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Diskutiere im Thema Operationen - wie gehe ich am besten vor im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
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ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    Operationen - wie gehe ich am besten vor

    Hallo zusammen,

    vielleicht gibt es hier ja schon Leute, die Erfahrung damit haben und mir den einen oder anderen Tipp geben können.

    Mit Medikamenten und der oft paradoxen Reaktion darauf haben wir ja fast alle unsere Erfahrungen. Ich übrigens ziemlich üble, weil man mir die Probleme nie abgenommen hat.

    Jetzt bin ich diagnostiziert und nehme regelmäßig mein MPH ein - beim Augenarzt ist es kein Problem, ich muss ein bisschen öfter hin, weil ich in Sachen "Grüner Star" vorbelastet bin.

    Was andere Ärzte angeht habe ich so meine Probleme, vor allem wenn ich denen mitteile, dass ich MPH nehme. Nehmen die alle nicht ernst, verdrehen die Augen und halten alles nur für dummes Zeug.

    Nun müsste ich mich, eigentlich schon seit längerer Zeit, einer orthopädischen Operation unterziehen und ich hadere jeden Tag mehr mit mir. Meine - notwendige - Schulteroperation liegt schon fast vier Jahre zurück und der Alptraum hängt immer noch in meinem Oberstübchen fest und wirklich in Ordnung ist noch lange nichts.

    Diesmal soll es besser laufen. Nie wieder diese entsetzliche Hilflosigkeit erleben obwohl ich auf meine grausigen Schmerzen hinweise. Vor allem will ich nicht noch mal auf ner sogenannten Kurzzeitstation landen. Das sind Fließbandbetriebe mit festgelegter Aufenthaltsdauer und die Operateure sind meist auch noch Konsiliarärzte, die sich einen Dreck um ihre Patienten kümmern. Die erste Visite beim Operateur findet dann in seiner Praxis statt.

    Antwort eines Arztes nach meiner Schulteroperation als ich von den grausigen Schmerzen berichte: "Sehen sie zu, dass sie so schnell wie möglich in die Praxis kommen, damit ihnen aus der Schmerzschleife geholfen wird!"

    Ich ziehe ständig neue Erkundigungen ein, wo ich den Eingriff machen lassen könnte und komme nicht weiter!

    Ich weiß, dass mir keiner einen bestimmten Tipp geben kann. Den suche ich auch nicht. Meine Frage ist vielmehr: Wie sage ich es, dass ich keine einfache Patientin bin und wie kriege ich es hin, dass ich nicht nach Schema durchgezogen werden und hinterher wieder Jahre mit den Folgen zu kämpfen habe?

    Hat jemand Erfahrungen und kann mir ein bisschen auf die Sprünge helfen?

    LG
    Waldsteinie

  2. #2
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.321

    AW: Operationen - wie gehe ich am besten vor

    Hallo Waldsteinie,

    bei meiner letzten OP habe ich mich sehr gut umgehört, was Patienten von ihren Krankenhausaufenthalten auf der entsprechenden Station berichtet haben.

    Gleichzeitig ging es darum, mit Ärztin, Psychiater und Psychotherapeutin abzuklären, wie spezielle Trigger zu vermeiden sind, die bei mir unweigerlich zu starker Suizidgefährdung geführt hätten.

    Aus dem Grund hatte ich vorab einen Termin bei dem Chefarzt der Abteilung des Krankenhauses, für das ich mich vorentschieden hatte. Über die Psychotherapeutin war er bereits über die Problematik informiert.

    Ich wurde ernst genommen und fühlte mich auch ernst genommen.

    Ansonsten hatte ich klare Anweisung vom Psychiater: Sofort gehen!!! Anderes Krankenhaus aussuchen.

    Es war dann dort sehr gut!

    Was MPH und das AD angeht, waren die Narkoseärzte bestens informiert. Beides sollte ich an den Tagen der OPs nehmen, da dadurch Komplikationen vermieden werden können. (z.B. Dissoziation der Gliedmaßen; Verkrampfungen der Muskulatur).

    LG Patty

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Operationen - wie gehe ich am besten vor

    Danke Patty,

    das klingt schon mal recht gut. Ich werde dann wohl nicht den Umweg über einen niedergelassenen Facharzt machen sondern gleich eine Klinikambulanz aufsuchen. Da spar ich mir die blöden Diskussionen mit den niedergelassenen Ärzten.

    LG
    Waldsteinie

  4. #4
    Matatabi

    Gast

    AW: Operationen - wie gehe ich am besten vor

    Hallo

    Ich habe im August 2013 meine Gallenblase entfernt bekommen und habe aus Angst heraus weit über 1,5 Jahre zu lange gewartet, da ich vor vielen Jahren bei einer Operation auch so schlechte Erfahrungen gemacht hatte (besonders was die Schmerzen betrifft), dass ich extreme Panik davor hatte. Ich habe die "zweifelhafte" Ehre gehabt mir 3 verschiedene Krankenhäuser im Notdienst anschauen zu können und irgendwie war mir direkt immer klar, da will ich auf keinen Fall operiert werden.

    Ich habe dann auf verschiedenen Seiten die Krankenhäuser bewerten alles durchforstet was Berlin so hergibt und habe mich dann für die Klinik mit den besten Bewertungen entschieden. Habe dann dort angerufen und direkt einen Termin für ein Vorgespräch ausgemacht, da wurde mir dann auch gesagt was ich an Unterlagen mitbringen soll, denn die Diagnose stand ja schon fest. In dem Vorgespräch habe ich dann mit der Chirurgin schon alle meine Sorgen, Ängste und auch Probleme (damals gabs nur den ADHS Verdacht, Diagnose ja erst einen Monat später) besprochen und direkt im Anschluss gab es dann auch das Gespräch mit der Anästhesistin auch da war das alles kein Problem. Habe mich absolut ernst genommen gefühlt.

    OP selbst und alles war dann quasi ein Klacks.

    Ich glaube man muss auf jeden Fall auf sein Bauchgefühl hören und wenn man wirklich kein gutes Gefühl hat sollte man dann auf jeden Fall auch weiter suchen.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Operationen - wie gehe ich am besten vor

    Danke Matatabi,

    na wenn Du sogar in Berlin so gute Erfahrungen gemacht hast, dann werd ich mal frohen Mutes loslegen. Mit den Bewertungsportalen bin ich recht vorsichtig - ich weiß, dass Ärzte solche Bewertungen regelrecht in Auftrag geben.

    Aber langsam grenzt sich das alles schon ein wenig ein.

    LG
    Waldsteinie

  6. #6
    Matatabi

    Gast

    AW: Operationen - wie gehe ich am besten vor

    Also es gibt z. B. nen Portal da muss man sich anmelden und das wirkt ziemlich ordentlich. (Das habe ich aber erst nach dem Krankenhaus gefunden ) Die Bewertungen die ich dort mal zur Probe gelese hatte stimmten auf jeden Fall mit meinem Eindruck von den Ärzten die ich kannte überein. Ob nun positiv oder negativ.

    Reine Klinikbewertungen sind aber dagegen ja auch nochmals etwas anderes, besonders bei so großen Kliniken wie hier in Berlin.
    Und so mies wie in Berlin viele Krankenhäuser abschneiden ist da nichts mehr in Auftrag gegeben worden 500 zum Teil erschreckend miese Kommentare kann man kaum noch dagegen mit Geld aufwerten ohne das es auffällt. Dazu muss ich aber auch sagen, dass das Krankenhaus in dem ich jetzt war mit zu den besten deutschen Kliniken zählt lauf Umfrage von Versicherten der Barma und AOK (wenn mich nicht alles täuscht). Ich bin bei keiner der Krankenkassen habe das nur nebenbei auf der Homepage gesehen die ich mir natürlich vorher auch noch angeschaut hatte.

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Operationen - wie gehe ich am besten vor

    Ist übrigens fast egal, ob man sich anmelden muss oder nicht. Ich kann mich hundert Mal anmelden und einen guten Kommentar abgeben.

    Bei den Klinikbewertungen ist es allerdings tatsächlich ein wenig anders. Werde mich mal bei der AOK umsehen, zumindest kann ich auf dem Portal nachlesen und muss nicht Mitglied der Kassen sein.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    AW: Operationen - wie gehe ich am besten vor

    Ich weiß, dass wir (wie teilweise schon oben erwähnt) auf diverse Betäubungsmittel, die bei OPs eingesetzt werden paradox reagieren können. So wirken Narkosemittel z.B. weniger lang oder wenigerintensiv. Ich lege dir nahe dich da im Netz etwas schlau zu machen, welche Mittel für uns weniger geeignet sind und welche besser funktionieren und das ganze mit deinem Psychiater besprechen .
    Den behandelnden Ärzten würd ich das dann berichten und abklären, ob sie auf sie vorgeschlagene Behandlung eingehen können.

  9. #9
    Matatabi

    Gast

    AW: Operationen - wie gehe ich am besten vor

    Cash schreibt:
    Ich weiß, dass wir (wie teilweise schon oben erwähnt) auf diverse Betäubungsmittel, die bei OPs eingesetzt werden paradox reagieren können. So wirken Narkosemittel z.B. weniger lang oder wenigerintensiv. Ich lege dir nahe dich da im Netz etwas schlau zu machen, welche Mittel für uns weniger geeignet sind und welche besser funktionieren und das ganze mit deinem Psychiater besprechen .
    Den behandelnden Ärzten würd ich das dann berichten und abklären, ob sie auf sie vorgeschlagene Behandlung eingehen können.
    Ich glaube so weit würde sich kein Psychiater aus dem Fenster lehnen und seinem Anästhesisten Kollegen in die Behandlung reinreden. Auch kann man überhaupt nicht pauschal sagen das dieses und jenes nicht gut wirken würde. Ich habe mich nämlich auch im Vorfeld (tagelang ) schlau gemacht und da gibt es wirklich kein Medikament von dem man sagen kann das hat nie geklappt. Es kann paradoxe Reaktionen geben kein Zweifel, aber diese treten ehrlich gesagt auf so ziemlich jedes Mittel auf.

    Deswegen hatte ich ja auch schon das Vorgespräch bei mir mit meiner
    Anästhesistin erwähnt. Ich sprach sie auch darauf an und ihr Kommentar dazu war "Also bisher haben wir noch jeden in Narkose bekommen". Was als schwieriger angesehen wurde war die, wie ich finde sehr wichtige, Einleitung der Narkose durch ein Beruhigunsmittel. Denn gerade die extreme Anspannung davor verhindert teilweise einfach, dass man ruhig genug ist das man die Narkose gut einleiten kann.

    Leider gibt es noch genug Krankenhäuser in denen die Leute so in den OP geschickt werden.

    Und ohne hier irgendwelche Medikamente spezielle zu benennen wird eh mit Medikamenten aus der Gruppe der Benzodiazipine und Neuroleptika vor eine OP beruhigt.
    Bei mir haben wir uns übrigens für ein Medikament entschieden das eigentlich so gar nicht vor OPs eingesetzt wird, da die Leute davon sehr lange in Narkose bleiben, war mir bei dann aber nicht der Fall da ich um die spezielle Wirkungsweise bei mir schon wusste.

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 56
    Forum-Beiträge: 235

    AW: Operationen - wie gehe ich am besten vor

    Ich hatte lange vor der ADS-Diagnose eine Operation unter örtlicher Betäubung, Routineeingriff. Man, habe ich gejammert, als die zum Schneiden angefangen haben. Das Betäubungsmittel hat aber so ganz und gar nicht gewirkt. Und selbst 30 Minuten später war die Wirkung noch nicht ganz eingetreten.

    Das nächste Mal werde ich darauf ganz deutlich darauf hinweisen, das soll auch in den Arztbrief rein!
    Aber nicht jedes Betäubungsmittel wirkt gleich. Interessanterweise hilft mir die Betäubung beim Zahnarzt, da habe ich keine Probleme.

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