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Diskutiere im Thema Der psychopathische Blick im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #21
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Der psychopathische Blick

    @ WeißeRose:

    Bitte unterstelle mir (und den Anderen) nicht, dass wir Deine Beiträge nicht genau lesen. Das kannst Du genauso wenig wissen wie die Intention eines Menschen bei einem bestimmten Blick. Auch das halte ich für ziemlich vorschnell geurteilt. Und unangebracht finde ich dieses Urteil ebenfalls.

    Weiterhin möchte ich (und die Anderen bestimmt auch nicht) Dir Deine Meinung nicht absprechen oder Dir ein schlechtes Gefühl vermitteln, aber wir dürfen doch sicher unsere Meinung zu Deinen Einlassungen hier äußern, oder? Und die Likes zu meinem Beitrag verstehe ich als Zustimmung zu meiner Meinung, die ich hier genauso frei äußern möchte wie es Du es für Dich in Anspruch nimmst.

    Ich kenne Dich nicht und ich habe nur Deine Aussagen in diesem Thread über die ich mir eine Meinung bilde. Ich ziehe also weder Rückschlüsse auf Dein Wesen noch auf Deine Intentionen, denn auch ich kann nicht wissen, was ein Mensch denkt, ich habe nur, was er mir hier mit Worten verrät. Also bitte hör auf, mir unterstellen zu wollen, dass ich Dir etwas einreden möchte, ich sehe Deine Einlassungen einfach nur kritisch. Das ist ein großer Unterschied!

    Und ganz nebenbei: Wenn Du Dir mal mein Profil anschaust, wirst Du sehen, dass auch ich ein ganz großer Fan von eigener Meinung und freiem Willen bin. Genau deshalb lasse ich jedem seine Meinung, wie abwegig sie mir auch erscheinen mag. Trotzdem sage ich dazu, was ich denke, auch wenn Dir das vielleicht nicht gefällt.

    Aber das bringt mich zu der Frage: Was ist Dir widerfahren, dass Du so viel Schlechtes hinter den Menschen vermutest? Ich meine, ein gewisses Maß an Vorsicht ist gut und wichtig, aber Menschen aufgrund Deiner Interpretation ihrer Blicke Psychopathie zu unterstellen und uns hier im Forum zu unterstellen, wir wollten Dich mundtot machen oder Dir gar ein schlechtes Gewissen einreden, nur weil Du zu Deiner Meinung stehst, finde ich besorgniserregend. Das empfinde ich persönlich als sehr traurig und frage mich, was Dir zugestoßen sein muss, dass Menschen, die Dir weder etwas getan haben noch bösartiges Verhalten zeigen, solche Gedanken in Dir auslösen.
    (Du musst darauf nicht antworten, denn das ist hier der öffentliche Bereich, ich möchte nur meine Bestürzung ausdrücken.)

    Ich wünsche Dir trotz Deiner offenbar sehr schlechten Erfahrungen alles Gute.

  2. #22


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.804
    Blog-Einträge: 40

    AW: Der psychopathische Blick

    Hallo.

    Bitte die Äußerung persönlicher Meinungen über andere Mitglieder im Forum unterlassen und zum Thema zurückkehren.

    Das betrifft ausdrücklich auch entsprechende Reaktionen auf derartige Inhalte anderer Schreiber.

    Sollte an dieser Stelle noch ein Beitrag mit einem solchem Inhalt erscheinen, so werde ich zum ersten hier schließen und zum zweiten auch verhindern, dass sich Gleichartiges an anderer Stelle fortsetzt.

    Siehe:

    https://adhs-chaoten.net/pinnwand/33...itglieder.html





    LG,
    Alex

  3. #23


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: Der psychopathische Blick

    Aber das bringt mich zu der Frage: Was ist Dir widerfahren, dass Du so viel Schlechtes hinter den Menschen vermutest?
    Nachdem ich die Beiträge hier gelesen habe, stellte ich mir die gleiche Frage.

    Auch bei mir lös(t)en gewisse Blicke ein Unbehagen aus. Sie konnten mir den ganzen Tag verderben. Auch Blicke von Menschen die ich gar nicht kannte.

    Ich habe herausgefunden, dass dies mit alten Verletzungen zu tun hat, die ich als Kind, vor allem in der Schule, erhalten habe.
    Mitleidige Blicke, weil ich meistens Secendhand Kleider getragen habe, hämische Blicke, weil ich keine Ahnung von Popstars und Musik hatte usw.

    Dazu dann noch die entsprechenden Bemerkungen. Diese Ereignisse haben sich in mein Unterbewusstsein eingenistet und mein Selbstwertgefühl viele Jahre beeinträchtigt.
    Durch das Buch die Chaosprinzessin und der Gesprächstherapie bin ich dem ganzen auf sie Spur gekommen.

    Heute frage ich mich, was mein "armer" Gegenüber wohl für ein Problem hat, dass er/sie mich so anschauen müssen.
    Damit kann ich mich davon abgrenzen.

    Damit will ich nicht sagen, dass dir diese Blicke wirklich auch Angst machen können.

    Wenn du die Möglichkeit hast, versuche doch auch einmal herauszufinden, wodurch deine Reaktionen ausgelöst werden zusätzlich zu den Blicken.

    Als Menschen mit ADHS sind wir ja meistens auch noch sehr sensibel und können Stimmmungen wahrnehmen. Wenn diese Wahrnehmung nicht mit dem zusammenpasst was wir in dem Moment sehen, kann es uns sehr iritieren und eben auch Angst machen.

    Mir hat auch geholfen, über solche Situationen in der Gesprächsgruppe zu reden.

    Alles Gute und liebe Grüsse
    Pucki

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Der psychopathische Blick

    WeißeRose schreibt:
    Das ist nicht der Blick, den ich meine. Diese Leute grinsen weder fies noch sonstwie. Sie schauen dich an, als ob du der letzte Dreck auf Erden bist. Und in den mir bekannten Fällen war es auch kein Spiel mit der Mimik, sondern eine ganz bewusste Handlung voller Bösartigkeit.
    Ich kenne Blicke voller Neid, oder voller Wut, oder manchmal auch eiskalte Blicke von Menschen. Letztere sehe ich nicht so oft wie die ersten beiden Blickarten. Wenn ich derartige Blicke wahrgenommen oder aufgefangen habe, dann habe ich mir die gleichen Fragen gestellt, wie Du. Mein Mann hat diese Blicke auch manchmal gesehen, so dass wir sie unabhängig voneinander wahrgenommen haben und dann darüber sprechen konnten. Ich glaube, dass man Bösartigkeit oder auch nur einen stark ausgeprägten Narzissmus durchaus erkennen kann, indem man Menschen beobachtet. Manchen Menschen reicht es aus, die Mimik zu sehen und in die Augen zu schauen. Aber zum Glück gibt es andererseits keine Gesinnungsstrafbarkeit auf der Grundlage einer Blickinterpretation.



    Was mir zu dem Blick voller Bösartigkeit einfällt ist folgendes:

    1. Glaube ich, dass es Menschen gibt, die ganz besonders sensibel sind und die ihr Gegenüber anders wahrnehmen, als andere. Vielleicht bist Du eine sehr sensible Frau, die mehr sieht, als nur das, was Dir Dein Gegenüber zeigen will. Menschen, die weniger sensibel sind, denen kannst Du 1000mal erklären, was Du gesehen hast, die werden immer nur fragen ob Du paranoid bist. Ich selbst, als sehr sensibler Mensche, warte deswegen immer auf harte, verwertbare Fakten oder ich spreche mit Leuten darüber, die ähnliche Fähigkeiten haben, bzw. die mich kennen und die Erfahrung gemacht haben, wie hoch meine Trefferquote bzgl. der richtigen Einschätzung von Menschen ist. Eine Freundin stellt mir z.B. regelmäßig ihre neuen Freunde nach dem ersten Date vor. Ich soll dann immer sagen, was ich über dessen Charakter denke. Leider war ich bis jetzt jedes Mal entsetzt und leider traf mein Entsetzen jedes Mal ins Schwarze. Ok, Spaß (oder auch nicht Spaß) beiseite, was ich sagen will ist:

    Wenn Du diese besondere Gabe hast, nutze sie für Dich oder Menschen, die Dir nahestehen und schütze Dich/Euch rechtzeitig vor Menschen, die Dir/Euch schaden könnten.


    2. Man muss auch immer vor Augen haben, dass man selbst nur Subjekt ist und manchmal projeziert man vielleicht auch nur seine eigene Stimmung in andere Menschen hinein. Wenn man z.B. ein sehr schwaches Selbstwertgefühl hat, denkt man vielleicht auch häufiger, dass man selbst Adressat eines bestimmten Blickes ist, obwohl man gar nicht gemeint war. (Ich glaube, das hat Pucki ähnlich auch schon gesschrieben). Auf der anderen Seite gibt es aber auch Menschen, die nehmen ein solch schwaches Selbstwertgefühl wahr und versuchen einen dann bewusst durch ihre Art einen anzuschauen, zu verunsichern. Etwas Ähnliches hast Du glaube ich auf der Vorseite auch geschrieben und dass es Menschen gibt, die so etwas tun, ist glaube ich unstreitig. So war es bei mir als Kind. Dadurch, dass ich später den Mechanismus verstanden habe (dank Sensibilität, die ich sonst immer nur als Fluch wahrgenommen hatte), konnte ich mich bewusst abgrenzen und dem Blick standhalten, bzw. notfalls sogar etwas sagen, z.B. fragen ob "alles in Ordnung ist". :-)

    Vielen Dank übrigens für Deine Ehrlichkeit und den Mut zu Deinen offenen persönlichen Beiträgen. Man macht sich leider auch immer verletzbar, wenn man viel von sich Preis gibt...

    LG Nora


    Sorry, grad bin ich nicht mehr konzentriert genug, die Tipp- udn Rechtschreibfehler nachzukorrigieren!
    Geändert von Nora12 (18.03.2014 um 22:42 Uhr)

  5. #25
    Celestis

    Gast

    AW: Der psychopathische Blick

    WeißeRose schreibt:
    Das habe ich schon ausführlich in einem anderen Thread beschrieben. Ich bin ein friedlicher Mensch, der niemandem grundlos etwas Böses will. Nur wenn jemand bewusst gegen mich intrigiert und ich auf gemeine Art und Weise hintergangen werde, dann bin ich richtig sauer.

    Ja das kann ich sehr gut verstehen , da wehre ich auch sehr SAUER
    Nimm doch einfach ein paar Tasten aus der Tastertur und vertausche sie

    Bis die dahinter kommt , vergeht eine Zeit

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 359

    AW: Der psychopathische Blick

    Aus Blicken Dinge ablesen wollen - das nenne ich die "Selbstherrlichkeit der Psychologen".
    Miremik kann also viele Ursachen haben. - Aber was der Andere denkt, weiß man erst, wenn man fragt.

    Gab es nicht neulich hier im Forum eine Besprechung des Buches über Psychopathen? Ich habe das Buch von der Spiegelbestselliste auf meinem Schreibtisch.

    Wenn es um persönliche Erfahrungen geht:
    Ich habe mal einen echten Psychopathen gekannt, der dann verurteilt und in die geschlossene Anstalt (statt ins Gefängnis) gekommen ist für alle seine schrecklichen Taten. Der hatte sicherlich einen Bösen Blick - aber nur für seine (zukünftigen) Opfer. Ich habe ihm dann auf der Leiter über ihm stehend frech mit dem Fuss an eine empfindliche Stelle getreten. Ich wusste vom ersten Mal an, als jch ihn sah, dass er ein Problem hatte. So viel weiss ich.. Kurz, da war dann nichts mehr mit dem bösem Blick, er hat nur noch gejammert. Vier Tage später stand ein Artikel über ihn in der Zeitung und alle Freunde haben mir gratuliert, dass ich so sensibel bin und es als eine der wenigen gemerkt habe, dass er "seltsam" war (zu dem Zeitpunkt lief gerade der Prozess von dem niemand etwas wusste mit vielen Zeugen und Anklägern.)

  7. #27
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Der psychopathische Blick

    Brummelchen schreibt:
    Bitte unterstelle mir (und den Anderen) nicht, dass wir Deine Beiträge nicht genau lesen.
    Interessant, was aus einem Satz wie "wenn man meine Beiträge genau liest" herausinterpretiert werden kann… Ich hab´ mir nichts dabei gedacht, als ich diese Floskel geschrieben habe. Aber irgendwie kann man wohl aus jeder noch so harmlosen Bemerkung eine falsche Unterstellung ableiten.


    Brummelchen schreibt:
    Das kannst Du genauso wenig wissen wie die Intention eines Menschen bei einem bestimmten Blick. Auch das halte ich für ziemlich vorschnell geurteilt. Und unangebracht finde ich dieses Urteil ebenfalls.
    Ich hatte jedes Mal Recht. Wenn mich jemand mit diesem Blick anstarrte, dann hatte er nichts Gutes im Sinn.


    Natürlich darf hier jeder seine freie Meinung äußern. Es macht mich nur traurig, dass mir hier Vorurteile unterstellt werden.


    Brummelchen schreibt:
    Aber das bringt mich zu der Frage: Was ist Dir widerfahren, dass Du so viel Schlechtes hinter den Menschen vermutest? Ich meine, ein gewisses Maß an Vorsicht ist gut und wichtig, aber Menschen aufgrund Deiner Interpretation ihrer Blicke Psychopathie zu unterstellen und uns hier im Forum zu unterstellen, wir wollten Dich mundtot machen oder Dir gar ein schlechtes Gewissen einreden, nur weil Du zu Deiner Meinung stehst, finde ich besorgniserregend. Das empfinde ich persönlich als sehr traurig und frage mich, was Dir zugestoßen sein muss, dass Menschen, die Dir weder etwas getan haben noch bösartiges Verhalten zeigen, solche Gedanken in Dir auslösen.
    Diese Frage werde ich dir ehrlich beantworten. Aus irgendeinem Grund werde ich immer mal wieder zum Opfer von psychischer Gewalt. Es ist mir im Berufsleben schon mehrmals passiert und privat ebenfalls. Wobei es in Freundschaften nicht mehr vorkommt, weil ich solche Leute nicht mehr so nah an mich ranlasse. In der Liebe war es wirklich bei jedem Mann der Fall, und ich bin mittlerweile gar nicht mehr dazu in der Lage, mich zu verlieben. Ich habe die ganzen Abwertungen und Beleidigungen sowas von satt. Ich fühle mich nämlich NICHT klein, dumm und wertlos, und ich bin sicher NICHT der Meinung, dass ich es verdient habe, schlecht behandelt zu werden. Und trotzdem geschieht es von Zeit zu Zeit mal, dass andere total respektlos mit mir umspringen und mich psychisch kaputt machen.


    @Pucki: Ein offenes Gespräch in der Gruppe tut sicher gut, wenn die anderen zuhören und versuchen, sich in die Betroffene einzufühlen. Leider wurde ich auch in der Therapiegruppe abgewertet - und zwar nicht von den anderen Teilnehmern, sondern von der Therapeutin. Als ich noch keine Ahnung von ADHS hatte, war ich bei einer anderen Therapeutin, die mich auch mit dummen Kommentaren abgewertet hat. Ist wohl auch ein Grund, warum ich die Suche nach einem neuen Therapieplatz ständig vor mir herschiebe. Einerseits will ich gerne wieder eine Therapie machen. Auf der anderen Seite habe ich aber keine Lust, mich psychisch quälen zu lassen, nur weil ich dem Therapeuten/der Therapeutin nicht in jedem Punkt zustimme.

    Hier im Forum gibt es einen Thread über die Suche nach dem Platz in der Gesellschaft. Dort erzählen mehrere Personen, dass sie oftmals nur dann akzeptiert werden, wenn sie sich anpassen und vor gewissen Leuten kuschen. Genau das war schon immer eins meiner Probleme. Natürlich muss ein minderjähriges Kind ohne eigenes Einkommen auf seine Eltern hören. Ich erledige die Aufgaben, die mir mein Vorgesetzter auf der Arbeit zuteilt. Und ich erledige auch meine Pflichten hier in der Mietwohnung. Aber ich sehe es nicht ein, mich in einer Beziehung, im Freundeskreis oder unter gleichgestellten Arbeitskollegen unterzuordnen. Das sind Menschen, die kein Recht haben, über mich zu bestimmen. Und dann verweigere ich mich und wurde aus diesem Grund schon häufig bestraft (so habe ich es empfunden). Dann kamen erst diese gemeinen, verächtlichen Blicke, danach die abwertenden Kommentare und weitere Sachen, die mich psychisch fertig gemacht haben.

    Irgendwie komme ich ständig mit Leuten in Kontakt, die narzisstische Züge an sich haben. Ich habe mittlerweile einen richtigen Hass auf dieses narzisstische Verhalten und empfinde kein Mitleid mehr, wenn so eine selbstbezogene, bösartige Person mal so eine richtige Tracht Prügel kassiert (nicht von mir, dafür bin ich immer noch "zu nett"). Dabei bin ich ein friedliebender Mensch, der Schlägereien sicher nicht befürwortet. Aber Menschen, die anderen mit voller Absicht weh tun und sich dabei kein Stück schlecht fühlen, verdienen absolut kein Verständnis.


    @Nora12: Ich habe mal aus Neugier diesen Asperger-Test mit den ganzen Fotos von menschlichen Gesichtern gemacht und konnte die große Mehrheit der Gesichtsausdrucke richtig deuten. Ich denke schon, dass ich mich auf meine Wahrnehmung verlassen kann. In meinem Leben gab es Menschen, die ich für gute Freunde hielt… oder von denen ich glaubte, dass sie mich liebten. Als sie mich irgendwann zwischendurch auf diese eine bestimmte Weise anschauten, hat mich das echt erschrocken. Einerseits gaben sie mir das Gefühl, dass ich ihnen am Herzen lag. Und auf der anderen Seite ließen sie mich spüren, dass sie mich verachteten und ich in ihren Augen nur ein kleines Stück Dreck war.

    Leider muss ich gestehen, dass ich mich in keinem der Fälle geirrt habe. Sämtliche Menschen - egal wie lieb ich sie hatte - mit diesem Blick haben mir eines Tages ganz heftig weh getan. Und einige haben sich noch darüber köstlich amüsiert. Irgendwie macht es zahlreichen Menschen Spaß, mich zu quälen. Wobei es mir privat nicht mehr passieren wird, denke ich. Weil ich schon so oft fertig gemacht wurde, kann ich niemanden mehr so tief ins Herz schließen wie früher. Das Zusammensein mit Menschen war für mich neben meiner Gesundheit sehr lange das Wichtigste, was es gibt. Das war mein persönliches Glück. Familie, Freunde und Partner waren mir immer viel wichtiger als Beruf und Hobbys. Ich hatte fast immer Lust auf Gesellschaft, mir konnte niemand zu nah kommen, ich fühlte mich niemals genervt und bedrängt. Aber die Männer, die ich geliebt habe, die haben mich alle verarscht. Wenigstens habe ich noch ein paar gute Freunde, wenn auch nur sehr wenige… die meisten Menschen, die ich für Freunde gehalten habe, haben mich hintergangen.

    Dieser Blick ist eben auch ein Machtspiel. Und ich hab´ von Machtspielen die Schnauze gestrichen voll, aber sowas von… ich will einfach nur ein ruhiges, harmonisches Leben führen mit einem ordentlichen Job inkl. gutem Klima in der Firma, ein friedliches Familienleben, liebe Freunde (nur das Thema Beziehung ist für mich durch)… Konflikte nur wenn es sein muss. Ich hasse Menschen, die mich bewusst provozieren. Obwohl ich seit meiner regelmäßigen MPH-Einnahme sehr ruhig geworden bin, hab´ ich Angst, dass ich eines Tages auf eine Provokation mit einer Handgreiflichkeit reagiere. Ich bin nun mal kein gerissener Mensch, der anderen skrupellos eine Falle stellt und/oder sie seelisch zerstört, um sich irgendwie einen Vorteil zu verschaffen.


    @slippyamelia: Vielleicht war der Begriff "psychopathischer Blick" etwas unglücklich gewählt. Damit wollte ich keinesfalls zum Ausdruck bringen, dass die besagten Leute zu kriminellen Taten fähig sind. "Der Blick eines psychischen Gewalttäters" wäre wohl die bessere Bezeichnung.

  8. #28
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: Der psychopathische Blick

    Genau das dachte ich auch im Laufe des Threads, vielleicht war der Ausdruck einfach unglücklich gewählt.


    Wer so feine Antennen nicht hat, kann deswegen nicht behaupten, dass die niemand haben kann.
    "Gebranntes Kind riecht das Feuer schon von weitem" würde ich dazu sagen. Selbst wenn's nicht jedes kann.

    Meine Mutter hat mal jemandem einen "irren Blick" unterstellt.
    Später wusste ich, dass es der nervöse Blick eines Kinderfi..ers war, der ständig befürchtete, erwischt zu werden und nie wusste, ob er schon verraten worden war oder nicht.

    Es scheint mir hier eher ein sehr gesunder Schutzmechanismus zu sein, der sich entwickelt hat.
    Aber mir scheint manchmal, WeißeRose, Du scheinst auch so'ne "Suchmaschine" zu sein.
    Manche Frauen sind Säufersuchmaschinen z.B., andere landen immer wieder in Beziehungen, in denen sie geschlagen werden.

    Ich glaube ich bin auch so'ne .... sagen wir "Idiotensuchmaschine".
    Und solange ich nicht weiß, wie das kommt, wie dieser Mechanismus funktioniert, oder wie er aufzulösen ist, muss ich inzwischen davon ausgehen, dass jemand, in den ich mich verliebe, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Idiot sein muss, jemand, der sich "auf meinem Buckel ausruht", wie ich es immer umschreibe, aber selber keine Verantwortung übernimmt für das, was er tut. Irgendwann fiel mir nämlich mal auf, dass meine Verflossenen das gemeinsam haben.
    Mein letztes dummes Verliebtsein (welch ein Glück, dass nichts draus geworden ist), hat es nur bestätigt.

    Und dem schwer schizophrenen konnte ich lange bevor ich kapiert habe, was da eigentlich mit dem abgeht auch - schon von der Seite! - an seinem Blick ansehen, dass wieder "alles vorbei" und er verbal nicht mehr erreichbar ist.
    Einmal habe ich diesen typischen Blick von ihm fotografiert. Aber erstens kann ich das ja nicht posten, zweitens könnte es noch eine andere Schublade sein.

    Der vorletzte Absatz könnte evtl. etwas offtopic sein.
    Was ich aber supergut verstehe an dem, wovon WeißeRose spricht, ist, dass es manchmal sehr sehr schwer zu beschreiben ist, wovon man genau spricht, bzw das auch noch verständlich zu machen. Vor allem wenn jemand nicht nachvollziehen kann, wovon die Rede ist.
    Aber selbst wenn das Sichausdrücken manchmal schwer ist (kenne ich auch) - so weiß doch jede Körperfaser beinah noch präziser als der Verstand, wovon man spricht.

  9. #29
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Der psychopathische Blick

    Lustig, über das Thema der "Anziehung der ständig gleichen, falschen Leute" hab ich erst vor kurzem mit einer guten Bekannten geschrieben (Facebook lässt grüßen ).

    Sie hat mir von einem Buch erzählt, da gehts darum, wieso wir (das Buch ist eher für Frauen geschrieben, kann aber Männer ebenso betreffen) uns immer in die falschen Verlieben, mit den falschen Anfreunden, usw.

    Ich denke, es hat stark mit dem eigenen Bild zu tun, das man von sich selbst hat und wie man gerne wäre.

    Je nach dem ziehen einen dann die verwegenen, wilden, coolen Leute an, oder die "Normalen".


    Bsp.: ich bin selbst immer eher Außenseiter gewesen und dementsprechend haben mich entweder die wirklich Beliebten, oder die Außenseiter angezogen. Die Außenseiter waren oft zu eigenbrödlerisch, dass sie nicht im Stande waren, überhaupt jemanden neben sich zu integrieren (so dass ich da wiederum trotz Beziehung alleine stand). Die Beliebten waren sich ihrer Beliebtheit zu sehr bewusst, sodass ich auch da ignoriert wurde in einer Beziehung oder schlimmer zu etwas Niederem degradiert wurde.

    Bei mir war es schon immer so, dass das, was ich von mir selbst halte, mir von anderen Freunden, Partnern, wiedergespiegelt wurde.
    Schlechtes Selbstbild = andere gehen schlecht mit mir um
    eine Grenzen nicht wahrnehmen = andere trampeln auf meinen Grenzen rum
    Dementsprechend wurden auch meine Antennen ausgefahren und die Anziehung hat dann immer die gefunden, die genau diese These untermauert hatten.

    Für mich bedeutet das, erstmal mit mir selbst ins Reine kommen, ehe eine neue Beziehung denkbar ist.


    @weißeRose:

    Das wiederum könnte bei dir bedeuten, dass du dich nur nicht verlieben kannst, weil du endlich diese Antenne eingefahren hast und du einfach nicht mehr diese Anziehung zu den Falschen spürst...
    (abgesehen davon, dass du eben auf Grund schlechter Erfahrungen auch etwas zugemauert hast.)

    Im Übrigen mögen es viele Menschen nicht, wenn man ihnen Kontra gibt bzw. wenn man die Meinung äußert. Hab ich auch oft genug so erlebt. Lange Zeit schluct man es, platzt dann einmal und schon wars das mit Freundschaft (in Beziehungen wird man dann oft als hysterisch oder Drama-Queen hingestellt, die nich mehr alle Latten am Zaun hat).
    Hat glaub was mit Kontrollwahn zu tun und eben einer großen Spur Arroganz. Hm... ich glaub solche Menschen fallen auch in das Raster der falschen Anziehung...

    War jetzt wahrscheinlich OT, aber ging mir so durch den Kopf...

    Grüße,

    Hotaru

  10. #30
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Der psychopathische Blick

    @zammel: Ja, da ist was dran. Ich habe schon mehrmals die gleiche Art Mensch angezogen. Natürlich sind nicht alle Menschen schlecht und böse, das wäre traurig. Aber das ist sicher kein Zufall, wenn eine Person immer wieder denselben Menschentypus anzieht. Ich war übrigens auch schon mal in einen netten, ehrlichen Mann verliebt - aber er nicht in mich. Trotzdem respektiert er mich noch bis zum heutigen Tag sehr, wir sind eng befreundet. Auch wenn man die Liebe eines Menschen nicht erwidert, kann man sehr wohl respektvoll mit ihm umgehen *find*.

    Es dauert immer eine ganze Weile, bis man hinter gewisse Fakten kommt. Z. B. lasse ich schon seit Jahren keine Männer mehr in mein Leben, die Alkohol- und/oder Drogenprobleme haben, wenig bis keine Lust haben zu arbeiten, usw. Inzwischen habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch Menschen, die nach außen ein "normales" Leben führen, nicht unbedingt gut für mich sein müssen. Und gerade solche Leute wie ich, die einfach nur ein ruhiges Leben mit Familie, Freunden, Hobbys und Job führen möchten sowie keine Lust auf irgendwelche Skandale haben, werden häufig zu Zielscheiben von bösartigen Menschen.


    @Hotaru: Ich habe kein schlechtes Selbstbild. Ich denke es liegt eher daran, dass ich einen respektvollen Umgang im zwischenmenschlichen Bereich lange als selbstverständlich betrachtet habe.

    Du hast Recht, viele Menschen wollen immer nur die Bestätigung ihrer eigenen Meinung hören. Natürlich bin ich manchmal auch nicht so begeistert, wenn jemand zu einem bestimmten Thema eine völlig andere Ansicht hat als ich. Aber für mich ist das noch lange kein Grund, um mich von dieser Person abzuwenden oder sie gar psychisch zu quälen - das ist der Unterschied. Mittlerweile habe ich ein besseres Gefühl für solche Leute als früher. Das spürst du z. B., wenn du jemandem nur ganz leicht widersprichst (im höflichen Ton) und dein Gegenüber dich daraufhin so komisch anschaut, ohne was zu sagen oder seine Stimme ein wenig ärgerlich wird. Ich kann nicht mit Menschen, denen ich immer Recht geben und für die ich mich verbiegen muss - und mit meiner Art bin ich dann das gefundene Fressen für solche Energievampire.

    Man merkt es auch, wenn man einen negativen Vorfall anspricht und der Gegenüber dann schnell das Thema wechselt oder mir einreden möchte, dass ich maßlos übertreibe. Ich wurde vor einigen Jahren beim Feiern sexuell belästigt. Viele Frauen haben Schamgefühle und halten den Mund, wenn so etwas passiert. Ich nicht, denn ich habe schon öfters Dinge ausgesprochen, die jeder wusste und über die "man nicht redet". Ich habe einige Personen aus dem Umfeld der Täter und weitere Leute auf solche Vorfälle angesprochen, aber keiner wollte mit mir darüber reden. Schlechtes Benehmen wird oft unter den Tisch gekehrt. Viele Leute tun so, als ob nichts gewesen wäre. Und wer es wagt etwas zu sagen, der lügt oder bildet sich das nur ein oder übertreibt ohne Ende. In manchen Fällen wird eher dem Opfer die Schuld in die Schuhe geschoben. Ich habe es schon oft genug erlebt, dass Frauen geschlagen oder sexuell belästigt wurden und sich anschließend von ihrem Umfeld anhören mussten, sie seien doch selber schuld (und zwar auch von Frauen!!). Viele wollen sich nicht eingestehen, dass jemand aus ihrer eigenen Familie oder aus ihrem Freundeskreis ein respektloses Verhalten an den Tag legt und verdrängen das Ganze lieber, bevor sie sich damit auseinander setzen.

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