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Diskutiere im Thema ADS/Grippe im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 61

    AW: ADS/Grippe

    Ich versuch mein bestes, im erklären bin ich leider nicht so gut. Sorry, is lang geworden.

    Als erstes will ich dir aber sagen, dass du schon recht hast, was die wahrnehmung betrifft und die messbarkeit von leid und schmerz.
    Sicher ist eine ernsthafte, nicht leicht zu heilende Krankheit, wie Krebs oder MS o.ä., nicht mit ge
    danken wegzubekommen, ganz klar.
    Aber hier können positive gedanken und gefühle den krankheitsverlauf beeinflussen (können, nicht müssen).
    Wir können mit Gedanken mehr einfluss auf unseren körper nehmen, als wir wissen bz
    w. glauben zu wissen.
    Ein ADHSler nimmt nicht nur seinen körper anders wahr als ein "Normalo", sondern auch den Schnupfen, den Husten, das Fieber usw..

    Ich habe in der Familie mittlerweile 7 diagnostizierte AD(H)Sler und schreibe nur unsere Erfahrungen, die alle recht ähnlich sind.
    Wir bemerken jede noch so kleine veränderung an unserem körper sofort und rennen zum arzt. Der kann jedoch gar nichts feststellen, obwoh
    l wir uns doch so sicher waren! Am nächsten tag sind wir wieder sein gast, weil es uns ja sooooo dreckig geht! Diesmal wird uns geglaubt, weil die symptome jetzt sichtbar sind.
    Leiden wir mehr als andere?
    Nein!
    Wir leiden früher, aber nicht mehr als die anderen.
    Die haben gar nicht bemerkt, dass sie krank werden und wundern sich, dass es ihnen plötzlich soo schlecht geht. Aber die jammern nicht so, denken positiver.
    Unser "Leiden" drückt doch eigentlich nur eines aus (m.M.): Ich bin krank, jetzt wäre es an der zeit, dass sich mal jemand so um mich kümmert wie ich das städig mit anderen(euch) mache.
    Und das verstärkt sich noch wenn keiner drauf reagiert, das "Leiden" wird immer grösser!
    Es ist nur der schrei nach zuwendung, den keiner h
    ört.

    Ich glaube dass es das ist, warum wir menschen überhaupt "leiden" oder dieses wort dafür gebrauchen. Es geht uns nicht besonders und wir möchten etwas mehr aufmerksamkeit für unsere Person und unser wehwehchen.

    Und, da gebe ich dir auch recht, wir können gezielt dieses oder jenes "Leid" reduzieren.
    Ein Beispiel sei mir noch erlaubt.
    Ich bin wegen Bluthochdruck in Behandlung. Ich habe keinen Bluthochdruck!
    Ich bin ständig im stress und oftmals tierisch aufge
    regt. Ich schaffe es trotzdem, seit ich begonnen habe auf meine atmung und mein innerstes zu hören, einen normalen bis sogar zu niedrigen Blutdruck gemessen zu bekommen. Nur durch selbstkontrolle!
    Nun hatte mich weihnachten doch t
    atsächlich die Schweinegrippe erwischt.
    Während meine Freundin ("Normalo") nun schon seit Neujahr tierisch unter dieser grippe leidet und plötzlich hier und da ein zipperlein verspürt, war ich nach 1 Woche wieder gesund. Mentales Training!

    LG

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: ADS/Grippe

    ok, jetzt verstehe ich dich
    da hatte sich imho eine nur scheinbare meinungsverschiedenheit aufgebaut

    interessanterweise ist meine persönliche erfahrung in der vergangenheit eine andere: dadurch, dass ich sensibler reagiere als andere schieb ich die "krankheiten" o.ä. eher von mir weg(vonwegen das kannst du jetzt nicht bringen), sodass sich z.b. mal ein virus o.ä. ausgebreitet hat und ich noch ein jahr lang halschmerzen hatte, die einfach nicht weg gegangen sind (bin da viel zu spät zum arzt).

    hab da auch n schlechtes gewissen, weil das zum arzt rennen so teuer ist, erst recht weil ich privatversichert bin (also nicht für mich, aber für die allgemeinheit).
    is wohl auch ne frage der erziehung

    ja, diese sensibilität ist segen und fluch zugleich, und es liegt ein ganzes stück in unserer hand, sie zu einem segen gedeihen zu lassen. wer nicht sensibel ist, hat ne schlechtere chance zu so manchem, vielleicht auch weil der leidensdruck oft zu klein ist (wer aufgrund von problemen im job nur ein bisschen unglücklich ist verändert unwahrscheinlicher etwas als derjenige, der erstmal(!) viel heftiger leidet).

    wobei ich nicht vermessen sein will und keinesfalls behaupten möchte "du bist doch so sensibel, ist doch nur ein vorteil, ..." - die sensibilität kann halt auch gift sein, wenn man probleme hat, die nicht so leicht lösbar sind.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 161

    AW: ADS/Grippe

    Da hab ich ja was angezettelt... mit dem Leiden.

    Ich kann nur bestätigen, dass das Leid unbedingte Aufmersamkeit oder Beachtung erfordert. Kommt die zu kurz, kann einer wie wir schnell in eine seelische Not geraten, die dann auch zu einer körperlichen werden kann.

    Fragt sich bloß, welches Leid zuerst war und was das eigentliche Problem...

    Ich glaube, wenn wir das genau überdenken können in diesem Moment, sind wir sehr viel weiter.
    Leider besch... uns die Wahrnehmung oft... und wir neigen zum Überreagieren...
    ...also so gehts mir.

    LG
    bluetomcat

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: ADS/Grippe

    vor meiner diagnose und behandlung des ad(h)s hatte ich häufig und lange
    grippale infekte, die mir sehr zu schaffen machten.

    seit der behandlung kommt es nur noch selten vor.
    empfinde es auch nicht mehr so intensiv und ist schnell wieder weg.

    psychosomatik ist ein nicht zu unterschätzendes krankheitsbild!

  5. #15
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: ADS/Grippe

    0815 schreibt:
    psychosomatik ist ein nicht zu unterschätzendes krankheitsbild!
    Dieser Faktor ist keineswegs zu unterschätzen, dazu könnten wir ja mal ein neues Thema eröffnen, denn dazu habe ich viele Studien und Literaturangaben zur Hand - gehört ja quasi mit zu meinem Studium....


  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: ADS/Grippe

    Virtuna schreibt:
    Dieser Faktor ist keineswegs zu unterschätzen, dazu könnten wir ja mal ein neues Thema eröffnen, denn dazu habe ich viele Studien und Literaturangaben zur Hand - gehört ja quasi mit zu meinem Studium....

    studien und literaturangaben...
    ich sprech aus erfahrungen (reichlich)!

  7. #17
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: ADS/Grippe

    Ahjo, 0815 - auch ich spreche da leider nicht nur aus zu lernenden theoretischen Lehrmitteln....ich hab´ das auch leider schon selber in mehrfacher Weise und in verschiedenen Ausprägungen durch.

    Dass da z.B. solche Erkrankungen wie die angesprochene Grippe mehr als nur eben das sind, das stellt für mich keine Frage mehr dar. Das subjektive Empfinden, Befinden und die Wahrnehmung sind ebenso ausschlaggebend wie die Verarbeitung dessen und die jeweiligen Auswirkungen schlechthin.

    Jeder Organismus ist eben individuell und auf sein subjektives Sein und Denken, Fühlen, Verarbeiten und die eigene (empfundene) Kraft angewiesen und richtet sich genau danach aus - deshalb ist mir (unter anderem) auch die anscheinend zum Alltag gewordene "Massenabfertigung" so zuwider geworden...

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: ADS/Grippe

    stimmt, virtuna!
    massenabfertigungen waren mir schon immer ein greuel!!!
    früher konnte ich nie auf die schnelle jemandem erklären, was denn genau los ist.
    dafür brauchte ich mehr zeit, die einem meist nicht gegeben wird.

    dann schluckt man vieles herunter und das kommt dann irgendwann psychosomatisch wieder heraus...

    doch seit ich ein wenig flotter bin bei dem, was ich haben / erreichen möchte,
    sind die sachen "vom tisch" und belasten mich nicht mehr an anderer stelle!

  9. #19
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: ADS/Grippe

    Und genau DAS finde ich nicht nur - ist aber nur MEINE Meinung - an Stelle der Grippe-Panik so wichtig, 0815. Jeder sollte ganz frei DAS entscheiden können und dafür einstehen, womit er sich gut fühlt, was ihm hilft, oder auch nicht.

    Jeden Arzt, der DAS nicht hört oder erfragt, versuche ich selbst zu meiden - Grippe hin oder her....

    Um aber mal zurück zum ursprünglichen Thema zu finden....

    ...ich denke nicht nur, ich bin auch davon überzeugt, dass das subjektive Empfinden (und wohl auch die - vllt. prägende - Verhaltensweise des Umfeldes, die Infos von den Ärzten und die eigene Einstellung) eine Erkrankung, so auch die Grippe, schlimmer oder besser werden lässt - dazu gibt es auch ´ne Menge Stoff übrigens...bei Interesse einfach nachfragen bitte.

    Ganz liebe Grüße!

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Thema: ADS/Grippe im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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