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Diskutiere im Thema Angstattacke im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 142

    Angstattacke

    Am Mittwoche hatte ich eine Angstattacke.
    Wie hättet ihr reagiert.

    Also ich fahre jeden Dienstag mit den Zug nach Wien, immer zur gleichen Zeit, immer mit den gleichen Zug. Der Zug bleibt in jeder Stadion stehen.
    Mittwoch wollte ich nochmals nach Wien, es war eiskalt und es hat geschneit,

    Ich mußte zu Fuß schon zum Zug gehen, weil mein Mann sagte, bei diesen Wetter kann man nicht auf die Strasse gehen und er kann nicht mit dem Auto fahren, da wir ja am berg wohnen. Gut ich ging halt zu Fuß zum Bahnhof ( ich bildete mir ein ich muß heute nach Wien weil ich mir was anschauen wollte) Ich ging halt eine Stunde zum Bahnhof, na super der Zug fährt erst in einer halben Stunde, ich wartete halt, war aber ein Zug der nicht in allen Stadionen hält, nur in einer Stadin und dann in Wien.

    Der Zug kam schon viel zu spät, für mich ist sowas immer nervig, da ich ein sehr pnktlicher Mensch bin. Der Zug war da, und dann noch die Aussage wir müssen warten, wegen dem vielen Schnee.

    Na gut, wir führen los. Aber aufeinmal , ich fahre die Strecke ja schon ein halbes Jahr jede Woche, fahren wir durch ein Tunnel, ich bin noch nie als ich nach Wien führ durch ein Tunnel gefahren. Ich bin dort gessesen und dachte mir jetzt kommt mein Ende, wo bin ich , und das Tunnel war so lang, ich bekam so eine gro0e Angst und wußte nicht was ich tun sollte. Ich dachte mir fragen kannst doch auch keinen Fahrgast, die glauben du bist verrückt, ich konnte die Augen nicht schliessen, ich dachte mir sonst ist es aus mit mir, und wenn ich aus dem Fenster rausschaute war es nur finster.
    Mir wurde kalt und heiß, mein Puls steige, und steigte, und das Tunnel nahm kein Ende. Ich wußte nicht was ich mchen sollte, ich konnte niemanden anrufen, oder fragen ich saß nur da und wartete auf ein Ende. Ich kann euch nicht sagen wie das schrecklich war.

    War ich froh als wir wieder aus den Tunnel führen, ich zitterte am ganzen Körper, da ich immer noch nicht wußte wo ich bin und warum ich solange in einem Tunnel war. Aber ich kam am richtigen Bahnhof an, warum der Zug dieses einmal durch ein tunnel fuhr weiß ich bis heute nicht.
    lg
    happy

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 246
    Hmm...Das tut mir Leid mit der Angstattacke!: Sehr komisch. Vill. wurde diesmal wegen dem starken Schneefall eine andere Route benutzt? Wäre das eine Möglichkeit?
    Was hielt dich ab, einen Fahrgast zu fragen, nur dass er glaubt, dass du Verrückt bist?

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 142
    Chaot schreibt:
    Hmm...Das tut mir Leid mit der Angstattacke!: Sehr komisch. Vill. wurde diesmal wegen dem starken Schneefall eine andere Route benutzt? Wäre das eine Möglichkeit?
    Was hielt dich ab, einen Fahrgast zu fragen, nur dass er glaubt, dass du Verrückt bist?
    Was hättest du einen Fahtgast gesagt oder gefragt
    lg
    happy

  4. #4


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.804
    Blog-Einträge: 40
    Angst ist wohl das übelste Gefühl überhaupt.

    Und das Blöde bei einer Angsstörung gegenüber einer lebenswichtigen und gesunden Angst ist, dass man in dem Moment net mal weiss, wo die herkommt. Sie ist halt einfach da und steigert sich, wenn man nicht rechtzeitig und bei den ersten Anzeichen (Herzklopfen, Schwitzen, feuchte Hände, ...) entsprechend gegenreagiert, oft bis zur absoluten Panik.

    Das kann man aber lernen, da gegen zu reagieren, und die Angst, wie man so schön sagt, "besiegen", denn irgendwann, wenn der Kopf in seinem Unterbewusstsein realisiert hat, dass da keine reale Bedrohung da ist, dann bleibt auch die Angst weg.

    Ansonsten kommt man da in einen Teufelskreis rein in dem Moment, der so aussieht, dass man Angst hat, dann körperliche Symptome bekommt, davon noch mehr Angst und noch mehr körperliche Symptome und das steigert sich dann immer weiter hoch, ohne, dass man da noch eine Chance zur Gegenwehr hätte.

    Da jemanden zu fragen, das bringt nu wirklich nix, mal absolut im Gegenteil, denn glob da hält dich jeder für Pleplem in dem Moment, der sich damit net auskennt und das noch nie gehabt hat und du stehst da am Zittern und schnaufen und schwitzen und kriegst kaum noch ein Ton raus. Da bekommt einer, der nicht weiss, wie und was das ist, im Regelfall eher noch Angst vor dir oder denkt, du hättest dir sonstwas für Drogen eingeworfen.

    Das musst in einer Angsttherapie lernen, dass du da ganz am Anfang, wenn du merkst, dass da was am Kommen ist, dagegen steuern kannst um in den oben beschrieben Kreislauf erst gar nicht rein zu kommen.

    So eine Panikstörung (was es meiner Meinung nach ist) oder eine generalisierte Angsstörung, meist beides zusammen, lässt sich sehr gut behandeln, vor allem, wenn das in einer stationären Therapieeinrichtung gemacht wird.

    Zuerst lernst du da, nicht mehr von der Angst in die Panik zu geraten und im Laufe der Zeit auch, gar keine Angst mehr zu bekommen.

    Allein kann man das nicht schaffen, weil man dazu Leute braucht, die einen ganz konkret im Einzelfall anleiten und einem sagen, was man noch falsch macht und wie es besser ist.

    Sonst bekommt man in jedem Fall irgendwann Angst vor der Angst selber, und damit ist dann der ganz große Teufelskreis komplett.

    Da musst also wirklich schaun, dass du das fachmännisch behandeln lässt. Und damit meine ich ganz ausdrücklich nicht ! dauerhaft über Wochen Medikamente wie Benzodiazepine (Diazepam, "Valium", Tavor oder dergleichen) oder andere Tranquilizer, denn damit unterdrückst du nur die Symptome und im Hintergrund, ohne dass man das merkt, wird die Angsterkrankung immer schlimmer und es wird mit der Zeit immer länger dauern, da wieder raus zu kommen.

    Von der ganz ganz gewaltigen Suchtgefahr bei Angstpatienten und solchen Medis (da reichen einige wenige Tabletten) ganz zu schweigen. Dann hat man zu dem ganzen anderen Mist noch ein gewaltiges Suchtproblem, das auch wieder über Monate stationär in einer Suchtklinik behandelt werden muss.

    Das alleinige Verschreiben von solchen Medis über mehr als ein paar Tage ist bei vielen Ärzten (v.a. älteren Jahrganges) erschreckenderweise immer noch Gang und Gäbe , obwohl man schon ewig lange weiss, wie komplett falsch und gefährlich das ist.

    Eine qualifizierte Angst-Therapie wäre also mein dringender und gut gemeinter Tip zu der ganzen Sache.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 246
    Happy schreibt:
    Was hättest du einen Fahtgast gesagt oder gefragt
    lg
    happy
    Entschuldige sie bin ich eh in den Richtigen Zug gestiegen Richtung Wien?
    Glaub niemd hätte dich für Plemplem gehalten

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 142
    @ Chaot das blöde war ja, ich bin heute die gleiche Strecke gefahren, und es war kein Tunnel, jetzt frag ich den Fahrgast, bin ich im richtigen Zug, sagt er/oder sie dann ja und ich schau beim Fenster raus und sehr das ich aber in einem Tunnel bin und weiß aber die Strecke geht durch kein Tunnel. Da wirst du "deppert" ( sagt man zawr nicht) im Kopf und du glaubst alle haben sich gegen dich verschworren und du wirst verrückt.

    @Alex, ich weiß du meinst es nur gut mit mir, du hast mir das schon einmal geschrieben und ich habe lange darüber nachgedacht, weil ich weiß das du es nicht nur so sagst sondern es nur gut meinst, aber ich habe so große Angst davor in Therapie zu gehen, das kannst dir nicht vorstellen. Ich war ja vor zwei Wochen bei der Ärztin wegen der Verlängerung meiner Pension wieder auf zwei Jahre, und auch sie hat damals auch zu mir gesagt ich soll auf Therapie gehen.

    Aber das ich dann eingesperrt bin, abhänig vom Personal ( Schwestern) das jeder Schritt überwacht wird, was du gehst und was du tust, das du jeden Tag in eine Singgruppe oder Bastelgruppe gehen mußt, das Du keinen Ausgang hast, das du nur einmal vielleicht telefonieren kannst, und wenn der Anruf nicht klappt, dann hast verloren, da bekomme ich Angst, in einem großen Raum zu schlafen wo 6 oder 8 Betten sind, beim duschen beobachtet zu werden, ob du eh nichts anstellst....... ich könnte dir jetzt 100 Sachen aufzählen, davor habe ich so eine Angst das ich da rein muß, das ich nicht weiß was ich machen würde.
    verstehst du mich?
    lg
    Happy

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 246
    [QUOTE=Happy;3108

    Aber das ich dann eingesperrt bin, abhänig vom Personal ( Schwestern) das jeder Schritt überwacht wird, [/QUOTE]

    Musst ja nicht gleich in die Psychatire oder?
    Kannst ja so mit nem PSychater eine Therapie gegen eine Angststörung machen

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 142
    Chaot schreibt:
    Musst ja nicht gleich in die Psychatire oder?
    Kannst ja so mit nem PSychater eine Therapie gegen eine Angststörung machen
    Mir hat die Ärztin gesagt ich soll 3 Monate komplett weg vom Alltag, und da habe ich Angst davor

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 246
    Happy schreibt:
    weg vom Alltag, und da habe ich Angst davor
    Achso... Frag sie ob es noch ne alternative gäbe?

  10. #10


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.804
    Blog-Einträge: 40
    Ich kenn Happy gut und schon lange und seh da persönlich keine Alternative.

    Das weiß sie auch, dass ich das schon lange so sehe, aber sie hört nicht auf mich.

    Alles andere wär nur wieder weiter zugekleistert und noch weiter verschleppt.

    Wenn einen das Umfeld krank macht, dann muss man da raus, um gesund zu werden, bis man wieder so stabil ist, dass man das Umfeld entsprechend ändern kann.


    LG,
    Alex

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