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Diskutiere im Thema Selbszerstörischer Lebenswandel zur Kompensation!? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.564

    AW: Selbszerstörischer Lebenswandel zur Kompensation!?

    WbD schreibt:
    *schmunzelt* Das hatte ich früher auch alles so, bis mich das Alter übermannt hat. Feiern und Drogen in rauen Mengen, das Auto schroten wie eine dümmliche Sengsau, und eine ganze Reihe kaputter Betten.
    Ein ständiges Leben am Limit... die Suche nach dem nächsten Kick...
    Aber eine eigentlich andauernde Suche nach innerer Ruhe und Ausgeglichenheit -.-

    Ich habe mittlerweile keine Lust und keine Kraft mehr zwanghaft nach den Kicks zu suchen um zufrieden zu sein -.-

    Hoffe bei mir legt sich dass auch jetzt wenn ich endlich wieder MPH bekomme.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 120

    AW: Selbszerstörischer Lebenswandel zur Kompensation!?

    Ich drück dir die daumen,

    bei mir is es wie gesagt etwas besser geworden, aber normal is was anderes.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 159

    AW: Selbszerstörischer Lebenswandel zur Kompensation!?

    Ich denke mir geht es ähnlich wie den meisten hier. Ich habe extrem Party gemacht, zwischendurch aber immer mal wieder Phasen der Abstinenz, was dann allerdings auch extrem war.
    Generell ist das vlt ein bisschen besser geworden, aber ich glaube das liegt eher daran weil ich mir mehr Mühe gebe sinnvolle Sachen zu machen. Bei mir kommt das aber nicht weil ich einfach gesetzter bin als früher, sondern weil ich die meiste Zeit unglücklich war und etwas ändern wollte. Das wollte ich vermutlich immer, aber anstatt mich in Drogenräusche zu flüchten befasse ich mich jetzt mit anderen Dingen.

    Manchmal würde ich auch gerne sagen, sch... drauf und wieder rauchen, saufen, usw. Ich weiß aber dass ich dann bestimmt wieder depressiv würde und was zwischendrin geht nicht. Ich fühle mich zur Zeit nur so gut, weil ich es geschafft habe über die Jahre hinweg so vielem zu entsagen was mich geschwächt hat.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 161

    AW: Selbszerstörischer Lebenswandel zur Kompensation!?

    hey leute,

    dann geb ich mal auch meinen senf dazu. ich kann eigentlich nur bestätigen was ihr oben beschrieben habt, die anfängliche partysucht, das rauchen saufen drogen konsumieren....

    ich habs schon oft hier im forum gesagt aber ich muss es wieder sagen: es erschreckt mich wie oft ich mich selber in euch wiedererkennen und damit auch eine verbundenheit und dankbarkeit dass es euch (wenn auch nur virtuell) gibt. in diesem sinne danke dafür!

    zurück zum thema: meine "karriere" begann mit ca 13 auf den musikfreizeiten der big band oder orchesters in denen ich war. klar eltern nich da, die meisten um dich rum schon 16-18 da will man schon kuuuuuuuhl sein.

    bis zu meinem 21sten lebensjahr war das ja auch alles "normal" mit den obligatorischen "sauf mal weniger sonst...." drohungen den anschliessenden monaten an abstinenz und der erneute "scheissdraufeffek", sturzbesoffen auf golfplätzen aufzuwachen, bilder im handy zu finden die von autobahnmittelstreifen aufgenommen wurden, etc. etc....und nein das war grad keine übertreibung. leider

    ich bin alkoholiker und bezeichne mich auch als solchen. im prinzip hätte ich mit 21 schon erkennen müssen dass der alkohol mich kontrolliert und nicht umgekehrt.

    der eigentliche absturz kam dann endgültig vor 4,5 jahren (mit 26) am silvesterabend 2009 als ich nicht aus dem bett kam, weil die 5 tage dauerexzess zuvor ihren tribut forderten. man nennt es auch "kater" aber es sind in wahrheit entzugserscheinungen. nichts weiter. oder eben doch:

    ich machte mir klar dass wenn ich nicht aufhöre ich irgendwann sterben werde. entweder mit 50 an leberversagen oder eben durch einen zufall wie weiter oben beschrieben.

    letztlich hat es dann weitere 7 monate gedauert bis ich endlich in eine entgiftung gegangen bin.

    4 monate langzeittherapie und 4 jahre später, kann und muss ich sagen das NIEMAND davor gefeit ist rückfällig zu werden und dass die jeweiligen umstände gefährlich werden können.

    was mph angeht, muss ich sagen dass es mir besser geht und die letzten 2 jahre definitiv produktiver waren als die 3 davor. ABER und das sage ich als suchtkranker mensch: mph wird jemanden der abhängig oder selbst nur gefährdet ist, nicht davor bewahren können rückfällig oder abhängig zu werden, so lange die entscheidung dass man hilfe braucht und etwas ändern muss nicht getroffen wurde....ohne das bringt mph nämlich n feuchten schaiss

    im prinzip ist es aber nichts anderes als ein erneutes "ads-mäßiges" extrem: entweder ich saufe und sterbe oder ich werde trocken und lebe weiter....

    leider lässt als ads-ler (speziell als suchtkranker im hinblick auf suchtverlagerungen) die nächste komorbität nicht lange auf sich warten lässt und der nächste teufelskreis von neuem beginnt- momentan ist das bei mir ein verdammte Essucht die ebenfalls teilweise an selbstzerstörung erinnert und auch hier wieder die extreme sich die klinke in die handgeben:
    fressen wie schwein und himmelhochjauchzend, dann scham und depression, selbstekel, suchtmittel wird "pausiert", vermieden, verteufelt und schlagartig unterbrochen dadurch sinkt das dopaminlevel ins bodenlose bis die depression einen erneut zum fressen und damit in die sucht zwingt.

    ihr seht also: mph befreit einen nicht (gänzlich) von sucht/depressionen/selbstzerstörung. jedenfalls mich nicht.

    entschuldigt dass es wieder so lang geworden ist. hoffe wenigstens ein paar von euch haben bis hier her durchgehalten.

    glg an euch alle und gute nacht!!!!!
    Geändert von adsman (29.07.2014 um 02:46 Uhr) Grund: doatschä schprahä schwärä schprahä

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 161

    AW: Selbszerstörischer Lebenswandel zur Kompensation!?

    Parabel schreibt:

    Manchmal würde ich auch gerne sagen, sch... drauf und wieder rauchen, saufen, usw. Ich weiß aber dass ich dann bestimmt wieder depressiv würde und was zwischendrin geht nicht. Ich fühle mich zur Zeit nur so gut, weil ich es geschafft habe über die Jahre hinweg so vielem zu entsagen was mich geschwächt hat.
    tues nicht, es ist nämlich genau das was dich mit in die depression gebracht hat. dopamin ist der teufel und er fordert seinen tribut hahahaha

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    AW: Selbszerstörischer Lebenswandel zur Kompensation!?

    tja leute da kann ich nur sagen ich bin auch ein selbstzerstörer

    aber ich kann und will da nicht raus,weil die selbst zerstörung für mich genau so eine sucht wie der alkohol geworden ist

    und ich nicht genug davon bekommen kann,es ist ein teufelskreis aus den ich eigentlich ausbrechen sollte ,

    aber was würde mich dann erwarten ? ich kenne doch nichts anderes

  7. #17
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.126

    AW: Selbszerstörischer Lebenswandel zur Kompensation!?

    Veränderung macht Angst und die kann dir keiner nehmen. Auch wenn man das nur allzu gerne möchte.
    Ich habe bis im April 2009 auch nicht anders gelebt. Alkohol, Drogen, Partys bis zum umkippen. Doch dann kam bei mir der Hammer.Ich erfuhr dass ich kurz vor einer Leberzyrrhose stand.Da wußte ich dass ich mich ändern muß wenn ich weiterleben will. Also hab ich den Kampf aufgenommen und bin seitdem nicht mehr rückfällig geworden.
    Trotzdem feiere ich noch immer.Etwas weniger wegen dem Alter und ohne Alkohol aber von langweilig bin ich noch ein ganzes Stück entfernt

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    AW: Selbszerstörischer Lebenswandel zur Kompensation!?

    hi sunpirate

    ich hoffe das du noch ewig lebst,

    aber sag mal dachtest du das ,das spurlos an dir vorrüber geht ?

    ich weiss das mein lebenswandel mich kaputt macht,aber so krank sich das auch anhört das ist der sinn der sache

  9. #19
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.126

    AW: Selbszerstörischer Lebenswandel zur Kompensation!?

    Das Blöde ist dass ich genau wußte dass so was irgendwann passieren wird. Es war mir fatalerweise total egal, bis es mich wirklich erwischte.

  10. #20
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.126

    AW: Selbszerstörischer Lebenswandel zur Kompensation!?

    katerkarlos schreibt:
    hi sunpirate

    ich hoffe das du noch ewig lebst,

    aber sag mal dachtest du das ,das spurlos an dir vorrüber geht ?

    ich weiss das mein lebenswandel mich kaputt macht,aber so krank sich das auch anhört das ist der sinn der sache
    Ganz so lange muß es dann auch nicht sein. Aber herzlichen Dank.

    Im Grunde dachte ich damals ähnlich wie du. Zumindest war mir völlig egal was passiert. Hauptsache ich hatte meinen "Spaß" oder Kick. Gleichgültig wie man das nennt am Ende muß man die Rechnung begleichen.

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