Seite 2 von 2 Erste 12
Zeige Ergebnis 11 bis 17 von 17

Diskutiere im Thema Esssucht im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Esssucht

    Freu dich.....das kann doch nur besser werden oder??

    Vielleicht tröstet dich das ein bisschen: Ich habe vor meiner MPH-Einnahme jahrzehntelang das gleiche Problem mit dem Vollessen wie du gehabt. Irgendwie habe ich es geschafft, dass ich nie über
    90 Kilo kam, was natürlich schon bei 1,72 m nicht gerade wenig ist

    Als ich mit MPH anfing, das war im Dezember 2012, hatte ich knapp 80 Kilo.
    Jetzt habe ich 75 kg. Das ging ganz von allein. Ich hab nur weniger gegessen, ganz automatisch. Weil mein Frust plötzlich weg war. Ich hatte plötzlich wieder ein Sättigungsgefühl. Das war ja ganz futsch. Das ist ein tolles Gefühl sag ich dir.

    Allerdings esse ich immer noch viel zu viel. Bin bei 2000 Kalorien mind. am Tag und darunter befindet sich auch jeden Tag 1 Tafel Schoki. Aber die liebe ich.....und ich esse sie mir mit Genuss und mit vollem Bewusstsein. Und das ist das, wo du hin musst.

    Verurteile dich nicht selbst für das, was du bist und tust. Das ist nämlich viel schlimmer als die Diagnose ADHS zu bekommen.
    ABER die Medikamente werden dir dann auch einen Spiegel hin halten. Das ist auch nicht easy. Dadurch bekommen auch viele Depressionen und werden noch antriebsärmer.

    Du hast den 1. Schritt getan. Suuuupeeeerrrr

    lg Heike

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Esssucht

    Liebe Chaoswoman,

    oh man, das kenne ich!
    Ich VERMUTE mal ganz frech, dass du ADHS hasst und wenn du eine Diagnose und die passende Behandlung hast, dann kriegst du das "merkwürdige" Essverhalten wieder etwas mehr in den Griff, glaube ich.
    Die Ursache des "merkwürdigen" Essverhaltens ist , glaube ich, ADHS!

    Ohne ADHS Behandlung ist es bei mir so, dass ich immer etwas Extremes brauche (Essen,Nicht-essen,Sport,Zigaretten...).

    Ich hoffe dir konnte schon geholfen werden!

    LG,
    Januarschnee
    Geändert von Januarschnee ( 9.04.2014 um 10:48 Uhr)

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Esssucht

    Chaoswomen schreibt:
    Hallo,
    ...ich will kein dünnes etwas werden, ich will nur ein normales ess-verhalten haben.
    cw
    Du redest mir aus der Seele. Ich muß immer wieder betonen, dass es mir nicht auf´s abnehmen ankommt, sondern dass ich ein normales Essverhalten haben will. Natürlich will ich es mir physisch leichter machen, also der Gewichtsverlust ist schon toll, aber in erster Linie geht es mir darum, normal zu essen.

    Zudem habe ich Schieß, das der DOC bei der Testung nur glaubt, ich suche ein abnehmmittel und will deswegen mbh....
    Das wäre ein seltsamer Doc. Ich habe beim ersten Termin - sowohl bei dem Psychologen, der mich getestet hat als auch bei den Psychotherapeuten, die ich mir angeschaut hab - deutlich gesagt, dass ich eine Essstörung habe. Der Psychologe hat übrigens nicht so reagiert, wie ich dass von einem solchen erwartet hätte. Der meinte zum Thema MPH, dass die am meisten vorkommende Nebenwirkung eine Appetitminderung sei und mit einem Lächeln meinte er, dass das bei mir ja gar nicht so verkehrt wäre. Ich sagte ihm, dass das genau die Nebenwirkung ist, vor der es mir am meisten graut, da ich mich fragte: was passiert mit einem Esssüchtigen, wenn man ihm den Appetit dämpft? Darauf er: dann essen Sie weniger. Das wollen wir doch.

    Ich war ziemlich verdutzt weil ich eher erwartet hätte, dass er mich fragt, was ich mit dem Essen kompensiere oder was ich mir wegzuessen versuche oder blablalba ...
    Ich hatte eher bedenken, dass ein Medikament, welches den Appetit dämpft, zur Suchtverlagerung führen könnte. Und ich habe keinen Bock, mit dem Trinken, Rauchen oder sonst einer anderen Sucht anzufangen. Aber das hielten der Arzt und die Therapeuten für sehr unwahrscheinlich.

    Eine Verhaltentherapeutin meinte, dass mein Essproblem weniger eine Sucht wäre sonder mehr ein impulsives Verhalten. Das fand ich sehr schlüssig. Denn ich spüre mein Sättigungsgefühl, aber es kommt meist der Impuls "mehrmehrmehr" dazu. Es gibt Zeiten, da läuft es besser und ich kann mit dem Essen aufhören, wenn ich satt bin und dann gibt es Zeiten, in denen ich esse und esse. Seit Anfang des Jahres läuft es ganz gut. Zwar mit Unterbrechungen, aber insgesamt lief es noch nie so lange. Deswegen war ich nach meiner ADS-Diagnose im Februar auch gar nicht so scharf auf MPH, weil ich dem sich abzeichnenden Erfolg nicht mit einem appetitdämpfenden MIttel dazwischenfunken wollte. Die Bedenken habe ich mittlerweile aufgegeben.

    Seit kurzen nehme ich MPH und tue mich schwer, überhaupt eine Wirkung festzustellen, ich stehe noch ganz am Anfang und hoffe auf das Finden der richtigen Dosis. Dementsprechend ist auch nicht klar, ob das Medikament mein Essverhalten beeinflußt. Kann sein, dass sich mit MPH das Sättigungsgefühl besser durchsetzt, also die Vernunft gegen den Impuls siegt. Dieses Wochenende kam es mir so vor, aber momentan ist das noch mehr Spekulation als alles andere.

    Schau mer mal!

    Viele Grüße
    Pierre Gynth

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Esssucht

    Guten Abend,

    ich krame das Thema wieder hervor, da mich eine Problematik an mir zurzeit sehr mitnimmt.
    Mich plagen seit einiger Zeit Heißhungerattacken die ich nicht kontrollieren kann, außer ich hab für den Tag noch sehr große Willenskraft übrig.
    Entweder esse ich extrem wenig oder eben extrem viel und ich finde einfach kein Mittelmaß. Es geht mittlerweile schon soweit, dass es nicht nur Binge Eating ist, sondern Richtung Bulimie driftet.

    Früher hab ich sehr wenig gegessen. Seit einem Jahr habe ich angefangen regelmäßig zu essen (3 Mahlzeiten am Tag) und Sport zu machen, seitdem spielt mein Gewicht verrückt.
    Ich habe zwar jetzt wieder ein Hungergefühl und Muskeln, fühle mich aber bei regelmäßigem essen wie eine Stopfgans, weil quasi ja immer was im Magen liegt. Außerdem hatte ich Anfangs 6kg abgenommen (ka wodurch?) und seitdem 8kg zugelegt. Da mich das alles so verunsichert hat und ich mich mit einem leeren Magen "wohler" fühle, rutsch ich immer wieder ins "nichts essen". Und am liebsten esse ich mittlerweile alleine. Wenn ich dann aber unter sehr viel Stress stehe, sich Emotionen anstauen und ich innerlich nervös bin kommen (Fr)essanfälle die ich schwerlich abwehren kann. Natürlich hält die Befriedigung nicht lange, dann plagen mich Schuldgefühle und ich versuche das ganze mit irgendwas wettzumachen (am nächsten Tag viel Sport zb).

    Habt ihr Tipps was helfen kann, solchen Heißhunger zu vermeiden?
    Könnts auch mit an (meinem) Diabetes Typ 1 liegen und Unterzuckerungen?
    In einigen Beiträgen vorher wurde nach Schilddrüsenproblemen gefragt. Warum? Kann dadurch was beeinflusst werden?
    Ich nehme zwar MPH aber gegen Essanfälle hilft es definitiv nicht.

    Gruß,
    Nachtfüchsin
    Geändert von Nachtfüchsin (20.01.2015 um 01:38 Uhr)

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 574

    AW: Esssucht

    Hallo Füchsin,

    ich kann deine Problematik sehr gut nachvollziehen, auch, wenn es bei mir Richtung Bulimie ausartet. Ein Mittelmaß zu finden ist sehr schwer, genauso, wie eine gewisse Regelmäßigkeit. Funktionierende Tipps, wie man diesen nicht zu bändigenden Heißhunger unter Kontrolle bekommt, habe ich leider nicht. Mir ist bisher aufgefallen, dass es Lebensmittel gibt, die häufig am Anfang einer solchen Attacke stehen. Genauso gibt es jene, die vor allem schnell verfügbar sind und somit den Fressanfall fortsetzen. Ich versuche deshalb meine Ernährung generell umzustellen, da das Ganze bedrohliche Züge bei mir annimmt.
    Nichts essen und alleine essen sind Faktoren, die solche Fressattacken begünstigen können.

    Zu deinen Fragen:
    2000 kcal / Tag ist ein grober Richtwert, der dennoch stark abweichen kann, je nach Körpermasse und Aktivität. Wie man das abdeckt ist relativ egal, man sollte nur nicht durch einseitige Auswahl Mangelerscheinungen hervorrufen.
    Ebenso begünstigt Unterzuckerung das Auftreten vom Heißhunger. Bei vielen Leuten besteht dann ein verlangen nach Süßem.

    Ich kann später nochmal ins Detail gehen, nur jetzt reißt es mich zu sehr mit. Gerne auch per PN

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Esssucht

    Also wenn Du wirklich AD(H)S hast, dann kann das Essproblem davon kommen. Hatte ich auch! Und zwar jahrelang seit meiner Pubertät und nun seitdem ich MPH nehme, nicht mehr. Es istx wie ein Wunder, ich kann es noch gar nicht verstehen. Ich überesse mich einfach nicht mehr. Das ist so krass. Also ich denke, wenn Du die Diagnose abklären lässt, bist Du auf der sicheren Seite. Allgemein muss ich sagen, dass ich ebenfalls seit meiner Pubertät in Therapie war und bis zum Sommer 2014 nur die Diagnosen Essstörungen , Depressionen und instabil emotionale Persönlichkeit hatte. Alle Therapien haben mir nicht geholfen, dabei war ich 4x stationär. Wobei ich sagen muss, dass es stationär immer BESSER war, wegen der Struktur, den Leuten, etc. Da ging es mir immer ganz gut. Ich musste nicht selbst meinen Tag gestalten, nicht arbeiten, keine Leistung bringen und schon war ich FIT und gesund.

    Mmmhhh.. ist jetzt auch eine blöde Sache. Aber wenn Du schon wegen Depressionen was bekommst, würde ich Dir Venlafaxin oder ähnliches empfehlen. Es wirkt wenigstens ein wenig ADS-mäßig und hat mir auch schon ein wenig gegen den Essdruck geholfen. Ist schon doof, dass man Medis braucht, aber leider ging es bei mir auch nicht anders. Vor allem ist mir meine Figur sogar ziemlich egal. Ich meine, okay, keiner möchte gerne übergewichtig sein. Aber ich war auch immer normalgewichtigt. Es war nur so, dass mich das total belastet hat mit dem Essen (finanziell, Magen-Darm-Probleme, scham, zeitaufreibend, etc...), meine Therapeutin meinte, es wäre ein Vermeidungsverhalten. Und ja, das war es auch.

    Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass Du einen Weg findest, diese Problematik zu bewältigen ob mit oder ohne Medikamente. Ich weiß, dass gute Ratschläge und Tipps nicht viel helfen, darum lasse ich es. Ich hatte auch zig Selbsthilfebücher, Entspannungstrainigs, etc. Bei mir hat wirklich nichts geholfen.

    Durch Medikenet hat sich meine Persönlichkeit sehr verändert- positiv. Ich möchte keine Werbung für Medikamente machen und ich verstehe den Arzt, dass der Verdacht für ein Abnehm Medikament natürlich da ist. Aber andererseits, man gibt so viele Medis für alles mögliche.. mhh....

    Ich hab hier eine ganz coole Fallstudie, die hatte ich schonmal gepostet. Für die, die Englisch können, ist das echt klasse bzw. es stellt fast 100% meinen Fall dar:
    CLINICAL CASE REPORT
    Bulimia Nervosa Patient Diagnosed with Previously
    Unsuspected ADHD in Adulthood: Clinical Case Report,
    Literature Review, and Diagnostic Challenges
    In diesem Fall stellt Bulimia Nervosa auch eine Form des Binge eatings dar.
    Bulimia nervosa patient diagnosed with previously unsuspected ADHD ... - PubMed - NCBI

    Bei Bedarf übersetze ich auch gern ins Deutsche.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Esssucht

    Hallo,
    Bei mir wurde letztes Jahr im September Adhs diagnostiziert. Nach dem ich schon viele probleme mit meinem sohn (7)der adhs hat hatte. Ich weiss nicht ob ich mich mit meiner Diagnose anfreunden kann .
    ich leider an panikattaken, Depression , einer Persohnlichkeits Störung und einer Essstörungen.


    Ich esse und erbrechen mich danach , komisch ist aber das ich nich schlank bin und auch so gut wie nix abnehme davon.


    Mit dem essen hab ich noch keine Lösung gefunden ich habe schon eine chronische Magenschleimhaut entzündung.
    Geändert von tina1983berg (24.01.2015 um 17:41 Uhr)

Seite 2 von 2 Erste 12

Stichworte

Thema: Esssucht im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum