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Diskutiere im Thema Imaginäre Freunde? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    Imaginäre Freunde?

    Da ich mich gerade mit diesem Thema beschäftige, würde ich gerne mal in die Runde fragen:

    Habt ihr imaginäre Freunde?

    und wenn ja, wie kamen sie? Und wenn ihr mal einen hattet: wie ging er?

    Und was glaubt ihr, wofür er/sie da sind/waren?

  2. #2
    Pepperpence

    Gast

    AW: Imaginäre Freunde?

    Ich weiß nicht ob das unter imaginäre Freunde fällt, aber stelle mir vor ich würde von Hunden beschützt.

    Wenn ich gute Laune habe, dann ist es ein grimmig blickender Mopsdetektiv auf einem Dreirad, der sich unter einem Yps-Tarnnetz versteckt und mich auf Schritt und Tritt verfolgt.

    Wenn es mir nicht so gut geht ist es ein großer irischer Wolfshund, der mir nicht von der Seite weicht - das sind die hier: => *Klick* - das sind riesige Tiere, die aber sehr friedlich und freundlich sind.

    Also ich weiß das klingt wirklich absolut gaga und ich würde es auch nicht jedem direkt auf die Nase binden ... aber mir hilfts und dass sie gehen möchte ich eigentlich gar nicht. Sie tun ja keinem weh und sind nur in meinem Kopf ...

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Imaginäre Freunde?

    Nein, in meinen Ohren klingt das gar nicht gaga.

    Ich hatte jahrelang einen imaginären Freund.

    Er kam oder ich erschuf ihn, weil ich ihn brauchte, mich selbst zu sortieren in Gesprächen und Briefen (Er war für mich eine Art "erweitertes" Tagebuch).

    Er war war immer da und jemand, der mir sanft - aber nie verletzend - half zu mir selbst zu finden und meine negativen Gefühle zu ordnen und zu relativieren. Jemand, der mir das Gefühl gab, verstanden und getröstet zu werden. Es ging hauptsächlich um Sachen, die ich niemanden sonst anvertrauen wollte, weil ich den Personen Sorgen bereitet hätte oder sie verletz hätte. Sachen, wo mir jemand reales nicht weiterhelfen hätte können, weil niemand so tief in mich blicken kann, wie ich selbst.

    Er ging, als ich ihn später nicht mehr benötigte. Zuerst hörten die Gespräche auf und dann die Briefe. Ich war im hier und jetzt angekommen.

    Ich vermute jetzt, dass ich schon damals nicht so ganz zu Selbstmitgefühl neigte und daher mir eine Person schuf, die diesen Part übernahm. Ich nehme an, dass diese imaginären Geschöpfe für uns einen Teil unserer Selbst übernehmen, den wir nur schwach oder gar nicht ausfüllen können.

    Jetzt interessiert mich aber schon, warum du fragst?!

  4. #4
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Imaginäre Freunde?

    danke für deine Antwort, pepperpence.

    so "gaga" ist das gar nicht. das ist - wie ich gerade feststelle - weiter verbreitet als man annehmen würde und laut den Informationen, die ich bisher nun so herausbekommen habe, hat das auch nicht viel mit Defiziten zu tun. Bei Kindern im Vorschulalter tritt das zb bei 65% auf. und hat auch nicht viel damit zu tun, inwieweit sie sich real bei gleichaltrigen integrieren.

    es ist sogar als positiv zu bewerten.

    aber wie ist das, "siehst" du diese Hunde dann gradezu?

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    ChaosQueeny schreibt:
    Nein, in meinen Ohren klingt das gar nicht gaga.

    Ich hatte jahrelang einen imaginären Freund.

    Er kam oder ich erschuf ihn, weil ich ihn brauchte, mich selbst zu sortieren in Gesprächen und Briefen (Er war für mich eine Art "erweitertes" Tagebuch).

    Er war war immer da und jemand, der mir sanft - aber nie verletzend - half zu mir selbst zu finden und meine negativen Gefühle zu ordnen und zu relativieren. Jemand, der mir das Gefühl gab, verstanden und getröstet zu werden. Es ging hauptsächlich um Sachen, die ich niemanden sonst anvertrauen wollte, weil ich den Personen Sorgen bereitet hätte oder sie verletz hätte. Sachen, wo mir jemand reales nicht weiterhelfen hätte können, weil niemand so tief in mich blicken kann, wie ich selbst.

    Er ging, als ich ihn später nicht mehr benötigte. Zuerst hörten die Gespräche auf und dann die Briefe. Ich war im hier und jetzt angekommen.

    Ich vermute jetzt, dass ich schon damals nicht so ganz zu Selbstmitgefühl neigte und daher mir eine Person schuf, die diesen Part übernahm. Ich nehme an, dass diese imaginären Geschöpfe für uns einen Teil unserer Selbst übernehmen, den wir nur schwach oder gar nicht ausfüllen können.

    Jetzt interessiert mich aber schon, warum du fragst?!
    auch dir danke für die Antwort

    darf ich fragen, in welchem alter das war? wie kam er und wie ging er?
    konntest du den auch "sehen & hören" oder war das eher "nur" eine fiktive person, die im Tagebuch angesprochen wird?

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    hier auch ein interessanter link dazu (eine Studie)

    http://psychotantchen.files.wordpress .com/2012/02/3405_-_imaginaere_gefaehrten1.pdf

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Imaginäre Freunde?

    Wie alt war ich? Gute Frage! Ich schätze so ca. 12 bis 17/18 vielleicht 19.

    Entstanden ist er durch den ersten Brief, den ich aus einer Eingebung herraus schrieb. Er ging, indem er sich langsam aus meinem Leben schlich. Es gab keinen grossen Knall oder so, ich sprach mit ihm und schrieb ihm nach und nach immer weniger. Irgendwann merkte ich, dass er nicht mehr da war. Nicht mehr abrufbar war.

    Nein, sehen und hören eher nicht. Wenn, dann mehr so als eine innere Stimme. Also eher fitkiv.

    Ich denke, die Art fiktiver Freunde, die du meinst, die haben tatsächlich wenig mit Defiziten zu tun. Das sind oft eher "Spielfreunde", denen auch mal Probleme erzählt werden. Mit meinem habe ich jedoch nie gespielt und er war eigentlich ausschliesslich zu meiner "Unterstützung" da, ein "Seelenverwandter" irgendwie, den man in der Realität nun mal eher nicht findet.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Imaginäre Freunde?

    Hi zusammen,

    ich habe auch ein imaginäres Wesen, mit dem ich in Gedanken „rede“
    wenn ich mich alleine fühle.
    Ich glaube, es ist so eine Art Gedankenstütze für mich.


    Wann das genau bei mir anfing, weiß ich gar nicht mehr
    und auch nicht, ob ich auch so einen Freund als Kind hatte.


    Manchmal wenn ich mit jemandem länger im Auto unterwegs bin

    und ich aus dem Fenster schaue, versinke ich oft in tausend Gedanken
    und sehe dabei meinen Pegasus über die Wiesen galoppieren.

    Es ist einfach jemand, der mir bei all meinen chaotischen Gedanken zuhört.


    Jetzt, wo ich es hier so schreibe, kommt’s mir doch ein wenig merkwürdig vor,
    das zu schreiben, da ich ja nun schon "groß" bin..


    Liebe Grüße,

    chaos-maus

  7. #7
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Imaginäre Freunde?

    chaos-maus schreibt:
    Hi zusammen,

    ich habe auch ein imaginäres Wesen, mit dem ich in Gedanken „rede“
    wenn ich mich alleine fühle.
    Ich glaube, es ist so eine Art Gedankenstütze für mich.


    Wann das genau bei mir anfing, weiß ich gar nicht mehr
    und auch nicht, ob ich auch so einen Freund als Kind hatte.


    Manchmal wenn ich mit jemandem länger im Auto unterwegs bin

    und ich aus dem Fenster schaue, versinke ich oft in tausend Gedanken
    und sehe dabei meinen Pegasus über die Wiesen galoppieren.

    Es ist einfach jemand, der mir bei all meinen chaotischen Gedanken zuhört.


    Jetzt, wo ich es hier so schreibe, kommt’s mir doch ein wenig merkwürdig vor,
    das zu schreiben, da ich ja nun schon "groß" bin..


    Liebe Grüße,

    chaos-maus

    es ist gar nicht merkwürdig, ich glaube nur, dass über sowas zu wenig gesprochen wird
    ehrlich gesagt bin ich beinahe "neidisch", weil mir gestern und heute klar wurde, dass ich sowas nie für mich gemacht hatte und herausfand, dass das sogar sehr viele machen, dass es viel normaler ist als man denkt. auch bei erwachsenen ist das sehr häufig! die Hemmschwelle darüber zu reden ist nur so hoch, da man angst hat, als "beknackt" angesehen zu werden.

    ich finde das super, dass ihr davon erzählt!

  8. #8
    Pepperpence

    Gast

    AW: Imaginäre Freunde?

    maofatale schreibt:

    aber wie ist das, "siehst" du diese Hunde dann gradezu?
    Nein, nicht im Sinne von "Mein Freund Harvey" (kennst Du den Film?) sondern eher wie eine beruhigende Kraft die da ist und die eben in Form eines Hundes auftritt ... das Bild habe ich mal gefunden => *Klick* das es ganz gut veranschaulicht.
    Viele Leute würden das Bild wohl eher als etwas beänstigend erleben, aber mir gefällt es.

    Warum Hunde? Ich denke weil mein erster Hund mich durch meine gesamte Kindheit und Jugend begleitete und mir vor allem als kleines Kind oft ein Trost war.

  9. #9
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.123

    AW: Imaginäre Freunde?

    Ich weiß nicht ob man das als imaginäre Freunde bezeichnen kann. Ich habe so etwa bis zu meinem 22. Lebensjahr in meiner Fantasie Personen mit Superkräften kreeirt und als diese"das Böse "bekämpft.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Imaginäre Freunde?

    Ich hatte auch imaginären so einen imaginären Freund. Der kam aber nur, wenn ich mich langweite bei langen Autofahrten. Ich konnte ihn sehen, es war ein lustiger Kasper, der - immer etwas weiter weg von mir - über die Felder sprang, Purzelbäume schlug, über Schuppen sprang, auf Bäume kletterte und manchmal, dann freute ich mich besonders, näher zu mir ans fahrende Auto rankam. Kindliche Phantasie eher denke ich.

    Aber ich weiß noch, dass ich ihn oft vergessen habe, nicht bewusst herbei wünschte, sondern mich wunderte, wenn ich - gar nicht an ihn denkend - auf die Felder schaute beim Autofahren und plötzlich war er da und ich freute mich und erinnerte mich erst in diesem Moment, wenn ich ihn wieder sah, wieder an ihn. Ich habe aber keine Probleme oder so mit ihm besprochen, sondern nur seinen "Albernheiten" zu geschaut. Und ich weiß noch, dass sich wusste er war nur für mich da, lief nur für mich, kein anderer konnte ihn sehen, er kam nur zu mir und das war das Schöne, dass er eben nur mein "Freund" war.

    Einmal habe ich meiner Schwester bei so einer langen Autofahrt von ihm erzählt und sie gefragt, ob sie ihn auch manchmal sieht und das sie nein sagte, "wusste" ich, dass er nur zu mir kommt, nur meine geheime Freundschaft war, vor der niemand was wusste, die Eltern nicht, meine Geschwister nicht und halt niemand. Ich hab auch nie wieder jemandem von ihm erzählt - ihr seid die Ersten, denen ich das nach langen Jahren erzähle.
    Geändert von Wintertag (18.09.2014 um 08:29 Uhr)

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