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Diskutiere im Thema Frage: Dysthymie - Depression im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2

    Frage Frage: Dysthymie - Depression

    Hallo zusammen, ich bin neu hier im Forum und habe eine Frage die mich schon seit längerem beschäftigt und zu der ich gerne eure Meinung hören würde.


    Wenn jemand in seinem Leben keine echte Freude empfinden kann egal bei welcher Aktivität und sich ständig angespannt, überfordert und unwohl fühlt lohnt sich dann das Leben noch?


    Meiner Meinung nach hat das Leben aus guten und schlechten Seiten. Die Guten tragen über schwere Zeiten hinweg und machen das Leben lebenswert. Doch was ist wenn jemand neurologisch bedingt nicht in der Lage wäre diese guten Seiten des Lebens zu fühlen (zu wenig Dopamin im Gehirn), lohnt sich dann das Leben noch? Denn es bleiben doch nur Stress, Überforderung und Unwohlsein, lohnt es sich dafür weiterzuleben? Oder dafür um Familie oder Freunde nicht traurig zu machen?


    Bitte keine Antworten wie „es wird immer besser“, „alles wird gut“ etc., jemandem der noch nie in seinem Leben glücklich war zu sagen er wird es irgendwann aus irgendeinem Grund werden schadet mehr als es hilft und ist in etwa so sinnvoll wie einem Blinden die Farbe grün zu beschreiben.


    Weiterhin gilt die Annahme das um der Freudlosigkeit Herr zu werden weder Medikation noch Therapie Erfolg hätten.


    Hierbei handelt es sich um eine rein theoretische Frage, ich freue mich auf eure Antworten.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 186

    AW: Frage: Dysthymie - Depression

    Meine Gedanken dazu darf ich hier wahrscheinlich nicht schreiben.

    Aber du stellst eine Frage, die ich mir selber auch schon seit vielen Jahren stelle. Also danke fürs schreiben. Bin jetzt auch gespannt auf die weiteren Antworten.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Frage: Dysthymie - Depression

    Ich finde die Frage kann man nicht wirklich beantworten.

    Die Menschen, die betroffen sind, müssen selbst wissen, was sie über ihr Leben denken. Also wenn du meinst die sind nicht in der Lage positive Gefühle zu empfinden (und es auch sonst nicht "korrigierbar" ist), kann es ja auch nicht besser werden. Aber wer weiß, vielleicht haben sie gelernt anders zu leben als andere Menschen. Das weiß ich nicht.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Frage: Dysthymie - Depression

    Das Gefühl kenne ich auch sehr gut. Jeden Tag ein neuer Kampf.

    Was mich immer wieder weitermachen lässt, sind die die gerne Leben und nicht dürfen.

  5. #5
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Frage: Dysthymie - Depression

    Hallo Blaubär,

    mit deinem Beitrag erwischt du micht gerade auf dem richtigen Fuß.
    Ih wollte mich schon der Melancholie hingeben, dem Vergnügen traurig zu sein.

    Wie du siehst, nähere ich mich dem 60. Geburtstag. Dieses Gefühl begleitet mich
    schon mein ganzes Leben, manchmal überwältigt es mich sogar, aber dann
    schaffe ich es wieder nicht, einen Termin mit meinem Arzt auszumachen und
    ihm zu bitten, mir etwas für das tiefe limbische System, also einen Serotonin-
    Wiederaufnahmehemmer, zu verschreiben.

    Und wie Dorthy1 denke ich an, die so gerne leben würden und nicht dürfen.

    Meiner Meinung nach ist es eben nicht das Dopamin, sondern das Serotonin,
    und dagegeben hilft u. a. Bewegung, Bewegung, Bewegung.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 186

    AW: Frage: Dysthymie - Depression

    "dagegeben hilft u. a. Bewegung, Bewegung, Bewegung."

    hilft höchstens kurzfristig. Und auch nicht richtig. Also ich meine, wenn das Leben immer nur "aushalten" bedeutet, mag Sport dabei helfen, dass es leichter auszuhalten ist. Mehr aber auch nicht. Außerdem setzt es vorraus, dass man sich auch dazu motivieren kann, was nochmal eine ganz eigene Baustelle ist.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Frage: Dysthymie - Depression

    Wenn Leben nur "aushalten" bedeutet,
    präziser hätte ich es nicht beschreiben können

    Danke allen für die Antworten.

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Frage: Dysthymie - Depression

    lohnt sich dann das Leben noch?
    Natürlich. Zusammengerechnet wird erst am Schluss. Keiner weiß ob die Bilanz dann positiv oder negativ ausfallen wird. Ich warts einfach mal ab und tu in der Zwischenzeit mein Bestes um es positiv zu beeinflussen. Auch wenn mir ab und zu nichts einfällt und ich immer wieder mal die Hoffnung verlier.

    Weiterhin gilt die Annahme das um der Freudlosigkeit Herr zu werden weder Medikation noch Therapie Erfolg hätten.
    Hab ich auch immer angenommen. Ich hab im Zuge meiner, durch ADHS, doch eher frustranen Biographie auch eine Dysthymie entwickelt. Ich hätte nie gedacht, dass sich an meiner dysthymen Selbstwahrnehmung und Weltanschauung jemals etwas ändert. Letztes Jahr wurde ich eines besseren belehrt. Dank Medikation und Therapie komm ich voran, habe (mini-) kleine Erfolge zu verzeichnen und freue mich an diesen Kleinigkeiten.

    Wie Du schon sagst, Phrasen wie "es wird immer besser" sind für die Katz. Ich sage "es wird anders", ganz ohne Wertung. Aber letztendlich gibts nur 3 Möglichkeiten: Es bleibt gleich, es wird schlechter oder es wird besser. Ich bin gespannt.

    Drück Dir die Daumen!

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 316

    AW: Frage: Dysthymie - Depression

    @TE - Was bedeutet "sich lohnen" für dich?

    Meiner Meinung nach kann der Freitod in der Tat eine Freiheit sein, vll. sogar die größte, die man sich nehmen kann, es kann aber auch eine vollkommen unfreie fremdbestimmte Handlung sein. Es kommt (wie immer) auf die Gründe an; Wer z.B. unheilbar an Krebs leidet oder sich in einer Extremsituation befindet (KZ, Gefangenschaft, WIldnis) kann sich selbstbestimmt dafür entscheiden. In solchen Situationen, so denke ich zumindest, kann dies eine freie Entscheidung sein (die in meinen Augen legitim ist - Jeder Mensch hat das Recht auf einen selbstbestimmten Tod).
    Bei Menschen die an Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen leiden, wirds für mich persönlich schwierig. Was ist freier Wille, ja auch ein Mensch kann unheilbar an Depression erkrankt sein, und was ist die Folge der Erkrankung? Resultiert der Wunsch zu Sterben aus dem Krankheitsbild heraus, wenn ja, ist das noch selbstbestimmt?

    Wenn der Wunsch zu Sterben aus der Krankheit heraus resultiert, ist das dann wirklich dein Wille, d.h. würdest du auch sterben wollen, wenn du nicht erkrankt wärst?

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