eine Kombination von ADHS und SCT denkbar ist. Dies würde erklären, wieso man trotz innerliche Unruhe usw. nach außen dennoch total gehemmt ist und eher sehr ruhig erscheint. Man also die ADHS Problematik hat und dennoch lethargisch, müde und uninteressiert ist, was sich ja eig. beißt.
    Wie man es jetzt auch genau benennt ist egal, Hauptsache ist, dass es diese ganze Problematik erwiesen gibt und kein bloßes Hirngespinst von Dr. Simchen oder Betroffenen bzw. eine bloße Ausrede oder bloße Depression darstellt

    Andererseits gibt es auch in den amerikanischen Foren und Seiten auch Ansätze, dass ADHS sich in diversen Formen zeigt und die Hyperaktivität also das ADHS zu Problemen in anderen Bereichen im Hirn führt als die reine ADS / Hypoaktivität / SCT. Insbesondere sind die Ansätze interessant bei der davon ausgegangen wird, dass für die hyperaktivere Form eher eine zu starke Wiederaufnahme das Problem darstellt, wobei bei der mehr unaufmerksamen ADS die Neurotransmitter zu wenig ausgeschüttet werden.
    Insbesondere sehe ich den Supergau ja darin, dass wenn man ADS + SCT hat bzw. SCT sich auf beide Probleme auswirkt, man nicht nur eine zu starke Wiederaufnahme, sondern auch eine zu schwache Ausschüttung hat. Vielleicht erklärt das sehr schlechte Verlaufsformen und die stärkere Betroffenheit von Mischtypen von Depressionen, Ängste etc.

    Das wiederum führt ja zur Annahme, dass MPH alleine schlecht was bewirken kann, da eine zu starke Wiederaufnahme alleine nicht das Problem darstellt und somit Wiederaufnahmehemmer zwar dies stoppen können, jedoch dennoch zu wenige Neurotransmitter in Form von Domamin / Noradrenalin zur Verfügung steht.
    In diesem Falle sind die Amphetamine (AMPH-Sulfat, Attentin, Elvanse) die besseren Medikamente für die Hypoaktiven, SCT' bzw. ADS'ler ohne H, da sie ja Wiederaufnahmehemmend und ausschüttend tätig werden.


    Auf englisch von Dr. Barkley:
    https://www.youtube.com/watch?v=ME4UoIWCs4s

    Insbesondere für die, die die Hypoaktivität schon seit Kindheit haben.
    Geändert von Guerillero (25.12.2014 um 17:03 Uhr)

  10. #20
    ...das war mal..

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 265

    AW: Die elendige Hypoaktivität

    Guerillero schreibt:
    ... und befasse mich seitdem mit der Krankheit und seinen Ausprägungen.
    ..........

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