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Diskutiere im Thema Der Unterschied zw. ADHS u.manisch depressiv ist? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    Der Unterschied zw. ADHS u.manisch depressiv ist?

    Hallo Zusammen!
    Ich hoffe Ihr könnt mir helfen. Kennt Ihr die Unterschiede zwischen manisch depressiv und ADHS? Gibt es welche oder nicht? Und wenn ja, welche und wie kann man eine bessere oder "richtigere" Diagnosse erhalten? Vielen Dank im Vorraus!

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Der Unterschied zw. ADHS u.manisch depressiv ist?

    Wie immer: Ich bin Laie und Betroffener. Teile hier nur meine Sichtweise mit, die keinen Anspruch auf wissenschaftliche Richtigkeit hat.

    Ich hoffe Ihr könnt mir helfen. Kennt Ihr die Unterschiede zwischen manisch depressiv und ADHS?
    1. Der Krankheitsbeginn:

    ADHS hat man bereits ab frühester Kindheit.

    Ein Bipolare Störung tritt frühestens mit Erreichen der Adoleszens auf.

    2. Der Verlauf:

    ADHS ist ist immer da, auch wenn der Leidensdruck in verschiedenen Lebensabschnitten unterschiedlich stark sein kann.

    Die Bipolare Störung verläuft phasisch in Episoden. Depression und Manie wechseln sich in der Regel in bestimmten Zyklen ab. Zwischen den einzelnen Episoden gibt es beschwerdefreie Intervalle.

    3. Die Symptomatik:

    ADHS ist primär eine Störung der Aufmerksamkeitssteuerung, der Impulskontrolle und der Reizverarbeitung.

    Die Bipolare Störung ist primär eine Störung der Affekte, des Antriebs und des inhaltichen und formalen Denkens.

    In der manischen Episode sind alle psychischen Erlebnis- und Handlungsmöglichkeiten exzessiv verstärkt. Stimmungen sind, oft ohne jeden Anlass exorbitant gehoben, gereizt, euphorisch oder läppisch. Oft passen die Stimmungen auch überhaupt nicht zur jeweiligen Situation. Der Antrieb ist massiv gesteigert, die Betroffenen zu unmenschlichen Anstrengungen, selten aber zielgerichtet, befähigt. Dabei ist das Schlafbedürfniss stark eingeschränkt, bis gar nicht vorhanden. Manche Betroffene können und wollen über viele Tage hinweg nicht schlafen. Denkabläufe sind stark beschleunigt, es kommt zu zerfahrenem Denken bis hin zur Auflösung jeder formalen Struktur der Gedanken. Oft denken Betroffene assoziativ lose, kommen "von Hölzchen, auf Stöckchen, auf Stöckelschuh". Inhaltlich entstehen oft Größenwahnideen oder religiöse Größenideen. In der Manie sind die Betroffenen oft massiv enthemmt, gehen leichtfertig sexuelle Beziehungen ein, verschulden sich, können gewalttätig werden, verschrecken Angehörige und Freunde, kommen mit dem Gesetz in Konflikt, beschädigen ihre soziale Integrität. Dies führt in beschwerdefreien Intrervallen zu massiver Scham. Oft entwickeln Betroffene während der "Realisierungsphase" während des Genesungsprozesses deswegen Selbstmordgedanken.
    In bestimmten Rhythmen folgen auf manische Episoden, nach dem beschwerdefreien Intervall, dann depressive Episoden mit den typischen Symptomen der Major Depression (Gedrückte Stimmung, Antriebsarmut, Hoffnungslosigkeit, zähem Denken, etc.)

    In seltenen Fällen, dem sogenannten "rapid cycling syndrom", bleiben beschwerdefreie Intervalle aus und der Phasenwechsel geht direkt und rasch aufeinanderfolgend von statten.

    wie kann man eine bessere oder "richtigere" Diagnosse erhalten?
    Man hat was man hat. Wenn man aber mit der Diagnose die einem der Facharzt verpasst nicht einverstanden ist, dann sollte man mit dem Facharzt offen darüber sprechen. Dafür muss man sich kennen, sich zu den Krankheiten schlau machen und die eigene Sichtweise verbalisieren können. Ist ne Sisyphus-Arbeit. Nimmt einem aber keiner ab.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Der Unterschied zw. ADHS u.manisch depressiv ist?

    Was auch ein Unterschied sein KANN ist der Leidensdruck. Während einer Manie haben viele keinen Leidensdruck un erleben die Situation als angenehm.

    Ein ADHSler, derr übers Ziel hinaus schießt, merkt das meist. Nur oft zu spät....

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Der Unterschied zw. ADHS u.manisch depressiv ist?

    Erstmal Danke,
    das tut schon mal richtig gut wenn es jemand so verständlich rüberbringt.

    ADHS habe ich seit Kindheit. Mit 40 wurde eine unipolare Depression diagnostiziert.
    Deutliche hypomanische Phasen hatte ich das erste mal in 2010/2011

    Ich lebe seit Monaten in einem nur schwer erträglichen Zustand und möchte nur noch flüchten, weiß aber nicht wohin.

    Am meisten machen mir zur Zeit diese Beklemmung und diese innere Unruhe zu schaffen. Trotzdem habe ich wenig Antrieb und kann kaum Freude empfinden.
    Außerdem nervt mich alles und ich reagiere gereizt.

    Jetzt bin ich die 10 Woche in einer Fachklinik, umgeben von Spezialisten. Mein Zustand hat sich nach den ersten Wochen sogar noch verschlechter und seitdem tut sich nichts.
    Ich nehme Ergonil Crono (volle Dosierung) und seit 18 Tagen Medikinet. (wird noch gesteigert)

    Ich habe zur Zeit wenig Vertrauen in meine Behandlung

    Vielleicht ließt das hier jemand, der mir sagen kann halt durch es macht Sinn oder .......?

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Der Unterschied zw. ADHS u.manisch depressiv ist?

    Na ich denke, du solltest auf alle Fälle durchhalten, denn was willst du denn auch machen, es geht dir schlecht und das wird nicht von allein wieder weg gehen. ich würde an deiner Stelle auch auf das Medikinet hoffen, denn Vielen bringt das wirklich was. Nur die Einstellung ist manchmal etwas schweirig und es kann dauern, also auch in sofern lohnt es sich sicher durchzuhalten und vorallem Geduld zu haben.

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Der Unterschied zw. ADHS u.manisch depressiv ist?

    Halte durch! Ich drück Dir die Daumen!

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Der Unterschied zw. ADHS u.manisch depressiv ist?

    Danke für Euren Zuspruch.
    Ich hab ja auch wirklich keine Wahl.

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.692

    AW: Der Unterschied zw. ADHS u.manisch depressiv ist?

    ich habe eine frage....

    kann ein adhs´ler gleichzeitig
    manisch-depressiv sein?

    können störungen der impulskontrolle
    also impulsives auftreten
    als manisch fehlinterpretiert werden,
    wenn man um ein adhs nicht weiß
    bzw. es nicht diagnostiziert ist?

    früher wurde adhs´ler gehäuft
    als manisch-depressiv diagnostiziert...

    ich kenne einige menschen die
    die diagnose manisch depressiv
    bekommen haben.
    wenn die aber so aus ihrem leben
    berichten...da wird mir dann ganz anders...
    da sie eben auch als manisch-depressiv
    behandelt werden...

    meine vermutung manchesmal aber ist...
    es könnte auch adhs sein, das partout nicht
    diagnostiziert wurde und sie mit ner im aller
    schlimmsten fall, falschen diagnose
    durch die welt gehen....

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Der Unterschied zw. ADHS u.manisch depressiv ist?

    Sumasu schreibt:
    ich habe eine frage....

    kann ein adhs´ler gleichzeitig
    manisch-depressiv sein?

    können störungen der impulskontrolle
    also impulsives auftreten
    als manisch fehlinterpretiert werden,
    wenn man um ein adhs nicht weiß
    bzw. es nicht diagnostiziert ist?

    früher wurde adhs´ler gehäuft
    als manisch-depressiv diagnostiziert...

    ich kenne einige menschen die
    die diagnose manisch depressiv
    bekommen haben.
    wenn die aber so aus ihrem leben
    berichten...da wird mir dann ganz anders...
    da sie eben auch als manisch-depressiv
    behandelt werden...

    meine vermutung manchesmal aber ist...
    es könnte auch adhs sein, das partout nicht
    diagnostiziert wurde und sie mit ner im aller
    schlimmsten fall, falschen diagnose
    durch die welt gehen....
    Ja die Fehldiagnose ist möglich. Man kann jedoch auch Läuse und Flöhe haben - also ADHS und eine bipolare Störung.

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