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Diskutiere im Thema Komorbidität von ADHS und myofaszialen Schmerzen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 4

    Komorbidität von ADHS und myofaszialen Schmerzen

    Hallo Ihr Lieben da draußen in den Weiten des ADHS-Netzes,

    gibt es Deiner Erfahrung nach ein auffälliges Zusammentreffen der ADHS-Symptomatik mit myofaszialen Triggerpunkten?

    Hintergrund meiner Frage: Ich (35) kämpfe seit meinem frühen Teenageralter mit ausstrahlenden, einschießenden Schmerzen und Verspannungen, Muskelzucken, -brennen.

    Okay, ich habe zwischen 14 und 20 lange Jahre leistungsmäßig Langstreckenlauf bis zum Exzess getrieben.

    Doch trotz Krankengymnastik, Massagen, regelmäßiges TaiChi-Trainig etc. habe ich die Symptomatik nicht wirklich bessern können, der Umgang ist im Laufe der Jahre ein anderer geworden. Orthopädisch wurde schon alles mehrfach abgeklärt, da gibt es nichts, was relevant wäre.

    Was mir auffällt ist, dass so einige "Randsymptome" mit der Symptomatik von ADHS korrespondieren:
    - Nervosität (besonders in der Morgenstunden)
    - Konzentrationsprobleme und Vergesslichkeit
    - Hibbeligkeit (besonders in der früh)
    - Probleme in Stress-Situationen
    - Stimmungsschwankungen nach Überforderung
    - unruhiger Schlaf oder Erschöpfung
    - unruhiger Darm

    Seit ca. 1 Jahr nehme ich eine homöopatische Dosis Amitriptilien (10mg, trizyklisches Antidepressivum) am Abend. Seitdem kann ich zumindest durchschlafen und bin nicht mehr ganz so nervös oder abgespannt am morgen, kann mich besser konzentrieren.

    Jetzt wurde ich vor einiger Zeit von einer guten Bekannten, die Psychotherapeutin ist, gefragt, ob ich schon mal daran gedacht hätte, abzuklären, ob ich nicht eine ADHS-Symptomatik hätte.

    Damals habe ich das abgetan und mich geärgert, wieder mal in eine Schublade gepackt zu werden, nachdem schon in der Vergangenheit Vermutungen einer vermeintlichen Depression angestellt wurden.

    Die Diagnose von einem gutem der führenden Schmerzspezialisten in Deutschland lautet "myofasziales Schmerzsyndrom", was nichts anderes heißt wie "unspezifische Muskelschmerzen". KEINE Fibriomyalgie, obwohl es da wohl Ähnlichkeiten gibt.

    Nun habe ich mich im Zuge einer Ausbildung in die ADHS-"Problematik" eingelesen und finde mich da tatsächlich zum Teil wieder (wobei: Wer sucht, der findet sich überall, will da also Vorsicht mit zu schnellen Selbst-Diagnosen sein).

    Ich frage mich zudem:
    1.) Gibt es im Raum Nürnberg / Erlangen einen Arzt, der eine zuverlässige Diagnose stellen kann (ohne dabei nur auf seinen Teller zu sehen und das zu diagnostizieren, was er gefragt wird, also was erwartet wird).

    2.) Was habe ich davon, wenn ich zu "meiner" Diagnose "myofasziales Schmerzsyndrom" dann tatsächlich noch eine Diagnose ADHS-Erwachsener bekommen sollte? Was ändert das für mich?

    Mich würde interessieren, was Du als ADHS-betroffener Erwachsener zu meinen Ausführungen für Gedanken hast.

    Viele Grüße
    Achim

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Komorbidität von ADHS und myofaszialen Schmerzen

    Hallo Achim,

    1.) Gibt es im Raum Nürnberg / Erlangen einen Arzt, der eine zuverlässige Diagnose stellen kann (ohne dabei nur auf seinen Teller zu sehen und das zu diagnostizieren, was er gefragt wird, also was erwartet wird).
    Also es gibt wohl einige Adressen (ADHS-Netzwerk Nürnberg-Fürth-Erlangen), in wie weit die sich aber wohl genau damit auskennen, entzieht sich meiner Kenntnis. Habe hier schon sehr unterschiedliche Meinungen dazu gehört.

    Wäre es dir auch möglich, evtl. für eine Diagnose etwas weiter zu fahren? Dann wäre evtl. die Uniklinik in Würzburg die richtige Adresse (http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...wuerzburg.html)

    LG
    Erika

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: Komorbidität von ADHS und myofaszialen Schmerzen

    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist ADS ein körperliches Problem welches prominent ist, dich also mal in einen anderen Zustand tut als die Normalmenschen.

    Die Krankheiten, die sich darum herum ergeben (Komorbitäten) werden deshalb im Vorteil erst in 2. Instanz behandelt. Du kannst nicht deine Zehen behandeln, wenn die dir Füsse fehlen. Zuerst musst du dir Füsse machen, und erst dann kannst du Zehen drantun.. (Schlechtes Beispiel ich weiss, aber ich bin immer etwas jämmerlich mit Beispielen).

    Jedenfalls.. sobald du Füsse hast, kannst du dann versuchen zu gehen... und ev. gehts dann noch besser mit den Zehen.. *ach seufz.. schwierig zu erklären

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Komorbidität von ADHS und myofaszialen Schmerzen

    Selenia schreibt:
    *ach seufz.. schwierig zu erklären

    Kein Problem, ich verstehe, was Du sagen willst!
    Wenn ein Auto klappert, dann repariert man das auch nicht mit einem Schalldämpfer ...

    Du willst mir sagen: Wenn man die Ursache von verschiedenen Symptomen kennt, dann muss man nicht an den Symptomen rumdocktern, sondern kann sich gleich auf die Grunderkrankung stürzen.

    Leider ist das Ursache-Wirkungs-Denken nicht immer angebracht. Eine Ursache kann auch wiederum Folgen nach sich ziehen, die sich gegenseitig bedingen und verstärken. Es kann sozusagen ein Teufelskreis entstehen.
    Wie in einem komplexen System eben - der Mensch ist ja auch ein komplexes System, eingebunden in weitere kompexe Systeme (Familie, Gesellschaft, etc.).

    Danke erstmal, für die beiden bisherigen Antworten! Ich werde Eure Worte in meinem Gehirn bewegen - mal sehen, was sich ergibt, wenn noch weitere Teile zum Puzzle dazu kommen ...

    Grüße
    Achim

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Komorbidität von ADHS und myofaszialen Schmerzen

    Selenia schreibt:
    Die Krankheiten, die sich darum herum ergeben (Komorbitäten) werden deshalb im Vorteil erst in 2. Instanz behandelt.
    Das muss keineswegs so sein. Gerade im Hinblick auf Depressionen erfolgt z.B. oft erst eine Behandlung der Depression (jedoch sinnvoller Weise mit Wissen der ADHS).

    Körperliche Beschwerden (z.B. auch Reizdarm) gehören auf alle Fälle behandelt, haben erst mal mit einer (Verhaltens-) Therapie oder einer medikamentösen Behandlung mit Mph wenig zu tun. Wichtig ist nur, dass der behandelnde Arzt weiß, dass es z. T. andere Reaktionen (bei ADHS) auf Medikamente gibt bzw. welche genommen werden.

    LG
    Erika

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Komorbidität von ADHS und myofaszialen Schmerzen

    1411erika schreibt:
    Das muss keineswegs so sein. Gerade im Hinblick auf Depressionen erfolgt z.B. oft erst eine Behandlung der Depression (jedoch sinnvoller Weise mit Wissen der ADHS).

    Körperliche Beschwerden (z.B. auch Reizdarm) gehören auf alle Fälle behandelt, haben erst mal mit einer (Verhaltens-) Therapie oder einer medikamentösen Behandlung mit Mph wenig zu tun. Wichtig ist nur, dass der behandelnde Arzt weiß, dass es z. T. andere Reaktionen (bei ADHS) auf Medikamente gibt bzw. welche genommen werden.

    LG
    Erika
    Genau das wollte ich mit meiner Antwort auch sagen, sehr plasitisch veranschaulicht, Erika, danke!

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