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Diskutiere im Thema ambulante Wohnbetreuung bei komplexer PTBS + Suchterkrankung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    ambulante Wohnbetreuung bei komplexer PTBS + Suchterkrankung

    hey...

    ich habe eine vllt etwas ungewöhnliche frage, aber kein AD(H)S. ich habe alex schon eine private nachricht geschickt damit er den status bei mir rausnimmt.

    allerdings habe ich eine komplexe ptbs, eine suchterkrankung (derzeit teilweise rückfällig) und depressionen.

    damit ich etwas besser klarkomme, habe ich eine ambulante wohnbetreuung, bestehend aus einer betreuerin und einem betreuer, die ich abwechselnd sehe. sie ist dienstags da und er normalerweise freitags, aber da es eh schon ziemlich viel stress gibt, habe ich ihn jetzt die letzten 4 wochen nicht gesehen. er triggert mich krass wegen meinem vater früher, nimmt es nicht ernst und ich komme damit überhaupt nicht klar. es wird deswegen auch noch ein gespräch geben, wo ich auch anmerken wollte, dass ich nach wie vor nicht zufrieden bin, da ich mich immer ändern soll, wenn irgendwas scheiße läuft, aber meine betreuer nie irgendwas ändern müssen. die bekommen geld in den a... geblasen und ruhen sich aus. das nimmt mich schon krass mit zudem müssen meine eltern monatlich einen kleinen teil für die betreuung zahlen und die betreuung kostet die stadt etwas über 1.600,- pro monat o_O

    meine frage dazu nun:
    wie sieht bei euch, wenn ihr es habt, die ambulante wohnbetreuung aus? sind eure betreuer in krisenzeiten für euch da? könnt ihr sagen, wenn ihr suizidal seid? bekommt ihr hilfe? welche form der hilfe gibt es für euch dort?

    ich habe das gefühl, ich werde viel zu locker betreut. ich muss generell alles selber machen, auch wenn ich, sowie zurzeit suizidal bin, mich wieder öfters selbst verletze und ab und zu medikamentenmissbrauch betreibe. ich fühle mich einfach voll und ganz alleine gelassen und die betreuer werden dafür bezahlt, dass sie mit ihr reden, aber das wars auch. ich bin auch nicht so derjenige, der alles sagen kann, aber ich werde auch selten gefragt wie es mir geht oder ob man mir helfen kann. zudem wird meine transsexualität null anerkannt und ich werde als neutrum und nicht als mann dort geführt, obwohl ich ein transmann bin und den schrieb, dass ich transsexuell auf dem weg zur hormonbehandlung bin, inzwischen auch habe der verein ist kirchlich, habe ich heute von meiner ergotherapeutin erfahren. vielleicht liegt es daran, meinte sie... :think:

    gestern abend war es wieder richtig schlimm, suizidalität und recht schlimme selbstverletzung. ich chattete noch kurz mit einem freund und er fragte mich, ob ich notfallnummern von meinen betreuern habe. das musste ich verneinen. ebenso musste ich verneinen, dass sie mit mir so eine art krisenplanung gemacht habe, etc...

    ich fühle mich nicht mehr gut aufgehoben, weil ich alles nur selbst machen muss, egal wie es mir geht. es geht nicht darum, dass ich verantwortung abgeben möchte, weil ich keine lust habe, aber wenn es mir so beschissen geht, wünsche ich mir unterstützung, die es dort scheinbar für mich seit 1 jahr und 3 monaten nicht gibt.

    inwiefern sind eure wohnbetreuer für euch da? worin unterstützen sie euch?

    ich bin schon lange dabei zu überlegen, ob ich zu einem anderem verein wechsel und wollte einfach hier mal "rat" suchen.

    viele grüße und ich würde mich wirklich über antworten freuen, da ich echt verzweifel grad. die last auf meinen schultern wiegt schwer

    ihr könnt auch gerne eine meinung dazu schreiben, wenn ihr keine (ambulante wohn-)betreuung habt.
    Geändert von SweetChilli (27.06.2014 um 23:33 Uhr)

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: ambulante Wohnbetreuung bei komplexer PTBS + Suchterkrankung

    Die Beschreibung Deiner Situation hat mich richtig angerührt!

    Trostpflaster zu Beginn: Mit diesen Problemen bist Du nicht allein!

    Aktuell habe ich im Bekanntenkreis von ähnlichen Problemen erfahren. Auch da ist es so, dass die Wohnbetreuung reichlich Geld kostet und die Betreuung insgesamt eher schlecht als recht läuft.

    Die Bekannte und ihre Eltern wollen den Vertrag jetzt auch kündigen. Das Problem war vor allem, dass die Bekannte einfach nicht ernst genommen wurde. Dazu kamen noch die diversen kleinen Unzuverlässigkeiten, ständig wurden die Termine geändert. Dann war Urlaub und keine Vertretung da usw.

    Besonders perfide war die subtile Beeinflussung, die von der Betreuerin ausging. Sie hat meine Bekannte ständig über alles mögliche ausgefragt und zusätzlich noch versucht, einen Keil zwischen die Familie zu treiben. Am Ende hieß es dann, die Bekannte sei wieder in einer schweren Krise bzw. manisch, weil sie den Kontakt mit den Eltern eingeschränkt hat. Es stellte sich dann raus, dass alles ganz anders war, der Weg war aber sehr lang, weit und nervenaufreibend.

    Als ich ganz unten war hatte ich auch kurz die Idee, mir solch eine Hilfe zu holen. Es war der totale Schuss in den Ofen, die Dame verstand sich vor allem als Coacherin und hat mich an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht!

    Offenbar sieht sich mittlerweile jeder in dieser Branche als Gesprächstherapeut und mehr wollen die auch nicht tun - ist auch recht einfach, ständig auf die Betreuten einzureden, wie sie etwas besser machen können. In Deinem Alter weißt Du wohl ziemlich genau, was zu tun ist. Wenn Deine Kräfte aber gegen Null gehen, dann grenzt dieses Geschwurbel an Quälerei und Misshandlung.

    Wir hatten in der Nachbarschaft mal den Fall einer älteren Dame, die mit diversen Problemen im Alltag nicht mehr klar gekommen ist. Jeder von uns hat einen Verantwortungsbereich übernommen und wir bestellten noch ne Sozialstation. Auch dieser Schuss ging nach hinten los - in der Dokumentation haben wir dann gelesen, dass sie Gespräche mit der alten Dame geführt hat. Wir haben daraufhin alles wieder abbestellt. Es war tatsächlich einfacher, wenn wir alles selbst gemacht haben! Nur soviel zu den Erfahrungen.

    Wenn Deine Eltern Dich unterstützen, gibt es die Möglichkeit, dass diese den Beschwerdeweg für Dich übernehmen und zwar sehr konkret! Ob es was nützt sei dahingestellt. Es ist in jedem Fall einen Versuch wert.

    Unter Umständen verhalten sich die Betreuer ganz anders, wenn sie von ihren "Auftraggebern" kontrolliert werden. Kann mir vorstellen, dass Dir dieser Vorschlag nicht gefällt, aber ich kenne keinen anderen Weg!

    Es ist sehr schwer, gute Wohnbetreuer zu finden - auf der Suche danach können die Kräfte dann ganz aufgebraucht werden. Schon deshalb wäre es wohl besser, zum Angriff überzugehen!

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