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Diskutiere im Thema Restless Legs (RLS) - Eine Krankheit die mein Leben und meine Beziehung zerstört im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 303

    Ausrufezeichen Restless Legs (RLS) - Eine Krankheit die mein Leben und meine Beziehung zerstört

    Hi zusammen,

    habe ja vorher eine Umfrage gestartet bezüglich RLS.
    Da mir dieses Thema SEHR wichtig ist und ich Angst habe, dass es im Umfrage-Forum untergeht kopiere ich meinen Beitrag zur Sicherheit hier an dieser Stelle:

    - Wie und wo Diagnose?
    - Welche Medikamente bekommt ihr?
    - Gibt es hier welche die trotz massivem Leidensdruck eine Medikamention ablehnen und wenn ja aus welchem Grund?
    - Das alter bei dem es bei euch angefangen hat und der Verlauf der Erkrankung.
    - Schämt ihr euch auch für diese Krankheit?
    - Leidet eure Beziehung darunter?

    Hab eigentlich noch sooooo viele Fragen; vl mache ich noch ein THread bei Komorbiditäten auf....

    Der Grund für meine Umfrage ist, dass ich zurzeit kurz vorm durchdrehen bin...
    Hab schon die ersten Symptome mit 12 Jahren bekommen. Damals wars halt nur ein leichtes reiben am Bettlaken um einschlafen zu können.
    Wusste damals natürlich nicht wie wo was warum? Da meine Mutter auch darunter leidet (aber nur so wie ich mit 12 Jahren) habe ich es sehr lang nicht als Krankheit wahrgenommen. Letztens ist mir eingefallen, dass auch mein Vater als er noch lebte und ich zu Besuch war, sehr oft Abends zappelnd aufm Sofa gelegen ist.

    Naja da ich ehh seit dem ich denken kann unter Schlafstörungen leide, konnte ich auch lange Zeit das Gezappel nicht als Mitursache identifizieren.
    Dachte immer die Schlafprobleme kämen nur vom Kopf-Karussell, welches mich seit dem ich denken kann, all Abends im Bett begleitet hat.
    Dieses Karussell hatte ich wie einige von euch bereits wissen seit meinem 15. Lebensjahr mit Cannabis versucht zu stoppen.
    Es hat auch jahrelang "gut" funktioniert (was das schlafen betrifft) aber hat mich letzten Endes in eine ausgeprägte Polytoxikomanie getrieben, die ich erst ende 2012 in den Griff bekommen habe.
    Ca. ein halbes Jahr später (glaube Mai 2013) wurde dann endlich nach jahrelanger Fehldiagnose/Medikamention mein ADHS diagnostiziert und entsprechend Medikamentiert.

    Seit dem ich nun mit Methylphenidat medikamentiert werde, ist es Gott sei Dank mit diesen endlos Gedankenschleifen im Bett viel besser geworden (allerdings immer noch nicht zufriedenstellend; hab aber auch zurzeit durch Arbeitslosigkeit und einem Berg Schulden genug "Problem-Material" für das Karussell in meinem Kopf ).

    Seit dem nun mein Kopf Abends besser abschalten kann als damals, fallen mir nun immer mehr die Missempfindungen in den Beinen (in schlechten Phasen auch im Brustbereich/Schulter/Arm) auf... Naja ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass es seit dem Ausbruch meines Diabetes massiv den Berg abgeht und die Symptome immer schlimmer werden.
    In den letzten zwei Monaten ist es nun so schlimm geworden, dass ich im Wohnzimmer aufm Sofa schlafen muss, da es meine Partnerin nicht mehr neben mir aushält. Ich dachte bisher, dass ich nur zappel bis ich einschlafe. Leider hat mir meine Freundin gesagt, dass ich auch am zucken bin wenn ich schlafe
    Mich macht das echt fertig... Und es fehlt mir neben meiner Freundin in unserem Bett schlafen zu können Natürlich verstehe ich sie... Aber trotzdem leide ich darunter

    So was will ich noch los werden? Also ich möchte mich an dieser Stelle schon mal entschuldigen falls der Text zu lang und zu unstrukturiert etc. wirkt....
    Bin leider schon wieder seit Sonntag morgen um 5 wach und dementsprechend kognitiv nicht auf der höhe und Emotional total durch den Wind.
    Deshalb muss ich das alles mal wieder von der Seele tippen und um euer Gehör und euren Trost bitten...

    Ok zurück zur Schlafstörung/RLS/Depression:
    Auf das Thema Medikamente möchte ich auch noch kurz eingehen. Nach dem ich mit 15 angefangen hatte Cannabis zu konsumieren, steigerte sich mein Konsum ziemlich zügig auf ein unvertretbares Maß. Daraus resultierend hatte ich mit 17 Jahren dann meine erste massive Depression.
    Naja eigentlich begann die Depression schon mit dem 12. Lebensjahr...
    ABER mit 12 hat man ja keine Depressionen...
    Hatte schließlich für außenstehende und auch für mich selbst keinen wirklichen Grund depressiv zu sein....
    Heute weis ich um die Folgen von unbehandeltem ADHS und retrospektiv gesehen ergibt meine Vergangenheit immer mehr Sinn.

    Also zurück zum 17. Lebensjahr ^^ In dem alter ging ich das erste mal zum Psychiater. Für ihn war der Fall klar.
    Diagnose: Cannabis induzierte Depression.
    Mit 17 weis mans natürlich besser... -.-
    Also habe ich fröhlich weitergekifft und die tollen "Glückspillen" (Venlafaxin) vom Psychiater nach gut dünken genommen.
    Nach ca. einem halben Jahr habe ich sie dann wieder abgesetzt; weis allerdings nicht mehr aus welchem Grund, vermute aber, dass sich Depression mehr oder weniger gelegt hatte. Irgendwann so mit 19 versuchte ich dann zum Ersten mal meinen Cannabiskonsum zu beenden. Natürlich hatte ich deshalb dann wieder massive Einschlafprobleme.
    Aus dem Grund bin ich dann wieder zum Psychiater der mir dann damals Atosil verschrieb.
    Durch dieses Medikament wurde mir das Thema RLS das erste Mal in meinem Leben richtig bewusst. Das Atosil verstärkte meine bisher nur marginal vorhandenen RLS-Symptome auf eine unerträgliche Art und Weise... Als ich dem Psychiater davon berichtetet meinte dieser nur , dass die Unruhe vom Cannabis-Entzug kommen würde...

    Ich setzte die Atosil Tropfen natürlich schnell wieder ab und fing wieder an zu kiffen( in dem Alter fing dann aus finanziellen Problemen auch langsam der Alkohol-Konsum an)
    Alkohol half natürlich hervorragend bei meinem Einschlafproblemen... Allerdings wachte ich dann öfters gegen 3-4 Uhr am Morgen auf und fühlte mich unwohl.
    Da mit 19 die RLS Probleme noch nicht so ausgeprägt waren, fühlte ich mich nur "unwohl" wenn ich nachts nach dem Alkoholkonsum aufwachte. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich dieses diffuse Unwohlsein noch nicht einordnen. Seit drei Jahren ca. kann ich dieses Gefühl sehr gut einordnen, da ich mittlerweile nach dem Konsum von Alkohol Nachts aufwache und RLS im GANZEN Körper habe und mich im Bett wie verrückt hin und her wälze...

    Da ich aufgrund der Medikamention mit Methylphenidat eh kein Alkohol konsumieren sollte und ich Nachts davon so leiden muss, fiel es mir nun auch nicht so schwer meinen Alkoholkonsum auf ein Minimum zu beschränken.
    Oder was heist beschränken fällt mir grad auf
    ICH habe den gesamten August bis auf einen Sekt an meinem Geburtstag zum anstoßen KEINEN Tropfen Alkohol zu mir genommen (Sind auch schlimme Dinge aufgrund von Alkohol passiert in meinem Umfeld in letzter Zeit)

    Ohhh Gott, was schreibe ich schon wieder für ein Roman.... Bin ma gespannt ob an dieser Stelle noch jemand mitlesen sollte ^^

    OK zurück zu meiner Erfolglosen Medikamention meiner Schlafstörung...
    Nachdem das Atosil das RLS so sehr verstärkte, war dieses Medikament keine Option. Aufgrund dessen wurde mir eine Zeitlang Doxepin verschrieben....
    ABER.... und jetzt kommts...
    Auch eine massive Verschlimmerung der RLS Symptome
    Zu guter letzt hatte der Psychiater aufgrund der jahrelang rezidivierenden Depression und der Schlafstörung noch einen Versuch mit Seroquel (niedrig dosiert) gestartet.
    Leser mit dem nötigen Hintergrundwissen werden sich schon denken können, was dieses Medikament mit mir angestellt hat...
    Dies war das schlimmste Medikament was ich jemals verschrieben bekommen hatte. Auch davon bekam ich SCHLIMMSTES RLS im GANZEN Körper...

    Ihr werdet euch mittlerweile sicher fragen warum ich das Thema RLS beim Psychiater nicht angesprochen habe. Nun glaubts mir oder glaubts mir nicht:
    Der Psychiater haltet nichts von der Krankheit RLS
    Er war/ist der felsenfesten Überzeugung, dass ich Aufgrund meiner vergangenen Suchterkrankung nur Medikamente haben möchte, mit denen ich mich berauschen kann
    Naja ich war dann auch nur noch zweimal bei ihm in der Praxis. Einmal bin ich nochmal hin um ein EEG machen zu lassen für die ADHS Diagnose in einer Uniklinik mit ADHS-Ambulanz und das andere Mal nach der Diagnose, um ihm den Bericht aus der ADHS-Ambulanz zu kommen zu lassen und ihn zu fragen ob er die Einstellung vomMethylphenidat und die weitere Behandlung übernehmen könnte ( er hat seine Praxis wesentlich näher als das Uniklinikum in dem ich diagnostziert wurde).

    Ihr könnt euch seine Antwort ja denken
    Auch ADHS ist für diesen äußerst kompetenten Facharzt eine erfunden Krankheit und er sieht es nicht ein, einem ehemals Suchtkranken BTMs zu verschreiben....
    Seine Empfehlung war:
    "Nehme wieder das Venlafaxin und erhöhe es langsam auf 300mg; das würde ja schließlich in solchen Dosierungen auch gegen ADHS helfen"

    Wie jetzt?!?! Er hält nichts von ADHS aber in der Dosierung hilft es gegen eine "erfundene" Krankheit...

    Ich persönlich habe dieses Medikament früher relativ gut vertragen aber in den letzten Jahren vertrage ich es immer schlechter (bezüglich RLS-Symptomverstärkung)
    Und das macht mich zur Zeit wieder fertig, da ich aufgrund der Arbeitslosigkeit, den daraus resultierenden finanziellen Problemen und der algemeinen Überforderung mit Haushalt, Anträgen etc langsam wieder anfange eine Depression zu entwickeln

    Ok bevor der Text endgültig den Rahmen sprengt noch eine abschließende mir persönlich sehr wichtige Frage:

    Kann ich wieder Antidepressiva nehmen, wenn ich mit L-Dopa oder ähnlichem Medikamentiert werde?
    Darf ich die Hoffnung haben, dass meine rezidivierenden Depressionen sich langfristig legen könnten, wenn ich endlich mal einen gesunden, unfragmentierten
    Schlaf hätte?

    Puhuhuhuhu!!!!
    Was ein Text.... Ich entschuldige mich nochmals, aber dieses Thema lastet zur Zeit soooooo schwer auf meiner Seele und auf meinem Körper!!!
    Ich kann einfach nicht mehr nur jede 2. Nacht schlafen!!!!

    Danke für eure Aufmerksamkeit und viele liebe Grüße
    Chokmah

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.171

    AW: Restless Legs (RLS) - Eine Krankheit die mein Leben und meine Beziehung zers

    Salü Chokmah

    Ich habe grad nicht so viel Zeit. Aber schaue doch mal hier nach: https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...less-legs.html

    Liebe Grüsse
    Pucki

  3. #3
    ellipirelli

    Gast

    AW: Restless Legs (RLS) - Eine Krankheit die mein Leben und meine Beziehung zers

    ich war neulich wegen was ganz Anderem beim Neurologen.
    Die meinte dann nach Schilderung meiner Symptome auch: evtl RLS?
    Ein bischen habe ich das wahrscheinlich- längst nicht in dem Ausmaß wie du.

    Im Gespräch als Medikation war L-Dopa, letztlich hat sie mir Lyrica verschrieben.
    Eigentlich ein Mittel gegen Epilepsie.Wirkstoff Pregabalin.
    Wirkstudien sind sehr zweifelhaft, und die Erfahrungsberichte hier und im WWW haben mich (ich habe aber auch wirklich nur leichte Symptome) zu dem Entschluss gebracht, die Tabletten NICHT zu nehmen.

    Kurzum:
    evtl hilft dir ein Gang zum Neurologen erstmal weiter..

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Restless Legs (RLS) - Eine Krankheit die mein Leben und meine Beziehung zers



    Ich muss kurz überlegen....ich erinnere mich da an einen Vortrag....

    Da wurden unruhige Beine mit dem Sympathikusnerv in Verbindung gebracht.

    Störungen und Verletzungen von Gelenken und Wirbelsäule würden zu einer ständigen Reizung führen.

    Entspannung und Deblockierung der betreffenen Stellen sollten die Symptome mildern.

    Vielleicht bietet die Naturheilkunde da etwas für dich an.Mach dich doch mal schlau.

    LG
    Mike

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 303

    AW: Restless Legs (RLS) - Eine Krankheit die mein Leben und meine Beziehung zers

    @ Pucki
    Den Thread habe ich natprlich schon durch; ebenso wie fast alle RLS-THreads in diesem FOrum; tortzdem danke!

    @ellipirelli
    Ja Neurologe sollte ich wirklich endlich kontaktieren; hab da nur ne gewisse Scham und Angst das der NEurologe das selbe sagt wie der Psychiater....
    Eigentlich schwachsinn und sowas sollte mich nicht davon abhalten ich wiess....
    Naaajaaa nächste Woche rufe ich einfach mal an gaaaaanz bestimmt.... Vielleicht... Wenn nicht was dazwischen kommt.

    @HP_September
    Das mit dem eingeklemmten NErv halte ich für unwahrscheinlich. Ich behalte es aber auf jeden fall im hinterkopf sollte die Neuroloigsche Untersuchung
    RLS ausschließen.
    Danke auf jeden Fall jedem von euch!

    Schönen Abend noch und liebe Grüße
    Chokmah

  6. #6
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Restless Legs (RLS) - Eine Krankheit die mein Leben und meine Beziehung zers

    Lieber Chokmah,

    du hast Diabetes Typ I wie ich.

    Bitte lass unbedingt deinen Vitamin B12 Status sowie den Vitamin D messen. Magnesium ist auch sehr wichtig.

    Gerade bei uns Diabetikern ist hier meistens ein Mangel und gerade bei deinen Symptomen ist das äusserst wichtig. Mein Vitamin B12 Wert war so niedrig, dass mein Neurologe meinte, dass ich längst neurologische Ausfälle und irreparable Schäden haben müsste, so wie z. B. RLS.

    Das sind Blutwerte, die fast von keinem Arzt beachtet werden und so immens wichtig sind. Ebenso die Schilddrüse.

    Also Magnesium, B12, D3 (25-OH-D) sowie Schilddrüse sollten unbedingt bestimmt werden. Ich weiss, wovon ich spreche.

    lg Heike

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