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Diskutiere im Thema ADHS-die Einsamkeit in unserer Mitte im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 168

    AW: ADHS-die Einsamkeit in unserer Mitte

    ich kenne diesen inneren Saboteur auch nur zu gut. Ich frage mich immer, wie wird man den los?

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 86

    AW: ADHS-die Einsamkeit in unserer Mitte

    Hallo Rioja,

    Klingt überhaupt nicht wirr, finde ich.
    Kann ich sogar sehr gut nachvollziehen.
    Hast du schon die ersten Schritte auf dieser "Reise" gewagt oder zögerst du noch, oder stehst irgendwie an der Schwelle?

    Als bei mir alles immer mehr im Chaos und Elend versank, unternahm ich einige kleine Versuche, mich aus dem Sumpf zu ziehen, da war es aber eigentlich zu spät, glaube ich. Oder meine Versuche reichten nicht aus, da mir nie klar war, wie tief das Problem eigentlich sitzt.

    Ich renne nun schon seit Jahren von Arzt zu Arzt und Therapie zu Therapie. Und erst jetzt habe ich den Eindruck, vielleicht voran zu kommen.
    Aber auch für mich ist das nur ein "Anfang".
    Ich bin auch erst einen Babyschritt auf dieser Reise gegangen und weiß nicht, wo es hin geht.
    Außerdem fällt es schwer mich von dem Gedanken zu verabschieden, dass ich doch noch irgendwann alles allein hinkriege. Dass das nicht so ist, hätte ich in den letzen 15+ Jahren gelernt haben sollen.

    LG,
    Flo

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 67

    AW: ADHS-die Einsamkeit in unserer Mitte

    aloha rene,
    erstmal: wow oO ein mainpost trifft auch 100% auf mich zu. ich hadere schon einige zeit und grübel wie ich das was ich empfinde in bezug auf umgang mit fremden menschen, rausgehen etc pp am besten zusammenfasse. also du hast das ganz gut hinbekommen XD um nicht zu sagen, hervorragend

    kur zum thema kosten: also der therapeut ansich wird von der krankenkasse bezahlt. bei den medics bin ich mir nicht sicher, wäre aber nur logisch. so weit bin ich leider noch nicht -.-

    jaja wie schön wärs doch, jemandem gegenüber zu sein, vor dem man sich nicht zusammenreissen muss. aber dann denkt man sich "verdammt, der weiss bescheid. der merkt alles!" XD naja darüber versuch ich dann einfach zu grinzen und zieh mich an dem gedanken hoch, das wissen oft auch verständniss bedeutet.

    nur mut, wer nen dorn hat sollte ihn ziehen. wenn -du- der meinung bist, du stehst dir selbst zu sehr ihm weg, dann nimm auch hilfe in anspruch. denn dein text lässt ja deutlich drauf schliessen das du, wie ich auch, drunter leidest ein eisbär zu sein. (find den begriff klasse ^^)

    lg

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS-die Einsamkeit in unserer Mitte

    Hallo Florentine,
    Hast du schon die ersten Schritte auf dieser "Reise" gewagt oder zögerst du noch, oder stehst irgendwie an der Schwelle?
    Ich wage hin und wieder den Schritt neben dem bestehenden Pfad Stehe aber bald vor der Kreuzung und dann muss ich mich entscheiden ... Je nachdem wie diese ausfällt, kann sie der Verwüstung eines Tsunamis gleichen ... Einer bleibt mindestens auf der Strecke liegen (bestenfalls ich allein) Bin aber auch nicht mehr in der Lage, die Richtung zu wechseln.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 86

    AW: ADHS-die Einsamkeit in unserer Mitte

    Hi Rioja,

    dann vorwärts mit Gebrüll!
    Ich glaube nicht, das Zögern hilft, das Problem zu lösen, wenn du eh schon glaubst, dass jemand auf der Strecke bleibt.

    Zum Reden hast du aber jemanden?

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS-die Einsamkeit in unserer Mitte

    Hallo Florentine,
    musste schmunzeln, als ich Deinen Aufruf gelesen habe Danke für die Aufmunterung.
    Dass ich zögere, ist allein der Tatsache geschuldet, dass ich versuche, meinen Kopf ins Spiel zu bringen ... Mein Bauch prescht gerade extrem voran, ohne sich klarzumachen, was das alles für Folgen haben wird (nicht nur kann!) Es ist keinem geholfen, wenn ich gerade jetzt die Vernunft aussen vor lasse.
    Ich hab´schon immer befürchtet, dass, wenn ich meinen Emotionen mal freien Lauf lasse, Dämme einbrechen ... Daher hielt ich sie immer unter Kontrolle ... Damit habe ich aber auch einem wichtigen Teil von mir abgespalten. Er fehlt mir und mit den Jahren konnte/kann ich das immer weniger ignorieren. Das macht mich kapputt (nicht, dass ich das nicht schon wäre, aber jetzt leide ich stark darunter)

    ´Zum Reden hast du aber jemanden?
    Ja, habe ich, einen Freund. Bei ihm habe ich auch das Gefühl, dass er MICH sieht. Die Gespräche mit ihm helfen mir, einfach selbst auch klarer zu sehen und mich den Ängsten zu stellen.

    Jetzt wird`s aber doch etwas off-topic

  7. #17
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 60

    AW: ADHS-die Einsamkeit in unserer Mitte

    Rene, danke für Deinen Beitrag und Deinen Bericht, er hat mir irgendwie total aus der Seele gesprochen. Diese permanente Zerrissenheit und sinnlose, und ungewollte Tragik, di Du beschreibst, kommen mir auch immer sehr bekannt vor.


    Grüße, R

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: ADHS-die Einsamkeit in unserer Mitte

    Das kommt mir sooooo bekannt vor. Innerlich immer alleine egal wie viele menschen um einen rum sind.
    Auch die Angst sich mit bestimmten themen auseinanderzusetzen.
    Besonders als mir in meiner Ausbildung mir ein Psychologielehrer diesbezüglich mal regelrecht den teppich unter den Füßen weggezogen hat.
    Ich hab mich so besch. gefühlt und fragte mich nur woher weis er das?
    Ich bin ihm danach aus dem Weg gegangen.

  9. #19
    AlteEiche

    Gast

    AW: ADHS-die Einsamkeit in unserer Mitte

    ich kenne diesen inneren Saboteur auch nur zu gut. Ich frage mich immer, wie wird man den los?
    Carl Gustav Jung riet: „Die Depression ist gleich einer Dame in Schwarz. Tritt sie auf, so weise sie nicht weg, sondern bitte sie als Gast zu Tisch und höre, was sie zu sagen hat.“

    Ich sehe das in diesen Fällen wie sie hier angesprochen wurden ähnlich:

    Der kleine innere Saboteur ist gleich einem Fremden Bruder in Dir. Tritt er verstärkt auf, so weise ihn nicht weg, sondern bitte ihn als Gast zu Tisch und höre, was er dir zu sagen hat.

    Mache den Fremden zu deinem Freund, zu einem Teil von dir. Wenn er kommt, will er dir etwas sagen, dich warnen, dir Anweisungen geben, dich schützen. Wenn wir ihm das zu lange blind vor Angst erlaubt haben, ihm zu viel Macht über unsere Handlungen eingeräumt hatten, dann wird er zu einer Person, die unverschämt und anmaßend wird. Dadurch behindert er uns, blockiert uns.

    Lernen wir ihn kennen, erziehen wir ihn wieder, dann kann er wieder seine Aufgabe sinnvoll wahr nehmen und wir sind wieder Herr im Haus.


    Besonders als mir in meiner Ausbildung mir ein Psychologielehrer diesbezüglich mal regelrecht den teppich unter den Füßen weggezogen hat.
    Ich hab mich so besch. gefühlt und fragte mich nur woher weis er das?
    Wie es genau war, weiß ich ja nicht. Aber prinzipiell ist es eine Unverschämtheit wenn Menschen ihr Wissen und ihre Macht mißbrauchen.

    Mit der Psyche ist es wie mit der Intimität im Bad. Ich öffne nicht einfach die Türe und gehe bei einem Fremden ins Bad, wo er drin rumhantiert. Ja ich hab mich aus diesen Gründen sogar in der Gastronomie geweigert dort die DamenWC zu putzen. Ich finde das aus Respekt einfach richtig so, Frauen könnten sich davon belästigt fühlen wenn Herren in diese Zone eindringen.

    Und genauso ist es mit der Psyche. Wenn nicht ist es sogar noch sensibleres Terrain als die buchstäbliche physische Intimität.

    Ich persönlich empfinde schon jede Reklamepropaganda bzw. "Werbung" als eine Nötigung dieser Art. Wenn Leute, die sich gut auskennen, dieses Wissen mißbrauchen, in meinen Sinn einbrechen dort herumwüten und Gefühle oder Ideale und Wünsche, Träume gefangennehmen um mich dann zu manipulieren, das ist dermaßen widerlich, das meine Meinung über Reklamepropagandisten je nach dem nicht so recht salonfähig ist.

    Ich will sagen: Nicht ich muss mich genieren, sondern die Täter sollten sich schämen.

    Wenn wir aber solche Dinge mit uns machen lassen, wenn wir das unwidersprochen erlauben, verlieren wir immer ein kleines Stückchen der Macht über uns selbst und geben sie denen, die uns verletzt haben oder uns schlecht behandeln.

    Lasst euch drücken


    ... aber nur wenn ihr wollt!

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: ADHS-die Einsamkeit in unserer Mitte

    Hi zusammen,

    ich bin auch ein Mensch, der nicht allein sein kann. Es kamen immer Symptome hoch, nach einger Zeit. Manchmal war ich auch oft sehr Einsam. Ich lebte in meinem Studium allein.

    In den Semesterferien war es am Schlimmsten, ich wollte allein sein, wollte so viel lesen, aber dann kam es ganz Böse, wie eine dunkle Wolke über mich.

    Später lebte ich in einer WG und ich muss sagen, die Gruppe half mir/ uns allen, alle Probleme zu bewältigen. Ich kenne einige Borderliner aus anderen Foren, die viel mit Partnerschaften und Einsamkeit zu kämpfen haben. Auf die Idee, in eine WG zu ziehen, sind viele gar nicht gekommen. Dabei landen diejenigen immer in der Psychiatrie und dort ist "Gruppe".

    Ich würde das anthropologisch begründet sehen. Die Gruppe war für den Menschen übelebenswichtig. Allein leben macht krank. Wir sind keine Eisbären sondern Primaten, und haben sehr selten Alleinphasen.


    Der Homo sapiens/ erectus könnte früher trotz seines Intellektes nicht allein überleben. Die Tiere waren viel größer. Und die Jagdziele Mammuts zB waren ebneso viel größer.

    Villt ist das ein Grund unserer Angsterkrankungen und Depressionen.
    Selbst bei ADHS denn bei mir gingen die Symptome zurück, wenn ich Unterstützung von der Gruppe hatte. (WG) Bei Verhandlungen mit dem Vermieter, Einkäufe, Aufräumen, Putzen.

    Wir haben uns sogar beim Suchen von Jobs und finden einer Partnerin unterstützt.....


    Es gibt neue Studien aus 2008, Kinder, die in einer Gruppe aufwachsen, ZB spielen mit Nachbarkindern (wie in Bullerbü) wesentlich geringer an Depressionen und Ängsten auch in Zukunft erkranken. Heute wachsen Kinder ebenso stark isoliert auf. Die Zeiten sind verplant, Sportvereine , nein kinder müssen Abenteuer erleben und Gefahren selber als Gruppe meistern und spontanes erleben.....nur so können sie das Leben meistern......

    Da die Kinder nicht mit mehreren Geschwistern aufwachsen, könnte hier der Hund begraben sein??. Unser Land voller Reichtum und wir haben alles, was wir brauchen, und sind trotzdem depressiv oder traurig und jammern auf hohen Niveau.

    Könnte es sein, dass wir verlernt haben kollektivistisch zu denken? Kurzfristig Individualität aufgeben zugunsten eines Gruppenziels. Ich erinnre mich als ich 19 war, haben wir mit einem Sterne verein eine Höhle befahren"" das war sehr gefährlich und sehr eng. (Mit Ausrüstung und Führern) in der Gruppe verlor ich jede Angst und war völlig frei. Mit den Anderen zusammen. Und von Depression könnte keine Rede sein. Leider gab es viel zu wenig fahrten.

    Ist es nicht so, dass wir mit unseren Problemen des Alltags oft allein sind und da alleine davor stehen.

    Früher in der WG brauchte ich nur meine Kumpels zu fragen, he hilft mir einer das Regal aufbauen und dann kamen sie.

    Heute stehe ich oft ganz alleine da, warum???

    LG Timo
    Geändert von Timotheus (13.01.2014 um 14:08 Uhr)

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