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Diskutiere im Thema Computerspiele sucht. im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Computerspiele sucht.

    Fipps schreibt:
    - Aber ja, es kann ein schmaler Grat sein. Ich habe mich auch in Situationen erlebt, in denen ich in langweiligen Vorlesungen in Gedanken schon die Taktik für den abendlichen Kampf durchgegangen bin. Da muss jeder selber für sich definieren, was noch geht und was zu viel ist, wir sind ja schließlich erwachsen. Und spätestens wenn tatsächlich die Pissflasche neben dem Schreibtisch steht würde ich mir ernsthaft Gedanken machen.
    Dein Fazit finde ich gut. Ich finde es aber auch wichtig, dass man sich früh für soetwas sensibilisiert: Wann ist genug, wodran merke ich das? Deswegen finde ich auch gut, dass sich der Themenersteller fragt, ob es schon eine Sucht ist bzw. ob es sowas überhaupt gibt.
    Es muss noch keine Sucht sein, aber wenn sich nicht mit solchen Fragen beschäftigt, kann es vielleicht plötzlich zu spät sein.
    Ich habe auch gespielt, obwohl es ständig frustrierend war, habe mich ständig mit den Leuten gestritten etc.
    Aber es war mein Leben! Und eine Pissflasche hätte bei mir nichts gebracht

  2. #22
    Pepperpence

    Gast

    AW: Computerspiele sucht.

    Fipps schreibt:
    - So Floskeln wie "Real Life geht vor!" kann man sich schenken.

    Bei anderen schenke ich mir in der Tat solche Aussagen. Für mich selbst (und auf mein Empfinden alleine bezog sich mein Beitrag) ist das keine Floskel sondern ein Fakt.

    Zwar stehe ich nicht in Gefahr spielsüchtig zu werden, habe aber in Zeiten meiner tiefsten Depression ca. 20 von 24 Stunden am Tag in Internetforen, Blogs etc. verbracht.

    Da könnte man auch sagen: lieber über aktuelle Politik in Internetforen diskutieren, als im Real Life gemeinsam vom Fernseher hängen und Trash glotzen.

    Mag in dieser einfachen Form logisch erscheinen ... für mich war es aber eine reine Flucht vor meinem Leben. Eine Möglichkeit mit Menschen zusammenzusein, ohne mich mit den realen Menschen um mich herum beschäftigen zu müssen. Keine unangenehmen Fragen, keine besorgten Gesichter. Und wenn mir jemand dumm kam, habe ich eben das Forum gewechselt. Punkt.
    Von daher finde ich den Vergleich von Spielergilden zu Sportvereinen etwas gewagt. Die reale Verbindung ist m.E. immer stärker, komplexer und vielschichtiger als reine virtuelle Kontakte.

    Da sehe ich schon eine sehr enge Verbindung von Depression und Onlinesucht (seien es nun Spiele oder nicht). Letztendlich ist das eine sehr wirksame Weise die Realität nicht spüren zu müssen und dennoch mit anderen in Kontakt zu stehen. Solange ich online viele "Freunde" habe, kann ich ja gar nicht depressiv sein. Depression bedeutet dass man sich komplett zurück zieht. Dieser Logik folgend habe ich ziemlich lange durchgehalten. Und da sehe ich auch die Verbindung zu Damarus ... ob er nun depressiv wird weil er nicht spielen kann, oder ob er exzessiv spielt, weil er im Grunde schon depressiv ist und sich mit dem Spiel noch das Gefühl bewahrt die Lage im Griff zu haben ... wer weiß das schon ... aber dass da etwas (bei ihm) im Argen liegt glaube ich schon.

    Nochmal zurück zu mir und dem Thema "Real Life":

    Auch heute bewege ich mich offensichtlich noch in Internetforen, dabei ist mir aber wichtig, dass sie lediglich das Sprungbrett ins reale Leben sind, dass ich eben auch real mit den Menschen zu tun habe, zu Forentreffen gehe und weiß wie die Leute "wirklich" sind ... und wichtig ist mir eben auch, dass die virtuellen Sessions nicht ZU zeitintensiv werden.

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Computerspiele sucht.

    Aber gerade im Bereich der Depression muss man da meiner Meinung nach andere Maßstäbe ansetzen. In einer akuten Depression ist man nicht in der Lage, Kontakte zu halten oder zu pflegen. Da zieht man sich zurück, dass gehört zum Krankheitsbild. Manche Betroffene schlafen den ganzen Tag, andere hängen vorm Fernseher ab, weil der Antrieb fehlt und wieder andere surfen sinnlos rum. Dabei ist man aber auch nicht in der Lage, virtuelle Freundschaften zu pflegen. Insofern sehe ich das nicht als Verdrängung der Realtität, sondern als "dahinvegetieren" in einer Depression.

    Ich frag mich halt immer, ob es während einer wirklcihen Depression überhaupt ein "real life" gibt, oder ob dies nicht noch ein Anspruch an sich selbst ist, mit dem man sich das Leben noch zusätzlich schwer macht, weil die Welt in der Depression sich doch ziemmlich von der real existierenden Welt unterscheidet.

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Computerspiele sucht.

    In dem Sinne würde ich es eher als Komorbidität bezeichnen. Du kannst anfangen zu viel zu zocken, weil du depressiv bist, aber es kann auch passieren, dass du weiterhin depressiv bleibst, weil du zwischenzeitlich süchtig geworden bist. Vielleicht wären die Gründe für eine Depression schon behoben, wenn man nicht durch diese spielsüchtig geworden wäre.

  5. #25
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Computerspiele sucht.

    Ich finde den Begriff der Depression zu vage, um hier eine direkte Verbindung zu einer "PC-(Spiel)Sucht" zu knüpfen. Ich möchte noch mal auf die unterschiedlichen Motivationen verweisen. Das kann man sich an einer Frage veranschaulichen: Warum sitzt da jemand den ganzen Tag am Rechner/ist im Netz/zockt? Bei einer reinen Betrachtung dessen kann man diese Frage nicht beantworten, denn dafür muss ich die subjektiven Beweggründe kennen.
    Natürlich ist insbesondere ein MMORPG in vielerlei Hinsicht äußerst verlockend. Versuchungen sich wieder einzuloggen gibt es reichlich. Nur ist mir wichtig dies auch differenziert zu sehen. Es macht einen Unterschied, ob ich die spielerische Herausforderung suche, gerne mit anderen zusammenspiele/Socialize, ich mir Anerkennung erarbeiten will, das immersive Eintauchen in Fantasywelten bevorzuge, ich Probleme und Schwierigkeiten des Alltags verdränge (Prokrastination kennen wa ja alle, ne?) oder schlicht und ergreifend die Zeit totschlagen möchte weil ich keinen Bock auf gar nichts habe.
    Oft kommt da vieles auch zusammen, von daher haben Games als komplexestes Hypermedium auch so einen verdammt großen Reiz.



    Dein Fazit finde ich gut. Ich finde es aber auch wichtig, dass man sich früh für soetwas sensibilisiert: Wann ist genug, wodran merke ich das? Deswegen finde ich auch gut, dass sich der Themenersteller fragt, ob es schon eine Sucht ist bzw. ob es sowas überhaupt gibt.
    Da möchte ich nicht widersprechen. Ich persönlich gehöre zu den Menschen, die erst auf die Schnauze fliegen müssen (naja, zumindest bis vor einiger Zeit) bevor sie was lernen. Und das dann auch nicht immer. Von daher ist es natürlich gut und wichtig, dass man sich als ohnehin schon "Gefährdeter" rechtzeitig Gedanken macht. Wer die Notbremse in ritueller Manier ziehen will, der kann seine Avatare anständig auf dem Herolymp zur ewigen Ruhe betten.
    HEROLYMP
    Ich habe nur so meine Bedenken, dass jemand der ohnehin schon mit psychischen Problemen zu kämpfen hat, dann auf einmal gut gelaunt im Park spazieren geht, als wäre nie etwas gewesen. Häufig ist ein problematisches Verhalten, ganz egal wo und wie, ja auch nur ein Symptom für tiefer sitzende Probleme. Dennoch kann sich beides natürlich auch gegenseitig beeinflussen.
    Ich hatte bei meiner Arbeit hin und wieder mit Lehrern und Sozialarbeitern zu tun, die hilfesuchend fragten, was sie denn dagegen machen können, dass Kind/Jugendlicher X den ganzen Tag zockt oder total auf Games abfährt die für sein Alter nicht geeignet sind. IMMER, aber auch IMMER kam zu Tage, dass die Jungs aus problematischen Familien kamen. Auch in dem Fall ist eine entsprechende "Sucht" lediglich ein Indikator der, wenn er zu spät erkannt wird, dann natürlich auch wieder eine Wechselbeziehung eingeht. Und am Schluss weiß keiner mehr was die eigentlichen Probleme sind.

    Von daher finde ich den Vergleich von Spielergilden zu Sportvereinen etwas gewagt. Die reale Verbindung ist m.E. immer stärker, komplexer und vielschichtiger als reine virtuelle Kontakte.
    Bedingt. Auf die locker organisierten Casual-Gilden mag dies zutreffen, einige Gilden sind aber derart straff organisiert, das möchte man fast schon militärisch nennen. Wo ich allerdings einhaken muss sind die "virtuellen Kontakte". Ich habe zwar die meiste Zeit meines BA Studiums mit Zocken verbracht, aber zufällig saß ich da, als es direkt im ersten Semester KoWi hieß: es gibt keine virtuellen Beziehungen, sondern lediglich virtuelle Kommunikation realer Beziehungen. Da stehe ich auch jetzt noch absolut hinter. Die Bindungen und Beziehungen zwischen den Menschen mag anders und auch schwächer sein, das ändert allerdings nichts daran, dass es reale Beziehungen sind. Denn es gibt ja auch keine virtuellen Gefühle. Die sind immer echt, auch wenn deren Ursprung anders sein mag und durch die Kanalreduktion des Netzes all die Facetten einer physisch stattfindenden Face-2-Face Kommunikation fehlen. Ich hatte einige Erlebnisse, in denen wir mit extrem viel Mühe und Frust so ein dickes bockschweres Bossmonster nach wochenlangem Scheitern endlich besiegt haben. Da schreien dann 25 Team-Member rum, als hätten sie die Fußballweltmeisterschaft gewonnen. Das waren mit die intensivsten Erlebnisse und auch Gefühle die ich so erlebt habe. Und das kann mir keiner nehmen, egal was er denkt.

  6. #26
    Rettich

    Gast

    AW: Computerspiele sucht.

    Fipps schreibt:
    I
    es gibt keine virtuellen Beziehungen, sondern lediglich virtuelle Kommunikation realer Beziehungen. Da stehe ich auch jetzt noch absolut hinter. Die Bindungen und Beziehungen zwischen den Menschen mag anders und auch schwächer sein, das ändert allerdings nichts daran, dass es reale Beziehungen sind. Denn es gibt ja auch keine virtuellen Gefühle. Die sind immer echt, auch wenn deren Ursprung anders sein mag und durch die Kanalreduktion des Netzes all die Facetten einer physisch stattfindenden Face-2-Face Kommunikation fehlen. Ich hatte einige Erlebnisse, in denen wir mit extrem viel Mühe und Frust so ein dickes bockschweres Bossmonster nach wochenlangem Scheitern endlich besiegt haben. Da schreien dann 25 Team-Member rum, als hätten sie die Fußballweltmeisterschaft gewonnen. Das waren mit die intensivsten Erlebnisse und auch Gefühle die ich so erlebt habe. Und das kann mir keiner nehmen, egal was er denkt.
    Das bestreitet hier auch niemand. Im Gegenteil. Kommunikation dieser Art ist ja ein wesentlicher Teil der Berufswelt geworden. Das ist einerseits sehr praktisch, andererseits doch stets limitiert. Ich "kenne" etliche Leute über Lync Chats oder VC, zum Teil schon mehre Jahre. Trotzdem ist das nie das "echte" Leben und ich würde auch nicht behaupten, dass ich diese Leute wirklich kenne. Das selbe hier im Forum, Nur bei denen, die ich schon mal in "real life" kennen gelernt habe, bekommt anschließend die Kommunikation im Forum eine neue Qualität.

    Bei irgendwelchen virtuellen Vereinigungen, seien es nun Gilden oder Leute die gemeinsam verteilt an Projekten arbeiten fehlen immer wesentliche Teile einer Kommunikation. Ich denke, dass Menschen, die sich überwiegend in solchen virtuellen Umgebungen aufhalten und auch da kooperativ sind und ihm Rahmen ihrer "Funktion" tolle Leistungen erbringen trotzdem später im echten Leben Probleme bekommen können. Beziehungen lassen sich eben nicht per Avatar führen. Die wahren Fallstricke lauern draußen und "soziale Interaktionen" mit Bossmonstern bereiten einen nicht unbedingt auf Konflikte mit seinen Partnern, Eltern oder Chef vor.
    Und je mehr Zeit man in virtuellen Umgebungen verbringt, desto größer scheint mir die Gefahr zu sein, irgendwann den Anschluss zu verlieren.

    Worauf ich hinaus will: Ich denke, die Möglichkeiten heutzutage hinten runterzufallen sind extrem viel größer, als in meiner Jugend.

  7. #27
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 156

    AW: Computerspiele sucht.

    Natürlich kann es auch ein Grund sein, dass ich merke, dass ich einfach kein Computer spielen mehr sollte in meinem Alter. Zudem merke ich wie sehr es mich aufregt. (Nägel kauen, Schnappatmungen, Verspannungen, etc.)


    Deswegen denke ich werde ich es in Zukunft unterlassen.
    Aber dadurch habe ich jetzt gemerkt wie ein Computerspiel auf mich wirken kann.

    Ps. Super Beiträge Leute

  8. #28
    Gesperrt (Mehrfachaccount)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Computerspiele sucht.

    Sucht ... die Frage ist ob du musst oder willst (spielen) ... Ich bin auch nen zocker und hänge tägl. ca. 10h vorm pc


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  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Computerspiele sucht.

    Eistee90 schreibt:
    Sucht ... die Frage ist ob du musst oder willst (spielen) ... Ich bin auch nen zocker und hänge tägl. ca. 10h vorm pc


    Gesendet von meinem iPhone mit Tapatalk
    Man denkt meistens man WILL es, bis man merkt, dass man nicht ohne KANN.

  10. #30
    Gesperrt (Mehrfachaccount)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Computerspiele sucht.

    Man kann's ja ganz einfach daran festmachen ob andere Dinge dadurch vernachlässigt werden. Bei mir ist es halt mehr Beschäftigung/Langeweile/das geringste Übel


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