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Diskutiere im Thema Führen eines Schmerztagebuchs im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.927

    Führen eines Schmerztagebuchs

    Ich muss ein Schmerztagebuch mit mehrmaligen Einträgen am Tag über 3 Monate führen. Trotz dass ich das offen auf den Tisch gelegt und Handy-Erinnerung eingestellt hatte, klappt es einfach nicht. Ich schaffe es nicht länger als rund 2 Wochen. Mein Arzt besteht aber darauf. Und selbst bei einem Arztwechsel stehe ich wieder vor genau dem gleichen Problem. Okay, evtl. ist der gewünschte Eintrag einfach nicht so extrem, aber prinzipiell wollen alle das gleiche Schema.

    Wenn ich z.Bsp. nicht daheim bin, wenn ich eintragen müsste oder auch einen Eintrag vergessen habe, dann kann ich mich auch schwer daran erinnern, wie ich mich vor 2-3 Stunden gefühlt habe. Dazu kommt, dass ich zeitweise Sichtfeldeinschränkungen oder so starke Schmerzen habe, dass ich einfach keine Eintragung vornehmen kann.

    Oft sind die Schmerzen auch einfach "diffus" zu nennen. Es tut weh, aber ich kann nicht (genau) lokalisieren wie und wo. Genau das muss ich aber auch sehr genau eintragen.

    Ich bin schlichtweg überfordert damit.

    Hat irgendwer vielleicht eine Idee, wie ich es doch noch bewerkstelltigt bekommen kann? Ich bin mit meinem Latein so was von am Ende!

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Führen eines Schmerztagebuchs

    Hmmm....... vielleicht immer einen Stift und Zettel oder Notizblock mitnehmen? Handywecker 4x alle 5 min klingeln lassen?

    Wenn die Schmerzen diffus sind, würde ich das auch nur hinschreiben, du kannst dir ja nichts "aus den Fingern saugen".


    Oder du "entwickelst" kurze Zeichen für schwere Zustände, z.B. 1-3 Punkte für den Grad der Sichtfeldeinschränkung und Striche für Schmerzskala oder so. Dann musst du erstmal nicht alles aufschreiben und kannst dich aber nachher anhand einer Legende dran erinnern und alles mit Worten ausfüllen.


    Ich habe das selbe Problem mit einem Schlaftagebuch und komme mit den schnelleren Zeichen besser zurecht, gerade wenn ich müde bin.

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.927

    AW: Führen eines Schmerztagebuchs

    Ich muss das ja alles mit Zahlen (Schmerzgrad) und Buchstaben (Schmerzort) eintragen. Für Bemerkungen wie diffus ist da zu wenig Platz. Aber ich muss mal schauen, vielleicht sind noch nicht alle Buchstaben vergeben, dann könnte ich ggf. diffus einfach einem zuordnen. Allerdings wird mich mein Arzt dafür würgen, denn er sagte schon, er will ganz genaue Angaben nach der Legende auf dem Zettel.

    Das mit den Kürzeln find ich klasse, nur könnte ich mich eine Stunde später nicht mehr dran erinnern, was sie heissen. So was hatte ich schon ausprobiert. Danach war ich noch verwirrter als zuvor.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Führen eines Schmerztagebuchs

    na deswegen ja auch irgendwo auf der Rückseite oder so eine Legende. Was was heisst....


    - -- --- Schmerz - wenig --- viel
    . .. ... Sichtfeld



    etc etc

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.927

    AW: Führen eines Schmerztagebuchs

    Komischerweise fällt mir die Einteilung 1-3 auch leichter. Die Einteilung jetzt ist bis 6, glaub ich. Da komme ich schwer mit klar. 1 es tut aushaltbar weh, 2 es tut weh und wird unangenehm und schmerzhaft, 3 es ist einfach nur AUUAAA.

    Ich überlege gerade, ob ich nicht generell das Tagebuch wechseln sollte. Das wäre dann allerdings nicht so ausführlich wie jetzt (Spalten für was man davor und ggf. dagegen gemacht hat und ob es hilft.), aber das wäre vielleicht einfacher für mich.

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Führen eines Schmerztagebuchs

    Hallo,
    ich persönlich halt viel von den Tagesrückblicken. 15min z.B. vor dem Abendessen u. wenn die Tage "stressiger" sind dasselbe auch Mittag. Tag wie in einem Film Revue-passieren lassen und am Ende aufschreiben, was da war. Mir hilft, sich auf nicht mehr als 3 Hauptpunkte - zu beschränken und die lieber auszuloten, als Listenweise alles auf einmal zusammenzutragen, damit das nicht erschlägt. Schrittweise kommt da langsam zusammen, was so prävalent ist. Timer, Eieruhr oder was auch immer auf 15min u dann - bei mir - in Stille registrieren, was bewusst wird. Wo u wie Natur; laufen; Wald usw) je nachdem frei danach wählen, was dir mehr hilft.

    Würde aber aber auch das Schöne ansehen, damit am ende nicht hängen bleibt, dass die Tage dann als Schmerzsammelsurien erscheinen, was ja nicht so ist. Irgendwo gibts immer ein Lichtlein bzw. soviele, wie du finden willst. Was mir hilft ist, zuerst das schöne anzusehen u dann ans Schmerzhafte zu gehen. So kann man sich mit etwas Übung in einem ausgewogeneren Gefühlston schwingen.

    Je mehr Gutes ansehen, desto schmerzhafter der Gefühlston. Je euphorischer die Stimmung, desto mehr Gewicht auf die andere Seite, so dass am Ende eine innere Ausgewogenheit da ist. Ein Gefühl dafür kriegen, wie sich das anfühlt. Von da aus hast du die Freiheit zur Spürigkeit für Freude u. zum Beunruhigenden in seinen Farbtönen bis in die Randbereiche von Trauer u Schmerz, je nachdem. Hast du diesen Gefühlston, merkst im Alltag schneller, wo die Affekte hoch gehen - was freut u. wo runter. "Vernunft" geht in diesem Gefühlston: von da an kann man freier dialektisch an die gedanklichen Gegenstände rangehen, die sonst eher zu grell oder dunkel gefärbt sind und die Argumente im Kopf dann zu einseitig ins Bewusstsein bringen. Farbiges Bild.

    Lg
    Geändert von Loyola (11.03.2014 um 10:48 Uhr)

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Führen eines Schmerztagebuchs

    Tipp von meiner ADHS-Ärztin bzgl der von mir so gehassten Fragebögen: "Machen Sie sich ein rotes Bändchen ums Uhrarmband und immer wenn Sie auf das Bändchen schauen, machen Sie eine Seite der Fragebögen!" Vielleicht kann man so was auch für das Schmerztagebuch machen?

    Naja, und mit der Bewertung: ich hab von meinem Thera die Aufgabe bekommen, eine Exel-Liste zu führen, in der ich Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit bewerte. Naja, bei mir gab es da nur 100%. Thera grinst sich einen und sagt: "Das ist ganz typisch für ADHS, sie haben ja auch Probleme, Prioritäten zu setzen!" Und genauso wäre ich mit einem Schmerztagebuch überfordert, weil für mich eigentlich nur tut weh, ist auszuhalten oder alles ok gibt. Mein Schmerztherapeut hat sich damals GsD mit 14 Tagen zufrieden gegeben, in denen ich nie schmerzfrei war. Den Unterschied zwischen schmerzfrei und Schmerzen habe ich erst gemerkt, nach dem er die ersten Lokalanaesthetika gespritzt hatte. Die Erleichterung war so groß, dass ich erst mal eine Runde geheult hab.

    Was ich mich aus meiner Erfahrung heraus frage, ist, ob man aufgrund der Fehlsteuerung des Schmerzgedächtnisses überhaupt noch einen Unterschied in den Schmerzen merken kann, oder ob nicht jeder wahrgenommene Schmerz dann schon gleich unerträglich ist? Mein Doc hat mir damals erklärt, dass das Schmerzgedächtnis dazu führt, dass der Körper auch das kleinste Anttippen mit dem Finger schon als starken Schmerz wahrnimmt, weil es einfach überreagiert. Darum muss es erstmal durch medikamentöse Behandlung auf Null heruntergefahren werden. Die Medikamente waren ein ziemlicher Hammer. Ich hab drei Wochen gebracuht, bis ich wieder arbeiten konnte. zusätzlich gab es noch Lokahlanaesthetika in die Triggerpunkte und ne Migräneprphylaxe mit einem Epilepsie-Medikament.

    Jetzt, ungefähr 10 Jahre später, weiss ich, dass meine Probleme fast ausschließlich durch Nahrungsmittelunverträglichke iten in Verbindung mit dem erhöhten Muskeltonus durch ADHS hervorgerufen wurden. Subjektiv gefühlt bin ich weitesgehend schmerzfrei. Allerdings, wenn ich ein Schmerztagebuch führen müsste, wäre ich wahrscheinlich heute noch überrascht, wie oft ich doch noch Schmerzen habe, zumal ich auch einen heftigen Knieschaden habe.
    Geändert von Trine (11.03.2014 um 11:39 Uhr)

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.927

    AW: Führen eines Schmerztagebuchs

    Danke dir, Loyola, aber ich habe nicht so ein grosses Problem mit dem Umgang mit den Schmerzen. Ich komme nur mit dem Tagebuch nicht zu rande.

    @ Trine:

    Danke auch dir.

    Ich lebe komplett ohne Armbanduhr, weil ich da einfach nie drauf sehe. (Ich habe so gut wie nie eine getragen.) Das mit dem Bändchen ist zwar eine klasse Idee, aber ich fürchte, das läuft ins Leere.

    Ja, so wie du es in deinem 2. Absatz beschreibst, geht es auch mir. Es gibt genau 3 Stufen für Schmerzen - jedenfalls für mich -, sonst ist ja auch fast immer alles schwarz oder weiss. Mein Arzt sagt, dass man aus 2 Wochen nicht genug rauslesen könnte. Er will partout Ursachenforschung betreiben, dabei stört es ihn wenig, dass ich ihm dazu eigentlich Angaben machen kann. Frei nach: Es war schon immer so, warum sollten wir das ändern. AD(H)S gibt es für ihn auch nicht, was die Sache nicht leichter macht. Ich habe hier bloss so gut wie 0-Chance einen Arzt zu treffen, der zumindest AD(H)S nicht ablehnend gegenüber steht und sich bemüht meine "Fehler" auf einem anderen Weg zu umgehen. - Ich glaube, ich würde auch heulen, wenn ich so ein Erlebnis hätte. Ich lebe ja seit Jahren damit und einmal so gut wie keine Schmerzen zu haben, wäre für mich ein Traum. Danke dafür, dass du mir Hoffnung machst!

    Okay, meine alltäglichen Schmerzen empfinde ich nicht die Reihe durch als unerträglich. Tatsächlich kann ich mit dem Grundschmerz zumeist recht gut leben, wenn natürlich auch eingeschränkt. Aber dazu habe ich auch wohl eine recht unkonventionelle Ansicht. Allerdings müssen die Schmerzspitzen eindeutig behandelt werden. Das ist dann wirklich heftig im Empfinden und schmeisst mich zumeist ganz und gar aus der Bahn. Wobei mich natürlich in erster Linie der Schmerz tangiert, allerdings in 2. Linie ich es als unheimlich nervend empfinde und eher ärgerlich oder wütend bin. - Ich frage mich immer wieder, ob es Menschen gibt, bei denen sich das Gedächtnis nicht ausbildet.

    Der erhöhre Muskeltonus ist wohl auch ein Teil des Problems. Ich stehe irgendwie ständig unter (An)Spannung, als müsste ich gleich flüchten. In diesem Fall müsste ich aber bezüglich des Schmerztagebuchs passen. Ich könnte nicht sagen, wann die Anspannung steigt oder nicht so hoch ist, weil ich es schlichtweg fast nie merke. Nur wenn der Stress steigt, dann ist es definitiv mehr. - Was mich jetzt aber zu der Überlegung bringt, ob es überhaupt Sinn macht, mich von einem Arzt behandeln zu lassen, der AD(H)S als Quatsch bezeichnet. Er wird einen Teil der Ursache ja nie akzeptieren und mir irgendwas von Entspannung erzählen. (Das Märchen von der Entspannung habe ich allerdings zur genüge gehört. Ich erreiche diesen Punkt leider nicht mehr, egal was ich versuche und ich habe einiges versucht.)

    Das bringt mich bloss weiter zu der Frage, was mache ich, wenn ich keinen Arzt hier finde, der AD(H)S zumindest aktzeptiert? Die Chancen darauf stehen nämlich mehr als schlecht. Ich fürchte, ich bin da langsam echt ratlos. Ich kann doch nicht zu jedem Termin über 100 km fahren ... &

    Langsam fürchte ich, dass nicht das Tagebuch mein wirkliches Problem ist.

  9. #9
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Führen eines Schmerztagebuchs

    Ich bin der Meinung, dass der Patient bei der Auswahl der Kategorien für ein Schmerztagebuch selbst mit beteiligt sein sollte.

    Mir wurde selbst auf freiwilliger Basis ein Schmerztagebuch empfohlen, aber ich fand die Einteilungen kaum sinnvoll (Datum + Uhrzeit, Schmerzort + Schmerstärke). Ich hatte nämlich die Auslöser beobachtet und meine Beobachtungen für die Schmerzen folgten anderen Kategorien. Einträge in Abständen von nur wenigen Stunden hätten für mich ebenfalls keinen Sinn gemacht.

    Für mich wäre das Schmerztagebuch sinnvoller gewesen nach:
    - erstes schlagartiges Auslöserereignis, was den Beginn der Schmerzstörung darstellt; seit dem:
    -Auslöser: körperliche Belastung (Tätigkeit und Dauer), Druckbelastung (Tätigkeit z.B. schlafen auf einer harten Matratze und Dauer), Kälte/Hitze (Tätigkeit und Dauer), psychische Belastung (Ereignis + Auswirkung (Angst und/oder Stress))
    -Lebensumstände: Ernährung (sauer/basisch), Schlafdauer, Zyklus
    -Schmerzen: Schmerzart (Nervenschmerz/Muskelschmerz), Diffusivität: gesamte li. Körperseite Nervenschmerz und/oder lokale Schmerzen, Schmerzstellen, Schmerzstärke für Nervenschmerz und Muskelschmerz (3 Einteilungen)
    -weitere Auswirkungen: Kraft li.KS, Feingefühl li. KS; Benommenheit-d.h. Gefühl als würde im Kopf etwas "arbeiten"

    Solch ein Tagebuch habe ich allerdings nicht geführt, sondern meine eigenen verbalen Bemerkungen. Ich habe die Zusammenhänge aber auch ohne Aufzeichnungen selbst gefunden. Diese Zusammenhänge habe ich bei den Arztbesuchen erzählt und die Ärzte habe ihre Aufzeichnungen nach ihrem vorgegebenen Schema gemacht, d.h. wichtige Informationen nicht festgehalten.
    Vom Psychologen habe ich den Hinweis der erhöhten Muskelanspannung als Auslöser erhalten (stimmt teilweise, weil es hauptsächl. eine Körperseite betrifft). Von ihm habe ich die Empfehlung bekommen, zum Tai Chi zu gehen.

    Vor knapp 5 Jahren habe ich die Schmerzstörung nach einem ( größtenteils mechanischen) Ereignis schlagartig bekommen und es kamen nach bestimmten mechanichen Auslösern weitere Körperstellen mit verstärkten Schmerzen hinzu.
    Seit knapp 2 Jahren trainiere ich regelmäßig Tai Chi und Chi Kung an der ITCCA. Seit dem haben die Schmerzen stark abgenommen, schränken meinen Alltag nur noch selten ein und sind häufig kaum noch spürbar. Es hat sich insbesondere das verstärkte Schmerzempfinden (Wahrnehmung) verringert. Teilweise gibt es noch Tage oder Wochen mit stärkeren Schmerzen, wenn die Auslöser nicht zu vermeiden oder verringern waren - aber es ist trotzdem deutlich besser geworden.


    Ich habe nicht die Absicht zu Ärzten (Schulmedizin) zu gehen, weil mir die bisherigen Ärzte nicht geholfen haben und ich mich häufig nicht ernst genommen fühlte. Meine Symptome sind einer Fibromyalgie ähnlich, was ich bisher nicht geschafft habe den Ärzten zu kommunizieren - außerdem gibt es für Fibromyalgie nur schlechte bis mäßige Behandlungsmethoden von Seiten der Ärzte.

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.927

    AW: Führen eines Schmerztagebuchs

    Ich komme mit dem meisten Ärzten auch nicht wirklich klar. Entweder sie sind inkompetent, unfreundlich oder beides. Nur einer war wirklich recht kompetent, allerdings sind Wartezeiten - trotz Termin - von bis zu fast 5 Stunden für mich mehr als schwierig. Danach bin ich mindestens 2-3 Tage mit starken Schmerzen behaftet.

    Tai Chi habe ich versucht, schaffe es aber nicht alleine (Bewegungsweisen und Durchhalten) und in (unbekannten) Gruppen fühle ich mich höchst unwohl. Das wäre dann wieder Stress, was eindeutig ein Auslöser bei mir ist. Ich stand schon 4 x vor dem FitnessCenter, aber ich traue mich einfach nicht (alleine) rein. Das sind Momente, wo ich mir wirklich eine Freundin oder einen Freund am Ort wünschen würde. Ich fühle mich in solchen Momenten einfach wie völlig alleine auf einer Plattform und mich beobachten hunderte von Augen. Klar ist das Unsinn, aber ich komme einfach nicht von ab. Das ist für mich vergleichbar mit Prüfungssituationen, da versage ich leider höllisch. Dazu kommt die Angst, wieder mal Geldauszugeben und es dann nicht aus(zu)nutzen (zu können).

    Meine Beobachtungen werden leider bisher sehr selten ernst genommen. Bisher wollten alle Fachärzte ein geführtes Schmerztagebuch.

    Manchmal würde ich gerne aufstecken, aber das ist ja auch keine wirkliche Lösung sondern wäre eindeutig eine Flucht. Aber ich merke, wie meine Hoffnungen langsam nachlassen und meine (gesunde!) Wut auf meine Erkrankung ist leider - dank der Ärzte - mittlerweile verraucht. Ich gebe zu, ich bin echt zermürbt und für jeden Anlauf brauche ich (gefühlt) länger.

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