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Diskutiere im Thema Computerspiele sucht. im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Pepperpence

    Gast

    AW: Computerspiele sucht.

    Trine schreibt:
    3-5 Stunden hört sich ja eher so an, als ob du noch alles unter Kontrolle hast. Wenn spielen in deinen Tagesablauf passt und du nicht in einer Parallelwelt lebst, Freunde, Familie, Essen, Trinken, Schlafen nicht vernachlässigst, musst du natürlich aufpassen, was da mit dir passiert, aber solange das Leben sonst noch funktioniert, ist alles paletti.
    Also ich weiß nicht, vielleicht bin ich da altmodisch ... aber für mich klingt es nicht so als wäre alles paletti wenn man 21- 35 Stunden pro Woche vor einem Computerspiel verbringt - ich finde das wirklich sehr viel und würde zumindest von einer Suchtgefährdung sprechen - jedenfalls in dem Fall in dem der Betroffe selbst es als übertrieben und viel erlebt.

    Wenn man anfängt Familie, Freunde, Essen, Trinken und sogar Schlafen dafür zu vernachlässigen sitzt man m.E. schon so extrem tief im Dreck, dass nur ein kalter Entzug in einer Klinik etwas bringt ... das heißt aber doch nicht dass Stufen davor nichts mit einer (beginnenden) Sucht zu tun haben.

    Ein Alkoholiker fängt ja auch nicht mit drei Flaschen Schnaps an, sondern hat Jahre gebraucht um sich bis dahin zu steigern.

    Entschuldigung, wenn das jetzt vielleicht unangenehm klugscheisserisch rüber kommt , aber ich bin bei 3-5 Stunden schon erschrocken. Wenig ist das nicht.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 156

    AW: Computerspiele sucht.

    Pepperpence schreibt:
    Also ich weiß nicht, vielleicht bin ich da altmodisch ... aber für mich klingt es nicht so als wäre alles paletti wenn man 21- 35 Stunden pro Woche vor einem Computerspiel verbringt - ich finde das wirklich sehr viel und würde zumindest von einer Suchtgefährdung sprechen - jedenfalls in dem Fall in dem der Betroffe selbst es als übertrieben und viel erlebt.

    Wenn man anfängt Familie, Freunde, Essen, Trinken und sogar Schlafen dafür zu vernachlässigen sitzt man m.E. schon so extrem tief im Dreck, dass nur ein kalter Entzug in einer Klinik etwas bringt ... das heißt aber doch nicht dass Stufen davor nichts mit einer (beginnenden) Sucht zu tun haben.

    Ein Alkoholiker fängt ja auch nicht mit drei Flaschen Schnaps an, sondern hat Jahre gebraucht um sich bis dahin zu steigern.

    Entschuldigung, wenn das jetzt vielleicht unangenehm klugscheisserisch rüber kommt , aber ich bin bei 3-5 Stunden schon erschrocken. Wenig ist das nicht.
    Wenn man die Stunden summiert, ist es echt nicht wenig. Ich denke schon, dass ich Computerspielesüchtig bin. Aber wie gesagt jeder kann sich hier äussern und meine Gedanken werden zum Nachdenken angeheizt. Schlaf verschiebe ich nur leicht nach hinten (eine Stunde (schlafe dann 7Stunden ungefähr) ).
    Familie, Freunde, Essen und Trinken ist alles noch immer beim alten. (Man bedenke, das ich natürlich mich aufs Spiel konzentriere und nicht mehr auf Familie und so. Denke beim Fernsehen ist dies ähnlich )

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Computerspiele sucht.

    Pepperpence schreibt:
    Also ich weiß nicht, vielleicht bin ich da altmodisch ... aber für mich klingt es nicht so als wäre alles paletti wenn man 21- 35 Stunden pro Woche vor einem Computerspiel verbringt - ich finde das wirklich sehr viel und würde zumindest von einer Suchtgefährdung sprechen - jedenfalls in dem Fall in dem der Betroffe selbst es als übertrieben und viel erlebt.

    Wenn man anfängt Familie, Freunde, Essen, Trinken und sogar Schlafen dafür zu vernachlässigen sitzt man m.E. schon so extrem tief im Dreck, dass nur ein kalter Entzug in einer Klinik etwas bringt ... das heißt aber doch nicht dass Stufen davor nichts mit einer (beginnenden) Sucht zu tun haben.

    Ein Alkoholiker fängt ja auch nicht mit drei Flaschen Schnaps an, sondern hat Jahre gebraucht um sich bis dahin zu steigern.

    Entschuldigung, wenn das jetzt vielleicht unangenehm klugscheisserisch rüber kommt , aber ich bin bei 3-5 Stunden schon erschrocken. Wenig ist das nicht.
    Sehe ich auch so. Wer hier und da mal paar Stunden spielt, kann es noch im Griff haben (muss aber nicht). Wer schon darüber nachdenkt, ob er eine Sucht hat, ist zumindest schon in der Gefahr eine zu entwickeln. Wenn man das Gefühl hat, "man klebt daran", "kommt nicht los", dann ist es eine Sucht. Ich finde, dass ich auch noch Suchtverhalten (PC, nicht PC-Spiele) zeige, aber ich habe Fortschritte gemacht, auf die ich stolz bin und schaffe nicht alles auf einmal.

    In der "Technik-Generation" ist es aber mittlerweile schon üblich 24h online zu sein. Der Bezug zu "Zeit" oder "angemessener Gebrauch" verschwindet oder vermischt sich.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Computerspiele sucht.

    Ich sag mal so, alles ist relativ, wenn ich nen Pferd hab und da 3-5 h täglich im Stall zugangen bin, ist das ne akzeptierte Freizeitbeschäftigung. Wenn dies als Hobby aber alle Ressourcen frisst, muss ich mich entweder umorganisieren oder es aufgeben.

    Wenn ich morgens ne Stunde mit dem Hund unterwegs bin und nachmittags zwei und abends noch mal ne Stunde komme ich auch auf ähnliche Zeiten...Es komt halt nicht nur auf den Zeitaufwand für ein Hobby an, sondern es gehören viele kleine Nuancen dazu, um für sich auszumachen, ob es schädlich im Sinne von gefährdend ist oder tatsächlich schon Suchtverhalten mit Suchtdruck vorliegt. Und wenn sich das Ganze noch mit einer Depression vermengt, ist da eine Einschätzung noch schwieriger.

    Was passiert, wenn du ne Woche nicht spielst?

    Und was ist es, wenn man 24 h nicht ins Forum kommt und eine Welt für einen zusammen bricht?

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Ich will da wirklich nichts verharmlosen, wichtig ist erstmal, dass man ein Problem ausgemacht hat, um etwas verändern zu können.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Computerspiele sucht.

    Wenn ich 3-5h am Tag mich mit meinem Pferd beschäftige (das ich nicht habe), ist die Gefahr, dass ich nach paar Jahren das Gefühl habe mein Leben weggeschmissen zu haben/Lebenszeit verschwendet zu haben wahrscheinlich geringer, als wenn ich 3-5h täglich Computerspiele zocke. Meine (starke) Vermutung.

    Bei solchen Freizeitaktivitäten wie Beschäftigung mit Pferd/Hund ist die Suchtwahrscheinlichkeit geringer als bei der Beschäftigung mit dem PC. Zudem hat das Spielen auch meist einen (psychischen) Zweck. Z.B. Verdrängen, "Flucht". Man kann mit diesem Verhalten aber nichts kompensieren, sondern nur für eine beschränkte Zeit kaschieren.

  6. #16
    Pepperpence

    Gast

    AW: Computerspiele sucht.

    Ja Trine, da hast Du vollkommen Recht - ich glaube das war auch was ich mit den Ausspruch "Vielleicht bin ich da altmodisch" meinte.

    Für mich macht es schon einen Unterschied ob die Zeit mit und für andere verbracht wird (sei das nun ein Mensch oder ein Tier) oder eben rein virtuell.

    Virtuelle Zeit fühlt sich für mich immer so ein bisschen wie tote Zeit an, weil ich danach ausmache und eben alleine bin ... anders als beim Pferd, dem es - weil ich mich mit ihm beschäftigt habe - danach durch mich besser geht, oder dem Hund der zu meinen Füßen schnarcht, weil er sich beim spazierengehen ausgepowert hat. Zumal diese Tätigkeiten einen körperlich ja auch ermüden, während dem zocken oft körperlich kaum Grenzen gesetzt sind.

    Aber das gilt eben für mich ... das sollte ich nicht vergessen.

    Denn andererseits würde ich jemanden der jeden Tag drei Stunden Bücher liest auch nicht als lesesüchtig bezeichnen und da ist man, wenn man den Buchdeckel zuklappt auch allein... jemand der sich drei Folgen seiner Lieblingsserie am Abend reinzieht wäre meiner Ansicht nach auch nicht fernsehsucht-gefährdet ... von daher wollte ich mit einfliessen lassen, dass meine Sicht der Dinge eben auch altersbedingt sind, weil ich in einer anderen Zeit aufgewachsen bin als der knapp 20 Jahre jüngere Damarus ... mir erschien es (im Zusammenhang mit seiner Aussage) als viel Zeit ... rein objektiv ist die Zeit einem intensiven Hobby natürlich durchaus noch angemessen, da hast Du Recht.

  7. #17
    Rettich

    Gast

    AW: Computerspiele sucht.

    So zwischen Mitte 20 bis in die frühen 30er war ich auf jeden Fall süchtig nach Computerspielen, da habe ich mir die Nächte um die Ohren geschlagen. Heute ist das nur noch phasenweise. Das letzte Spiel, dass mich völlig in Beschlag genommen hatte war „The last of us“.


    Die Zeit, die ich dafür aufgewendet habe sehe ich zwar nicht als „nützlich“ an, andererseits ist Fernseh schauen genau so wenig produktiv in meinen Augen.
    Bei mir hängt das alles damit zusammen, dass ich mir ständig input zuführe. In den Zeiten als es noch kein Internet gab, ich viel freie Zeit und nur einen Computer mit Floppy Laufwerk hatte habe ich eben morgens die Frankfurter Rundschau gelesen.


    Lesen ist genau so eine Sucht für mich. Seitdem ich lesen konnte, habe ich gelesen. Es kommt im Jahr vielleicht ein mal vor, dass ich abends so müde bin, als das ich nicht noch ein paar Seiten lesen würde.


    Was WoW oder all die anderen Online Rollenspiele angeht habe ich die vor ein paar Jahren mal gespielt, konnte dem ganzen aber nie so recht was abgewinnen, da sich das ganze ständig wiederholt hat. Monster erschlagen - items finden -Skillpunkte erhöhen. Das gleiche mit Diabolo, dass ich in der allerersten Version gespielt hatte. Das habe ich dann noch nicht mal zu Ende gespielt.


    Das Forum hier ist das selbe. Es stört mich selber, dass ich es als mittlere Katastrophe empfinde, dass es mal einen Tag nicht da ist.


    Ich weiß schon, dass ich da ein ungesundes Verhalten an den Tag lege und das betrifft viele Sachen. Die Kunst für mich besteht heute darin, mich von allen Substanzen fernzuhalten, die wirklich abhängig machen.


    Was die Frage angeht, können MMORPGs süchtig machen denke ich die Antwort ist ein klares ja. Wenn du andere Dinge anfängt erst unterzuordnen, zu vernachlässigen, dir möglichst viel Zeit versuchst freizuschaufeln, dich krank meldest, um länger spielen zu können, dann bist du auf dem besten Weg, um da eine Abhängigkeit zu entwickeln.


    Wie gefährlich eine Sache für mich ist merke ich immer daran, wie leicht ich mich davon lösen kann, um etwas anderes zu machen. Wenn ich gezockt habe, gab es dann auch nichts anderes mehr nebenher. Da bin ich sogar aggressiv geworden, wenn ich gestört wurde und ich bin ansonsten eher nicht so.


    Ein Schlüsselerlebnis was Sucht angeht hatte ich mal Anfang 20. Da war ich in einer Kneipe in der so ein Geldspielautomat stand. Da habe ich aus Langeweile eine Mark eingeworfen und das Ding fing auf einmal an, wie verrückt zu blinken und hatte alle mögliche Töne produziert. Ich wusste gar nicht, wo ich drücken sollte, hatte aber plötzlich 30 Mark gewonnen. Das Geld habe ich mir dann geholt, weiß aber noch genau, wie schwer es mir damals gefallen ist, den Versuch nicht noch einmal zu wiederholen. Da bin ich heute noch froh drüber. Ich denke, da hat nur ein kleiner Schritt gefehlt. Später habe ich Menschen kennen gelernt, die wirklich spielsüchtig waren, die bekommen schon bei den typischen Klängen der Geldspielautomaten Schweißausbrüche.


    Was die Depressionen angeht, kann ich das nachempfinden. Die kamen bei mir wenn ich nicht spielen konnte.

  8. #18
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Computerspiele sucht.

    bei 3-5h täglich würde ich auch nicht von der Sucht sprechen, wenn Du an den Tagen zu Hause warst.. also d.h. eben Zeit hattest, die irgendwie gefüllt werden mußte... Was anderes ist, wenn Du dafür Treffen mit Freunden abgesagt hättest, nur um spielen zu können..

    Nach meine Erfahrugen sind bei Mmorpg 3h auch überhaupt nichts.. bis alle da sind, die an einer quest teilenehmen, dann wird noch ein bissel gequatscht, dann braucht man für dungeon noch über 1h STunde.. dann scheitert man, muss noch mal von vorne anfangen usw.

    Nun, ich muss dazu sagen, dass ich jetzt auch die Finger von Mmorpg lasse.. es kostet zuviel Zeit, um voran zu kommen.. vor allem wenn man zu den Leuten gehört, die alles ausprobieren möchten.. Ist nichts für Gelegenheitspieler.. und denke, ist auch überhaupt nicht gewollt, von den Entwicklern, dass man als Gelegenheitspieler weit kommt, denn die bringen halt nicht soviel Geld ..


    Also ich denke, dass bei ADS ein suchtartiges Verhalten gibt.. das vielleicht nach ausen hin wie eine Sucht aussieht, aber keine richtige Sucht ist. Sondern einfach, als ADSler ist man ständig auf der Suche nach Stimulierungen, nach Reizen, nach Erfolgserlebnissen.. und da bieten gerade Computerspiele viele kleine Erfolg hintereinander..

    .. dazu gibts auch Untersucungen, dass ADSler viele kleine Belohnungen sofort, einer großen Belohnung später vorziehen..

    Deshalb sind Computerspiele für ADSler etwas gefährlicher.. aber es kann genauso gut sein, dass Du vielleicht m ehre Wochen nur vor dem REchner klebst und dann von heute auf morgen auf einmal ein komplett anderes Hobby deine Interesse gewinnt und Du das Spiel keine einzigen Blickes mehr würdigst.



    Bei mir beobachte ich, dass ich gerade im starken Aufschiebemodus verstärkt suchtartiges Verhalten zu tage lege.. und wenn ich dann wieder ausgeglichner bin, habe ich überhaupt keine Lust mehrauf das 'Suchtmittel'. ..

    Vielleicht bist Du gerade deswegen am Spiel zu kleben geblieben, weil Du Dich ja unbedingt zwingen wolltest, nicht der Depression nach zugeben.. aber umso stärker Du es wolltest, umso weniger bist Du dagegen angekommen.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Computerspiele sucht.

    Rina Oka schreibt:
    bei 3-5h täglich würde ich auch nicht von der Sucht sprechen, wenn Du an den Tagen zu Hause warst.. also d.h. eben Zeit hattest, die irgendwie gefüllt werden mußte... Was anderes ist, wenn Du dafür Treffen mit Freunden abgesagt hättest, nur um spielen zu können..
    Oder man hat erst gar keine Freunde, denen man absagen müsste und die einen "nerven" könnten.

  10. #20
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Computerspiele sucht.

    Kurz weil spät
    - Sucht != Sucht. Was hier gemeint ist, ist korrekterweise als Impulskontrollstörung zu bezeichnen... Kennen wir ja alle, ne?
    - Exzessives Spielen muss nicht zwingend eine Sucht oder ein Problem sein. Ich habe an die 6000 Stunden in World of Warcraft verbracht. Keine Ahnung wie ich das managen konnte, aber irgendwie gings. Und nein, ich hatte keine Pissflasche neben dem Schreibtisch stehen
    - Vor allem in Zeiten des persönlichen Umbruchs kommt sowas vor. Hier ist ein wie ich finde ausgezeichneter Vortrag dazu, den ich eigentlich immer in meine Vorträge zum Thema einarbeite:
    re:publica 2011 - Jan-Hinrik ******* - Gibt es Computerspielabhängigkeit? - YouTube
    - Wenn man ein Spiel die meiste Zeit zocken möchte, dann bedeutet das nüchtern betrachtet erst einmal dass es motiviert. Gründe dafür gibt es insbesondere bei komplexen MMORPGs zahlreiche. Das hat mit einem Einarmigen Banditen gar nichts mehr zu tun was die Motivationspsychologie anbelangt
    - So Floskeln wie "Real Life geht vor!" kann man sich schenken. Als würde per se alles was man in der physischen Welt macht besser und wichtiger sein wie das Handeln in virtuellen Welten. Klar habe ich manche Abende lieber vor dem Spiel verbracht als "draußen in der Welt" zu sein. Während sich andere total besoffen habe bin ich mit 24 anderen Spielern koordiniert, kommunizierend und hoch strategisch gegen ziemlich fiese digitale Schergen angetreten, die lange Zeit extrem viel Frust verursachen bevor mal ein Erfolgserlebnis da ist. So what?
    - Bei genauerer Betrachtung sind die Spielergilden ähnlich wie Sportvereine organisiert, da gelten die gleichen sozialen Regeln und wie es so schön heißt: "There is no I in Team"
    - Aber ja, es kann ein schmaler Grat sein. Ich habe mich auch in Situationen erlebt, in denen ich in langweiligen Vorlesungen in Gedanken schon die Taktik für den abendlichen Kampf durchgegangen bin. Da muss jeder selber für sich definieren, was noch geht und was zu viel ist, wir sind ja schließlich erwachsen. Und spätestens wenn tatsächlich die Pissflasche neben dem Schreibtisch steht würde ich mir ernsthaft Gedanken machen.

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