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Diskutiere im Thema Computerspiele sucht. im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Computerspiele sucht.

    Paula schreibt:
    Hallo, ich habe einen Sohn, der ist eventuell auch Computersüchtig,

    nein es ist so, habt ihr irgendwelche Tipps für mich, gibt es eine Klinik oder eine Selbsthilfegruppe und wie habt ihr euch geholfen?

    Gruß Paula
    Hallo Paula,

    ich weiß jetzt nicht mehr alles, was ich hier geschrieben habe..
    Du kannst mir auch gerne eine PN schreiben, wenn es dir hilft.

    Ich habe selbst erkannt, dass ich Hilfe brauche. Meine Familie hat zwar immer angemerkt, dass ich (zu) viel am PC bin, aber ich habe sie immer nur reden lassen. Den Entschluss in eine Klinik zu gehen, habe ich selbst gefasst.
    Wie alt ist dein Sohn? Die meisten Sucht-Kliniken etc sind soweit ich weiß. erst ab 18. Und ich weiß auch nicht, ob ich so etwas unter 18 empfehlen würde. Zumindest gibt es Beratungsstellen für Betroffene und Angehörige - immer mehr gehen mittlerweile auch auf PC/Mediensucht ein. Am besten du suchst mal gezielt danach im Internet. Wenn du nichts findest, würde ich es mal beim örtlichen Gesundheitsamt versuchen.
    Man kann sich dort beraten lassen, Antrag auf eine Reha (Sucht-Klinik) beantragen, die Vorbereitungsgruppen (Wartezeit vor der Klinik), Nachsorgegruppen (nach der Klinik) besuchen. Meist findet man dort auch Anschluss an SHGs (Selbsthilfegruppen).

    Am besten ist es immer, wenn der Betroffene das Problem selbst erkennt. Wenn nicht, sind Fortschritte evtl gar nicht wirklich möglich, oder evtl Rückschritte/Distanz "Ich habe gar kein Problem und du tust mir (den Klinikaufenthalt) an." Deswegen sollte man erst die Beratungen nutzen. Möglichst niemanden zu etwas zwingen und zusprechen. Viele, die sich dagegen wehren möchten, haben auch Angst, da in etwas reingesteckt zu werden, ohne dass sie es wollen. In so einem Fall sollte man dem Betroffenen klar machen: Du hast dort die Möglichkeit über deine Probleme zu sprechen (Abhängige haben auf jeden Fall Probleme, sonst wären sie keine Süchtigen) und wenn nicht in die Klinik willst, wird das auch niemand von dir verlangen. Du kannst dort reden und dann einfach wieder nach Hause kommen.
    Ambulante Therapien sind übrigens auch möglich. Ich bezweifel nur, dass sie auch so gut helfen. Aber vielleicht bei Minderjährigen zu empfehlen.

    Die Klinik verändert. Es ist keine Wunderanstalt und man bekommt den Angehörigen nicht einfach ungepolt oder genau so, wie man ihn haben will, wieder zurück. Bestenfalls hat er sich ausgiebig mit sich selbst und seinem Leben beschäftigt - das betrifft auch die soziale Umgebung. Familienprobleme werden durchgekaut etc - sofern man es zulässt. Das kann auch zu Veränderungen führen, die man evtl nicht erwartet. Ich habe mich zum Beispiel von jmd aus meiner Umgebung distanziert. Man muss lernen sich zu schützen, was ein Süchtiger bis dato nicht geschafft hat.

    ich hoffe ich konnte weiterhelfen!
    Gruß Lilly

  2. #42
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Computerspiele sucht.

    Hallo Paula,

    zuerst ist es wichtig, zu wissen wie alt dein Sohn ist, bei mir ist so ab dem Alter vom 24 das Interesse langsam (und nicht vollständig) abgeflaut. Dann spielt natürlich dein Draht zu deinem Sohn eine große Rolle, also inwiefern du in der Lage bist, ihn zu erreichen.
    Um ihn - ohne Zwang - zu überzeugen, weniger zu spielen, müsstest du ihn entweder überzeugen, dass er ein Problem hat (hat er denn?) oder ihm noch bessere Erfahrungen (in Bezug auf Belohnungen) bieten, als das Zocken. Das ist aber, wenn man relativ tief drinsteckt mit dem Zocken, nicht so einfach, das reale Leben ist echt unlogisch und ungerecht aus der Sicht eines Dauerzockers. Kein Stern, wenn er morgens pünklich zur Arbeit oder Schule kommt, usw

    Das ist meine Meinung, aus meinen Erfahrungen, bin weder Arzt noch Psychologe.

  3. #43
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.739

    AW: Computerspiele sucht.

    Liebe Lilly, danke für die Antwort. Mein Sohn ist 21 Jahre. Er war in einer Klinik, wegen was anderem, danach Reha, es wurde auch gesagt, das er aufpassen muß mit dem Computer,
    er weiß das auch selber.
    Momentan geht er auf ein Kolleg und holt den Realschulabschluß nach. Ich gucke mal nach Angehörigengruppen oder einem speziellen Therapeuten.
    Das mit den Therapeuten, weiß ja mittlerweile jeder, die guten haben keine Plätze und fast alle haben 1/2 Jahr Wartezeit usw. Die Ärzte und Psychologen von der Reha
    hätten da natürlich mehr Einfluß gehabt und einen Therapeuten heraussuchen können usw. denn dann bekommt man schneller eine Platz wenn sie auf Dringlichkeit bestehen.

    Ich glaube mein Sohn würde auch zu einer Selbsthilfegruppe gehen, ich gucke mal ob ich was im Internet finde. Ich glaube bei Jungs ist es noch schwieriger und ja seine Freundin
    sagte auch, das er aufhören will zu spielen und die anderen dann darauf drängen, das er weiter mitspielen muß. Ich kenne mich damit ja nicht so aus. Er kann sich dann (wie ich früher allerdings mit anderen Dingen) nicht durchsetzen. Das ist das Problem.

    So jetzt lese ich mal was die anderen schreiben. Gruß Paula

  4. #44
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.739

    AW: Computerspiele sucht.

    Lieber Ikarus,
    danke für die Antwort, ja er weiß um sein Problem, doch er wohnt jetzt alleine, allerdings in der Nähe, seine Freundin ist meistens da und sie versucht ihm auch zu helfen,
    allerdings hat sie selber Probleme und mußt jetzt wieder in die Klinik.

    Ich selber merke ja jetzt, das ich wo ich schon drei Wochen krank bin nur am Computer sitze, Facebook, Forum und dann ab 20.15 Uhr Fernseh gucken.

    Manchmal ist es mir auch zu viel das ganze Leben draußen und in der kalten Jahreszeit bin ich nicht so der Typ, der viel rausgeht. Im Sommer, da bin ich ständig draußen und fühle mich wohl.
    Ach ja, ich bin jetzt erstmal froh, das mein Sohn bei meinen ADS-Arzt war und er dort richtig auf die Medikamente eingestellt wird (Ritalin und Cipralex).

    Wir haben ein gutes Verhältnis, doch es steht auch was dazwischen, ich habe Schuldgefühle, ich war alleinerziehend in Berlin und immer hatte ich Streß und mir ging es schlecht und das haben die Söhne (Zwillinge) immer mitbekommen, ging ja nicht anders. Dann wenn man wenig Geld hat, kann man auch nicht immer soviele Aktivitäten machen und anbieten (das ist einfach so).

    Allerdings muß ich sagen, bis mein Sohn 12 Jahre alt war, hatten wir keinen Fernseher und keinen Computer. Dann als ich hier in der Stadt wo ich jetzt bin wohnte ab 2003 hatten wir dann einen alten Computer und irgendwann gab es dann auch einen neueren. Ich glaube mein Sohn hat von mir und dem (verstorbenen Vater) das Suchtpotential geerbt. Wenn beide Eltern süchtig waren, ist es noch schwieriger. Ich war früher drogen-tabletten-alkoholsüchtig und der Vater hat harte Drogen genommen (bevor ich mit ihm zusammen war) und war nachher Alkoholiker.

    Manchmal denke ich, dann ist das Computerspielen im Moment immer noch besser, als Drogen usw. Ich werde mich im Internet informieren, den wenn er die Schule jetzt nicht schafft, dann müßte er noch mal in so eine Klinik die auf Computersucht spezialisiert sind.

    Eine Idee von mir ist auch, den Schulsozialarbeiter an dem Kolleg zu fragen, ob er bezüglich Computersucht eine Gesprächsgruppe anregen kann. Den ich habe gehört, es gibt dort auch eine Depressionsgruppe .

    Gruß Paula

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